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/Apr/2008

San ... äääh … Remo

Von: team-de @ 19:30 (CEST) / 39 / Kommentar ( 101 )

San ... äääh … San ... San Marino ... nee ... ähm … San … San Remo. Ja, das war's …

Ich muss zugeben, es hat etwas länger gedauert, bis ich den Namen auf den Schirm hatte.
Von diesem kleinen beschaulichen Städtchen an der Riviera hatte ich tatsächlich noch nie zuvor gehört. Asche auf mein Haupt!
Nun darf ich der EPT dankbar sein, diese erbärmliche Wissenslücke gestopft zu haben.

Ursprünglich hatte ich in Warschau bei der EPT aushelfen sollen, aber dort gab es dann Probleme mit dem Hotelzimmer. Somit wurde entschieden, dass ich anstatt nach Polen nach Italien fahren sollte, um nach der Dortmund-Aushilfe meine erste richtige EPT-Erfahrung zu sammeln. Und so flog ich am 30. März mit meinem Kollegen Michi von Hamburg ins sonnige Nizza.
Schon von der Landebahn aus war ich überwältigt von der Schönheit dieses Fleckchens Erde. Perfektes Meer, perfekte Palmen ... perfekte Temperaturen? Nicht ganz. Aber beim Aussteigen aus dem Flieger merkte ich schon, dass uns ein völlig anderes Klima in Empfang nahm. Schön!
Am Flughafen fuhren wir mit anderen PokerStars-Mitarbeitern in einem schwarzen Van die einstündige Strecke nach San Remo. Die Fahrt war atemberaubend. Links das schneebedeckte Gebirge und rechts die Côte d´Azur. Und hier ist ein kleiner Hinweis, warum die Küste diesen Namen trägt:

 

Während alle anderen im Hotel Royal untergebracht waren, fuhr ich mit dem Taxi weiter zum Hotel Globo weiter im Stadtzentrum.
An der Rezeption stellte ich schnell fest, dass ich trotz multipler Sprachkenntnisse kaum eine Chance haben würde, mich ohne Hände und Füße zu verständigen. Und so sollte ich die gesamten nächsten Tage in einer zusammengepuzzelten Sprache aus Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch und sogar Latein kommunizieren.
Ich hatte ein Bett und bin nicht verhungert, also habe ich ja scheinbar nicht alles falsch gemacht. ;-)

Michi und ich waren früher in San Remo angekommen, da der Flug am nächsten Tag zu spät für die Willkommensparty gewesen wäre. Aber so hatten wir Zeit, die Stadt zu besichtigen und schon mal einen redaktionellen Vorgeschmack auf die Stadt vorzubereiten. Hier ein paar Eindrücke:

 

 

 

 

Wir aßen in einem touristenlosen Restaurant und hatten typisches mit Händen und Füßen bestelltes italienisches Essen. Herrlich!

 

Am Montag fand dann die Willkommensparty statt. Ich hatte die Aufgabe, Fotos zu machen und so suchte ich mir möglichst gute Paparazzi-Positionen, um die bekannten Pokergäste abzulichten. Irgendwann in der Menge sprang mir dann auch Daniel Negreanu vor die Linse, um auch sicherzugehen, dass man seine Ankunft bemerkt. Er war aber nicht der einzige Spieler, der einen größeren Bekanntheitsgrad genießt. So waren z. B. auch Vanessa Rousso, Tom McEvoy, Dario Minieri, Luca Pagano (der auch eine Ansprache hielt) und natürlich Katja Thater im Klub zu finden. Die Show war, wie meist, voll von Akrobaten und Jongleuren sowie viel Feuer.

 

 Und am Dienstag begann dann der Ernst des Lebens.
Jeden Tag der Veranstaltung war ich ca. um 13.30 Uhr im Casino und verließ es nicht vor 3 Uhr morgens.

 

Morgens beim Frühstück und dem Versuch, im Hotelzimmer Galeriebilder hochzuladen.

 

Das Casino San Remo

Ich war so froh, dass ich mittlerweile meine Pokerspieler-Kenntnisse erweitert und Namen und Gesichter gepaukt hatte wie auf der Schulbank. Und so kam sogar ich des Öfteren in den Genuss, anderen Journalisten Hände, Herkunftsländer und Namen der Spieler am Tisch nennen zu können. Es dauerte auch nur ein Weilchen, bis ich die Kameraarbeit bis auf kleine Irritationen im Griff hatte.
Je öfter ich meine Runden um die Tische drehte, um Fotos zu machen, desto öfter wurde ich erkannt und die Spieler lächelten, flirteten und schnitten Grimassen.

Ja, das da in Todd Brunsons Gesicht ist ein Lächeln.
 

Manche, wie Jan Heitmann, werden gern fotografiert …

… und andere, wie Andreas Krause, weniger gern … ;-)

 
 

Elky, einmal bitte ulkig gucken für die Kamera!

 

Einer der flirtenden Franzosen: Arnaud Mattern

Ein verschmitzter Blick über die Schulter: Nico Behling

 

Ben Kang zeigt George Danzer eine lange Nase
(später schmiss er ihn aus dem Side-Event)

Im normalen Tagesablauf lieferte ich Michi für die IntelliPoker- und PokerStars-Blog-Berichterstattung Bilder, Hände, Chipstände und Geschichten von den Tischen. Teilweise versuchte auch ich mich mit dem Schreiben der Berichte, beschloss aber, dieses bei einer späteren Veranstaltung noch einmal anzugehen, da das Ergebnis nicht befriedigend war. Ich war einfach zu überwältigt von den Eindrücken, dem Überblicken der Tische und Sammeln der Informationen.

Der Presse-Raum

Zwei kleine Anekdoten muss ich unbedingt erzählen:

Die eine hat mit mir persönlich zu tun. Vom Casino bekamen wir Eintrittspässe und Tickets für das tägliche Dinner-Buffet. Eines Nachmittags entdeckte ich erschrocken, dass die Plastikhülle an meinem Schlüsselband leer war. Ich hatte den Pass und das Ticket irgendwo verloren. Ich ging zur Security an den Tischen und wies mit viel Gestikulation, Handständen und Purzelbaum auf fünf Sprachen darauf hin, dass ich den Inhalt der Plastikhülle verloren hatte. Der Security-Mann zeigte auf ein PokerStars-Poster und sagte: „Luca Pagano!“ Und ich sah, dass es offensichtlich ein Poster von Luca Pagano war und ich sagte in drei Sprachen: „Was ist mit Luca Pagano?“. Der Security-Mann sagte wieder den Namen und irgendwas Italienisches, wies erst auf meine leere Plastikhülle, dann auf einen anderen Pressebereich. „Luca Pagano hat meine Sachen gefunden?“ fragte ich auf Englisch. „Si!“.
Ich fand Luca und fragte ihn, ob ich das richtig verstanden und er meinen Pass und mein Ticket gefunden hätte. Er bejahte und verwies mich auf den Cashier, wo er die Sachen hinterlegt hatte. Dort verstand mich wieder niemand und erst nach zehn Minuten intensiven Gestikulierens, drei Telefonaten und diversen Flip Flops sagte die Kassiererin: „Ach, jetzt erinnere ich mich!“ und griff in die Schublade. Tatsächlich hatte sie dort meinen Pass und mein Ticket. Was für ein Akt!

Die andere Geschichte ist über die EPT-Masseurin Suki. An einem der Turniertage wurde unglaublicher Weise ihre Tasche mit ihren gesamten Tageseinnahmen geklaut.
Als sie völlig aufgelöst am Rande des Turnieres stand und ihr Leid klagte, kam ein Pokerspieler zu ihr und fragte, wie viel Geld denn in der Tasche gewesen sei. Ca. 400 Euro. Da griff der Spieler in seine Tasche, lächelte und zählte Suki 400 Euro auf die Hand, mit den Worten: „Du schuldest mir eine Massage!“ :-D
Was für eine herzerwärmende Geschichte … Hach!

Es hatte mich im Laufe des Turniers immer wieder beruhigt, dass mich Spieler wiedererkannten und mich wohlgesinnt begrüßten. So leichte Bedenken hatte ich nach meinem Dortmund-Fettnäpfchen-Marathon doch gehabt.

 

Dialog aus Dortmund: Christin: „Es ist gerade Dinnerbreak. Wie läuft es bei dir grad?“
Cort Kibler-Melby: „Ich bin gestern schon ausgeschieden!“

Als ich Cord hier in San Remo wiedersah, begrüßte er mich aber freundlich und ich hatte doch ein gutes Gefühl, dass man mir verziehen hatte und ich den Dummchen-Stempel durch das Schreiben meines „Wie läuft's so far?“-Blogs etwas von meiner Stirn hatte rubbeln können. Henrik Brockmann erzählte mir, dass er diesen Blog-Artikel mit großem Interesse gelesen hatte und es gut fand, dass ich diesen zur Erklärung der Umstände verfasst hatte.

Henrik Brockmann

Dass Daniel Negreanu mich wiedererkannt hat, möchte ich bezweifeln, aber auch er lächelte etwas für die Kamera. An Tag zwei saßen dann auch tatsächlich meine beiden Lieblingsspieler, Daniel Negreanu und Jan Heitmann, an einem Tisch nebeneinander.

 

Am schönsten war das Wiedersehen mit den Amigos Jan Heitmann und George Danzer und den PokerStars-Mitarbeitern.
Es ist ein tolles Team, das man bei den EPT-Turnieren um sich hat. Ich freue mich schon auf das nächste Event.

Huch! Das ist ja schon morgen! :-D

Ja, ich werde in Monte Carlo dabei sein. Nach etwas Hin und Her mit Hotelzimmer-Problemen, kann ich jetzt doch mitkommen und einen zweiten besseren Versuch abliefern, ein EPT-Event in Bild, Ton und Schrift festzuhalten.
Auf der Rückfahrt von San Remo nach Nizza machten wir einen kurzen Abstecher nach Monaco und so konnte ich nicht nur ein weiteres Land auf meiner Weltkarte abhaken, sondern auch richtig die Vorfreude anheizen.
Mit diesen Eindrücken von Monte Carlo verabschiede ich mich und hoffe, ihr freut euch auch nur annähernd so sehr auf das EPT Grand Final wie ich!

 

 

 

Bis dann!

Christin

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