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/Nov/2008

Warschau - Teil 2: Pocketaces!

Von: team-de @ 12:25 (CET) / 54 / Kommentar ( 66 )

Nach der langen Cashgame-Nacht verliefen die folgenden beiden Abende bis auf das ein oder andere Kaltgetränk relativ ruhig und ich war jeweils gegen 2:30 Uhr auf meinem Zimmer. Turniertag drei war für mich dann der kürzeste, den ich bisher bei einem EPT-Turnier erlebt habe. Nach dreieinhalb gespielten Levels waren die neun Finalisten gefunden und gegen 19:30 Uhr konnte ich meinen Laptop bereits einpacken. Die aus meiner Sicht schrägste Hand kostete Juan Manuel Pastor, der für IntelliPoker auf Spanisch bloggt, das Turnierleben.

Erschwerend hinzu kommt, dass Juan gerade am Tag zuvor während der Bubble-Phase einen Pot mit Pocketaces gegen Pocketkings verloren hatte. Da konnte er noch lachen und nahm es mit Humor: „Die Asse bringen mir Glück, wenn ich die verliere, dann nur gegen Shortstacks.“ Diesmal bekam er die Asse im Big Blind gedealt, die Blinds lagen bei 1.500/3.000 und vor ihm ging Ludovic Lacay mit gut 50.000 Chips aus dem Small Blind all-in. Nach dem Call sah alles nach „easy money“ aus, denn Lacay drehte off um. Was dann passierte, trieb Juan allerdings jegliche Farbe aus dem Gesicht (wohlgemerkt ein Spanier), denn der Dealer drehte im Flop um und schob gleich am Turn eine weitere Zwei () nach. Für Juan war es der Anfang vom Ende, denn danach ging auch ein Coinflip mit Pocketqueens gegen verloren und auf Rang 17 war Endstation. Lacay dagegen erreichte als Fünfter in Chips den Finaltisch. That’s Poker … (ich liebe diesen Satz!)

Am Finaltag waren es erneut die Asse, die für einen großen Pot sorgten. Diesmal ging die Kohle allerdings erst rein, nachdem Nico Behling die Rockets von Lacay mit einem gefloppten Set Achten längst überboten hatte.

Auszug aus den News: "Ludovic Lacay aus Frankreich war der Nächste und sein Abgang war alles andere als sportlich. Nico Behling hatte den Pot im 19. Level (4.000/8.000, Ante: 1.000) mit einem Raise auf 17.000 eröffnet, Lacay reraiste auf 56.000 und Nico callte. Der Flop brachte , der Franzose setzte 75.000, Nico reraiste auf 160.000 und Lacay ging all-in. Der Call von Nico kam sofort und er drehte Pocket-Achten zum Set um. Lacay zeigte Pocketaces und verweigerte dem Deutschen, nachdem er keine Hilfe mehr bekam, den Handschlag und verschwand."


Off Topic: Emus World!

Doch während es Juan Manuel Pastor am Tag zuvor wie ein Mann genommen hatte, war ausgerechnet „Lucky“ Lacay stocksauer – auf sich, auf die Asse und auf Nico. Nicht einmal die Hand wollte er Nico reichen. Abends in der Lobby entschuldigte er sich zwar für sein Verhalten, „aber dein Preflop-Call mit Achten war trotzdem schlecht.“ Mit dieser Meinung stand er aber ziemlich allein da, denn er fiel einfach seinem eigenen loosen Image zum Opfer. Sicherlich kann man Pocket-Achten nach einem Reraise vor dem Flop folden, aber wenn ihr einen gesunden Stack vor euch liegen habt und ausgerechnet von Lacay ein Reraise bekommt, dann rate ich euch zu callen. Er selbst war sich dessen natürlich bewusst und genau deshalb hat er, nach eigener Aussage, seine Starthandanforderungen für das Finale drastisch nach oben geschraubt. Tja, Ludovic - that’s Poker! Vielleicht sollte man einfach nicht mit 15 Big Blinds off pushen, dann klappt‘s auch mit dem Image. Aber ich will jetzt auch nicht auf Lacay herumhacken, denn wie gesagt entschuldigte er sich bei Nico und war eigentlich ganz nett.

Es war ohnehin ein richtig lockerer Abend in der Hotellobby mit Fabian Holling, Marko Neumann, Henning und Emu, Michael Muheim und seinem Kumpel aus der Schweiz sowie Larissa und Nico. Natürlich ließ sich Nico nicht lumpen und bestellte ein paar mehr Drinks und natürlich ging es auch um seine spektakuläre letzte Hand von den Aussie Millions („Ich will da eigentlich nicht drüber reden“), aber das ist eine andere Geschichte. Das Thema schlug dann auch schnell um, denn plötzlich ging es um Kartentricks. William Fry schien recht angetan von Larissa und entlockte ihr mit seinen Tricks ein „Ah“ und ein „Oh“. Wenig später folgte dann sogar ein richtig lautes „Wow“, doch als ich meinen Kopf rübergedreht hatte, war es nicht der Sieger der EPT Budapest, der die Karten durch die Luft fliegen ließ, sondern Michael. Unser Schweizer Qualifikant zeigte tatsächlich mehrere sensationelle Kartentricks und hatte William ganz easy die Show gestohlen. So eine Fingerfertigkeit kannte ich bisher nur von Jan Heitmann.


Nicht nur am Pokertisch auf Augenhöhe: Dario und Nico

Gegen 5 Uhr löste sich die Runde dann allmählich auf, bzw. ich löste mich auf und wollte nur noch schlafen. Am nächsten Tag stand dann die Heimreise auf dem Programm und ich hatte noch das Glück, dass einer meiner Lieblingsspieler zeitgleich ein Taxi zum Flughafen benötigte. Larissa und ich waren schon eingestiegen, als plötzlich Dario Minieri dazukam. Natürlich habe ich ihn sofort gefragt, wie er denn die Hand zwischen Nico und Ludovic eingeschätzt hat. Antwort: „Ich hätte auch niemals vor dem Flop gefoldet, da Ludovic in diesem Spot fast mit jedem As reraisen würde. Das Verhalten danach hat mir nicht gefallen.“

 

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