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/Nov/2008

Quo vadis, Nerd?

Von: team-de @ 02:48 (CET) / 13 / Kommentar ( 53 )

Nein, keine Angst (Freude) – ich verlasse IntelliPoker nicht. Die Überschrift bezieht sich auf meine „Pokerlaufbahn“, aber dazu unten mehr. Zuerst einmal möchte ich mich bei euch für die tollen Beiträge beim EPT-Gewinnspiel bedanken. Ich habe ordentlich gelacht und ich werde die Gewinner bald anschreiben. Eigentlich war die Challenge ja auf eine Woche ausgelegt, aber da ich zu doof bink, um den Kalender zu lesen (… wohl ein ähnliches Defizit wie bei meinem Problem mit dem Terminal am Flughafen ), habe ich das Datum falsch angegeben. Was soll´s.

Hier noch die Auflösung des „Rätsels“. Klar, der begeisterte Kerl hat eine der drallen Tänzerinnen betrachtet. Erstaunlich war, dass einige Leser mir so viel Einfallsreichtum zugetraut haben und dachten, dies wäre zu offensichtlich und könnte nicht die Lösung sein. Auf der anderen Seite kann man das wiederum auch als eine Art Deception ansehen … ich hoffe, ihr habt alle was gelernt.

Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, die Auflösung (= guter Vorwand, um noch ein nettes London-Pic zu posten ^^):

Nun aber mal zu (poker)handfesteren Dingen … wobei der Hintern bestimmt handfest ist … oje, wenn das meine Frau liest – außerdem bin ich schon wieder vom Thema abgekommen.

Ein großes Problem beim Pokern ist, dass das Wissen für alle frei zugänglich ist. Klar kann man mit dem Autopiloten die Niedrigen leicht schlagen, aber wenn man weiter aufsteigt (bei mir weniger der Fall) oder mal in einer kompetenten Heimrunde zockt (kommt schon mal vor), trifft man auf das gleiche Wissen und der Vorteil ist passé. Das bringt mich zum Thema „Pars pro toto“.

Das ist Latein und bedeutet soviel wie: „Ein Teil steht für das Ganze“. Ein geläufiges Beispiel ist die Bezeichnung Kopf für Mensch oder Dach für Haus. Aber sehen wir das Ganze mal im größeren Rahmen (Achtung, ich hole weit aus!).

Als alter Basketballfan (Clippers 4tw!) lese ich viel im Netz und vor der aktuellen NBA-Saison ging ein Ruck durch die NBA. Einige recht solide Spieler kehrten der nordamerikanischen Basketballliga den Rücken zu und sind nach Europa abgewandert (mehr Geld, weniger Spiele, harte Euros statt schnöder Dollar ….). Highschool-Absolvent Brandon Jennings war einer von ihnen (genau genommen hat er dem College getrotzt, aber lassen wir´s damit gut sein) und - um noch die Kurve zu Poker zu bekommen - er hat damit eine „neue Ära“ eingeleitet. Dieser Trend wird nun ein paar Jahre andauern und irgendwann ist es dann wieder Vergangenheit und wir sind zurück am Anfang … oder so.

Poker (wie auch Basketball) hat sich schon immer durch seine Dynamik ausgezeichnet. Spielen alle am Tisch tight, sollte man loslegen und die Pots kampflos abgraben. Sitzen am Tisch sehr loose Spieler, so muss man ein paar Gänge zurückschalten. Gibt es viele Steals, setzt man zum Resteal an. Ist dies Standard, packt man einen weiteren Raise heraus. Also immer entgegen der Masse. Aber das gilt nicht nur für den Tisch im Einzelnen!

Vielmehr muss man sich immer einen Schritt vor dem Hauptfeld der Spieler bewegen. Fast jeder kennt inzwischen die Standardwerke, sodass die dort beschriebenen Grundsätze teilweise nicht mehr stimmen können (nicht, dass diese falsch sind, denn sie sind für ein tiefes Verständnis von Poker unerlässlich). Die besten Spieler - egal, ob Turnier oder Cashgame - sind ihrer Zeit voraus und setzen Maßstäbe. Ein gutes Beispiel hierfür ist: „the CO is the new button“. Auch diese Aussage ist zwar schon wieder angestaubt, zeigt aber perfekt die von mir angesprochene Dynamik. Und zwar sowohl am Tisch und während des Spiels als auch global.

Oder im Sinne von Samurai Miyamoto Musashi (jedoch frei nach Nerd nachgetragen): „Sei wie Wasser. Niemals fest und nicht zu fassen. Mal aufbrausend und stürmisch. Mal ruhig, aber dennoch tief und voller Gefahren“ (Das Bundesministerium für Filmforschung warnt vor übermäßigen Konsum von Shaw-Brothers-Classic-Kung-Fu-Filmen).

Nun bleibt noch die Frage offen, wohin ich mich pokertechnisch weiterhin begebe. Mein klares Ziel ist H.O.R.S.E.-Cashgame und dazu habe ich auch die FR-FL-Challenge angefangen. Allerdings kam bis dato nicht viel rum, was aber auch daran lag, dass ich die Challenge unbedingt vor der WCOOP (und London … und, und, und) starten musste. Die FPP-Challenge werde ich fortsetzen und da mich die Tipps in den Comments überzeugt haben, werde ich wohl anstelle der 180er-SnGs die Double-ups oder die $2-Sats für das STHG daddeln. Derweilen halte ich mich mit FR-NL bei Laune.

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