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/Mär/2009

CBO/EPT - Review

Von: team-de @ 18:43 (CET) / 7483 / Kommentar ( 79 )

Hallo Leute,

nachdem die Woche in Schenefeld bei den Pokerolymp Open  recht anstrengend war, ging es am darauffolgenden Mittwoch weiter mit einem 100-Rebuy-Satellite für das 860er-Freeze-out-Turnier bei den Casino Bremen Open (CBO).

Es nahmen relativ viele Spieler teil und so wurden eine Menge Tickets ausgespielt (ca. 15). Nachdem am Anfang alles wie am Schnürchen lief, verlor ich gegen Ende des Turniers einen recht großen Pot mit gegen (Preflop-All-in). Danach zog ich noch einen Pot mit gegen und suckte dann mit gegen aus. Hi @ Ticket :--)

Das 860er-Freeze-out startete pünktlich und ich befand mich unter anderem mit Michael Keiner, Galic und Zille an einem Tisch. Nachdem ich am Anfang einige kleine Pots ohne Gegenwehr einsammeln konnte, kam es zu Anfang des zweiten Levels zu einem etwas größeren Pot:

Ich raise Pocket aus MP auf 300 und bekomme einen Reraise aus dem Big Blind auf 900. Ich calle und wir sehen einen Flop von . Den Flop check-calle ich und auf dem Turn erscheint eine . Der Turn wird gecheckt und mein Gegenspieler spielt 2/3-Pot an und hat sich damit quasi commited. Ich setze ihn all-in und er verliert mit Pocketaces und scheidet somit aus dem Turnier aus.

Etwas später kommt es zu einer Hand, in der Michael Keiner raist (aus UTG) und ich mit Queens lediglich calle. Witzigerweise hatte ich zwei Tage vor dem Turnier einen Artikel über Slowplay von Keiner gelesen. Der getiltete Spieler im Big Blind entscheidet sich zu einem hohen Raise. Keiner foldet und ich stelle meinen Stack in die Mitte. Der Big Blind callt und meine Damen halten gegen sein .

In einer weiteren Hand raise ich aus UTG mit suited und muss einen Push von einem Shorty callen. Ich verliere gegen und muss einige Chips einbüßen.

 

Im späteren Turnierverlauf raise ich mit und calle den Push vom Big Blind für ingesamt etwa zehn Big Blinds. Mein Gegner rivert mit seine Straight und ich befinde mich nun selbst im Bereich von neun bis zehn Big Blinds.

Als die Blinds erneut gestiegen sind, stelle ich meine verbleibenden Chips mit Pocket-Fünfen in die Mitte und verliere am River gegen meines Gegners und darf zuschauen. :/

                                 

 

Das Main Event mit einem Buy-in von €1.600 startete am nächsten Tag und war sehr spärlich besucht. Es nahmen lediglich 30 Spieler teil und ich entschied mich dann kurzfristig mitzuspielen. €1.600 sind für eine relativ beschauliche Stadt wie Bremen einfach zu viel Geld … In Zeiten der Finanzkrise gibt es wenige „normale“ Leute, die das mal eben aus dem Ärmel schütteln ...

Das Turnier verlief dann relativ unspektakulär. Wie gewohnt überspielten einige Spieler in den ersten Levels ihre Hände und das Feld lichtete sich trotz guter Struktur recht zügig. Meine Chips konnte ich quasi durch Steals oder 3-Bets ohne Showdown gewinnen und hielt mich immer im Bereich des Average auf.

Nachdem ich under-the-gun gefunden habe, entscheide ich mich zu einem Raise auf 2,6 BB. Denys Drobyna im Big Blind 3-bettet mich leicht und ich entscheide mich zu einem Push mit meinen restlichen zwölf bis fünfzehn BB, da Drobyna einer der aktiveren 3-Better im Feld ist. Eine recht einfache Entscheidung. Er snapcallt mich mit und ich darf gefrustet Omaha spielen ...

Beim letzten Turnier der Serie konnte ich dann glücklicherweise einen zweiten Platz für €3.300 belegen (€440-Freeze-out). Ich kam als Shortstack an den Final Table und konnte während der ersten Tischrunde zweimal verdoppeln. 

Als der Final Table dann shorthanded wurde, konnte ich nach und nach mehr Chips einsammlen und startete mit einem 7:1-Chiplead ins Heads-up. Leider schaffte es mein Gegner, drei Flips nacheinander zu gewinnen und ich nahm etwas enttäuscht das Preisgeld für Platz zwei entgegen.

 

 

Wenig später ging es dann auch schon nach Dortmund. Die Vorfreude war groß und ich hatte geplant, die gesamte Woche in Dortmund zu verbringen. Mit Kollege Collado nächtigten wir im Hilton und waren extrem zufrieden mit dem Hotel, die Mitarbeiter waren äußerst nett und der Sauna- und Pool-Bereich war echt cool.

 

Netterweise fanden in Dortmund zwei Super-Satellites für die EPT statt. Das erste hatte ein Buy-in von €330 und man hatte die Option für ein Rebuy und ein Add-on für jeweils €300.

Im ersten Turnier nahmen knapp über 300 Leute teil und generierten satte 42 Tickets. Das Turnier verlief für mich eigentlich recht gut, zum Ende hin wurde es aber eine ziemlich sicke All-in-Schlacht. Ich schied auf Platz 70 aus und musste einen erneuten Versuch starten.

 

Bereits am nächsten Tag ging es weiter mit einem €660-Satellite. Es nahmen über 400 Spieler teil und es gab fast 51 Tickets zu gewinnen. Das ganze Turnier über lief es eigentlich ziemlich rund bei mir, als wir der Bubble näherkamen sind, war ich allerdings etwas shorter.

Bei Blinds von 5.000/10.000 befand ich mich mit ca. 30.000 Chips auf dem Button und hatte auf der Hand. Es befanden sich noch 54/55 Spieler im Turnier und ich hatte eine äußerst schwierige Entscheidung zu treffen. Wenn ich die Hand foldete, hatte ich quasi noch genau eine Tischrunde Zeit, bevor die Blinds mich auffraßen. Wenn ich die Hand gewann, hätte ich das Ticket so gut wie sicher in der Tasche gehabt.

Im Small Blind befand sich ein Spieler mit relativ wenig Chips, der so gut wie keine Hand spielte. Der Spieler im Big Blind hatte in etwa 60.000 Chips, insofern er die Hand verlor, wäre sein Stack ebenfalls recht short gewesen.

Ich entschied mich nach kurzer Zeit des Überlegens zu einem Push und der Spieler im Big Blind überlegte satte fünf Minuten, ob er mich callen sollte oder eben nicht. Er foldete schlussendlich seine Hand und sagte mir später, dass er Queens gefoldet hätte. :--)

 

20 bis 30 Minuten später hatte ich mein Ticket und freute mich auf meine erste EPT. Insgesamt spielte ich drei Satellites und habe etwa €1.800 ausgegeben. So musste ich mir zum Glück keine Gedanken über das direkte Einkaufen machen, da €5.300 enorm viel Geld sind.

 

Ich startete an Tag 1B und erhoffte mir einen Tisch mit vielen Live-Satellite-Qualifikanten oder Leuten mit zu viel Geld. Leider war der Tisch dann doch relativ tough und unangenehm zu spielen.

 

Die erste größere Hand spielte ich in Level 2:

Der wohl schwächste Spieler am Tisch raist aus UTG auf drei BB. Ein Spieler, der einige Hände zuvor seinen halben Stack verloren hat, ist ebenfalls involviert und callt den Raise aus dem Small Blind. Ich calle mit aus dem Big Blind und wir sehen den Flop von . Auf dem Flop calle ich einen Bet des Small Blinds, der Preflop-Aggressor entscheidet sich zu einem Minraise, was von mir und dem Small Blind bezahlt wird.

Der Turn bringt eine und mir den Gutshot zur Straight. Wir checken zum Preflop-Aggressor und dieser entscheidet sich für einen kleinen Bet, der Small Blind bezahlt brav und ich calle ebenfalls.

Der River bringt eine und mir die Backdoor-Straight. Der Small Blind geht direkt nach dem Aufdecken der River-Karte für seinen Reststack all-in, insgesamt für etwa Potsize.

Nach längerer Zeit des Überlegens entscheide ich mich zu einem Call, zu meiner Verwunderung callt der Preflop-Aggressor ebenfalls. Der Small Blind deckt mit einen kleinen Flush auf und der Preflop Aggressor muckt obv ein Overpair.

 

Der schnelle Push des Small Blinds sah mir verdächtig nach einem Busted-Draw aus, die Körperhaltung etc. sahen ebenfalls weak aus. Mit dem kleinen Flush musste er ja spätestens am Turn seine Hand schützen, da er ja davon ausgehen sollte, das zumindest ich den Draw hielt. Wenn er den Preflop-Aggressor auf ein Overpair setzte und dieser ebenfalls den Flush Draw hielt, konnte der River seine Hand natürlich wertlos machen.

Vielleicht hätte ich hier preflop einfach folden sollen, so dezimierte ich meinen Stack um einige Chips.

 

Nach einigen missglückten Steals hielt ich in früher Position und war wie gesagt short. Lediglich der Big Blind callte meinen Bet und wir sahen einen Flop von . Mein Gegenspieler callte meinen Flop- und Turnbet. Nach Blanks am Turn und River war ich am River all-in und musste mich dem gefloppten Set meines Gegners geschlagen geben.

 

Somit war mein EPT-Ausflug relativ zügig beendet und ich widmete mich der restlichen Woche dem PLO/NLH-Cashgame. Das Cashgame lief eigentlich an allen Tagen sehr gut bis auf die letzte Session, somit konnte ich einen netten Überschuss rausholen und den gesamten Trip refinanzieren. Wie bereits in anderen Blogs erwähnt, war die Organisation ziemlich miserabel, daher erspare ich mir an dieser Stelle weitere Kritik …

 

Aktuell spiele ich in Bremen ein €550-Freeze-out-Turnier und befinde mich bei 30 Spielern left in Tag 2 (ursprünglich 76 Starter). Die Struktur ist erfreulich gut, es ging los mit 10.000 Chips und 45-Minuten-Blindlevels. Insofern ich den Final Table erreichen sollte, gibt es die Tage nochmal ein kleines Update.

 

Grüße

Jerome

  * Pics by pokerfirma.de

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