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/Mai/2008

Leere bei der Hamburger Meisterschaft

Von: team-de @ 22:04 (CEST) / 132 / Kommentar ( 148 )

In meinem Beitrag vor zwei Wochen (Hamburger Meisterschaft) habe ich euch ja von der äußerst ungewöhnlichen Struktur des Turniers berichtet. Als ungewöhlich im negativen Sinne empfanden wohl viele Stammkunden den Modus. Was macht also die Spielbank Hamburg? Sie ändert extrem kurzfristig die Regeln. Nun ging man mit dem Stack, den man am Ende des Qualifikationstages erspielt hatte, ins Finale (ursprünglich geplant: 10.000 Chips für jeden plus 1/5 des Stacks aus der Quali). Allgemein bekannt gegeben wurde die Änderung kurz nach Beginn des Turniers. Ich hätte sowieso mitgespielt, empfinde eine solche (Des-)Informationspolitik allerdings als Unverschämtheit.
Mir wurde auf ausdrückliche Nachfrage mitgeteilt, dass man nur an einem der beiden Qualifikationstage teilnehmen darf. Eine Fehlinformation, wie sich später herausstellte. Außerdem wurde die Meisterschaft anscheinend kaum beworben. Das Resultat: An den Vorrunden nahmen nur 21 bzw. 30 Spieler teil, bei einer Kapazität von 80 Spielern pro Tag.
Die Spielbank Hamburg hat also schon im Vorfeld einige Böcke geschossen und wurde entsprechend abgestraft. Während des Turniers selbst gab es dann Probleme mit den Rebuys und vor allem dem Add-on. Oft musste das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen werden, bis endlich die gekauften Chips vorhanden waren. Einmal machte ein Teilnehmer ein zweites Add-on, was laut Reglement nicht erlaubt war. Die Turnierleitung hat dies nicht gemerkt. Zum Glück konnte ein aufmerksamer Mitspieler rechzeitig einschreiten (bevor die nächste Hand gespielt wurde).

Positiv waren hingegen die geringe Taxe (Rake) und das Essen.

Für mich persönlich ging das Turnier gleich aufregend los. In der zweiten Hand bekam ich im Cut-off. Jan-Peter "Hamburger Jung" Jachtmann erhöhte in mittlerer Position auf 150 (25/50-Blinds, 3.000-Stack). Ich erhöhte auf 450. Jan callte als einziger.
Flop: Pot: 975
Ich hatte also Two Pair, allerdings auf einem extrem gefährlichen Board. Der Gegner checkte, ich wettete 800, er ging sofort all-in. Ich habe schon das ein oder andere gegen Jan gespielt und weiß, dass er sehr loose und aggressiv ist. Vor allem früh in Turnieren. Also hatte ich einen leichten Call. Er zeigte . So hatte ich mir den Turnierstart vorgestellt! Zwei Karten und einen später sah es aber nicht mehr so gut aus und ich musste zum Rebuy greifen.
Kurz danach konnte ich mit einem Drilling Könige ein Double-up schaffen und war wieder genau da, wo ich angefangen habe. Dann passierte das, was online schon nervig ist, live aber eine wahre Qual: Ich war carddead.
Zeitsprung: Vier Stunden später waren wir im achten und letzten Level des Tages (700/1.400 mit 200er-Ante). Mein Stack lag bei gut 8.000. Sechs Spieler am Tisch, ich hielt und ging direkt all-in. Der Small Blind callte mit . Das Board brachte mich nicht weiter und ich war raus.

Fazit:
Für mich persönlich: Die Karten haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Passiert.
Für die Spielbank: Ganz schlecht gelaufen. Die folgenden (eigentlich selbstverständlichen) Punkte sollten beachtet werden:
1. Die Turnierstruktur muss so einfach sein, dass möglichst alle Beteiligten diese verstehen. Insbesondere die eigenen Mitarbeiter.
2. Spielunterbrechungen sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Verspätungen und dauernde Unterbrechungen kommen viel zu häufig vor.
3. Turniere müssen ordentlich beworben werden. Insbesondere die Stammkundschaft muss natürlich rechzeitig informiert werden.

Ich hoffe, die Verantwortlichen können eine Lehre aus der Leere der Räumlichkeiten ziehen.

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