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/Apr/2009

ICE-Poker

Von: team-de @ 15:39 (CEST) / 19 / Kommentar ( 92 )

Moin,

Im letzten Blog hatte ich bereits erwähnt, dass ich Ende März ein €530er-Freeze-out im Bremer Stammcasino mitgespielt habe (Deep-Blue-Ice-Pokerturnier). Das Turnier begann mit 10.000 großem Startingstack und Blinds von 40/80, man hatte also einen soliden Stack von 125 Big Blinds. Die 76 Teilnehmer generierten einen Preispool in Höhe von €38.000. Das Turnier war insgesamt auf zwei Tage angesetzt, am ersten Tag wurden acht Levels absolviert. Die Levelzeiten waren ebenfalls sehr moderat (45 Minuten). Ich habe bisher kein anderes Liveturnier mit einer so guten Struktur gespielt (in diesen Buy-in-Regionen). Das Turnierticket hatte ich einen Tag vor dem Turnier für €430 erworben, da ein Satellite-Qualifikant nicht teilnehmen wollte. ;-) 

Nachdem ich etwas verspätet im Casino ankam, bekam ich direkt in meiner ersten Hand UTG Pocket- gedealt. Ich raiste auf drei Big Blinds und bekam einen Reraise aus Middle Position. Alle Spieler bis zum Button foldeten und dieser entschied sich offentsichlich zu raisen, bemerkte allerdings nicht, dass es nach mir bereits einen Reraise gab. Da sein Bet geringer als der Reraise aus Middle Position war, war es dann lediglich ein Call. Ich callte ebenfalls und wir sahen einen recht gut aussehenden Flop von . Ich spielte direkt an und lediglich der Button callte meinen Bet nach längerem Überlegen (Overpair?). Der Turn blankte erneut und ich entschied mich für einen Check/Call, da die Situation etwas undurchsichtig war. Der River blankte erneut und der Spieler checkte diesmal behind und muckte seine Hand, nachdem ich meine Queens offengelegt hatte. Meinen Stack konnte ich so direkt auf 13.000 ausbauen und es nun etwas lockerer angehen lassen.

Die nächsten Level waren dann relativ langweilig. Ich spielte keine großen Pots und wenn doch, kam es nie zu Showdowns. Zum Ende des Tages wurde ich dann relativ short bis es zur zweitletzten Hand des Tages kam:

Mein Tisch wurde gerade aufgelöst und es befanden sich nur noch 27 Spieler im Turnier. Am neuen Tisch bekam ich direkt in Late Position gedealt und entschied mich nach einem Minraise, aus UTG direkt zu pushen. Ich hatte in etwa einen Stack von 10 bis 13 Big Blinds. Der Spieler callte und drehte Pocket- um. Nachdem der Flop und Turn total an mir vorbeirasselten, war ich quasi fast schon busted. Mr. Greenstein lässt grüßen und das entscheidende flog am River rein :p. Der Tag war somit beendet und ich hatte eine gute Ausgangssituation für den zweiten Tag.

                      

 

Im ersten Level des neuen Tages spielte ich relativ passiv und sah zu, wie sich die Leute mit marginalen Händen auseinandergenahmen.

Bei 22 Spielern left fand ich in Middle Position Pocket- und entschied mich, den UTG-Raise der letzten verbliebenen Frau im Feld lediglich zu callen. Diese spielte bis dato augenscheinlich recht solides Poker. Nachdem es hinter mir noch zwei Caller gab, entschied sich der Small Blind zu einem relativ großen Raise. Der Small Blind war der mit Abstand schlechteste Spieler am Tisch und war quasi in jedem Pot beteiligt. In meinen Augen funkelten breits die Dollars, bis sich die Frau dazu entschied, ebenfalls all-in zu raisen anstatt zu folden :/.

Der Small Blind sowie die Kontrahentin aus UTG hatten beide einen relativ großen Stack und hatten mich beide covered. Da ich die Spielerin aus UTG überdurschschnittlich gut einschätzte, ging ich davon aus, dass sie in diesem Spot auch mit schlechteren Händen isolieren würde. Der Small Blind hatte im Verlauf der letzten 60 Minuten so schlecht gespielt, dass ihm keiner am Tisch irgendwas an Credit gegeben hat.

Ich entschied mich also ebenfalls zu einem All-in, der Small Blind foldete wie vermutet und meine Gegenspielerin zeige mir leider Pocketaces.

Da meine Analyse also etwas in die Hose ging, konnte mir nur noch der Luck-Karma-Gott helfen und die Doorcard war dann auch direkt ein leckerer König. Ich brauchte einige Zeit, um meine Chips zu sortieren, und befand mich nun in den Top 3 vom Chipcount.

Bei zwölf Spielern left und Shorthanded-Tischen musste ich in einem relativ großen Pot auf einem Board von mit folden. Nach einigen missglückten Steals befand ich mich dann mit zehn Big Blinds auf dem Button, wachte mit auf und entschied mich zu einem Push. Der Small Blind callte mein All-in und ich sah mich gegenüber. Der Board meinte es gut mit mir und ich konnte durch eine getroffene aufdoppeln und war wieder recht gut dabei.

Eine Button-Runde später raiste ich mit vom Button und der Small Blind callte. Der Flop kam mit herunter und wir checkten beide bis zum Turn. Der Dealer deckte eine auf, mein Gegner spielte nun von vorn 10.000 an und ich entschied mich nur zum Call. Der River brachte leider ein weiteres Herz, das Board sah dann wie folgt aus: . Als der River aufgedeckt wurde, schaute der Spieler in seine Karten und setzte daraufhin in etwa Potsize.

Dies entsprach in etwa drei Vierteln von meinem Stack. Im ersten Augenblick sah das natürlich relativ stark aus. Ich beobachtete ihn etwas und der Spieler war plötzlich relativ ruhig. Nachdem er sich etwas vom Tisch zurückgelehnt hatte und sich nervös im Nacken kratzte, entschied ich mich zum Call und er instamuckte seine Hand.

Am Final Table ging die Action weiter und ich war teilweise Top 2 in Chips. Bei sechs Spielern left raiste ich UTG+1 mit , der tighteste Spieler am Tisch ging all-in und ich musste meine Hand folden. Eine Hand später raiste ich mit wieder aus UTG und der gleiche tighte Spieler aus der letzten Hand ging wieder all-in. Ich gab ihm jetzt eine stärkere Hand und musste wieder folden. Nachdem mich dann die Blinds durchlaufen hatten, war ich nun einer der Smallstacks und hatte lediglich acht Big Blinds. Ich entschied mich dieses Mal aus UTG zu einem Push mit und wurde durch meines Kontrahenten aus dem Turnier genommen.

Für Platz fünf nahm ich €3.400 entgegen und war doch etwas geknickt, da es für den ersten Platz in etwa €11.400 gab. Nachdem ich ausgeschieden war, machten die verbliebenen Spieler einen Deal und jeder Spieler erhielt €6.000. Nach meinem Suck-out mit gegen muss ich mit Platz fünf wohl zufrieden sein ...

Im Vergleich zu der Organisation bei den Turnieren während der EPT in Dortmund war das Turnier in Bremen hingegen sehr gut organisiert (ebenfalls Westspiel). Es gab so gut wie keine Komplikationen und das Büfett war ebenfalls allererste Sahne. :--)

Der nächste Blog dreht sich dann um einen Kurztrip nach Amsterdam und um mein Abschneiden bei der SCOOP.

 

Grüße aus Bremen

Jerome

 

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