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Flix-Max!

/Mär/2013

Das Wasted Pair Theorem

Von: xflixx @ 10:46 (CET) / 1442 / Kommentar ( 4 )

Mit der stetigen Diskussion und Evolution von Poker Strategie auf Messageboards ergab es sich immer wieder mal, dass aus wiederkehrenden Erfahrungen und Beobachtungen in Stein gemeißelte Theoreme erwuchsen. Inzwischen sind diese Theoreme fester Bestandteil unserer Denkweisen über bestimmte Pokersituationen: Yeti, Baluga, Zeebo...und sie wurden alle nach dem Namen ihres Prägers benannt.

Heute möchte ich über eine wiederkehrende Beobachtung schreiben, die in meinen Augen auch das Potential hat, ein Theorem zu prägen. Da Theoreme immer nach ihren maßgeblichen Entdeckern oder prägern benannt sind gehört der Credit ganz allein [I]PlayinWasted[/I], der mir die Kernaussage dieses Theorems vor langer Zeit in einer Trainingssession überhaupt erst bewusst gemacht hat. Es lautet:

"Niemand foldet gern ein geturntes oder gerivertes Paar."

Tom Dwan sagte irgendwann mal in einem Interview, dass es in Hold'Em schwer ist ein Paar zu machen. Wenn wir mal eins machen, suchen wir oft nach Gründen, um es möglichst nicht zu folden - so schnell machen wir in den kommenden Orbits halt keins mehr.

Psychologisch gesehen fühlt man sich an einen Pot immer stärker gebunden, wenn man getroffen hat. Dieser Umstand wird oft noch massiv verstärkt, wenn man das Paar erst am Turn oder River aufgabelt, denn intuitiv und offenkundig hat sich unsere Hand erstmal "verbessert" - auch wenn sie das mit Blick auf relative Hanstärke nicht unbedingt getan haben muss.

Besonders häufig sieht man siese Tendenz natürlich bei Freizeitspielern oder Villains, die einfach nur ihren natürlichen Trieben und Emotionen folgen:



Umgekehrt sucht aber auch der Spieler mit mehr gedanklichem Tiefgang bei einem auf Turn oder River aufgegabelten Paar öfter nach Gründen, um in der Hand zu bleiben oder am River zu herocallen. Das kann schlecht sein, wenn der Grund des Herocalls rein emotional geschieht. Aber es kann auch sein, dass der Umstand des Paarmachens uns erst zum Nachdenken über Villain's Range oder Kombinatorik angeregt hat:



Die Hand ist eigentlich schon eine Aufgabe nach dem Flopcall, aber nachdem Villain seine Range durch die River Overbet polarisiert, erscheint das geturnte Paar auf einmal in einem völlig neuen Licht.

Es gibt sicher noch unzählige, weiterführende Beispiel für das Wasted Pair Theorem und es ergeben sich wertvolle Konsequenzen für das eigene Spiel, aber das möchte ich in diesem Post nicht alles ausführen. Vielleicht mag der Namensgeber sich diesbezüglich ja selbst noch zu Wort melden.

Auf jedenfall werde ich das nächste mal daran denken, wenn ich ein Pair auf Turn oder River mache:

"This pair ain't wasted when you're playin wasted!"

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