javascriptNotEnabled

Home \ Community \ Blogs \

team-de blog

team-de blog
Von: team-de
Send PM
/Sep/2008

Tells (2) : Zuhören!

Von: team-de @ 19:40 (CEST) / 1 / Kommentar ( 175 )

WOW! 2008 scheint das Jahr des Sebastian "Luckbox" Ruthenberg zu sein. Erst ein Bracelet bei der WSOP abräumen und dann einen EPT-Titel erringen - das ist kaum noch zu toppen. Und die rund 1,6 Millionen Euro Preisgeld machen sich sicherlich auch gut auf dem Konto. Herzlichen Glückwunsch!

In meinem letzten Beitrag habe ich ja von einigen Tells erzählt, die sehr schwer zu entdecken waren. Und bei Joe Hachem habe ich trotz aller Anstrengung gar keine verwertbaren Informationen bekommen. Heute möchte ich auf einige Tells eingehen, die viel leichter zu sehen, aber trotzdem sehr nützlich sind. Dabei geht es im Wesentlichen um Unachtsamkeiten und Infos, die die Gegner freiwillig preisgeben.

1. Tabletalk: "Don't do it!"
Oft erzählen Gegner, wie sie spielen oder wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten würden oder sich verhalten haben. Oft, um sich zu rechtfertigen, anzugeben oder einfach, weil sie sich langweilen. Am besten ist es natürlich, wenn sie während einer Hand etwas ausplaudern. Besonders stark profitieren konnte ich von so einer Situation bei der WSOP 07: Ich halte im Cut-off. Blinds sind 150/300 mit einer Ante von 25. Ein Spieler aus Early Position und ein aggressiver Spieler aus Middle Position limpen. Ich calle ebenfalls. Button und Small Blind folden und der BB checkt.
Flop: , Pot: 1.400 Chips
Alle checken zu mir und ich setze 800 mit meinem Flushdraw. Der BB macht einen Checkraise auf 2.400 und die beiden Gegner passen. Wir haben beide ca. 10.000 Chips am Anfang der Hand. Für mich kommen nun ein Bluff-All-in, ein Call und ein Fold in Frage (ich tendiere zu einem All-in). Aber sobald ich dran bin, sagt der Gegner: "Don't do it!" Ich frage ihn, was ich nicht tun soll, all-in gehen? Er antwortet: "Just don't do it!" Ich bin mir sicher, dass er richtig große Angst davor hat, dass ich all-in gehe. Aber warum? Wenn er eine schwache Hand halten sollte, kann er ja einfach passen. Das kostet ihn zwar ein paar Chips, aber würde ihn das zu so einer Reaktion verleiten? Eine sehr starke Hand, also ein Full House, kann er nicht halten, sonst würde er ja hoffen, dass ich pushe. Also komme ich zu dem Schluss, dass er eine hat und mitgehen würde, wenn ich all-in gehe. Ich passe und er zeigt . Hätte er nichts gesagt, hätte ich sehr wahrscheinlich mehr Chips verloren, möglicherweise den gesamten Stack.

2. Handeln, wenn man nicht an der Reihe ist
Oft sieht man Gegnern an, was sie tun werden, bevor sie am Zug sind. Sitzt man beispielsweise auf dem Cut-off mit und der Button ist sehr tight, bietet sich normalerweise ein Blindsteal an, wenn vor einem alle folden. Sieht man aber schon, dass der Rock neben einem zum Raise ansetzt, sollte man ganz schnell seine Karten wegwerfen. Diese Art von Tell bringt jedes einzelne Mal nicht so viel ein, ist aber relativ leicht zu sehen und kommt häufig vor.

3. Holecards werden manchmal nicht sorgfältig abgeschirmt
Manche Spieler scheinen sich einfach keine größe Mühe zu geben, ihre Karten zu verdecken, wenn sie ihr Blatt betrachten. Sieht man eine oder beide Karten des Gegners, hat man natürlich einen gigantischen Vorteil. Jeder Anfänger schlägt den besten Spieler der Welt, wenn er die Holecards des Gegners kennt. Im Umkehrschluss sollte man sehr darauf achten, dass niemand die eigenen Karten sieht. Das sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht! Manche Gegner zeigen einem sogar während der Hand absichtlich eine Karte (in Turnieren ist dies verboten).
Zur Ethik: Sollte man die Informationen nutzen, falls man die Karten eines Mitspielers sieht? Ich denke, es gehört genauso zum Spiel, seine Karten so zu halten, dass niemand sie sehen kann, wie es dazu gehört, gute Folds zu machen, den richtigen Betrag zu setzen oder sich nicht durch Körpersprache zu verraten. Deshalb finde ich es in Ordnung, solche Informationen zu benutzen. Man sollte allerdings nicht aktiv versuchen, die Karten zu sehen. Der Einsatz von Spiegeln, das extreme Verrenken auf dem Stuhl, die Hilfe von Außenstehenden oder anderen Spielern oder gar das Zinken von Karten sind absolut daneben und zudem verboten!

Am Samstag ist der Abgabetermin meiner Diplomarbeit. Danach kann ich endlich mal wieder selbst ausgiebig pokern. Ich hätte auch gern die WCOOP gespielt, habe aber momentan keine Zeit. Und dummerweise ist das letzte Event genau am Samstag. Das wird also nichts mehr. Übrigens habe ich mir auch vorgenommen, Omaha zu lernen. Bisher habe ich zwei Bücher gelesen, aber fast noch gar nicht gespielt. Vielleicht berichte ich davon in den nächsten Wochen.

In order to comment, you must login or register
Quiz
Neu hier? Nimm an unserem Einstufungstest teil und starte so deine Pokerausbildung.
Schon Mitglied? Melde dich hier an
javascriptNotEnabled
Lerne Von Einsteiger- bis zu Expertenstrategien
Trainiere Verbessere dein Können mit Hilfe unserer Trainer
Gewinne! Etabliere dich als Gewinner
/Top Promotions/
Beginners Bankroll Beginners Bankroll Noch nie eine Einzahlung getätigt? Baue dir deine eigene Poker Bankroll auf! Zeige Details
/beliebt/
Kostenlose WCOOP-Tickets Die World Championship of Online Poker ist eines der lukrativsten Turn ...
Mehr