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/Nov/2008

Warschau - Teil 1: Armleuchter!

Von: team-de @ 16:08 (CET) / 7 / Kommentar ( 72 )

Irgendwie war diesmal alles anders! Zum mittlerweile achten Mal bin ich im Auftrag von PokerStars als Blogger zu einem EPT-Turnier gereist, doch während meine Nerven bisher immer bis auf das Äußerste strapaziert worden waren, machte sich diesmal aufgrund der geringen Teilnehmerzahl Hoffnung breit. Hoffnung, auch einmal in den Genuss von etwas Freizeit zu kommen.

Ich erinnere mich immer noch mit Grauen an die EPT in Kopenhagen. Nach vier langen Tagen (Tag 1A, 1B, 2 und 3), die mit Nachbericht jeweils erst gegen nach 2:00 Uhr nachts beendet waren, landeten am Finaltag zwei Spieler im Heads-up, die vor allem durch Passivität glänzten. Meine schwedische Blogger-Kollegin Lina schlief zwischendurch sogar ein und wachte erst nach einer Dreiviertelstunde wieder auf, als alle Blogger und Journalisten im Presseraum laut aufschrien. Einer der beiden hatte tatsächlich geraist („Ahhh“), der andere allerdings im Bruchteil einer Sekunde gefoldet („Ohhh“). Nach über viereinhalb Stunden war das „Call-Check-Bet-Fold“-Drama dann gegen 2:30 Uhr zu Ende, die Stimmung am Boden.

Wie gesagt, in Warschau war alles anders. Das begann schon mit den beiden Starttagen 1A + 1B, denn statt der geplanten acht, wurden nur sieben Level gespielt. Der Grund dafür ist, dass in Level acht noch einmal richtig ausgesiebt wird, da der Initial Pot von 1.050 auf 1.575 steigt. Da aber nur so wenig Teilnehmer (217) angetreten waren, hatte man zu Recht die Befürchtung, dass das Feld schon an Tag 2 zu klein ausfallen könnte. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte, denn auch so überlebten nur 109 Spieler die ersten beiden Starttage.

Die Aussicht auf etwas kürzere Arbeitstage motivierte natürlich und so ging es gleich in der ersten Nacht, nach ein paar Getränken in der Hotel-Lobby, zum Cashgame in den Casinokeller. Es war eine sehr lustige Runde bei Blinds in Höhe von 5/10 Sloty (umgerechnet ca. €1,50/€3), an der neben Emu, Nico Behling und mir noch Robert (hat ebenfalls die EPT gespielt) und Intelli-User ZAR84 beteiligt waren. Komplettiert wurde die Runde durch einen Dänen und einen Finnen und später kam auch noch Henning (PokerToday) von einem anderen Tisch rüber. Ich merkte schnell, dass Nico in Gambling-Laune war und konnte meinen Stack gegen ihn in zwei Händen verdreifachen. Zu diesem Zeitpunkt schoss mir durch den Kopf, Nico den Vorschlag zu machen, dass ich für die Kohle einen Share an ihm für die EPT kaufe. Wenig später setzte sich dann ein uns nicht unbekannter Pole an den Tisch. Nein, es war nicht Team-PokerStars-Pro Marcin Horecki oder so, es war der Taxifahrer, der Henning für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel satte €35 berechnet hatte. Katja Thater hatte uns am Nachmittag erzählt, dass sie lediglich €15 hingelegt hatte (der Schnitt war, glaube ich, €20). „Jetzt kommt meine Kohle hier auf den Tisch, oder was?“, fuhr er den Taxifahrer sofort an, der natürlich überhaupt nicht wusste, was Henning von ihm wollte.

Die „hart“ erarbeiteten Mäuse des Polen landeten dann schlussendlich nicht bei Henning, sondern bei mir. Der Däne hatte einen Livestraddle (PLN20) gesetzt, den ich nach dem Call des Taxifahrers mit zahlte. Robert und Nico waren natürlich auch dabei und ich floppte sofort den Nutflush. Schönes Ding! Der Däne checkte, der Taxifahrer setzte 50 in den 120er-Pot, ich callte und leider foldeten alle anderen. Der Turn brachte dann den und ich hatte mich schon damit abgefunden, dass kein einziger Sloty mehr in den Pot wandern würde, als der Taxifahrer plötzlich weitere 300 abfeuerte. Schönes Ding - Part II! Ich callte natürlich nur, aber das reichte auch, um die Hand zu beenden, denn der Pole insta-foldete! Die Runde dauerte schließlich länger als geplant, nämlich bis 6:00 Uhr morgens und natürlich vergass ich komplett, Nico nach dem Share zu fragen. Ganz großer Bad Beat, denn Nico verkauft eigentlich immer ein paar Anteile. Nur in Warschau hatte er noch seine 100 Prozent, da es sich irgendwie nicht ergeben hatte!

Damit die Schmerzen noch größer werden, rechne ich es noch einmal grob durch.

1.000 x 100 / 20.000 = 5 Prozent

Preisgeld von Nico für den zweiten Platz = €205.000

5 x 205.000 / 100 = 10.250

Danke Herr Schröder, dem ist nichts hinzuzufügen!

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