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/Dez/2008

Jahresziele

Von: team-de @ 18:27 (CET) / 25 / Kommentar ( 85 )

Am zweiten Weihnachtsfeiertag hat mich eine Mandelentzündung erwischt. Inzwischen bin ich aber dank Antibiotika auf dem Weg der Besserung. Ich hoffe, bis morgen auch meine Stimme wiederzufinden. Aber für diesen Blogeintrag muss ich ja nicht sprechen ... Also zum Thema: Der Jahreswechsel steht vor der Tür und Rück- und Ausblicke haben Hochsaison. Außerdem ist es ein naheliegender Zeitpunkt, um sich Jahresziele festzulegen. Diese sind nicht zu verwechseln mit guten Vorsätzen. Gute Vorsätze werden meistens nach wenigen Tagen über Bord geworfen und sorgen dann nur für schlechtes Gewissen. Jedenfalls war das bei mir so und deshalb verzichte ich inzwischen darauf, welche zu machen. Also Jahresziele. Wenn man beim Pokern (oder anderswo) vorankommen möchte, ist es gut, sich mittel- und langfristige Ziele zu setzen. Dann weiß man, wo man hinmöchte, und später kann man beurteilen, ob man es geschafft hat. Im ersten Teil dieses Beitrags werde ich eine lange Liste mit möglichen Zielen erstellen. Danach werde ich kurz auf meine Ziele für 2008 zurückblicken und mir etwas für 2009 vornehmen.

Mögliche Ziele für das Pokerjahr 2009

Alle Ziele sollten die folgenden Kriterien erfüllen:
1. Der Erfolg muss überprüfbar sein.
2. Das Ziel muss erreichbar sein.

Schlechte Ziele sind also z. B. "Am Ende des Jahres besser spielen als heute", "Ein Bracelet bei der WSOP 09 gewinnen" oder "Immer mein A-Game spielen" (A-Game spielen = so gut spielen wie man kann). Das erste Ziel ist nicht überprüfbar, das zweite nicht erreichbar (wenn man bei der WSOP ist, hängt das Erreichen sehr stark vom Glück ab) und das dritte ist weder überprüfbar noch erreichbar.

Die Ziele sind in einer recht zufälligen Reihenfolge. Meistens habe ich Zahlen genannt (diese sollten nicht genau genommen werden und können beliebig ersetzt werden) und oft habe ich gleich X geschrieben. Los geht's!
1. Mindestens X Hände spielen
2. Mindestens X FPP auf Pokerstars erspielen. Alternativ: genug FPP erspielen, um den Gegenstand Y im Shop zu kaufen
3. Ein Limit aufsteigen und dieses über eine bestimmte Handanzahl nachhaltig schlagen
4. Eine Winrate von X auf dem eigenen Limit erzielen
5. Insgesamt 2009 den Betrag X beim Pokern gewinnen
6. Mindestens X Pokerbücher lesen. Oder konkreter - diese Bücher lesen: "Theory of Poker", "Professional No-Limit Hold'em Vol. I" und eine vielversprechende Neuerscheinung des Jahres
7. Jede Woche im Durchschnitt drei Posts in den Intelli-Foren machen, in denen es direkt um Poker geht. Am besten Handdiskussionen
8. Sich jeden Monat X Stunden theoretisch mit Poker beschäftigen (also alles außer Spielen)
9. Nicht betrunken Poker spielen. Alternativ: Ein Budget haben zum Betrunkenspielen, das nicht überschritten werden darf
10. Bei einem Verlust von X die Session sofort beenden
11. Eine neue Pokervariante lernen. Dazu kann konkret festgelegt werden, was dafür zu tun ist.

 
Meine Erfahrung mit verschiedenen Zielen und meine Ziele für 2008 im Rückblick

Die Ziele 1 und 2 sind sich ziemlich ähnlich. Falls es einen Gegenstand im PokerStars Shop gibt, den ihr wirklich gern haben wollt und bei dem ihr eine realistische Chance habt, diesen innerhalb eines Jahres zu erspielen, finde ich Ziel 2 besser. Ich selbst habe solche Ziele eher etwas kurzfristiger gesetzt, weil ich mal mehr und mal weniger Zeit zum Pokern habe und das schwer über ein ganzes Jahr planen kann. Die meisten Menschen haben aber einen geregelteren Zeitablauf als ich ihn die letzten Jahre hatte. Ziel 3 habe ich mir in der Vergangenheit einige Male gesteckt und manchmal erreicht und manchmal nicht. Man sollte auf jeden Fall beachten, dass es eine Weile dauert, bis man sich an ein neues Limit gewöhnt hat und genug Hände gespielt hat, um sich wohl zu fühlen. Man sollte sich also keine zu hohen Ziele setzen, die man dann nicht erreichen kann. Sehr schnell gehen die Aufstiege nur ganz am Anfang, wenn man schnell dazulernt und sehr niedrig spielt. Das vierte Ziel kann leicht zu einer psychologischen Falle werden. Sobald man es erreicht hat, muss man sich Sorgen machen, das Ziel durch weiteres Spielen wieder zu verfehlen. Außerdem ärgert man sich bei schlechten Sessions noch zusätzlich, weil die Statistik ruiniert wurde (einfach nur so verlieren ist schon schlimm genug ...). Ziel 5 hat ähnliche Schwächen, gefällt mir aber besser als Ziel 4. Wenn man ein bisschen Pech hat und im Durchschnitt langsamer gewinnt als erhofft, kann man immer noch mehr spielen, um das auszugleichen. Wenn man langfristig verliert statt zu gewinnen (was keine Schande ist!), sollte man auf ein solches Ziel natürlich verzichten und zusätzlich zum Spielen versuchen, etwas zu lernen und sich besonders große Mühe geben, um sich zu verbessern. Die Ziele 6 bis 8 sind sich recht ähnlich. Ich habe mir da nie Ziele gesetzt, weil ich immer große Lust hatte, mich auch theoretisch mit Poker zu beschäftigen. Deshalb habe ich auf dem Gebiet immer viel getan, ohne mir selbst Vorgaben zu machen. Bei Ziel 9 handhabe ich es so: Ich überlege mir immer bevor ich trinke, ob ich später spielen möchte und wie viel ich dann maximal zu verlieren bereit bin. Wenn ich mir nichts Spezielles vorgenommen habe, habe ich generelle Regeln dafür, auf die ich zurückgreife. Zum Glück erinnere ich mich auch in angetrunkenem Zustand an die vorher gemachten Regeln und habe nie viel Geld in solchen Situationen verloren. An Ziel 10 habe ich mich eine Zeitlang sehr strikt gehalten, weil ich ab einem bestimmten Betrag sehr schlechte Laune bekommen habe. Ab der Summe konnte ich nicht mehr ordentlich spielen. Inzwischen habe ich eine solche Regel nicht mehr, versuche aber aufzuhören, wenn mir der Hut hochgeht.

Für 2008 hatte ich drei Ziele:
a) Eine bestimmte Summe gewinnen
b) An der WSOP teilnehmen, mindestens zehn Turniere spielen und einmal ins Geld kommen
c) Ein Buch über RAZZ lesen, das Spiel in der Praxis üben und das RAZZ-WSOP-Turnier spielen

Diese drei Ziele habe ich erreicht. Das Ziel b) war allerdings ein "Minimalziel". Ich hätte da natürlich auch gern etwas mehr gewonnen. Das wollte ich mir aber nicht als Ziel vornehmen, weil das Ergebnis zu glücksabhängig gewesen wäre. Abgesehen von der WSOP, war ich mit meinen Ergebnissen sehr zufrieden. RAZZ war sehr interessant und ich denke, ich habe es ganz ordentlich gelernt. Um das online zu spielen, eignet es sich zwar nicht sehr gut, aber für die WSOP war es genau das Richtige.

Meine Ziele für 2009

Jetzt bin ich an dem Punkt, wo es für mich schwierig wird.
Weil ich nicht weiß, wie viel Zeit ich zum Pokern haben werde, muss ich mir eher bescheidene Ziele setzten, die nicht zu viel Zeit erfordern.
Also meine Ziele:
a) Meine RAZZ-Kenntnisse auffrischen, indem ich die wichtigsten Teile von "Sklansky on Poker" nochmal lese und drei Turniere oder drei Stunden Cashgame spiele
b) Mein Pot-Limit Omaha verbessern. Dazu möchte ich mindestens 200 Seiten lesen (das ist nicht viel, aber über Omaha gibt es auch nicht viel) und 10.000 Hände spielen.
c) Omaha High/Low besser verstehen, ein Buch darüber lesen und 1.000 Hände oder zehn Stunden live spielen
d) Mein Limit Hold'em "entrosten", indem ich 10.000 Hände spiele
e) Zur WSOP fahren und mindestens fünf Turniere spielen
Es geht mir also dieses Jahr darum, mein Wissen auf andere Pokervarianten auszudehnen. Mir scheinen die Ziele recht gut machbar. Ich hoffe, ich werde in genau einem Jahr immer noch dieser Meinung sein.

Ich bin gespannt, ob der Eine oder Andere seine Ziele für das nächste Jahr in den Kommentaren verrät und wünsche allen Intellis einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr!

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