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/Jan/2009

Vom Turnierspieler zum Cashgamer - Die Vorbereitung

Von: team-de @ 10:03 (CET) / 6866 / Kommentar ( 73 )

Hallo zusammen,

erst mal möchte ich euch allen ein frohes neues Jahr wünschen und viel Erfolg im Pokerjahr 2009! :)

Wie versprochen möchte ich, nachdem ich nun von den Aussie Millions berichtet habe, das Thema Cashgame besprechen und vor allem den Wechsel vom Turnierspieler (ich zähle Sit 'n' Gos mal dazu) zum Cashgame-Spieler.

Hierbei möchte ich nicht wie häufig Hände, die online gespielt wurden, besprechen, sondern vor allem Hände aus dem Live-Cashgame analysieren und euch auch bitten, eure Meinung dazu abzugeben, da ich sicherlich noch kein perfekter Cashgame-Spieler bin.

Als Erstes möchte ich euch aber erzählen, was ich alles getan habe, bevor ich anfing, Cashgames zu grinden.

1. Theorie

Für mich steht dies ganz oben auf der Liste, bevor man als Turnierspieler auf Cashgames umsteigt und mit Theorie meine ich nicht nur Literatur.

Mein Tipp an alle ist es, so viel wie möglich Cashgame-Bücher zu lesen, vorneweg natürlich "Harrington on Cash Games", Band I und II, aber auch "Poker Matrix" mit Katja Thater ist empfehlenswert.

Des Weiteren würde ich euch empfehlen, so viele Cashgame-Sendungen wie möglich anzuschauen, dabei kann man schon einiges lernen, gerade wie man richtig sein Spiel variiert. Beispiele für solche Sendungen sind High Stakes Poker, Poker After Dark Cashgame und Million Dollar Cash Game.

Zuletzt würde ich euch auch empfehlen, Pokerlernvideos anzuschauen, z. B. bei Intelli. Hier könnt ihr erfahrenen Spielern über die Schulter schauen und wirklich viel für euer Spiel lernen.

2. Bankroll-Management

Ja, ja, ich weiß, es ist langweilig, immer wieder zu hören, dass ihr darauf achten sollt, aber Bankroll-Management ist für die vernünftigen Cashgamer unter uns nun mal das A und O. Meine Empfehlung ist es, wenn ihr immer mit dem vollem Stack (100 BB) einsteigt, mindestens 25 Buy-ins zu haben, d. h., wenn ihr NL100 spielen wollt, braucht ihr mindestens $2.500 an Bankroll. Ihr müsst noch nicht mal das ganze Geld auf der jeweiligen Seite haben, aber Hauptsache, ihr habt das Geld für den Fall bereit, dass ihr es benötigt, sodass ihr nicht an eure privaten Reserven ranmüsst.

Ganz wichtig ist auch, dass ihr in manchen Fällen über euren Schatten springen müsst und ein Level runtergeht, falls die Bankroll schwindet. Jeder wird mal einen Downswing erleben und einen guten Spieler zeichnet es aus, dass er diszipliniert genug ist, niedrigere Blinds zu spielen, um dann evtl. wieder in sein altes Limit zurückzugelangen. Wann man in den Limits auf- und absteigen sollte, ist Ansichtssache, auf Intelli gibt es dazu ja schon einige gute Artikel (einfach "Bankroll-Management" suchen).

3. Die verschiedenen Angebote anschauen

Ein weiterer unterschätzter Standpunkt: Wählt die richtige Seite für euch aus. Wo fühlt ihr euch wohl? Wo ist das Niveau vielleicht etwas niedriger als auf der anderen Seite? Und vor allem: Wo bekomme ich gutes Rake-back?

PokerStars bietet euch ein indirektes Rake-back an, indem man FPP sammeln und diese in Geld oder andere Dinge umtauschen kann. Je höher eure V.I.P.-Stufe ist, desto höher ist dann auch das Rake-back.

Es gibt aber auch viele andere Seiten, die euch ein direktes Rake-back anbieten, die meisten Räume haben hier ca. 30 %. Habt ihr also pro Monat ein Rake von $1.000, bekommt ihr stolze $300 auf euer Konto zurück. Wo es Rake-back-Angebote gibt, müsst ihr einfach mal googeln. Es gibt in den hohen Limits viele Spieler, die keine Winning Player sind, aber dank Rake-back trotzdem am Monatsende im Plus sind.

4. Das Einstellen der Optionen

Ich gehe in diesem Fall einfach mal davon aus, dass ihr bei PokerStars eure Cashgame-Karriere starten wollt. Hierfür solltet ihr, falls noch nicht gemacht, einige Einstellungen verändern.

Options -> Muck Losing Hands und Don't Show Winning Hand (zeigt am besten nie eure Karten, ihr wollt euren Gegnern schließlich nicht zu viele Informationen über euch geben, außerdem braucht ihr nun nicht mehr immer nach der Hand auf den Muck-Button klicken)

Options -> 4-Color Deck (für mich ganz wichtig, nie mehr einen Flush zu übersehen ...)

Options -> Display Bet Amounts (für mich superwichtig, so sieht man direkt, wie viel gesetzt wird und kann schneller die Potodds berechnen)

Options -> Instant Hand History Options (speichert eure Hand Historys auf dem Computer, braucht ihr für Programme wie PokerTracker)

Options -> Preferred Seat (wählt euch euren Platz aus, so wisst ihr beim Multitablen immer, wo ihr sitzt)

Es gibt sicherlich noch ein paar andere Optionen, jedoch handelt es sich oben um die Wichtigsten.

5. Das richtige Tracking-Programm

Ich empfehle euch hier PokerTracker 3 oder HoldemManager. Diese speichern für euch alle Hände, Gegnerinformationen etc. So könnt ihr schnell sehen, wie aggressiv jemand ist, wie viele Hände er in der Regel spielt (seine Handrange) und ob die Gegner Winning Player sind oder nicht. Natürlich dient es aber vor allem zur Analyse des eigenen Spiels.

Ich habe mir angewöhnt, nach jeder Session die Hände mit den größten Gewinnen/Verlusten nochmal zu bewerten. Oft fallen einem dabei Fehler auf, die man nun in Zukunft versuchen kann zu vermeiden.

6. Die richtige Tischauswahl

Erst mal zählt natürlich das richtige Limit. Aber es ist auch wichtig, zu entscheiden, ob ihr shorthanded, fullring oder gar heads-up spielen wollt. Wenn ihr multitablen wollt, empfehle ich Fullring. In den höheren Limits werdet ihr aber dann kaum noch Fullring-Tische finden, sondern fast nur 6-max. Für den Anfang empfehle ich euch jedoch Fullring-Tische.

Auch ist es wichtig, die Tischinformationen zu beachten. Wie viel % der Hände werden gespielt, wie viele Hände werden pro Stunde gespielt und am Wichtigsten für mich ist der Average Pot. Je höher dieser Wert ist, desto looser ist häufig der Tisch und loose bedeutet oft viel Dead Money.

Wenn ihr dies alles beachtet, sollte euch eigentlich nichts im Wege stehen. Nächste Woche gehe ich dann auf Live-Cashgame ein, da dies ein ganz anderes Spiel ist und vor allem, weil es meistens ein erschreckendes Niveau hat und man sich erst mal daran gewöhnen muss, gegen solch zum Teil grausame Spieler zu spielen. Dabei werden natürlich auch einige Handanalysen (die mir tatsächlich widerfahren sind) vorkommen und danach werde ich meine Keyhands pro Woche mit euch analysieren und da könnt ihr euch auf einige interessante Hände gefasst machen.

Bis dahin, ein gutes Blatt allen.

LG Patric

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