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/Jun/2008

Coinflip und WSOP-Cash

Von: team-de @ 13:25 (CEST) / 8232 / Kommentar ( 156 )

Gestern habe ich den zweiten Tag des $1.000-Rebuy-Turniers gespielt. Gestartet bin ich mit einem Stack von 61k und damit knapp über dem Durchschnitt. Von 120 verbliebenen Spielern sollten 81 Preisgelder bekommen.
Die ersten 90 Minuten liefen für mich vollkommen ereignislos ab. Ich habe ein paar Blinds bezahlt und ein paar gestohlen. Sonst nichts. Inzwischen waren nur noch 85 Spieler im Turnier, es ging also auf die Bubble zu. Dann kam es zu folgender Hand: UTG erhöht auf 5.500 (1.000/2.000 Blinds) und der aggressivste Spieler am Tisch macht einen Reraise auf 17.000. Ich sitze mit einem Stack von 55.000 im SB und halte . Gegen die meisten Gegner müsste ich an dieser Stelle wohl folden. Der Reraiser kann aber sehr gut eine relativ schwache Hand halten und wäre dann gezwungen, gegen ein All-in zu folden. Ich riskiere zwar, noch vor dem Geld auszuscheiden, aber dafür kann es mir hier gelingen, einen sehr großen Pot preflop zu gewinnen. Die Chance auf die ersten Plätze ist mir wichtiger als sicherzugehen, dass ich das Geld erreiche. Also pushe ich. UTG foldet und der Reraiser überlegt eine Weile und callt dann mit . Coinflip also. Das Board hilft mir nicht und ich scheide aus. D'oh!

Dieser Abgang aus dem Turnier war meiner Stimmung natürlich nicht zuträglich und ich habe mir den Rest des Tages freigenommen. Im Nachhinein bin ich aber mit meiner Entscheidung, all-in zu gehen, zufrieden. Auch wenn das Ergebnis unerfreulich war, halte ich meine Spielweise für knapp, aber korrekt.

Heute habe ich mich dann am $2.000-No-Limit-Turnier versucht. Nach einem durchwachsenen Start (ich war von 4.000 auf knapp 3.000 runter und nach den ersten zwei Stunden hatte ich wieder ziemlich genau 4.000) kam ich richtig in Fahrt und bekam auch entsprechende Karten. In den folgenden vier Stunden konnte ich meinen Stack auf 37.000 Chips ausbauen. Unter Anderem, indem ich den Weltmeister von 2006, Joe Hachem, aus dem Turnier befördert habe*. Der Durchschnitt lag zu der Zeit bei 16.000, ich stand also bestens da.
Nach dem Dinnerbreak brachen dann allerdings schwere Zeiten an. Ich verdoppelte einen Shortstack nach dem anderen, teilweise als Favorit, teilweise als Underdog. Zwischenzeitlich war ich auf 10.000 Chips runter, konnte dann aber kurz vor der nächsten Pause ein Double-up machen.
Die letzten zwei Stunden ging es dann Richtung Bubble, an der ich natürlich nur ungern ein zweites Mal gescheitert wäre. Zum Glück hat es diesmal geklappt. Im Turnier sind jetzt noch 198 Spieler, wobei genau 198 Plätze bezahlt werden.
Morgen gehe ich mit 18.000 Chips an den Start. Der Durchschnitt wird bei 45.000 liegen und die Blinds betragen 800/1.600 mit 200er-Ante. Ich werde also von Anfang an kämpfen müssen und sicherlich in der einen oder anderen kritischen Situation Glück benötigen. $3.700 sind mir als Preisgeld sicher. Der Sieger wird bei einem Preispool von 4,6 Millionen ansehnliche $770.000 erhalten.

Ich lege mich jetzt schlafen, zumal es schon 4:15 Uhr Ortszeit ist, und werde morgen hoffentlich halbwegs ausgeschlafen beim Turnier erscheinen.

*Joe geht als Shortstack bei 150/300 Blinds mit 3.000 von Button all-in. Ich finde im SB, gehe ebenfalls all-in und meine Hand hält gegen seine .

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