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Von: team-de
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Livepoker is rigged! Am vergangenen Sonntag war es mal wieder soweit, ich hab ein Liveturnier gespielt. Bei den PokerOlymp Open II im Casino Schenefeld stand das €500er Rausschmeißerturnier auf dem Programm. Eigentlich hatte ich gar nicht die Absicht mitzuspielen, denn ich war ja nach Schenefeld gefahren um zu sehen, wie sich Katja beim Hauptevent, dem €1.500er Deepstack, schlägt. Aber es zeichnete sich früh ab, dass es dort aufgrund der sehr guten Struktur noch eine ganze Weile dauern würde, bis eine Entscheidung fiel. Zudem spielte Katja sehr souverän auf und ich hätte mit Sicherheit Sidebets angenommen, dass sie später auch am Finaltisch sitzen wird. Die Wette hätte ich schon mal gewonnen, denn Katja belegte einen starken sechsten Platz.


Lernen von den Profis ...

Als immer noch 18 Spieler im Turnier waren, ging ich mit Michael Dombrowsky erst mal an die Bar, wir bestellten einen Drink und schnackten über dies und das. „Eigentlich hätt ich doch Bock, das 500er gleich mitzuspielen“, warf ich plötzlich in den Raum. Michi fand die Idee scheinbar gut und schlug mir sofort vor, sich mit 20 oder 25 Prozent zu beteiligen. „Ich kann's mir leisten“, lächelte er, um mir dann zu erzählen, dass er am Freitag mal wieder beim Blackjack zugeschlagen hatte. Der Vorschlang klang verlockend, kleine Risikominimierung ist schließlich nicht zu verachten, und so meldete ich mich kurzerhand für das Turnier an.


... und umsetzen!!!

Wenig später ging es dann schon los. 5.000 Chips betrug der Starting Stack, die Blinds begannen bei 40/80 und ein Level dauerte 30 Minuten. Gleich in der ersten Hand bekam ich im Cut-off gedealt, doch da gleich drei Spieler in den Pot gelimpt hatten, ersparte ich mir ein Raise und callte ebenfalls die 80 Chips. Im Flop tauchten dann drei kleine Karten auf und ich foldete nach einem Raise vor mir. Es sollte für lange Zeit die letzte Hand sein, in die ich involviert war. Das lag aber weniger daran, dass ich megatight spielen wollte. Ich bekam einfach nur Mülleimer gedealt und zudem saß mit David Fascher ein Spieler am Tisch, dessen Handrange nahe bei 100 Prozent liegt und auf solche Spielchen wollte ich mich zu diesem Zeitpunkt auf keinen Fall einlassen.

Im dritten Level (100/200) war es dann soweit, nachdem mein Stack auf 3.900 runtergeblindet war, erblickten meine Augen Pocketkings. Und mit dieser Hand begann für mich dann auch ein Turnier der einfachen Entscheidungen. Der Spieler vor mir erhöhte auf 1.000 und so ging ich mit meinem Stack auch gleich All-in. „Dornröschen ist aufgewacht“, scherzte dann auch gleich einer meiner Gegner und wie nicht anders zu erwarten war, wanderte der Pot ohne Gegenwehr zu mir. Danach wurde der Tisch aufgelöst und ich konnte einen weiteren kleineren Pot gewinnen, sodass ich mit 5.900 Chips in die Pause ging.

Bei 200/400 Blinds ging es nach dem Essen weiter und ich wurde wenig später erneut umgesetzt. Nachdem ich zuvor immer noch ein paar Spieler wie Hanno Offen oder Jan Gustafsson kannte, waren mir die Spieler am neuen Tisch völlig unbekannt. Bis auf Ahmet Koc aus Hamburg, er ist eigentlich immer bei den größeren Turnieren in Norddeutschland am Start und saß zu meiner Freude direkt vor mir, was mir einen wichtigen Informationsvorsprung gab. Der Sitz genau gegenüber war allerdings leer, obwohl dort noch Chips lagen. Plötzlich tauchte Andreas Krause auf, der ja noch beim 1.500er gut im Rennen lag (und gewann), spielte eine Hand, verlor und war schon wieder weg. Na ja, so richtig lustig fand ich das Ganze nicht, da Andi seine restlichen Chips mehr oder weniger verschenkte. hätte er in dem anderen Turnier wohl nicht coldcallt, um dann am Flop ohne Treffer auch noch den Rest reinzuschieben. Andererseits hätte ich mich sicherlich gefreut, wenn ich der Abnehmer gewesen wäre.

An diesem Tisch lief es dann überhaupt nicht gut für mich. Ich war völlig carddead und musste zudem noch nach einem Raise vom Button mit auf 1.800 folden, da der Big Blind All-in ging. Aber ich war noch im Spiel, wenn auch nur noch mit 2.900 Chips, und das Feld war mittlerweile auf 28 Spieler geschrumpft (67 Spieler waren gestartet). Wieder musste ich den Tisch wechseln und war sichtlich froh darüber, denn an meinem alten Tisch wäre ich Big Blind (1.000 Chips) gewesen. Am neuen Tisch nahm ich UTG Platz und hatte so noch ein paar Hände Zeit für mein All-in. Ein paar Hände später im Big Blind bekam ich dann tatsächlich einen Walk und nutzte diese Vorlage, um in der nächsten Hand zu verdoppeln. Vor mir raiste ein Spieler auf 3.000, ich erblickte und ging mit meinen 4.400 All-in. Der Openraiser konnte natürlich nicht mehr wegwerfen, drehte um und das Board machte zum Glück keine Schwierigkeiten. So langsam nahm das Turnier die erhoffte Wende für mich. Ich saß im Big Blind, der Button raiste auf 3.000 und ich ging erneut All-in (ca. 12.500 Chips). Wieder hatte ich bekommen und fand großzügige Kundschaft, denn der Spieler am Button konnte sich, obwohl er einen gesunden Stack hatte, nicht von trennen und zahlte.

Mit ca. 26.000 Chips bei noch 15 Spielern fühlte ich mich jetzt ziemlich wohl, denn bis auf zwei Spieler waren die anderen an meinem Tisch ziemlich gut einzuordnen. Das war allerdings auch der Grund, der mir fast das Turnieraus beschert hätte. Der Spieler vor mir hatte geraist und ich reraiste mit All-in. Vielleicht ein etwas krasser Move, aber ich wollte den Spieler isolieren, da er deutlich weniger Chips hatte, marginale Hände spielte und ich so Heads-up auf keinen Fall ausscheiden würde. Als dann einer der beiden Spieler, die ich noch nicht richtig einordnen konnte, ebenfalls All-in ging, zuckte ich innerlich zusammen. Das sollte auf keinen Fall passieren, denn jetzt stand mein kompletter Stack auf dem Spiel. Der dritte Spieler im Bunde foldete und tatsächlich, im Showdown musste ich gegen antreten - Worst Case! Der Flop brachte schon mal keine Hilfe und auch der mögliche Flush nach dem Turn war durch einen König abgesichert. Ich faltete meine Hände und ballte wenig später die Faust, denn der Dealer hatte einen Buben am River umgedreht. Ship it! Nice Hand! Wow! Endlich mal das nötige Glück auf meiner Seite. Hinter mir stand Michi und freute sich natürlich mit, als ich 50.000 Chips vor mir auftürmte. Mit nahm ich eine Runde später dann einen weiteren Spieler vom Tisch, er war vor mir mit und 18.000 Chips All-in gegangen und hatte nach der Turncard einen OESD plus Flushdraw, doch eine machte mich kurz bevor der Finaltisch feststand zum Chipleader. Was für eine Wende, innerhalb von zwei Stunden von 2.900 auf 65.400 Chips.

Am Finaltisch verabschiedeten sich dann schnell zwei Spieler und die Geldränge waren erreicht. Ich nahm mir vor, jetzt auch mit schwächeren Karten etwas aggressiver zu spielen, doch es lief nicht mehr viel zusammen. Ich fand einfach nicht den richtigen Moment und musste mehrfach nach einem Reraise folden, sodass ich auf 28.000 Chips runter war, als die Blinds bei 3.000/6.000, Ante: 400, angekommen waren. Rechts von mir saß mit Phillip Roch, ein guter Spieler, der mit etwas über 30.000 Chips folgerichtig push-or-fold spielte, was mir dann zum Verhängnis wurde. Roch ging All-in, ich hielt Pocketaces und bezahlte natürlich. Im Showdown drehte Phillip um, fragte ängstlich: „Haste ein Paar?“ und seufzte tief, als ich die Asse aufdeckte. Doch diesmal hatte er das nötige Quäntchen Glück, denn gleich im Flop kam eine Sechs. Turn und River änderten nichts und ich war draußen, als Siebter für €1.340. Phillip schaffte es am Ende unter die ersten drei, die dann auch einen Deal machten (je €7.600). Glückwunsch!


Betriebsleiter Agron Salihi (re.) freute sich mit

Am Ende war der siebte Platz natürlich nicht das, was man sich als Chipleader am Finaltisch erhofft. Aber wenn ich an die Hand mit Jacks gegen Kings denke und daran, dass ich bei einem Average von 12.000 gerade einmal 2.900 Chips hatte, muss ich auch eingestehen, dass sich an diesem Abend alles ausgeglichen hat. Michi und ich haben unseren Einsatz fast verdreifacht und das geht dann auch in Ordnung. Und das Turnier hatte aufgrund der Höhen und Tiefen für exzellente Unterhaltung und den ein oder anderen Adrenalinschub gesorgt. Schließlich war es mein erster Cash in einem Liveturnier.

Beim nächsten Mal rasier ich die Jungs aber, versprochen ;)

 

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