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Flix-Max!

/Apr/2013

Vegas Tripreport April 2013 - Eintrag #4 (Finale)

Von: xflixx @ 18:52 (CEST) / 3 / Kommentar ( 0 )

...und es ist schon wieder passiert:

Donnerstag morgen wachte ich urplötzlich mit einem flauen Gefühl im Magen auf, das über den Vormittag hinweg nur schlimmer wurde. Den Nachmittag verbrachte ich dann nur im Wechsel zwischen Toilette und Bett, bis mir ein Schutzengel in Form meines Buddys D zur Hilfe kam, mich zum Flughafen fuhr und am Schalter mit den British Airways Leuten aushandelte, dass sie mich noch auf dem 21:15 Flug aus Vegas für 270 Bucks Aufpreis mitnehmen.

In akkuten Phasen meiner Krankheit ist es wichtig, dass ich schnellstmöglich in die Nähe meiner behandelnden Klinik komme. Habe ich zum Glück alles geschafft, bin jetzt wieder einigermaßen fit und froh, zu Hause zu sein. Unglücklich leider, dass die letzten beiden Schübe immer während eines Vegas Aufenthaltes auftraten - begünstigende Faktoren sind sicher immer die Insomnia, der Reisestress, die Umstellungen der Gewohnheiten und am Ende auch der Wohlfühlfaktor der Unterkunft.

Lektion 1: Nie wieder in einen Schuppen einziehen, den ich nicht kenne und in dem ich mich nicht wohl fühlen könnte. Ich starte einen Trip lieber einen bis zwei Stacks mehr im Minus im Tausch für Stressreduktion und einen höheren Happiness EV, der ja auch für's A-Game wichtig ist.

Lektion 2 hat mir D dann mit auf den Weg gegeben, nachdem ich mich für seine Hilfe bedankt habe:

"Ich versuche mich in solchen Situationen immer so zu verhalten, wie ich es mir wünschen würde, dass sich andere in der gleichen Situation mir gegenüber verhalten würden. Und dann hab ich auch noch was für mein Karma getan!"

Genug Trübsal geblasen, hier nochmal eine kurze Zusammenfassung vom Mittwoch:

Nachdem ich mich mit D, der gerade erst angekommen war, zum Frühstück im Aria getroffen hatte, marschierten wir gemeinsam ins B zur morgentlichen Session. Nach 4 Stunden Training im Dauerfolden tat mir meine Hand zu weh und ich brauchte eine Pause.

Wir fuhren kurz ein paar Erledigungen abhaken und anschließend ins Wynn zur Swing Shift. Hier lief es um einiges besser:

Nachdem ich 2 Stunden in die Session vom Must Move ins Main Game umgesetzt wurde, saß ich noch gar nicht richtig am Tisch als mir die und die zugeteilt wurden. Ich baute gerade noch meine Stacks of Reds türmchenweise vor mir auf, warf meine $20 für den obligatorischen Call des UTG Opens zeitgleich mit drei anderen Leuten in die Mitte und musste zweimal hinschauen, als der Flop gedealt wurde:

Boom.

Da ist sie, die Hand des Abends.

Anhand der Schnelligkeit der $50 Bet von UTG ins Feld erkannte ich, dass er QQ+ hatte und ich im Grunde nur noch ein möglichst unsicheres, verzweifeltes Gesicht beim Runtercallen aufsetzen musste um seinen Stack zu bekommen. So geschah es dann auch, allerdings mit einem kleinen Zwischenfall:

Der Dealer legte den Turn zu schnell, bevor der letzte preflop Caller gefoldet hatte. Der Floorman kam und es wurde beschlossen, dass der Turn neu gedealt werden müsse. Ich versuchte natürlich wärhend der ganzen Diskussion mein bestes Pokerface aufrecht zu erhalten, und es eher danach aussehen lassen, dass ich einen Misdeal bevorzugen würde.

Im Endeffekt führte der Misdeal dazu, dass der Turn weiterhin nur eine offsuit 5, der River allerdings der war. Ich sah mein Payoff dahinschwinden, konnte aber im Endeffekt mit einer guten Kombination aus Timing und Sizing den Call erwirken.

Nach dem Spot kam allerdings noch ein viel interessanterer Spot auf, den ich für euch auf Video festgehalten habe:

OK, Spaß beiseite, das Video sollte einfach nur mal einen Eindruck einer Session im Wynn vermitteln

Das war dann auch mein letzter Pokerabend in Vegas und dieser Tripreport findet ein unerwartet frühzeitiges Ende. Es wird aber ganz sicher nicht der letzte gewesen sein, auch wenn mein Körper mir jetzt zum zweiten Mal den Weg aus der Stadt gewiesen hat.

Auch wenn der Trip profitmäßig natürlich eine Nullnummer war, allein für die beiden Lektionen war er mir sehr viel wert. Wie sehr sich doch Poker und das Leben als ständiger Lernprozeß ähneln. Ständig sind wir auf der Suche nach guten Entscheidungen während wir versuchen, Varianz und Bad Beats mit immer weniger Wimpernzucken wegzustecken.

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