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/Mär/2008

Schenefeld Ownage

Von: team-de @ 16:25 (CET) / 7634 / Kommentar ( 137 )

Der ein oder andere wird es vielleicht schon in den News gelesen haben: Marten und meine Wenigkeit haben am vergangenen Mittwoch beim €400-NL-Hold'em-Turnier im Casino Schenefeld ordentlich zugeschlagen.

Ein solcher Doppelerfolg muss natürlich in Wort und Schrift festgehalten werden und so haben wir uns dazu entschieden, einen gemeinsamen Blogeintrag zu kreieren. In chronologischer Reihenfolge lässt dabei jeder von uns den Abend nochmal Revue passieren. Viel Spaß! :)

<hr /> 
peekon [17:30 Uhr]: Ich sitze wie jeden Mittwochabend um diese Zeit im Büro. Software-Bugs und viel zu lange Strategieartikel bestimmen meine Gedanken. Nicht mehr lange bis zum wohlverdienten Feierabend und dann steht für 20:30 Uhr das 400er-Turnier auf dem Plan. Nachdem gestern im €200-Turnier nicht sehr viel lief, müsste doch heute mal was zu holen sein. Mal schauen, ob Marten wieder in der ersten Hand bustet. :D

 

martenJ [18:17 Uhr]: Nachdem ich im letzten Monat gewonnen hatte, musste ich natürlich auch dieses Mal beim €400+€20-Turnier im Casino Schenefeld teilnehmen. Dazu haben Nils und ich unsere Freunde Sebastian und Nasr ins Büro beordert. Ich werde erst noch zu einer Wohnungsbesichtigung in Eimsbüttel fahren, die anderen drei zu Nils nach Hause, was zufällig zwei Blocks weiter ist. Dort wird noch etwas gechillt.

 

martenJ [19:55 Uhr]: Nasr fiel ein, dass er mit seinen Sportschuhen wohl nicht ins Casino reinkommt. Also schnell zum Karstadt um die Ecke, wo uns der Sicherheitsmann erklärt, dass die Kassen schon geschlossen sind. Wir haben aber keine andere Wahl, also wird der Sicherheitsmann getrost ignoriert und in Richtung Schuhabteilung gerannt. Dort hat die Verkäuferin tatsächlich noch Erbarmen mit uns. Es folgt der schnellste Schuhkauf aller Zeiten.

peekon [20:05 Uhr]: Wir sitzen erschöpft, aber zufrieden mit neuen Schuhen im Taxi. Nasr erkennt, dass sie zwar scheiße aussehen, aber passen. Sehen aus wie Hauslatschen aus braunem Leder. Na ja, immer noch besser als weiße Chucks.

 

peekon [20:30 Uhr]: Wir sind im Casino und eigentlich sollte das Turnier jeden Augenblick beginnen. Nach dem obligatorischem Check-in kurz noch €420 löhnen und alle bekannten Gesichter begrüßen. Jan, Katja, Ben Kang, Tony V., Ronald S., Shahin und viele weitere Gesichter der norddeutschen Pokerszene sind mit dabei. Es könnte ein langer Abend werden.

 

Die Karten sind vollzählig das Turnier kann beginnen

 

martenJ [20:50 Uhr]: Das Turnier beginnt mit einer guten Struktur: 5.000 Chips, 20/20-Blinds und 25- bzw. 30-Minuten-Blindlevel. Leider wird nur mit vier Tischen begonnen, sodass an drei Tischen elf Spieler pokern werden. IMO ist 10-handed-Poker echt eine Bestrafung, aber 11-händig geht echt überhaupt nicht. Die ersten Level spiele ich inzwischen deutlich konservativer als früher und so kommt es, dass ich meine erste große Hand erst im 40/80-Level spiele. Ein Spieler callt UTG, ich erhöhe in mittlerer Position auf 400 mit . Zwei Spieler callen und der Small Blind will eigentlich auch callen, entscheidet sich dann aber um und erhöht auf 1.400, also ein recht kleiner Raise. Es wird zu mir gepasst und ich denke kurz nach: Wollte der Spieler echt erst callen und hat sich dann umentschieden oder hält er wirklich ein Monster? Ich glaube ihm das nicht, außerdem ist mein Stack von effektiven 5.400 Chips hier ideal, um all-in zu spielen. Der Gegner passt recht schnell und ich gewinne einen großen Pot.

Direkt im nächsten Level kommt es zur nächsten großen Hand. Ein recht unerfahrener Spieler erhöht UTG bei 60/120-Blinds auf 320. Es wird zu mir im BB gepasst und ich halte . Da wir 6.000 Chips deep sind und der Raise recht klein ist, entscheide ich mich, zu callen. Außerdem ist es die erste Hand, die dieser Spieler erhöht hat. Verbunden mit der Position lässt dies auf eine (sehr) starke Hand schließen. Dies ist gut, denn wenn ich einen guten Flop treffe, können viele Chips gewonnen werden.

Der Flop ist . Viel besser kann ich eigentlich nicht hitten. Nun muss ich mir überlegen, wie ich am meisten Chips in die Mitte kriege. Ich biete 500, in der Hoffnung, dass mein Gegner erhöht, sodass ich all-in spielen kann. Genau dies passiert auch, mein Gegenspieler erhöht auf 1.500 und passt dann sehr schnell gegen mein All-in, war wohl doch nur ^^.

 

peekon [22:24 Uhr]: Nach ca. 100 min. Spielzeit beginnt endlich die erste Pause. Bisher verlief mein Turnier relativ unspektakulär. Irgendwie bekomm ich keine wirkliche Hand, um irgendwelche Plays zu machen. Dreimal kleine Pockets gehabt, d. h., je nach Odds, preflop nur callen und auf ein Set spekulieren. Solange die Blinds noch recht niedrig sind, klappt das auch sehr gut. Normal spiele ich in den ersten Levels immer relativ tight-passiv und um so höher die Blinds werden, entsprechend aggressiver und looser. Mein Chipstack nähert sich immer mehr der kritischen Grenze von zehn Big Blinds. Nach der Pause muss was passieren.

 

peekon [22:39 Uhr]: Die Pause ist vorbei und es geht weiter. Bei 200/400-Blinds finde ich im SB und alle passen zu mir, also gehe ich mit 4.100 Chips all-in, um den Big Blind einsacken zu können. Das klappt nicht und ich werde von gecallt. Ein wirklich schlechter Call, wenn man bedenkt, dass diese Hand gegen meine Range entweder hinten liegt oder aber, wie beispielsweise gegen , nur zu ca. 53 % Favorit ist. Zu meiner Freude kann ich auch improven und schicke damit den Spieler zu meiner Linken aus dem Turnier, da ich ihn gecovert habe.

 

peekon [00:22 Uhr]: Ich konnte meinen Stack weiter ausbauen. Frau Karajan, eine Spielerin, die ein paar Hände zuvor schon mit UTG für ca. zehn BB all-in gegangen war, pusht nun wieder UTG für etwa dieselbe Stacksize. Ich finde im CO und sehe mich gegen ihre Range vorn, also gehe ich mit meinem 16-BB-Stack ebenfalls all-in. Alle passen und Frau Karajan zeigt mir – o.k., werfen wir eine Münze. Der Flop kommt , auch die auf dem Turn hilft mir nicht sehr viel, aber der River bringt den rettenden und damit mir die Straße. In den folgenden Händen kann ich noch beispielsweise Sebastian mit gegen und Nasr mit gegen eliminieren und mir somit einen recht ansehnlichen Stack von ca. 50.000 Chips bei 500/1.000-Blinds aufbauen.

  

Die Nervennahrung wurde vom Casino gestellt

 

martenJ [01:07 Uhr]: Irgendwie ging es erstaunlich schnell Richtung Final Table, wo ich nun aufgrund von sehr starken Händen und lucky Setups mit Nils zusammen Chipleader bin. Ich habe beispielsweise zwei Spieler auf einmal mit eliminiert, die beiden hielten .

Es beginnen, wie üblich, die Verhandlungen darüber, ob man nicht Geld der vorderen Plätze an den Bubbleboy oder gar den gesamten Finaltisch abtreten sollte. Dies scheint üblich zu sein bei Livetunieren, allerdings benachteiligt es offensichtlich die Spieler mit vielen Chips und außerdem umgeht man so die Bubble, eine Phase, in der erfahrene Turnierspieler einen sehr großen Vorteil den weniger erfahrenen gegenüber haben.

Ich lehne also eine solche Regelung ab.

 

martenJ [02:25 Uhr]: Einen Deal kategorisch abzulehnen, soll mir fast zum Verhängnis werden. An der Bubble pushe ich gerade mit 37.000 Chips bei 1.500/3.000-Blinds im Cut-off all-in. Nils im Big Blind grinst mich hämisch an und callt mit . Gedanklich bin ich schon auf dem Weg nach Hause, doch irgendwie schaffe ich es, diese Hand zu gewinnen.

 

peekon [02:30 Uhr]: Marten ist auf einem wahren Heater. Er trifft einfach alles. Eben hat er meine Aces mit für den Chiplead gecrackt. Hätte ich die Hand gewonnen, wäre der Turniersieg mit über 50 % der im Turnier befindlich Chips und nur noch sieben verbleibenden Spielern sicher gewesen. Na ja, sechs Leute kommen ins Geld – it´s Bubbletime und d. h., ich werde mit meinen verbleibenden 20.000 Chips viel stealen, um wieder einen Stack zu bekommen und den ersten Platz nicht aus den Augen zu verlieren.

 

martenJ [03:10 Uhr]: Seit dem Zusammenstoß mit Nils bin ich überlegener Chipleader und spiele sehr aggressiv. Mit ein paar weiteren Suck-outs wie > und > kann ich so die verbliebenden Spieler vom Tisch nehmen. Gleich beginnt das Heads-up um den Turniersieg und zu meiner Freude ist mein Gegner Nils. Da die Blinds schon sehr hoch sind, steht nun leider ein reines Pus-Fest an. Nils hat ca. zehn Big Blinds und ich um die 30.

 

peekon: [03:24 Uhr]: Ich habe es tatsächlich geschafft, mich ins Finale zu kämpfen. Marten heißt mein Kontrahent und da ich nicht mehr sehr viele Chips habe, gibt es eigentlich nur die Varianten Fold oder All-in. Letztendlich setzt sich Marten mit gegen mein durch und gewinnt damit das Turnier zum zweiten Mal in Folge. Der Preis für den ersten Platz beträgt gut €5.000, ich erhalte etwa €4.000. Glückwunsch, Marten!

 

martenJ [03:27 Uhr]: Die Turnierleitung gibt Champagner aus und gratuliert mir zum Sieg, alle applaudieren – ein tolles Gefühl, so ein Doppelsieg, auch wenn ich doch recht glücklich gewonnen habe. Sebastian ShowM4n sagte letztens nach seinem neunten Platz beim Sunday Warm-up zu mir: „Turniere sind eh luck only“. Nach diesem Turniersieg mit unzähligen Suck-outs muss ich ihm irgendwo recht geben.

<hr />
Insgesamt gesehen war es natürlich ein sehr erfolgreiches Turnier für IntelliPoker. Heute werden wir beim €100-Buy-in-Turnier versuchen, diese Serie fortzusetzen. Als Unterstützung sind diesmal auch Robin und Michael aus der Redaktion mit von der Partie. Vielleicht sieht man sich ja dort.

Cheers! martenJ & peekon

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