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Flix-Max!

/Mär/2013

Lebensqualität und EV

Von: xflixx @ 16:00 (CET) / 1 / Kommentar ( 7 )

Kein Stück hat sich der Blick durch das Fenster meines Arbeitszimmers seit Jahresbeginn geändert. Kahles Geäst vor einem grauen, verhangenen Himmel. Die wenigen Tage, an denen sich die Sonne blicken lässt, schwinge ich mich motiviert aufs Fahrrad und freue mich, dass ich endlich mal eine Runde drehen kann. Die Freude hält allerdings gerade einmal bis zur Grenze des Stadtwaldes, an der ich enttäuscht feststellen muss, dass es immer noch nirgends blüht.

Nach meiner Rückkehr aus dem Kampf gegen den eisigen Wind mache ich mir einen Kaffee, öffne die Stars Software und werfe einen geistesabwesenden Blick in die Lobby auf der Suche nach guten Tischen. Richtig motiviert zu spielen bin ich nicht, habe innerlich auch noch mit dem faden Nachgeschmack der letzten Woche zu kämpfen. 

Wenige Minuten später ertappe ich mich selbst dabei, wie ich zuerst auf der Condor Seite gelandet bin, und von dort aus zu British Airways abwandere. Die Angebote sind verlockend, die Flucht vor der Winterdepression sind nur ein paar Mausclicks entfernt...it's Pool Season in Vegas!


Ich bin letzte Woche wieder ein Jahr älter geworden, und ich muss mir eingestehen, dass mein Pokergehirn auch nicht jünger wird. Dabei verschieben sich meine Pokerprioritäten mit Blick auf mehr Lebensqualität, selbst unter Einbuße von EV durch Volumen oder höhere Stakes (möchte nicht schon wieder Limon quoten an dieser Stelle, das habe ich ja bereits im letzten Eintrag).

Ich strebe inwzischen viel mehr nach Entspannung und geringerer Belastung - durch zu massive Varianz, toughe Konfrontationen und schwere Entscheidungen. Vor ein paar Jahren habe ich noch 12-Tabling Nachtschichten auf NL200 eingelegt, heute bin ich froh, wenn ich mich an 4 Tischen gleichzeitig für 2 Stunden behaupten kann.

Ich genieße inzwischen auch die entspannte Zeit des 1-Tablens in Vegas auf viel höheren Stakes - das war mir in frühen Tagen und wäre sicher vielen von euch auch viel zu langweilig. Heute ist es ein Stück Pokerlebensqualität für mich, die ich nicht missen möchte.

Ich kann gezielt mein A-Game abliefern, der Erfolg macht mich happy und steigert somit direkt meine Lebensqualität. Was hindert mich daran, dieses Konzept nicht also auch auf Online Poker zu übertragen?

Als ich neulich in Oshi & Red's Blog las, wie der gute Oshi immer noch nur an einem Tisch zoomt und damit exorbitante Ergebnisse erzielt, fühlte ich mich inspiriert und startete einen Versuch.

Nur 1 Tisch Zoom Poker, Gegner markieren, analysieren, Notes machen, stoven:



Ich war erstaunt, zu welchen Dingen ich mein Pokergehirn wieder trainieren konnte:

- Leaks exploiten
- gegnerische Exploits countern
- Timing und Sizingtells konsequent beachten
- Konzentration und A-Game länger halten

Dabei kam gleichzeitig eine ähnliche Freude auf, die ich auch immer beim Live Grind verspüre, wenn ich die Aktionen meiner Kontrahenten viel genauer auf mich wirken lassen kann. Gleichzeitig kann ich auch hier höher spielen, wenn mir danach ist. Das produzierte Volumen ist für den Anfang mäßig, aber wenn ich mein A-Game länger halten kann, steht auch längeren Sessions nichts mehr im Wege - und an die werde ich mich jetzt direkt mal machen. Danke an Oshi für die Inspiration!

Ich wünsche euch allen frohe Ostertage und viele Osterhasen an den Tischen!

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