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/Sep/2008

Der „Sry, no challenge“-Buchtipp (Luckbox-Update!)

Von: team-de @ 09:15 (CEST) / 183 / Kommentar ( 138 )

Hallo Leserschaft,

seit dem Beginn der WCOOP bin ich überhaupt nicht zum Spielen gekommen. Na ja, gut, ein kleines Sat für den WCOOP-Five-Card-Draw-Event habe ich gezockt. $27 Buy-in. Schnelle Struktur und eigentlich ein nettes Pay-out-Feld. Von den 100-etwas Leuten bekam der 19. rund $17, die Plätze zwölf bis 18 ihren Buy-in und die elf besten das heißbegehrte Ticket.

Meine Geschichte ist schnell erzählt. Im Turnier konnte ich mich mit zwei Drillingen (predraw) über Wasser halten. Einmal Siebenen und dann nochmal Asse. Beide Male war ich in Position und verbesserte mich zwar nicht, konnte aber dennoch einen großen Pot gewinnen. Da die PL-5-Card-Draw-Tische 6-max sind und die Turbostruktur ordentlich vorlegte, ging´s aber immer wieder schnell nach unten. Ich bekam nur unterdurchschnittliches Zeugs (gutes 2-7-TD-Material ;)) und musste dann einen Spot suchen.

Kurz vor der Bubble bekam ich UTG ein niedriges Two Pair. Ein (niedriges) Two Pair ist eine dumme Sache beim Draw, da man eigentlich nie wirklich vorn ist. OOP besonders, da man ja sowohl beim Bieten als auch beim Tauschen zuerst agieren muss. Wenn man OOP mit einem kleinen Two Pair sitzt und der Gegner tauscht zwei Karten, weiß man nie, ob er nicht schon vorn ist (Trips) oder gute Chance hat, einen auzudrawen.

Wie auch immer. In diesem Fall war die Position egal, da das Geld vor dem Draw rein ist. Ich tausche eine Karte, der Gegner blieb pat …. *fäkal Ausdruck* … Ich zeige mein unimproved Two Pair und er das Broadway-Straight.

Und da wir schon beim Thema Draw sind, hier noch eine kleine Anekdote. Draw kann nämlich auch unheimlich amüsant sein. Das Spiel aus dem „wilden Westen“ animiert viele Spieler dazu, genau in eine solche Mentalität zu verfallen. Ein Klassiker ist zweifelsohne der „Ich calle einen Raise und tausche vier (fünf!) Karten“-Move. Aber auch Folgendes kann man immer wieder (ja, immer wieder!) beobachten. Ein Spieler cappt oder (re)raist mit dem Wheel ( bis ) und macht dies dann tatsächlich auch nach dem Draw … obwohl der Gegner ebenfalls pat war.

Doch kommen wir nun zum Titel des Eintrags: Buchtipp. Jawohl, ich kam auf die geistreiche Idee, meine ausgebliebenen Pokeraktivitäten mit einer netten Buchbeschreibung zu kaschieren. Leider kam Kollege Marius auf die gleiche Idee. Allerdings muss ich mich mal loben, denn während Marius mit einem Pokerbuch ankommt, will ich die Massen mit etwas Philosophischem beeindrucken. ^^

In meinem Regal stehen nämlich drei „Pokerbücher“, die geschrieben wurden, als es das Spiel noch nicht einmal gab. Die Rede ist von den Klassikern „Der Fürst“ (Machiavelli, 1513), „Die Kunst des Krieges“ (Sun Tsu, rund 500 v. Chr.) und „Das Buch der fünf Ringe“ (Miyamoto Musashi, 1645). Zu den beiden ersten Büchern muss man eigentlich nicht viel sagen. Sunzis Werk ist das „Buch schlechthin“ und sollte auch von der Pokergilde unbedingt gelesen werden. Machiavelli hat mit „Il Principe“ zwar kein Werk verfasst, das Strategien liefert, die eins zu eins auf das Pokerspiel übertragen werden können. Aber nichtsdestotrotz kann man seinen Lehren etwas abgewinnen und stärkt sein Spiel. Vielleicht widme ich mal in einem späteren Beitrag einem dieser Werke.

Doch kommen wir zu „Das Buch der fünf Ringe“. Miyamoto Musashi war ein berühmter Samurai. Als sich sein Lebensende ankündigte, hat er sich in eine Höhle zurückgezogen und sein Wissen niedergeschrieben. Hat man wohl damals so gemacht …

Das Buch unterteilt sich in fünf Kapitel und während ein Großteil seiner Weisheiten wirklich nur für den Schwertkampf tauglich sind, gibt es so manche Passagen, die mir die Augen geöffnet haben. Man darf nicht erwarten, dass man in diesem Werk Kniffe findet, die man beim nächsten Spiel anwenden kann.

Vielmehr sind es banale Dinge, die man eigentlich wissen sollte, aber noch nicht verinnerlicht hat. Die schönen Formulierungen haben mir persönlich jedoch geholfen, Dinge viel klarer zu sehen.
Das Buch ist recht knapp gehalten. Wer also demnächst mal auf Reisen geht und etwas lesen will, das das eigene Spiel voranbringt, ohne einen dicken Schinken wälzen zu müssen, dem empfehle ich dieses Buch (ich kläre das mal ab, ob ich hier Zitate bringen darf).

Und da wir schon beim Thema "Reisen" sind: Ich verfolge gerade den Final Table der EPT Barcelona und stimme mich schon einmal ein, denn beim nächsten Stopp bin ich mit von der Partie. Zusammen mit Robin fliege ich nach London und werde euch die News direkt vor Ort präsentieren. Bin ja schon so gespannt. Sicherlich wird ein großer und ausführlicher Reisebericht folgen.

Fanboy-The_luckbox-Update:

Mah - da leg` ich mit meinen ollen Kamellen los und Sebastian holt das Ding nach Hause :D
Wir sind Luckbox! ... oder so - meine Frau will aber trotzdem nicht, dass wir unser Kind Luckbox nennen ;)

Gratulation Sebastian!

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