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Von: team-de
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In letzter Zeit spiele ich gern Multi-Table-SNGs (MTSNG). Diese vereinen viele Vorteile von Sit 'n' Gos und Multi-Table-Tournaments: Sie spielen sich wie MTTs, sind in großer Zahl verfügbar (zumindest bei den kleinen Buy-ins), man kann jederzeit starten und man hat eine ordentliche Chance, unter die ersten Drei zu kommen. An "normalen" SNGs mit neun oder zehn Spielern gefällt mir außerdem nicht, dass die Preisstruktur (5 : 3 : 2) so standardisiert ist. Dadurch gibt es sehr viele Profis, die einfach technisch sauber spielen, aber das Gewinnen fällt ab den mittleren Limits schwerer als bei anderen Varianten. Dieses Problem hat man bei SNGs mit mehr Spielern und bei MTTs nicht. In diesem und den nächsten Blogs möchte ich ein "MTSNG" Hand für Hand beschreiben. Vorher möchte ich aber noch kurz auflösen, was es mit der Limit-Hand aus dem letzten Beitrag auf sich hatte.

Zur Erinnerung:

5/10-Limit, shorthanded. Cut-off (CO) erhöht, ich mache einen Reraise mit , der BB und der CO callen.

Flop: . Der BB checkt, CO setzt, ich raise mit Overcards + Flushdraw, beide Gegner callen.

Turn: . Der BB setzt und der CO und ich callen.

River: . Der BB setzt, der CO passt, obwohl er nur $6 übrig hat, und ich passe ebenfalls.

Analyse:

Freflop: Gegen die Range vom CO liege ich deutlich vorn und ich habe auch noch Position. Also ein klarer Reraise.

Flop: Ich habe neun sehr gute Outs für einen Flush. Wenn ein oder eine kommen, gewinne ich wahrscheinlich auch. Es ist auch möglich, dass ich mit meinem Ace-high die zur Zeit beste Hand halte. Wenn ich erhöhe, können zwei gute Sachen passieren: Entweder der BB callt, dann kommt mehr Geld in einen Pot, den ich häufig gewinnen werde (= Equity-Vorteil), oder der BB passt und meine Chancen steigen, den ohnehin schon großen Pot zu gewinnen.

Turn: Der Call ist eine klare Sache. Ich kann nicht folden, weil ich ja den Flushdraw habe, und ein Raise hilft mir nicht weiter.

River: Ich habe nur Ace-high. Der Gegner setzt und hat sehr wahrscheinlich etwas getroffen. Wer wäre schon so verrückt, in Limit Hold'em am River in zwei Gegner reinzubluffen, zumal der eine Gegner kaum noch Geld übrig hat und kaum folden wird? Also passe ich.

So weit, so gut. Aber dann zeigt der Gegner freiwillig seine Karten.

Showdown: Der Gegner zeigt für Queen-high und absoluten Trash von Anfang bis Ende. ARGHHHHHH! Mir ist genau das passiert, was gerade bei Limit nur ganz, ganz selten passieren sollte: Ich habe viel Geld in den Pot investiert und als er am River richtig, richtig groß ist, folde ich die beste Hand. Der Gegner hat sehr ungewöhnlich (man könnte auch sagen: vollkommen verrückt) gespielt. Und wurde belohnt.

Dieses traumatische Erlebnis wollte ich mit meinen Lesern teilen ...

<hr />

Das Turnier ist ein Turbo-Multi-Table-SNG mit 45 Spielern auf PokerStars. Das Buy-in beträgt $55 + 5. Die ersten sieben Spieler werden dabei ausbezahlt. Die Summen sind vollkommen krumm, bis hin zur zweiten Stelle nach dem Komma! Gerundet sieht die Preisstruktur so aus:

1. $770
2. $530
3. $410
4. $310
5. $220
6. $150
7. $85

Man startet mit 1.500 Chips und 10/20-Blinds. Es geht also "gemütlich" los. Allerdings steigen die Blinds alle fünf Minuten und nach ca. 30 Minuten sind die Blinds bereits sehr hoch relativ zu den meisten Stacks. Aber das wird man auch an den Händen sehen. Abgesehen von einigen erfolgreichen Blindsteals werde ich alle von mir gespielten Hände in diesem und den folgenden Beiträgen vorführen.

Hand 1 

Den Anfang des Turniers gehe ich immer ruhig an und spiele nur sehr gute Hände und einige spekulative Hände in guter Position. In Hand 1 befinden wir uns deshalb schon im vierten Level mit 50/100-Blinds.

[replayer hand=105155]

Genau solche Hände machen Poker profitabel: Mein Gegner hätte mit nicht limpen und schon gar nicht meinen Raise callen sollen. Am Flop ist sein Call mit Flushdraw dann gerade so vertretbar. Am Turn hätte er auf jeden Fall passen sollen. Ich selbst hatte leichtes Spiel und musste nur jedes Mal, wenn ich am Zug war, mit meiner starken Hand kräftig setzen bzw. erhöhen. Lecker!

-

Hand 2

Die Blinds sind auf 75/150 gestiegen. Damit sind alle Spieler, die ihren Startstack nicht ausbauen können, recht short.

[replayer hand=105156]

Der Call ist sehr eindeutig: Der Spieler in Early Position hat weniger als zehn Big Blinds und wird sicherlich mit relativ vielen Händen hier all-in gehen. Der andere Spieler hatte nur 80 Chips, spielt also keine Rolle bei meinen Überlegungen.

-

Hand 3: Ein schwerer Rückschlag

[replayer hand=105157]

Normalerweise würde ich mit einem so großen Stack nicht gleich all-in pushen bei Blinds von 100/200. Aber alle verbleibenden Gegner hatten deutlich weniger Chips als ich. Deshalb hatte ich effektiv nur zwölf BB. Der SB hat natürlich mit so einer starken Hand einen klaren Call. Aber das kann passieren beim Blindsteal.

Mit dieser unerfreulichen Hand beende ich den ersten Teil dieses Berichts. In einigen Tagen werde ich Teil zwei veröffentlichen.

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