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/Okt/2008

tonijeromi!?

Von: team-de @ 10:49 (CEST) / 7939 / Kommentar ( 97 )

Hallo Intelli-Freunde – nachdem ich bereits längere Zeit geplant hatte, online zu bloggen, bin ich sehr froh, bei Intelli gelandet zu sein. Einige werden mich vielleicht unter dem Pseudonym tonijeromi kennen, da ich aufgrund meiner Onlineturniererfolge ab und zu in den Poker-News erwähnt werde. So konnte ich u. a. ein großes Sonntagsturnier auf PokerStars gewinnen (als erster Intelli-User ;-) ).

Im Reallife höre ich auf den Namen Jerome Evans und bin gebürtiger Bremer. Hauptberuflich bin ich multiselbstständig, meinen ersten Onlineshop habe ich im Alter von 15 Jahren gegründet. Danach wurden schnell Abitur und Zivildienst durchgezogen und es folgten einige weitere Firmengründungen in der IT-Branche. Mein BWL-Studium habe ich dann im aktuellen Alter von 22 Jahren aufgrund meiner Selbstständigkeit abgebrochen. Das sollte soweit zu meiner Person reichen, nun kommen wir zum Pokern.

Angefangen hat alles vor etwa drei bis vier Jahren, als ich keine Lust mehr auf Sportwetten hatte, weil immer irgendwas in die Hose ging. Ich entschied mich spontan, das Pokerportal eines Anbieters auszuprobieren und hatte sofort viel Spaß an den Echtgeldtischen (mit satten Verlusten ;) ). Ich spielte vorwiegend SNGs und verschlang in relativ kurzer Zeit viel Pokerliteratur. Aufgrund meines Zivildienstes, meiner Selbstständigkeit und einer neuen Beziehung habe ich dann temporär weniger Poker gespielt.

Eines Tages habe ich durch eine PokerStars-Werbung von den sensationellen Turnieren auf PokerStars erfahren. Einige Zeit nach der Anmeldung auf PokerStars konnte ich mich durch einen Double-Shoot-out ($11,70) für die Sunday Million ($215 Buy-in) qualifizieren. Im Vorfeld des Turniers machte ich noch einige Witze, dass ich gleich auf Anhieb gewinnen würde. Das Turnier an sich verlief in den ersten Stunden relativ ruhig. Ich hatte i. d. R. immer einen Stack im Bereich des Averages oder etwas darunter. Als dann nur noch 100 Leute im Turnier waren, wurde es dann auch etwas interessanter aufgrund des immer größer werdenden potentiellen Gewinns. Als ich meine Chips in die Mitte brachte, hatte ich so gut wie immer einen Flip und habe oft die Hände meiner Gegner dominiert.

Als ich dann in Richtung Final Table marschiert war, konnte ich sukzessive meinen Chipcount ausbauen. Nach aufreibenden und recht emotionalen neun bis zehn Stunden konnte ich mich dann mit einem sehr soliden Stack am Final Table wiederfinden. Als noch acht Spieler übrig waren, kam es zu einer Keyhand, in der ich mit dem Chipleader aneinandergeraten bin. Nachdem ich UTG mit geraist hatte und der Chipleader im Cut-off stumpf all-in gegangen war, stand ich vor einer extrem schwierigen Entscheidung: auf Platz acht mit relativ lächerlichen zehn- bis zwölftausend Dollar ausscheiden oder den ersten Platz für satte $200k anvisieren? Ein erfahrener Pokerbuddy von mir (Bodo, einige werden ihn kennen :--) ), gab mir wärhend des Final Tables dann den entscheidenden Tipp. Er sagte mir, dass es so unwahrscheinlich ist, an den Final Table der Sunday Million zu kommen, dass man auf Sieg spielen sollte. Das nahm ich mir in diesem Moment zu Herzen und callte relativ schnell und hoffte auf einen Flip. In der Tat hatte mein Gegner und ich musste treffen, um weiterhin um den Sieg zu spielen.

Das As auf dem Flop ließ mich in Jubelschreie ausbrechen und ich war fortan Chipleader am Tisch. Nachdem ich dann ingesamt drei bis vier Gegner vom Final Table eliminieren konnte, fand ich mich mit einem souveränen Chiplead im Heads-up wieder. Das Heads-up konnte ich dann relativ schnell gewinnen und war um satte $192.000 reicher. Am Anfang war es schwierig, alles sofort zu realisieren und sich richtig zu freuen. Als ich dann allerdings nach ein bis zwei Tagen aufgrund der Aufregung wieder hatte schlafen können, war die Freude plötzlich riesengroß.

Im Nachhinein war der Gewinn der Sunday Million das Beste, was mir passieren konnte. Ich lernte durch den Sieg eine Menge interessanter Menschen kennen, konnte Interviews geben und durfte satte 45 Minuten bei dem größten Bremer Radiosender über Poker und einige meiner Firmen sprechen. Zudem hatte ich nun eine ausreichende Poker-BR, um weiterhin auf PokerStars und in Liveturnieren spielen zu können.

Ein negativer Aspekt des Gewinns war, dass sich plötzlich Personen, die ich nicht einmal kannte, Geld leihen wollten oder eben ein Staking für ihre Pokerkarriere erbaten.

Negativ ist ebenfalls, dass es immer schwieriger wird, je mehr Geld man „verdient“, den Wert des Geldes schätzen zu wissen.

Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick auf meine Pläne/Events in den nächsten Wochen/Monaten. Aktuell befinde ich mich im Türkei-Urlaub, um auf den Stress der nächsten Wochen/Monate vorbereitet zu sein. Nachdem ich vor einigen Wochen noch auf einem Pokertrip in Bulgarien war (Ivo berichtete), werde ich Ende Oktober einen Poker-/Party-/Shopping-Kurztrip nach London machen. Kurz darauf geht es zum ersten Mal nach Las Vegas zur Deepstack-Extravaganza ins Venetian. Zudem werde ich noch einen kleinen Nachbericht zum Sieg im Nightly Hundred Grand nachliefern und einige weitere Infos über mich (Liveturniere, Cashgames etc.).

Feedback:
Da ich in Sachen Blogs eine recht geringe Samplesize habe, wäre ausgiebiges Feedback sehr wünschenswert. Sprich, gefällt euch die Länge der Blogs oder soll ich sie etwas kürzer gestalten? Soll der Blog sich zu 90 % um Poker drehen oder wollt ihr eher wissen, was Pokerspieler sonst so machen? ;-)

Viele Grüße
Jerome

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