javascriptNotEnabled

Home \ Community \ Blogs \

team-de blog

team-de blog
Von: team-de
Send PM
/Jun/2009

Card Room Crawl – Las Vegas 2009 – Teil 2

Von: team-de @ 11:49 (CEST) / 10 / Kommentar ( 20 )

Hier nun Teil 2 meiner Reihe "Card Room Crawl - Las Vegas 2009".
Teil 1 findet ihr hier.


14/06/2009

Ich wachte um 8 Uhr auf und war dankbar für eine Nacht voll Schlaf und scheinbar keinem Jetlag. Das Internet im Sahara kostet auch für Gäste $12,99, was ich wirklich unverschämt finde. Ich loggte mich ein und checkte E-Mails. Ich beschloss aber auch, die Blogs erst zu schreiben, wenn ich wieder zuhause bin. 
Aber hier kostet eh alles was. Las Vegas oder Amerika im Allgemeinen weiß, wie man möglichst viel Geld aus Einwohnern und Besuchern quetscht. Alles kostet etwas … und wenn es nichts kostet, dann muss man zumindest einen Dollar Trinkgeld geben. Die Putzfrauen machen das Bett nicht, wenn kein Dollar auf dem Kopfkissen liegt, das Taxi fährt nicht zu dir, solange der Typ vom Hotel es nicht heranpfeift und dafür einen Dollar erwartet. Jeder Shop, jede Kasse hat einen kleinen Pott daneben, in den man Kleingeld für die Angestellten reintun kann. Grund genug, die kostenlosen Angebote des Hotels zu nutzen. Ich suchte den Fitnessraum auf und beschloss, morgen an den Pool zu gehen.
Um 11 Uhr spielte ich das $45-Turnier im Sahara. Es gibt außerdem einen Add-on oder Rebuy, wie auch immer, für $20. Da den eh jeder macht, ist es also ein $65-Turnier. Alles lief gut, bis der Glückspilz am Tisch aufdrehte und alle zerstörte. Er knackte dreimal Asse und schmiss auch mich raus, als er mein All-in mit Assen mit callte und Two Pair traf. Unfassbar. Gefrustet ging ich zum $1-Blackjack. Nach kurzer Zeit war im Turnier Pause und besagter Glückspilz gesellte sich zu mir an den Blackjack-Tisch. Er setzte $100 Dollar und sagte „Für eine Hand …“. Nach zehn Minuten ging er mit $700 zurück zum Pokerturnier, das er ganz nebenbei gewann. Sowas hatte ich noch nie erlebt. Mir blieb das Glück leider weiterhin verwehrt.

Ich beschloss, mir eine Challenge aufzuerlegen, die nichts mit Poker zu tun hatte. Ich wollte den Bus zum Rio nehmen. Mit Taxi würde jegliche Bewegung weg vom Sahara auf Dauer teuer werden. Die Bushaltestelle ist am Strip und ich schaute nach Informationen über die Routen, aber ich fand nichts. Kein Schild, kein Zeichen, kein Zeitplan. Der Bus kam allerdings schnell und ich stieg ein. Beim Einsteigen hörte ich eine Durchsage, dass es 3-Tages-Tickets für $15 gäbe. Ein 1-Tages-Ticket kostet $7. Das Geld muss passend in Scheinen in einen Automaten beim Busfahrer geschoben werden. Ich ließ andere Fahrer vor, während ich versuchte, die $15 passend zusammenzukramen.  Als ich zur Busfahrerin ging und sagte „Ein 3-Tages-Ticket bitte!“, patzte sie mich an „Tagesticket $7!“. „Ja, ich weiß,“ sagte ich „aber ich hätte gern ein 3-Tages-Ticket!“. „$7 Tagesticket!“ … So ging das ein Weilchen hin und her … Sie wurde immer unfreundlicher und ich immer zickiger. Irgendwann kam sie endlich mit der Information hinterm Berge her, dass man besagte 3-Tages-Tickets nur an Automaten kaufen kann und nicht im Bus. „Danke! Das wollte ich wissen!“. Zum Glück hatte ich vorher die Information aufgeschnappt, dass ich zum Rio beim Caesars umsteigen musste. Die Fahrt dauerte ewig und der Doppeldecker-Bus war rappelvoll. Ständig hielt der Bus und unzählige Menschen strömten rein und raus.
Am Caesars stieg ich aus und suchte nach der anderen Bushaltestelle. Nichts zu machen. Eben war ich in der Buslinie Deuces gewesen und jetzt sollte ich umsteigen in die Linie Flamingo. Ich fand sie nicht und rief mir völlig genervt ein Taxi.
Im Rio angekommen begrüßte ich Hanno und die Jungs von  

Im MGM ärgerte ich mich etwas. Der Weg von der Monorail Station durch das Casino war ziemlich beschwerlich. Entlang einiger Shops und dem Food Court mit schlechter Ausschilderung ist es nicht für jeden einfach, zum Pokerraum zu finden, und man legt eine ziemliche Strecke zurück. Zum Glück wusste ich noch, dass der Pokerraum neben dem Löwengehege ist und folgte einfach den Schildern zum „Lion Habitat“. Und wie richtig in Erinnerung, befindet sich direkt neben diesem das „Poker Habitat“. Zuschauer, die von den Löwen gelangweilt sind, können sich hier getrost aber ohne schützende Glaswand die Haie beim Spielen angucken. Und heute, ja heute, war ich ein Hai! Ich zückte meine MGM-Karte am $1/$2-Tisch und wunderte mich, warum der Dealer mich im Spielverlauf mit Namen ansprach. Auf einem kleinen Monitor vor ihm konnte er sehen, wer da so alles am Tisch sitzt. Club-Mitglieder werden natürlich mit Namen angezeigt. Die gesamte Atmosphäre im Pokerraum ist klasse! Der Raum ist hervorragend ausgeleuchtet, hat ca. 20 Tische mit allerlei Partien, Stühle und Tische sind von hoher Qualiät. Innerhalb von 90 Minuten hatte ich $205 Gewinn gemacht und stand auf. Um 14 Uhr sollte ein $60-Turnier im Tropicana stattfinden. Zeit, sich das mal anzugucken. Im Tropicana angekommen, erfuhr ich, dass meine Tropicana-Karte aus Atlantic City hier nicht zählte. Ich brauchte eine neue. Mit der Karte erhielt ich ein paar Gutscheine, ein Deck Karten und ein paar Slot-Freidollar. Da ich noch Zeit hatte, spielte ich an den Automaten und bekam nur einen Trostpreis in Form von einem T-Shirt und einer Tropicana-Mütze. Dann fragte ich, wo denn der Pokerraum sei. „Wir haben keinen mehr!“ war die Antwort. Hmmm … plöd. Was dann?! Ich nutzte meinen Gutschein für einen Hotdog und eine Cola für $2,50 und ging dann an den Blackjack-Tisch. Auch hier hatte ich zwei Gutscheine … als die aufgebraucht waren, wollte ich zum Luxor fahren. Ich nahm die Monorail, die aber erst mal durchfuhr zum Mandalay Bay. Dort sprang ich gleich in die nächste, die zum Glück am Luxor hielt. Der Pokerraum ist versteckt in einer Nische und man hat das Gefühl, dass er auch nur existent ist, weil man nun mal nen Pokerraum haben sollte. Sechs Tische in unangenehmer Atmosphäre, klebrige Chips und Turniere mit 1.000 Startchips …Was soll das denn? Ich spielte etwas Cashgame, verlor $75, da jeder Versuch, mitzuspielen von den All-ins der Betrunkenen am Tisch eingedämpft wurden und meine Hände zu schlecht zum Callen waren. Das Luxor ist direkt mit dem Excalibur verbunden, da beide zur MGM-Gruppe gehören (wie auch das Mandala Bay auf der gleichen Strecke). Ich spazierte also rüber und ging wieder zu den elektronischen Tischen. Ich kaufte mich für das 18-Uhr-Turnier ein, in dem ich zwei Tage zuvor gecasht hatte und spielte solange Cashgame. Am Tisch saßen zwei IntelliPoker-Mitglieder und scheinbar Freunde von xFlixx. Wir kamen ins Gespräch und ließen uns gemeinsam von ein paar verrückten Schweden auseinandernehmen. Ich verlor $190, bis das Turnier losging. Relativ schnell hatte ich Pocket-Könige und raiste kräftig. Ein Caller war mit dabei. Der Flop kam , mein Gegner ging all-in, da ich ihm absolut nicht glaubte, callte ich und präsentierte meine Könige. Er drehte für ein geflopptes Full House um. Grrrrr! Ich machte keinen Rebuy und ging zurück zum Cashgame, wo mein Platz noch frei war. Ich machte $20 Dollar Gewinn, die ich direkt in ein Omaha Hi/Lo-Turnier investierte. Es waren auch wieder zwei Tische und ich schaffte es tatsächlich wieder unter die ersten vier. Wir teilten und jeder erhielt $165. Diese elektronischen Turniere scheinen mir zu liegen … bin halt doch ein Onlinekind, irgendwie. Ich fuhr mit der Monorail zurück und spielte das 23-Uhr-$65-Turnier im Sahara. Das lief leider nicht rund und ich ging ins Bett.

Teil 3 folgt in den nächsten Tagen ...

Christin

In order to comment, you must login or register
Quiz
Neu hier? Nimm an unserem Einstufungstest teil und starte so deine Pokerausbildung.
Schon Mitglied? Melde dich hier an
javascriptNotEnabled
Lerne Von Einsteiger- bis zu Expertenstrategien
Trainiere Verbessere dein Können mit Hilfe unserer Trainer
Gewinne! Etabliere dich als Gewinner
/beliebt/
Hand der Woche – Ace Jack suit... In der neusten Pokerhandanalyse der Woche geht es um Ass-Bube suited ( ...
Mehr