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/Jun/2008

Rasende Blinds

Von: team-de @ 07:27 (CEST) / 113 / Kommentar ( 128 )

So, den Umzug habe ich überstanden. War auch gar nicht so viel Aufwand, weil ich meine Koffer gar nicht erst ausgepackt hatte.

Bei der WSOP bin ich zweimal früh ausgeschieden. Gestern habe ich ein $2.000-NL-Hold'em-Turnier gespielt und heute das $1.500 Shorthanded. Mit 4.000 bzw 3.000 Startchips ist man spätestens im dritten Level (100/200) shortstacked, wenn man nicht am Anfang einen guten Lauf erwischt. Von einem guten Lauf konnte allerdings keine Rede sein. Meine Tische waren an beiden Tagen sehr aggressiv. Blinds stehlen war also alles andere als einfach. Dafür konnte man mit ein paar guten Karten zum richtigen Zeitpunkt seinen Stack sehr schnell ausbauen. Bekommt man hingegen keine ordentlichen Blätter, ist man in einer frustrierenden und aussichtslosen Lage: Man kann nur wenig bluffen und keine Showdowns gewinnen. Und so ist es für mich zu Ende gegangen:
Im 2.000er-Turnier hatte ich  bei 100/200-Blinds noch 2.500 Chips. Drei Spieler limpten und ich ging vom Button mit all-in. Der Big Blind callte mit und alle Limper foldeten. Der BB machte drei Paare, ich nur zwei und die Sache war für mich gelaufen. Den Call fand ich selbst für einen loosen Spieler überraschend. Ich kann natürlich eine relativ schwache Hand haben, was ja auch der Fall war, aber der Raise ist sehr groß und hinter ihm sitzen noch drei Gegner. Man kann hier exemplarisch sehen, wie schwer es war, Blinds zu stehlen. Gute Karten sind an einem derartig besetzten Tisch ein Muss.
Im 1.500-Shorthanded-Event hatte ich bei 50/100-Blinds noch gut 2.000 Chips übrig. UTG callte, alle foldeten zu mir und ich fand - ein schöner Anblick. Ich erhöhte auf 400, der Limper callte. Flop: Ich hatte also die absoluten Nuts. Weil der Gegner wahrscheinlich maximal einen Backdoor-Draw hatte, um mich zu schlagen, und ich zwei der drei Karten für ein Top Pair selbst hielt, entschied ich mich für ein Slowplay. Es war zwar ein Flushdraw möglich, aber bei nur einem einzelnen Gegner war es unwahrscheinlich, dass er diesen hat. Turn: . Nun waren drei Pik auf dem Board und ich musste mich drigend gegen einen möglichen Flushdraw verteidigen. Außerdem konnte ich am River bequem all-in gehen, falls ich am Turn gecallt werden sollte. Ich wettete 500 und der Gegner ging mit. River: . Sehr gut! Der Draw war nicht angekommen und ich lag fast sicher vorn. Ich ging also wie geplant all-in und werde sofort gecallt. Der Gegner zeigte für einen Flush. Und wieder raus.

Morgen steht ein $5.000-Shoot-out-Turnier an. Dabei wird an jedem Tisch bis auf einen Spieler heruntergespielt, der dann die nächste Runde (und das Geld) erreicht. Dieses Format wird nur selten angeboten, was ich schade finde. Es bietet viel Abwechslung und unterschiedliche Strategien sind notwendig. Am Anfang kann man an einem vollen Tisch und mit großem Startstack (10.000) ruhig, abwartend und vorsichtig spielen. Mit der Zeit steigen dann nicht nur die Blinds, sondern die Zahl der Spieler am Tisch nimmt auch immer mehr ab. Dadurch muss man immer looser und aggressiver spielen.

Vielen Dank für die vielen Kommentare und guten Wünsche. Ich hoffe, letztere gehen in Erfüllung.

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