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/Jun/2009

Card Room Crawl - Las Vegas 2009 – Teil 1

Von: team-de @ 19:05 (CEST) / 5 / Kommentar ( 31 )

Vegas, die Zweite – oder: Wie ich in elf Tagen meine gesamte Bankroll verblies!

Ich bin wieder in Hamburg und schwelge noch in bittersüßer Erinnerung an meinen Vegas-Aufenhalt.
In dem folgenden mehrteiligen Blog werde ich ausführlich über meine Las-Vegas-Reise berichten. In altgewohnter Weise sehr ausführlich und zum Großteil offtopic. Diejenigen, die lieber intensiv über Poker lesen möchten, sind hier falsch.
All jenen, die sich etwas Spaß gönnen, hinter die Kulissen der Pokerwelt sehen und diese durch meine Augen erleben wollen, wünsche ich viel Spaß!

 

13/06/2009

Endlich war es soweit! Ich machte mich auf den Weg zu meinem zweiten Vegas-Aufenthalt! Um 4:30 Uhr wachte ich auf, packte gestresst zwei Stunden lang den Koffer und saß um 6:30 Uhr im Taxi. Am Hamburger Flughafen angekommen, freute ich mich über die äußerst freundlichen Mitarbeiter am Check-in der Continental Airlines.
Das Boarding ging schnell und schon flogen wir pünktlich um 8:20 Uhr ab.
Das Essen im Flieger war gruselig (anders kann ich es gar nicht beschreiben), aber das machte nichts. Ich war eh noch mitten in einer Abnehmwette gefangen.
Im Flieger machte ich wie immer einen Filmmarathon. Ich kann einfach nicht schlafen in Dingen, die sich bewegen. Am Stück schaute ich Shopaholic, New In Town und Harry Potter, außerdem zum ersten Mal The Mentalist auf Englisch und Monk. Die kleinen Monitore, die jeder an seinem Sitz hat, sind einfach klasse. Man kann frei wählen aus Filmen, Serien, Musik und Spielen. Spiele? Ja, auch ein Programm namens „Al’s Casino“ mit Blackjack, Roulette und Video-Poker. Ich spielte etwas Backgammon und fand dann tatsächlich eine Pokersoftware, die onboard gegen andere Passagiere funktionieren sollte. Doch leider war diese nicht aktiv.
Das Gute war, dass ich mich so wunderbar ablenken konnte und der Flug nicht so lang erschien. Die Vorfreude war riesig. Im letzten Jahr war ich endlich zum ersten Mal in Sin City gewesen und hatte mir damit einen Kindheitstraum erfüllt. Leider war ich damals zum Arbeiten da und konnte zwar vieles sehen, es aber nicht wirklich genießen. Dieses Mal sollte es anders werden. Ich war nur zum Spielen, Feiern und Relaxen da. (Den Blog über meinen letzten Vegas-Aufenthalt findet ihr hier.)
Meine Live-Poker-Bankroll war weiterhin bei $1.400 und lag bereit, vervielfacht zu werden. Ich hatte mir vorgenommen, entsprechend damit zu verdienen, um ein paar größere Turniere zu spielen. Ein WSOP-Event hatte ich mir ausgeguckt, bei dem ich 60 % an Shares verkauft hatte: WSOP Event #36 für $2.000. Ich hatte also ein Ziel, mir die fehlenden $800 zu verdienen. Erstens kommt es anders … und zweitens als man denkt … Aber dazu später mehr.
Ich lehnte mich zurück, genoss die Beinfreiheit in der ersten Reihe, die ich mir nur mit einem anderen Passagier teilte und lenkte mich mit dem Onboard-Entertainment ab. Leider lenkte mich wiederum ein nerviges Kleinkind vom Entspannen ab und fand es lustig, auf meinem Monitor rumzutatschen oder mir regelmäßig eine Puppe auf den Schoß zu legen. Ich weiß nicht, was Kinder immer mit mir haben … *seufz*
Meine weiteren Pläne für Vegas bestanden neben diversen kleinen Pokerturnieren (ich hatte eine ausführliche Excel-Tabelle mit fast allen Angeboten der Stadt ausgedruckt und per Falttechnik immer parat in der Handtasche) und Cashgames darin, etwas Blackjack mit meinem Kollegen Hanno zu spielen und außerdem nur $100 in einarmige Banditen zu stecken (die sind nämlich mein Laster).
Es gab einen Snack im Flieger, der wieder mehr als gruselig war: Ein Käse-Schinken-Brötchen, bei dem der Käse so sehr geschmolzen war, dass er flüssig aus der Plastik-Verpackung tropfte. Dazu gereicht bekam ich gesalzene Chips und zum Verfeinern der Speise lag eine Tüte Senf mit dabei?!?! Der Nachtisch war ein Stück Schokolade.
Ich landete in Newark, New Jersey. Ich frage mich weiterhin, wie man einen Ort so nah an New York gründen konnte, der so ähnlich heißt …
Es war nur eine Stunde Zeit zum Umsteigen und ich musste durch den Einreiseprozess mit Fingerabdrücken etc. und das Gepäck abholen und für den nächsten Flug wieder einchecken. Eine knappe Angelegenheit. Zu meiner Überraschung ging die Einreise richtig flugs. Es war nicht mal eine Person vor mir und ich kam sofort an die Reihe. Dann aber der Schrecken am Gepäckband. Es dauerte eine Ewigkeit. Zum Glück hatte ich mich vorher schlau gemacht und rausgefunden, dass der nächste Flieger nach Las Vegas nur 90 Minuten später ging. Also war ich relativ cool. Der Koffer kam, ich brachte ihn zum nächten Gepäckband, konnte noch schnell ein paar Euro in Dollar tauschen und war einer der letzten zehn Passagiere im Flieger.
Der Flieger startete pünktlich. Nach den 8,5 Std. über dem Ozean folgten jetzt weitere fünf Stunden.


Newark bei New York (Manhattan-Skyline im Hintergrund)

Nach einem weiteren absolut unbefriedigendem Mahl musste ich mich durch diesen Flug quälen OHNE Onboard-Entertainment. Dies war nämlich „noch nicht installiert“. Dann bringt die Maschine verdammt nochmal nicht in die Luft! *grrrrrr*
Also musste ich mich anders beschäftigen. Ich las Gus Hansens Buch und spielte Spiele auf meinem iPhone. Außerdem saß ein nettes älteres Pärchen mit mir in der Reihe und es kam zu einem interessanten Informationsaustausch.
Ich sah aus dem Fenster, die großen Seen zwischen den USA und Kanada, die Rocky Mountains und dann, ja dann: Nevada. Unfassbare Bilder schoben sich da unter mir entlang und es schien um so unglaublicher, dass hier tatsächlich Menschen leben ... und sogar dorthin in den Urlaub fahren. Eine romantische Todeszone …



Nevada von oben

Endlich landeten wir nach einem schönen Schlenker über Downtown und dem gesamten Strip. VEGAS!
Ich holte meinen Koffer ab und ging zum Shuttle, das ich vorher gebucht hatte. Ich war die einzige Passagierin und wünschte mir eine Fahrt über den Strip anstatt außen rum. Die Fahrerin machte dies gern. Hach … schön! (Ich werde im nächsten Blog-Teil ein Video mit einbauen, das ein paar Eindrücke zusammenfasst …)
Das Hotel meiner Wahl war das Sahara. Nicht, weil ich es besonders schätze, sondern weil der Preis einfach unschlagbar ist: €13 die Nacht! Vor genau zehn Jahren hatten hier auch meine Eltern übernachtet, was mir ein gewisses Gefühl von Heimat gab!
Das Sahara ist eins der ältesten Hotels am Strip mit viel Geschichte, die Frank Sinatra und Mafia mit einschließt. Leider ist es ziemlich runtergekommen, da die Besucherfrequenz durch die etwas abgelegene Position ziemlich klein ist. Daher auch die günstigen Preise.
Der Check-in dauerte eine Ewigkeit und nach fast 20 Stunden Reise wollte ich doch ungern noch lange in Warteschlangen stehen.
Im Zimmer angekommen, stellte ich fest, dass wirklich alles alt war. Aber für den Preis kann man einfach nicht meckern.
Ich blieb nicht lang, denn ich hatte noch etwas für den Abend geplant! An der Taxischlange sprach ich zwei Mexikaner an, sich ein Taxi mit mir zu teilen. So sparten wir alle schon mal ein paar Dollares.
Mein Ziel war am anderen Ende des Strips: das Mandalay Bay. Hier fand eine Comedy-Show statt von niemand Geringerem als Pauly Shore! Wer??? fragen sich jetzt sicherlich viele unter euch… Macht nix. Müsst ihr nicht kennen. Ich empfehle trotzdem mal, ihn zu googeln.
Bevor es losging, setzte ich mich noch kurz in den Pokerraum und verballerte meine ersten $128. Das ging ja gut los. Der Pokerraum hatte einige Boni im Angebot. Zum Beispiel auch für High-Hands. Dies erklärte mir der Dealer, als ich mich an den Tisch setzte. Aber als ich Quad-Asse hatte, war der Pot um $2, ich betone: ZWEI DOLLAR, zu klein und ich verpasste einen $300-Jackpot! Wie kann ein Pot mit drei Spielern bei einem Board von bitte auch nur $18 groß sein?!?!?!?
Völlig frustriert ging ich ins House Of Blues für die Comedy-Show.
Pauly Shore war ein Teenie-Schwarm von mir. Er spielte damals in Steinzeit Junior (Original Titel „Encino Man“) mit und ich fand ihn mit 14 Jahren einfach nur lustig und süß! Jetzt bin ich 30, er 42. Er ist immer noch lustig, aber ziemlich kaputt von den Jahren der Erfolglosigkeit.
Nach eineinhalb Stunden Show mit vier Comedians tat mir das Gesicht vom Lachen weh und es war Zeit, dass ich ins Bett kam. Allerdings nicht ohne Hanno vorher einen Besuch im Rio abzustatten. Viele bekannte Gesichter sah ich nicht und so machte ich mich recht schnell auf den Weg zurück ins Sahara.
Um 23:30 Uhr und nach fast 30 Stunden auf den Beinen fiel ich zufrieden ins Bettchen …

 

Der zweite Teil folgt in den nächsten Tagen. Dann auch mehr Fotos und Videos!

 

 

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