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/Feb/2009

PO Open in Schenefeld

Von: team-de @ 21:01 (CET) / 6875 / Kommentar ( 59 )

Hallo Leute,

 

wie bereits im letzten Blog angekündigt, ging es im Januar nach Hamburg zu den Pokerolymp Open. Den bisherigen Januar verbrachte ich mit einem Mix aus Onlinepoker und Livepoker. Da ich seit meinem Vegas-Trip im November relativ wenig Livepoker gespielt habe, wollte ich es jetzt nochmal intensiver angehen … eben auch als Vorbereitung für die Woche in Schenefeld. Vom Ergebnis her war der Start in den Januar allerdings ziemlich ernüchternd, die nächtlichen Livesessions liefen so schlecht, dass ich schon fast um ein kleines gebrauchtes Auto down war. Gegen Mitte Januar war ich dann zum Glück wieder break-even und machte mich mit einigen Kollegen auf den Weg nach Schenefeld. Ich hatte mir vorgenommen, möglichst alle Turniere zu spielen und zumindest einen deeperen Cash zu landen.

 

Das erste Turnier war ein €550-NL-Hold'em-Turnier mit einem Startstack von 6.000 Chips und 30-Minuten-Levels. Das Turnier war mit 110 Teilnehmern ausverkauft und es wurde um einen Preispool von €55.000 gespielt. Die einzige bekannte Spielerin an meinem Tisch war Soraya Homam, die übrigens einen sehr netten Eindruck machte. Ansonsten war der Tisch relativ soft zu spielen, da es relativ wenig durchgedrehte bzw. hyperaggressive Spieler gab. Bei Blinds von 160/320 raiste ich bei einem Limper vor mir auf 1.100 mit , der Limper entschied sich zu einem Limp-Reraise und stellte seinen gesamten Stack in die Mitte. Ich snapcallte und gewann den Pot gegen meines Kontrahenten. In den nachfolgenden Levels gab es dann keine größeren Hände mehr, ich hielt mich mit Steals und einigen Blindbattles über Wasser.

Bei 17 Spielern left und Blinds von 1.200/2.400 und 200 Ante verringerte sich mein Stack kontinuierlich, bis es zu folgender Hand kam:

Nach einem UTG-Raise von SeriAce schob ich meinen Reststack von ca. 17.000 in Chips mit in die Mitte. Seri callte mit und dominierte meine Hand. Ich fand keine Hilfe vom Board und schied als 17. aus.

 

Nach etwas Cashgame-Action ging es dann wenig später zum Hotel. Wir hatten uns für ein Hotel mit Sauna, Schwimmbad und einer etwas in die Jahre gekommenen Rutsche :p entschieden.

 

 

                   

Am nächsten Tag ging es weiter mit dem €860-NL-Hold'em-Turnier. Die Struktur war etwas besser und man startete mit einem Stack von 8.000 Chips sowie 40-Minuten-Levels. Da ich ziemlich fertig vom Cashgame der vergangenen Tage war, war ich nicht sonderlich motiviert für das Turnier und startete mit dem Motto „schnell raus oder eben recht weit nach vorn“. Nach der ersten gespielten Hand konnte ich direkt ein Set floppen und bekam auf allen Streets Value. Wenige Händer später fand ich UTG und lediglich der Big Blind callte meinen Raise. Nachdem der Flop mit recht günstig für mich war, bezahlte mein Gegenspieler meinen Conti-Bet. Das As auf dem Turn verbesserte meine Hand und mein Gegner callte erneut meinen Bet. Auf dem River erschien eine Blank und mein Gegner spielte in etwa den halben Pot an. Ich callte seinen Bet und er zeigte mir offsuit :/.

 

Einen Orbit später calle ich mit in UTG+1 den Raise von Bobby G. aus UTG. Der Spieler auf dem Button hatte lediglich einen Reststack von sieben bis acht BB und ging all-in. Nach kurzer Überlegung ging Bobby G. ebenfalls all-in, um den Spieler zu isolieren. Allerdings hatte er seinen Plan ohne mich gemacht, ich callte und Bobby G. zeigte mit eine relativ schwache Hand. Der Shortstack hatte mit ebenfalls keine guten Aussichten und ich gewann den recht großen Pot.

Nachdem ich einen weiteren Spieler mit gegen Pocketnines vom Tisch nehmen konnte, wurde es so langsam wieder ernst. Die Blinds betrugen 1.200/2.400 mit 200 Ante. Das aktuelle Level sollte nur noch vier Minuten andauern und ich befand mich wieder einmal mit in Middle Position. Ich hatte exakt elf Big Blinds und entschied mich direkt für ein All-in. Ein Spieler hinter mir snapcallte mich und hatte noch wenige Big Blinds left. Nachdem der Spieler aus dem Big Blind dann auch noch all-in ging, fühlte ich mich leicht beat. Der erste Spieler zeigte wie erwartet mit , eine eher schwächere Hand, und der Spieler aus dem Big Blind zeigte und nahm uns beide vom Tisch.

Somit schied ich als 18. aus und war leicht gefrustet ^^.

 

Rechtzeitig zum Main Event war ich dann zum Glück wieder recht fit und kam an einen sehr soften Table. Das ME hatte mit Abstand die beste Struktur, ein Buy-in von €1.600 sowie einen Starting-Stack von 10.000 Chips. 104 Spieler generierten einen Preispool von €156.000. Meinen Stack konnte ich zu Beginn sukzessive ausbauen und hatte i.d.R. immer einen Stack im Bereich des Durchschnitts.

Nachdem es nach einiger Zeit richtig Spaß machte, an dem Tisch zu spielen, wurde ich wenig später an einen ziemlich fiesen Tisch gesetzt. Zu meiner Linken saßen Max Bracht und Philip Mohr, die beide recht aggro sind. Rechts von mir saßen Jan van Halle, OpaaufPoka ^^ sowie ein mir bis dato unbekannter Berliner Spieler.

Direkt die zweite Hand am Tisch musste ich raisen und fing mir direkt den Reraise ein. Wenig später später raiste ich aus UTG +1 mit und konnte den Pot nach meinem Conti-Bet am Flop einsammeln. Direkt in der nächsten Hand fand ich mit Pocket erneut eine starke Hand und raiste bei Blinds von 300/600 auf 1.400. Mein Stack Betrug in etwa 22.000 Chips, was zu diesem Zeitpunkt etwas mehr als Average war. Alle foldeten brav bis zum Big Blind, dieser entschied sich, direkt all-in zu gehen mit seinen 20.000 Chips. Ich war etwas verwundert und callte, der Spieler drehte um und ich war „leichter“ Favorit. Als der Flop mit herunterkam, hätte ich quasi auf den Tisch kotzen können ...

Wenig später schied ich dann mit gegen   als 45. aus und das Turnier war für mich gelaufen.

Das abschließende €660-Turnier wollte ich eigentlich nicht mehr spielen, da meine Motivation nicht mehr besonders groß war. So meldete ich mich zuerst bei dem Turnier an, um mich abschließend abzumelden, um noch etwas Cashgame zu spielen. Da mir der Cashgame-Tisch nicht wirklich gefiel, meldete ich mich dann doch einige Minuten nach dem Turnierstart erneut an. Nachdem ich zuerst von 7.000 Chips auf ca. 2.500 gedroppt war, konnte ich meinen Stack binnen der ersten vier Level auf fast 20.000 ausbauen. Dann kam es zu einer recht zähen Phase ohne wirkliche Hände. Nachdem nur noch 13 Spieler im Turnier waren, näherten wir uns dem Final Table und die letzten beiden Tische wurden quasi shorthanded gespielt. Ich konnte meinen Stack immer konstant bei plus/minus 25.000 halten, nachdem ich circa achtmal all-in war und (leider) nie gecallt wurde, waren wir runter auf zehn Spieler.

Am Final Table war ich dann einer der Shortstacks. Wenige Minuten, nachdem ich mich für einen Deal eingesetzt hatte, kam es dann zur letzten Hand des Tages für mich:

Thang Duc Nguyen raiste UTG auf etwa vier BB (als Chipleader) und ich stellte meine restlichen Chips wieder einmal mit in die Mitte (ich hatte nur noch fünf bis sechs BB). Ich verlor den Coinflip gegen seine Pocket-Dreien und schied als Bubbleboy mit einer Entschädigung von €800 aus.

 

 

 

Nachdem ich dann in der vorletzten Cashgame-Hand des Tages noch kurz einen Triple-up am 5/10-PLO-Tisch schaffte, ging es gegen 5:30 Uhr Richtung Hotel. Eigentlich wollten wir noch auf die Reeperbahn, um die Cashes meiner Kollegen (Dritter, Vierter und Fünfter im ME) zu begießen, allerdings versicherte mir mein Concierge das dort nicht mehr so viel los sei :(. Somit ging es dann direkt zum Hotel, um noch ausgiebig zu frühstücken und in netter Runde ein wenig zu quatschen.

 

 

Abschließend ist zu sagen, dass die Woche in Schenefeld echt Spaß gebracht hat. Das Casinopersonal rund um den Pokerchef Sahili machte dort echt einen Superjob. Die Struktur der Turniere war ebenfalls relativ gut, eine bessere Struktur ist quasi nicht zu ermöglichen.

Durch meine relativ langen Turnieraufenthalte konnte ich recht wenig Cashgame spielen, aber trotzdem einige Stacks mit nach Bremen nehmen. Das Cashgame war über die ganzen Tage recht „heiß“ und für gute Spieler sicher extrem lukrativ. Durch clevere Shares und meine Cashgame-Winnings gab es dann nach Abzug der Spesen sogar ein kleines vierstelliges Plus.

Heute beginnen dann die Bremen Open mit einem Super-Satellite für das morgige 860er-Freeze-out. Am Freitag geht‘s dann weiter mit einem recht hohen Buy-in von €1.600. Der Ausklang findet am Samstag mit einem 440er-Hyper-Turbo-Freeze-out statt. Westspiel sponsert für den besten Turnierspieler einen Seat für die EPT Dortmund. Hoffentlich läuft es diesmal besser bei mir, die EPT Dortmund zu spielen wäre cool. :-)

 

Viele Grüße

Jerome

 

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