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Flix-Max!

/Dez/2013

Puzzling With Heads-Up Zoom Poker

Von: xflixx @ 14:23 (CET) / 1289 / Kommentar ( 1 )

Als ich letzte Woche aus den USA zurückgekommen bin und wieder ganz langsam in meinen gewohnten Online Grinder Alltag zurückfinden wollte, fiel mir eine Veränderung in der Lobby auf:

Die Heads Up Zoom Poker Tische waren dazugekommen!

Das musste ich natürlich sofort ausprobieren und stürzte mich kurzerhand ins Gemenge...naja, es waren tatsächlich nur eine handvoll Gegner in den NL50 und NL100 Pools, aber das Format war brandneu und machte unglaublich viel Spaß. Das gleiche Gefühl des "Neuen" oder "Unerforschten" überkam mich, wie damals zur Zeit, als die ersten Zoom Poker Tische in der Lobby auftauchten. In den ersten Testläufen war ich auch bisher recht erfolgreich:

Heads Up Zoom hat wieder eine völlig eigene Dynamik und einen speziellen Spielfluß, auf den man sich erstmal einstellen muss. Gesagt, getan. Inzwischen habe ich einen riesengroßen Gefallen an dem Format gefunden und es als Möglichkeit genutzt, mich in Heads Up Cashgame einzuarbeiten.

Das Format hat natürlich gegenüber der regulären Table Variante wie immer Vor- und Nachteile. Der klare Vorteil ist, dass man rund um die Uhr und am laufenden Band Action hat, sich keine Gegner suchen muss und immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wird. Umgekehrt kann sich eine History zwischen zwei Spielern nur sehr langsam über einen längerfristigen Zeitraum aufbauen und es gestaltet sich schwieriger, konkrete Reads aufzubauen.

Dennoch finde ich diese Art des Pokerns sehr erfrischend und vor allem flexibel: Man kann seine Sessions selber timen und muss sie nicht von der gegebenen Action abhängig machen. Heads Up ist für mich zudem die Variante, bei der jede einzelne Hand ein großes Puzzle darstellt. In HU Zoom muss man die viele Kleinteile eben nur über eine längeren Zeitraum an verschiedenen Stationen sammeln.

Hier mal eine Beispielhand mit möglicher Lösungsanleitung, die ich während des Spiels in meinem Kopf zusammengestellt hatte:

Hätte ich die Hand an den 6-Max oder Fullring Cashgame Tischen gespielt, würde ich mich wohl oft schon am Turn gemäß Baluga Theorem für einen Fold entscheiden. Hier sieht es anders aus:

Der Gegner ist ein Regular, hat Position, ist deeper als ich und wird eine sehr weite Range von Händen gegen meine 3-Bet flatten können. Auf dem unschuldigsten aller Flops callt er mich, was auch hier selten eine starke Hand bedeuten kann. Der Turn bringt nun sowohl Straight- wie auch Flushdraws und meine Bet sieht im ersten Moment recht stark aus, könnte aber dem Gegner mit seiner Calling Range eher helfen als der Range des Aggressors. Das Minraise wirkt dementsprechend furchtlos, im Endeffekt repräsentiert es aber nur eine ganz kleine Palette an superstarken Händen wie 4x, 55, 77 oder 86. Umgekehrt könnte er auf die Idee kommen, mittels eines Turnraises mit Händen wie Pair + Draw (z.B. 66, da ich das nicht halte) die Initiative wieder an sich zu reißen. So stellt der River eine Blank für diese Handtypen dar, der Gegner bettet erneut groß, da er aufgrund meines Turncalls vermutlich fürchten muss, dass sein möglicher Showdownvalue mit einem kleinen Pair nicht ausreichen wird - und ich entscheide mich aus diesem Grund trotz der Action zu einem Herocall.

Das Puzzle muss dabei immer am besten an einer Ecke und nicht in der Mitte angefangen werden - und beginnen tut alles mit der oftmals extrem weiten preflop Handrange im Heads-Up.

Ich werde mich die kommenden Tage und Wochen sicher immer öfter mal an diesem neuen, erfrischenden Format versuchen. So etwas hält nicht nur das Pokerbrain fit, sondern bietet auch einfach mal eine willkommene Abwechslung vom Alltagsgrind.

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