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/Jul/2007

Chip-City

Von: team-de @ 16:17 (CEST) / 261 / Kommentar ( 30 )

<P idcomment="692352388" class="MsoNormal"><font size="3" face="Calibri">Las Vegas bekam schon die verschiedensten Beinamen verpasst. Vom Zocker-Eldorado bis Sin-City, der sündigen Stadt. Einen mehr hätte ich noch: Chip-City. Macht schon deshalb Sinn für eine Stadt, deren Haupteinnahmequelle das Spielen ist. Milliarden von Chips wurden im Laufe der Jahrzehnte geprägt, gekauft, gewonnen, verloren und — gesammelt.</font>

<P idcomment="329360401" class="MsoNormal"><font size="3" face="Calibri">Dass es hier in Las Vegas einen Klub der Chips-Sammler gibt, kann nicht wirklich überraschen. Also machte ich mich auf zum Klubabend. Als ich vor der Kneipe, in der sich die Wertmarken-Sammler der anderen Art mit ihren Alben treffen, parkte und ausstieg, erlebte ich eine kleine Überraschung. Der Verein tagt im Klub der „Ledernacken“ mitten in Chinatown. Bei so vielen Waffen und Trophäen in den Schränken und Vitrinen in diesem Veteranentreff, da muss man sich einfach sicher fühlen.</font>

<P idcomment="768710370" class="MsoNormal"><font size="3"><font face="Calibri">Ich schaute rein und konnte in eine bunte, runde Welt eintauchen. Die Leute waren überrascht, dass sich ein Germane in ihren Klub verläuft, aber unheimlich nett, freundlich und hilfsbereit. Und dann bekam ich auch schnell die Schätze der stolzen Besitzer zu sehen. Natürlich nicht alle, denn die Sammler, die dort hinkommen, bringen nur die Stücke mit, die sie tauschen oder verkaufen wollen. An jedem Klubabend veranstaltet der Verein auch eine kleine Auktion, in die jeder Chips hineingeben kann.</font></font>

<P idcomment="455076132" align="center" class="MsoNormal"><font size="3"><font face="Calibri"> </font></font>

<P idcomment="403688788" class="MsoNormal"><font size="3" face="Calibri">Walt zeigte mir gleich die Chips, die er aus Deutschland hatte. Na ja, Karlsbad gehört doch eher zu Tschechien, Deauville liegt auch nicht gerade in der Mitte von Deutschland und Brüssel kann man ebenfalls nicht als ur-deutsch zu bezeichnen. Immerhin war ein älterer Jeton aus Aachen dabei. </font>

<P idcomment="6525231" class="MsoNormal"><font size="3" face="Calibri">Dann gab es aber auch wirkliche Schätze zusehen, die aus der Geschichte des Pokerspiels erzählen. Da waren Chips aus dem Texas der 30er Jahre. Das war die Zeit der illegalen Spielklubs. Dann auch ein wunderschönes Stück mit einem Pferdekopf aus einem Kasino in Kentucky. Dazu muss man wissen, dass rund um Lexington in Kentucky die reichsten Pferdezüchter der USA lebten und die Rennbahn „The Red Mile“ eine der bedeutenden für den amerikanischen Trabrennsport war. Diese Stücke liegen im dreistelligen Bereich. Aber es sind bei großen Chip-Auktionen auch schon Stücke für $40.000 und mehr weggegangen.  Walt hatte erst vor einiger Zeit eine „phantastische Sammlung“ alter 50-Cent-Chips (die herumsitzenden Vereinsmitglieder nicken zustimmend und anerkennend) für $45.000 verkauft.</font>

<P idcomment="114142581" class="MsoNormal"><font size="3" face="Calibri">Doch der Klub beschäftigt sich nicht nur mit den runden Dingern, sondern auch mit der Geschichte der Stadt. Denn Chips und Spiel bestimmen seit fast 100 Jahren das Leben von Las Vegas. Deshalb gab es einen Mitschnitt von einem Hearing zu sehen, nach dem dann die Mafia ihre totale Herrschaft über das Geschäft mit dem Spiel verloren hat. Dass hinter den anonymen Gesellschaften, die inzwischen die Hotels, die Casinos und damit das Spielgeschäft beherrschen, auch Mafia-Geld steckt, wird nicht bestritten.</font>

<P idcomment="619334068" class="MsoNormal"><font size="3" face="Calibri">Tyrus R. (Das R steht für den zweiten Vornamen Rex. Die Eltern hatten wirklich Humor) Mulkey hat da keine Illusionen: „Niemand geht aus einem solch lukrativen Business. Aber im Unterschied zu früher zahlen sie jetzt Steuern. Das ist doch schon ein Schritt vorwärts.“ </font>

<P idcomment="524297736" class="MsoNormal"><font size="3" face="Calibri">Tyrus selbst ist Sammler und Händler. Auf seiner Website (</font><font size="3" face="Calibri">www.TyrusRex.com</font><font size="3" face="Calibri">) kann man sich einen Überblick über die Vielfalt dieses Sammelgebietes machen. Wir trinken ein Bier und ich erfahre von Shen-Li, einem illegalen Spielcasino in Texas , dass 1940 niederbrannte, höre über die verschiedenen Dekors der Chips, nach denen man das Alter und sogar die Hersteller identifizieren kann.</font>

<P idcomment="106470776" align="center" class="MsoNormal"><font size="3" face="Calibri"> </font>

<P idcomment="343671319" class="MsoNormal"><font size="3"><font face="Calibri">Als ich mich verabschiede, bin ich sicher, dass ich mir Chips mit ganz anderen Augen anschaue. Und einen ganz besonders. Denn den habe ich mir gekauft. Wer meine Affinität zu Pferden kennt, weiß auch welchen — natürlich den aus Kentucky… </font></font>

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