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/Jul/2009

Card Room Crawl - Las Vegas 2009 – Teil 4

Von: team-de @ 15:50 (CEST) / 352 / Kommentar ( 18 )

21/06/2009

Ich war restauriert. Nach so viel Erholung wollte ich mich wieder ins Getümmel schmeißen, aber wenn möglich ohne Poker. Es war noch einiges auf meiner Liste, was ich machen wollte in Vegas. Shoppen konnte ich vergessen, da kein Geld übrig war. Die anderen Punkte würde ich versuchen, durchzuziehen: Ein Flug über den Grand Canyon, die Fahrgeschäfte oben auf dem Stratosphere Tower, eine Stretch-Limofahrt über den Strip und die Fahrt mit dem Rollercoaster vorm New York New York.
Letzteres wollte ich heute tun.
$14 sind recht viel für wenige Minuten durchgeschüttelt werden und ich überlegte kurzfristig, ob ich $25 für ein Tagesticket hinblättern und den restlichen Tag Achterbahn fahren sollte. Aber aus Geldgründen und Sorge um das Wohl meiner Gehirnsubstanz entschied ich mich dann doch dagegen.
Hier ein kleiner Eindruck:

file=CRCLV09_03 width=768 height=576 title="Card Room Crawl" subtitle="Las Vegas 2009 - NY NY"]  

Ja, Spaß hat’s gemacht. Aber wie so oft ist der Spaß leider viel zu schnell vorbei. Ich fuhr zum Rio und wandelte etwas durch die Gänge. Viele bekannte Gesichter kreuzten meinen Weg, andere Freunde meldeten sich per SMS und wir machten Treffpunkte aus. Ein Plausch hier mit George Danzer, Handshake mit Michi Keiner, Florian Langmann sagte hallo und ich plauschte etwas mit Jens Vörtmann, der am selben Tisch saß wie mein Kumpel Chris. Ich traf den EPT-Kommentator Neil Johnson, wir standen etwas zusammen und schauten beim Mixed-Event zu. Daniel Negreanu spielte am Nebentisch und war wieder völlig aufgedreht. Ich merkte, wie alle anderen Spieler am Tisch total eingeschüchtert waren. Daniel machte klar, dass er verdammt noch mal besser als alle anderen am Tisch zusammen wusste, was er hier im Mixed-Event tat. Außerdem fing er an zu rappen „PokerStars, PokerStars! PokerStarDotComDotComDotCom!“. Ich flüsterte zu Neil „Müsste er nicht eigentlich sagen 'PokerStarsDotNet'?“. Neil sagte mit seiner gewohnt durchdringenden Kommentatoren-Stimme: „Das ist Daniel Negreanu, der kann sagen, was er will!“ Daniel horchte natürlich sofort auf und wollte wissen, was ich gesagt hatte. Neil rief es rüber und Daniel machte weiter „No, no…PokerStarsDOTCOM, DOTCOMDOTCOM!“. Ich war hocherrötet und ging mit dem österreichischen Pokerjournalisten Robert zu Starbucks. Wir quatschten eine Weile und begrüßten allerlei Pokerspieler, die an uns vorbeigingen: Markus Golser zum Beispiel und Ben Kang, der sich kurz zu uns gesellte. Mittlerweile war auch Poker-Bundesliga-Chef Tassilo mit dabei. Ben ging wieder Brot verdienen und Robert, Tassilo und ich wollten etwas essen und danach etwas trinken gehen. Wohin gehen wir da am besten? Downtown!

 

Wir Drei sind so völlig unterschiedliche Menschen, dass es schon seltsam war, dass wir überhaupt miteinander klar kamen. Aber vielleicht funktionierte es gerade deswegen.
Wir gingen im Binions Burger und Hotdogs essen und schauten uns dann mit dem ersten Drink im Kopf die Fremont Street Experience mit dem Motto „Summer of ‘69“ an.


Robert, ich und Tassilo im Binions

file=CRCLV09_02 width=768 height=576 title="Card Room Crawl" subtitle="Las Vegas 2009 - Fremont Street"]  

Wir beschlossen, die Fremont Street einfach mal weiter zu gehen und zu gucken, was dann kommt. Relativ schnell konnte man sehen, dass man als Tourist vielleicht nicht allzu weit gehen sollte. Aber noch sah alles sicher aus.
Plötzlich wurden wir drei gleichzeitig magisch in eine Bar gezogen. Vom Bürgersteig aus konnten wir ein Piano sehen, eine Sängerin und rundum gemütliche Atmosphäre.
Wir setzten uns an einen Tisch und freuten uns über die Musik. Wir bekamen unsere ersten Drinks und so langsam sahen wir das Ausmaß der musikalischen Größe in diesem Raum. Nicht nur die Dame am Klavier sang und musizierte, sondern auch alle anderen Angestellten in der Bar. Unsere Kellnerin schnappte sich auch ein Mikro und gab einen Song zum besten, der Kellner hinter der Bar begann mitzusingen und schenkte währenddessen weiter Drinks aus. Eine Angelina Jolie in jungen Jahren stand unschuldig aber doch verrucht auf der Bühne und verzauberte die Gäste. Achtung! Jetzt kommt eine längere Musikeinlage!

file=CRCLV09_04 width=768 height=576 title="Card Room Crawl" subtitle="Las Vegas 2009 - Don't Tell Mama"]   

Wir ließen uns mitreißen, tranken und gaben nur allzu gern ein paar Dollar in das Sammelglas. Es stellte sich heraus, dass die meisten der Personen, die hier sangen und musizierten, extra dafür bezahlt waren. Einige arbeiteten halt noch als Kellner, andere saßen an der Bar und trugen zur guten Stimmung bei. Unglaublich sympathisch und unglaublich talentiert unterhielten sie uns, bis wir die einzigen Gäste waren. Und dann, ja dann, kam ich in den Genuss, mich mit ans Piano zu setzen und einen meiner Lieblingstitel, „Don’t Stop Believin'“ von Journey, gemeinsam mit der Kellnerin zu singen. (Ich habe zwar in der Vergangenheit auch auf Bühnen gesungen, aber heute gehört ein gewisser Alkoholpegel dazu, dass ich mich traue … Und hier war man ja auch unter sich …)

 

Wir bedankten uns tausendmal für den schönen Abend und versprachen, über dieses Erlebnis zu schreiben! „Don’t Tell Mama“ heißt der Laden und ist absolut empfehlenswert für alle, die sich mal ein Weilchen aus dem Lichtgewitter und sonstigen Wahnsinn des Strips ausklinken wollen. Wir nahmen ein Taxi, die Jungs setzten mich am Sahara ab und fuhren noch weiter Party machen.
Was für ein wundervoller Abend!

 

22/06/2009

Gestern war mein Kollege Lars in Vegas angekommen. Heute wollten wir uns treffen. Er holte mich im Sahara ab und ich schliff ihn direkt für den ersten Schock auf den Stratosphere Tower.
Wir kauften Tickets für alle drei „Thrill Rides“ und genossen erst mal den Ausblick aus den Fenstern in 280 m Höhe. Der Turm selbst ist 350 Meter hoch und eines der höchsten freistehenden Gebäude in den USA.


Las Vegas lag mir zu Füßen ... oder so ...

Und wie die Amis halt so sind, muss alles extrem sein! Drei waghalsige Fahrgeschäfte sind oben auf dem Turm installiert.
Hier ein paar Eindrücke von zweien (beim XScream sieht man mich vorn sitzen, beim Insanity muss man etwas suchen, um mich zu sehen):

file=CRCLV09_05 width=768 height=576 title="Card Room Crawl" subtitle="Las Vegas 2009 - Stratosphere"]   


Der XScream - und ich vorn drauf


Der Insanity Ride

Das Adrenalin pumpte noch im Hals, als wir wieder runter fuhren. Geil!!! Das mach ich nächstes Jahr wieder! Hehe …
Lars und ich fuhren ins Rio, um etwas WSOP-Luft zu schnuppern und dort trafen wir Tassilo und Robert wieder. Spontan beschlossen wir, zum Strip zu fahren und bei Fatburger zu essen (ja, die Kette heißt wirklich so). Ich hatte mich für meine Abnehmwette schon ordentlich runtergehungert, aber das musste jetzt sein. Etwas Zeit war ja noch für Nulldiät danach!


Lars und Robert schlürfen

Tassilo und Robert verabschiedeten sich und Lars und ich gingen ins MGM zum Pokern. Der Pokerraum gefällt mir immer noch mit am besten, muss ich sagen. Ich stand mit 4$ Gewinn auf (whooohoooo) und Lars mit mehr. Wir nahmen die Monorail, die Lars zum Riviera und mich zum Sahara brachte.
Ich war noch nicht richtig bereit, ins Bett zu gehen und setzte ich noch ins $65-Turnier im Pokerraum des Sahara. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, möglichst viele Fotos mit bekannten Spielern in Vegas zu machen. Aber irgendwie hatte sich nie die Gelgenheit ergeben. Nun saß ich hier und beobachtete einen alten Mann im Gespräch mit einem anderen alten Mann an einem leeren Tisch. Eine Schlange war um seinen Hut gewickelt und hatte das Maul am vorderen Teil weit aufgerissen. Dieser alte Mann war kein Geringerer als Thomas "Amarillo Slim" Preston! Ich stand vom Tisch auf und bat ihn um ein Foto.


Eine Legende und ich im Sahara

Als Slim dann kurz darauf zu mir an den Tisch kam und fragte, ob ich denn wüsste, was ich da tue, war ich völlig baff. Der alte Haudegen erzählte noch einen schweinischen Witz und ging dann weiter. Eine Frau am Tisch fragte geschockt "Hat Amarillo Slim dir grad was Versautes gesagt?". Tja, so isser wohl ...

Ich bustete mal wieder superunglücklich aus dem Turnier und ging aufs Zimmer. Trotzdem konnte ich wieder auf einen wunderschönen Tag in dieser verrückten Stadt zurückblicken.

Es folgt noch ein fünfter und letzter Teil in den nächsten Tagen! 

 

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