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/Jan/2009

Auf ein neues Jahr! (Teil 2/3)

Von: team-de @ 11:00 (CET) / 5635 / Kommentar ( 65 )

<font face="Arial" size="2">Willkommen zum zweiten Teil meines Jahresrückblicks auf 2006, 2007 und 2008 und Aussichten auf das Jahr 2009. Den ersten Teil könnt ihr hier nachlesen. </font>

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<font face="Arial" size="2">Januar 2008 (New York City, Atlantic City, Dublin, Dortmund)</font>

<font face="Arial" size="2"> Ich begann das Jahr also in Brooklyn, New York City, und meine erste Pokerhandlung im Jahr 2008 war, den Greyhound-Bus zu nehmen und zweieinhalb Stunden Richtung Süden zu fahren, nach New Jersey, nach Atlantic City!
Erstaunlicherweise fand ich über Ryanair ein Hotelangebot von $75 pro Nacht für das Tropicana und buchte direkt eine Nacht für den zweiten Tag im Jahr 2008.</font>

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Das Tropicana Hotel & Casino in Atlantic City
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</font> <font face="Arial" size="2">Mein wunderbares Zimmer mit Meerblick für nur €50 (bzw. mit Poker-Rate €30)</font><font face="Arial" size="2">
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<font face="Arial" size="2"> Das Ziel meines Aufenthalt war, mein neu errungenes Pokerwissen an zwei Positionen in dieser Stadt zu testen: Ich wollte ein $45+5-NLHE-Turnier im Caesars Palace und zum ersten Mal in meinem Leben an einem Cashgame-Tisch spielen.
Entgegen der Informationen verschiedener Internetseiten fand das besagte Turnier aber gar nicht statt und stattdessen war ein $90+5 NLHE angesetzt. Ich ärgerte mich ein Weilchen darüber und ließ es an ein paar einarmigen Banditen aus. Aber dann sagte ich mir, dass ich doch so gern im Caesars Palace spielen wollte und investierte die Summe.
Allerdings legte ich trotz meiner Euphorie, an echten WSOP-Circuit-Tischen zu sitzen, eine miserable Leistung hin und beendete das Turnier recht früh. Ich war viel zu nervös und ich kannte noch keine Ante. Somit bekam ich keinen Fuß auf den Boden und war zu eingeschüchtert und ängstlich. Aber wenigstens hatte ich das nun mal getan.
Ich zog mich zurück in mein riesiges Zimmer mit Meerblick im Tropicana, schlief wunderbar in dem großen Bett und fuhr am nächsten Morgen direkt mit dem Aufzug hinunter zum Poker Room.</font>

<font face="Arial" size="2">Um 10:30 Uhr wurde der erste $2/$4-FLHE-Tisch eröffnet und ich fand mich ein mit neun unterhaltsamen Mitspielern. Ich wollte vorerst nur mit einem Fixed-Limit-Tisch starten, damit ich nicht gleich auf der Abschussliste erfahrenerer Spieler landen würde. Und wie sich herausstellte, war ich gar nicht mal so schlecht.
Nach kurzer Zeit hatte ich mein Buy-in von $100 verdoppelt und ich hatte unglaublich viel Spaß am Tisch mit einem verrückten Brooklyner, der morgens schon endlos kostenlose Jack & Gingers bestellte, einem alten Mann, der in unregelmäßig Abständen in einen süßen Schlummer verfiel (manche Dealer weckten ihn mit einer Ermahnung, während andere ihm einfach den Sit-out-Button hinlegten). Eine ehemalige Dealerin und Cocktaildame saß mit dabei, die sich als Königin des Casinos aufführte und daher von dem Brooklyner unentwegt geneckt wurde. Diverse andere Spieler und viele Rentner („Ich bin seit Montag Rentner!“ – „Oh, dann kommen Sie wohl ab jetzt täglich hierher?“ – „Nein, nein. Das habe ich vorher auch schon getan!“), die wohl ortsansässig waren, waren mit am Tisch. Meist war ich der einzige Ausländer und auch sehr oft die einzige Frau.
Die Stimmung wurde immer besser und ich hatte so viel Spaß, dass ich gar nicht an diesem Abend in den Bus steigen und zurück nach New York fahren wollte. Man erzählte mir am Tisch, dass man eine spezielle Pokerrate für Hotelzimmer bekommt, wenn man vier Stunden oder mehr am Stück spielt. Das war bei mir der Fall und somit ging ich zum Pokermanager. Er registrierte mich als Mitglied im Trop Club, gab mir meine Mitgliedskarte und ich buchte über Telefon ein Zimmer zur Pokerrate von $55. Und was meine Freude weiter entfachte: Ich bekam sogar dasselbe schöne Zimmer wieder.
Ich warf meine Tasche zurück auf mein Bett und rannte wieder zurück in den Poker Room zum Tisch, wo ich nun auch mal einen Jack & Ginger probierte (war aber nicht mein Fall).
Ab nun bekam ich auch pro gespielter Stunde am Tisch $0,50 vom Casino geschenkt. Jede Stunde kam jemand mit einem Laser-Lesegerät an jeden Tisch und registrierte die Mitgliedskarten.</font>

<font face="Arial" size="2">Wenn man die Casinoebene im Tropicana verlässt, reihen sich in den Arkaden Geschäfte und Restaurants aneinander, Brunnen und künstliches Kopfsteinpflaster kreieren ein mediterranes Flair und all dies wird eingerahmt durch einen künstlichen, leicht wolkigen blauen Himmel. Wenn mich nicht alles täuschte, wurde die bemalte Decke sogar mit Tageslicht beleuchtet, um das Gefühl von einem angenehmen Sommertag im Süden perfekt zu machen. Natürlich hat dies auch den Hintergedanken, dass man beim besten Willen nicht mehr ansatzweise die Zeit abschätzen und sich gut und gern einige Stunden zu lang beim Spielen verlieren kann.</font>

<font face="Arial" size="2"> Ich spazierte nun etwas durch die Gänge für eine Dinner-Pause, setzte mich in einen Irish Pub (bin halt doch ein Gewohnheitstier – ich lebte zu der Zeit ja noch in Irland) und bestellte Fish & Chips und ein Pint Cider. Die Kellnerin fragte mich unglaublicherweise nach meinem Ausweis (ich bin 28! Ich darf seit sieben Jahren legal Alkohol trinken in diesem Land), brachte mir mein Bier und später dann mein Essen.
Den Fisch konnte ich überhaupt nicht genießen, da er nach Zimt schmeckte und ich erwähnte dies, als ich den halbvollen Teller später zurückgab. Dadurch bekam ich mein Essen umsonst und zahlte nur für mein Getränk. Dies war ein guter Tag.
Nachdem ich mich wieder an den Tisch gesetzt hatte, spielte ich weiter bis 23 Uhr. Ich hatte sage und schreibe zwölf Stunden am Pokertisch gesessen und auch noch insgesamt $160 Gewinn gemacht.</font>

<font face="Arial" size="2">Selig legte ich mich wieder in mein Luxusbett und wurde am nächsten Morgen bei romantisch-rosanem Sonnenaufgang geweckt (ich versteh wirklich nicht, warum die Amis die Wüste für Las Vegas vorzogen und Atlantic City am Meer dem Untergang weihten).</font>

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<font face="Arial" size="2"> Ich spielte noch etwas weiter und hatte nun schon eine kleine Fanschar: „Hey Christin! How are you today? Let´s sit at the same table again!“
Teilweise war ich wirklich verwirrt, wer die Menschen waren, die da meinen Namen riefen. Aber ich denke, es ist normal für einen Pokeranfänger, in zwölf Stunden nicht jedes Gesicht und jeden Namen abzuspeichern.
Für meine gespielten Stunden vom Vortag und die damit gesammelten Boni konnte ich mir zum Frühstück ein riesiges Thunfisch-Sandwich leisten.
An diesem Tag verspielte ich wieder mein gewonnenes Geld und machte mich trotzdem zufrieden auf den Rückweg nach New York.</font>

<font face="Arial" size="2">Fazit: Mir ist an diesen Tagen bewusst geworden, dass es tatsächlich möglich ist, so seine Tage zu verbringen und seinen Lebensunterhalt mit Pokern zu verdienen. Mit den Payback-Aktionen und Zimmerangeboten der Casinos lässt sich die Zeit schon schön finanzieren. Natürlich nicht an solch kleinen Tischen und mit meinem Minimalwissen, aber im Prinzip habe ich verstanden, dass es geht und ich mag diese Erkenntnis sehr. 
(Dieser Teil ist etwas ausführlicher geworden, da es sich um einen unveröffentlicher Blog-Artikel handelt.)
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<font face="Arial" size="2">Ich verbrachte eine weitere Woche in New York und fühlte mich einfach rundum wohl.</font>

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<font face="Arial" size="2"> Die Ungewissheit über meine Zukunft brachte mich gar nicht mehr so sehr aus dem Gleichgewicht.</font>

<font face="Arial" size="2">Zurück in Dublin lösten wir unsere WG auf und ich bereitete mich auf meinen Aushilfsjob in Dortmund vor. Dies konnte meine Chance auf eine Karriere im Pokerbusiness sein.</font>

<font face="Arial" size="2"> Schon bald saß ich dann im Flieger nach Deutschland.
Als ich Katja und die anderen Intelli-Leute im Casino Hohensyburg traf, wurde mir mitgeteilt, dass ich als Moderatorin fungieren sollte. Ich war geschockt. Ich dachte, ich sollte Flyer verteilen oder Ähnliches. Aber mir war klar, dass ich keine Alternative hatte. Sollte ich etwa wieder nach Dublin zurückfliegen? Nein!
Was alles genau bei der EPT Dortmund geschah, könnt ihr in meinem Blog von damals nachlesen.</font>

<font size="2"></font><font size="2">
Juri, ich, Daniel und Marten
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<font size="2">
Im Interview mit Alex Clauß, gefilmt von Norman
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<font face="Arial" size="2"> Wichtig zu sagen ist auf jeden Fall, dass ich mich kräftig zum Horst gemacht habe. Ich sollte allerlei Spieler interviewen, die ich nicht kannte, und trat in jedes Fettnäpfchen.
Aber ich kam auch dazu, Daniel Negreanu zu interviewen. Klaus hatte Daniel ganz cool in der Pause von seinem Tisch abgeholt und zu unserem Intelli-Stand gebracht. Auch wenn ich supernervös war, war es einfach toll, mal mit Daniel sprechen zu können. Immerhin würde ich ohne ihn wahrscheinlich gar kein Poker spielen und wäre gar nicht hier.
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<font size="2"></font>

<font face="Arial" size="2">Eines abends kam dann Katja zu mir und offenbarte, dass ich am Montag bei IntelliPoker in Hamburg anfangen könne. Ich war so unglaublich glücklich!
Also flog ich nach der EPT nach Dublin, holte meine Siebensachen und düste so schnell wie möglich nach Hamburg.</font>

<font face="Arial" size="2">
Auf Wiedersehen, schöne Landschaft, auf Wiedersehen, mieses Wetter! Auf Wiedersehen, Irland!
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<font face="Arial" size="2">  </font>

<font face="Arial" size="2">Februar (Dortmund, Dublin, Hamburg)</font>

<font face="Arial" size="2"> Hamburg ist meine Geburtsstadt, doch ich hatte nie zuvor dort gelebt. Als ich Deutschland 2005 verließ, wollte ich eigentlich nie in mein Heimatland zurückkehren. Ich hatte mir aber immer gesagt, dass ich, wenn überhaupt, nur in Hamburg leben und arbeiten wollen würde. Mein alter Lebensmittelpunkt war eigentlich in Hannover, aber dort konnte ich mir trotz Freunden und auch Familie einfach keine Zukunft vorstellen.</font>

<font face="Arial" size="2">Das Schicksal hatte mich nach Hamburg verschlagen. Vorerst kam ich bei meinem Kollegen Juri unter, da der Umzug jetzt doch recht schnell passiert war. Kurze Zeit später fand ich eine WG mit einer anderen Frau, was eine Übergangslösung sein sollte, bis ich eine eigene Wohnung hatte.
Im Büro bekam ich am ersten Tag offenbart, dass ich als PR-Assistentin und nicht wie ursprünglich erwartet, als Videoperson arbeiten sollte. In Dortmund hatte ich unserem Videomann Norman nicht nur als Moderatorin ausgeholfen, sondern konnte auch mein Wissen als Videoproduzentin anbringen. Dies ist nämlich mein Beruf (Mediengestalterin Bild und Ton). Meine ursprüngliche Euphorie, wieder in meinem mir vertrauten Berufsfeld arbeiten zu können, wich einer gewissen Angst, was mich als PR-Assistentin erwarten sollte.
Jan hatte aber wohl den richtigen Riecher gehabt, mich in diesem Bereich einzusetzen, denn ich begriff recht schnell, worum es ging. Er vertraute mir auch schon im Februar die Gesamtverantwortung für die Kooperation mit der WestSpiel Poker Tour an. Um alles richtig zu machen und zu lernen, was dieser Job bedeutet, verbrachte ich täglich zehn bis 14 Stunden im Büro. An den Wochenenden versuchte ich, mich um die Wohnungssuche zu kümmern.
Recht schnell wurde mir aber bewusst, dass diese Suche schwieriger als erwartet sein würde und ich beschloss, bis zur WSOP in der WG zu bleiben, meine paar Sachen dann für die Zeit in Vegas irgendwo unterzustellen und so die Miete für ein bis zwei Monate zu sparen.
Im Februar starteten die Cowboys Billy und Baxter Bone außerdem einen Valentinsaufruf für mich. Seit fünf langen Jahren war ich Single und es war Zeit, den Valentinstag nicht mehr allein zu verbringen. Im Forum entstand ein „Davina-Darr-Herzeroberungsthread“. Leider vorerst erfolglos.</font>

<font face="Arial" size="2"> </font>

<font face="Arial" size="2">Dies war der zweite Teil meines Rückblickes. Der dritte und letzte wird in den nächsten Tagen folgen.</font>

<font face="Arial" size="2"> </font>

<font face="Arial" size="2">Bis denn dann!</font>

<font face="Arial" size="2"> </font>

<font face="Arial" size="2">Christin
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