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/Okt/2007

Hamburger Meisterschaft

Von: team-de @ 16:05 (CEST) / 8 / Kommentar ( 77 )

Wie bereits in der News von Robin angekündigt, habe ich am Wochenende an den Hamburger Meisterschaften teilgenommen. Diese wird anscheinend zweimal jährlich ausgetragen, denn Max Bracht gewann im Frühjahr. Da er diesmal nicht teilnehmen konnte, teilte ich ihm im Vorfeld auch gleich mit, dass dementsprechend nun ich gewinnen muss.
Dank der exzellenten Terminwahl (parallel fand in Baden die Stud-Europameisterschaft und in Dortmund ein 2.000€ Turnier statt) fanden sich nur 26 Teilnehmer im Casino Esplanade ein. Im Frühjahr waren es noch gut 70. Die Struktur war folgendermaßen: Das Buy-in betrug 550€, am kompletten ersten Tag gab es unlimited Rebuys a 200€ und ein Addon für 300€. Starting Chips waren 2.000 Chips, wenn man 1000 oder weniger Chips hatte konnte man 2000 Chips nachkaufen, für das Add-on bekam man 4000 Chips. Leider wurden am ersten Tag nur knapp 3h gespielt, und das letzte Level war bereits 700/1400.
Mein erster Tisch war leider sehr nitty, und es wurden kaum Rebuys getätigt und wenige große Pötte gespielt. Trotzdem konnte ich ganz gut Chips sammeln und hatte ohne ein Rebuy zu tätigen bald 6000 Jetons. Dann wurde ich im 5. Blindlevel an einen anderen Tisch gelost, wo es bereits einige Spieler mit mehr als 20.000 Chips gab. Es war ein wahres Rebuy-Fest. Leider hatte ich keine Hand um mich zu beteiligen.
Hier eine lustige Hand:
Die Blinds betragen 500/1000, der Cutoff mit ca. 4000 Chips callt und alle passen zu mir im Big Blind, ich habe ca. 7k und hätte hier nun mit jeder vernünftigen Hand All-in gespielt. Leider hielt ich nur und überlegte mir einfach ein sogenanntes Stop-n-Go zu spielen. Dabei callt man normalerweise einen Preflopraise aus den Blinds und geht unabhängig vom Flop direkt All-In. Dazu sollte man noch ca. die Größe des Pots als Reststack haben. Vorteil ist, dass der Gegner hier manchmal sehr schwierige Entscheidungen treffen muss, wenn er beispielsweise auf einem hält.
In meinem speziellen Fall war der Flop und ich setzte meinen Gegner All-in und dieser callte sofort mit . Seine Hand hielt, und allen am Tisch war klar wie sehr er mich outplayed hat :).
Kurze Zeit später habe ich dann auch meinen Reststack verloren und ich überlegte mir, ob es wirklich Sinn macht 2.000 Chips nachzukaufen , wenn die Blinds bereits 600/1200 sind. Ich entscheid mich, auch noch zusätzlich das Add-on zu nehmen. Von hier an war es ein normales Freeze-out Turnier für mich, denn nach dem Add-on durfte man keine weiteren Rebuys mehr tätigen. Durch einige Blindsteals konnte ich meinen Stack auf 8.900 ausbauen, als die letzten drei Spiele des Tages annonciert wurden. Die ersten beiden Hände passte ich und vor der letzten Hand überlegte ich mir, praktisch blind UTG all-in zu gehen. Die Blinds waren 700/1400 und von den sieben Spielern am Tisch waren bereits zwei aufgestanden. Zusätzlich war der Big Blind sehr tight.
Glücklicherweise hatte ich eine echte Hand: und hätte somit sowieso einen einfachen Push gehabt. Es callte mich nun der Spieler, der mich bereits mit geschlagen im hatte, im Small Blind und plötzlich fing der Big Blind an zu überlegen! Er callte schließlich mit und mein Turnier war somit beendet.

  …
NOT!
Die erste Karte auf dem Flop war die beautiful und ich konnte verdreifachen. Meine 26.700 Chips wurden von der Dealerin verpackt und ich ging mit Zuversicht in Tag zwei, der mit Blinds von 1.000/2.000 und nur noch 15 verbleibenden Spielern begann.
Als ich dann im Turnierraum ankam war ich sehr schockiert, als auf meiner Tüte nur 25.000 stand. Die fehlenden Chips wurden mir von den Angestellten durch das Race for Chips der 100er Chips erklärt. Dies macht keinerlei Sinn, denn danach sollte ich entweder 26.500 oder 27.000 Chips haben.  Überraschenderweise wurden mir zumindest 1.000 weitere Jetons versprochen, die aber zu Turnierbeginn noch nicht da waren.
In der ersten Hand wird zum Small Blind gefoldet, der nur callt. Ich entscheide mich, mit jeder Hand all-in zu spielen und der Small Blind passt auch. In der zweiten Hand des Tages wird wieder zu mir im Small Blind gefoldet und ich finde . Ich denke darüber nach mit meinen 13.5BB direkt zu pushen, entscheide mich aber dazu nur auf 6.000 zu erhöhen. Der Big Blind callt und ich commite mich selber durch eine 9.000er Bet auf folgendem Flop: . Leider geht der Big Blind sofort all-in und ich bin gezwungen zu callen. Ich kann mich nicht gegen sein verbessern und bin somit ausgeschieden.
Ich bleibe noch etwas im Turnierraum und nach weniger als 30 Minuten Spielzeit sind nur noch neun Spieler im Turnier! Für ein Turnier mit einem solchen Buy-in eine wirklich unwürdige Struktur. Die bereits sehr schlechte Struktur des Turnieres im Frühjahr wurde noch einmal deutlich verschlechtert!
 Wenn sich das Turnier in Zukunft nicht deutlich besser abläuft, werde ich in Zukunft stattdessen nur das parallel stattfindene Cashgame spielen, das übrigens sehr juicy war.
Ebenfalls positiv erwähnen will ich das leckere Essen für Turnierteilnehmer vom Restaurant Tarantella. Wirklich sehr empfehlenswert!
So long,
~MJ

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