Home / Community / Forum / Poker Forum / Poker Talk & Community /

Glücksspielmonopol unzulässig

Alt
Standard
Glücksspielmonopol unzulässig - 08-09-2010, 12:38
(#1)
Benutzerbild von Ben1904
Since: Nov 2007
Posts: 427
Der europäische Gerichtshof hat soeben das deutsche Glücksspielmonopol gekippt!!!


http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...716316,00.html


Welche Auswirkungen hat das jetzt für deutsche Pokerspieler bzw. für das deutsche "Poker-Steuer-Recht"???
 
Alt
Standard
08-09-2010, 14:00
(#2)
Benutzerbild von Battleextrem
Since: Oct 2007
Posts: 4.818
(Moderator)
ich inds goil...kumpel rennt morgen zum gewerbeamt zum gewerbeummelden...sind drauf und drann ne pokerlounge aufzumachen..haben lange drauf gewartet und jetz isset endlich soweit


Team IntelliPoker - Torsten - Moderator

Battleextrem on Facebook / / IntelliPodcast
Ärgere Dich nicht, wenn dir ein Vogel auf den Kopf kackt, sondern freue dich, dass Elefanten nicht fliegen können.
 
Alt
Standard
08-09-2010, 14:47
(#3)
Benutzerbild von Ben1904
Since: Nov 2007
Posts: 427
Werden dann jetzt Pokerclubs,Pokerlounges,Pokercafes und ähnliches wie Pilze aus dem Boden schießen???
 
Alt
Standard
08-09-2010, 16:51
(#4)
Benutzerbild von pokerer81
Since: Dec 2007
Posts: 72
hier weitere Infos


http://www.sport1.de/de/service/artikel_284884.html
 
Alt
Standard
08-09-2010, 17:09
(#5)
Benutzerbild von MagicMaexx
Since: Oct 2007
Posts: 7
Das Urteil sollte niemand zum Anlaß nehmen im Bezug auf Poker Jubelsprünge zu machen. Der Staat hat nun Hausaufgaben aufbekommen, mehr nicht. Das Urteil sieht auch weiterhin die Erlaubniserteilung durch staatliche Behörden vor, die also auch zukünftig bestimmen, wer hier im Rahmen von Lizenzen oder auch keinen aktiv werden darf. Auf einem ganz anderen Blatt steht dabei das Thema Poker und Onlinecasinos. Hier war der Staat bisher sehr restriktiv und man hat konsequent das Pokerspiel als Glücksspiel definiert. Warum sollten die Herren plötzlich anders denken? Gut möglich dass es auch zukünftig nur in staatlichen Casinos heißen darf " Shuffle up and deal". "Schaun' mer mal" sagt der Kaiser gerne.
 
Alt
Standard
08-09-2010, 17:21
(#6)
Benutzerbild von Ben1904
Since: Nov 2007
Posts: 427
Zitat:
Zitat von MagicMaexx Beitrag anzeigen
Hier war der Staat bisher sehr restriktiv und man hat konsequent das Pokerspiel als Glücksspiel definiert. Warum sollten die Herren plötzlich anders denken?

Steuereinnahmen!!!
 
Alt
Standard
08-09-2010, 19:47
(#7)
Benutzerbild von randychips
Since: Apr 2008
Posts: 400
wenns ganz über läuft könnte es eine marktregulierung wie in frankereich geben. und das wäre überhaupt nicht mehr gut für Online poker.
allerdings könnte der staat sich evtl auch erstmal nur um die sportwetten in erster linie kümmern und das online poker erstmal vernachlässigen.
 
Alt
Standard
08-09-2010, 20:23
(#8)
Benutzerbild von MagicMaexx
Since: Oct 2007
Posts: 7
Dieser Urteil hat mit OnlinePoker im Speziellen nichts zu tun und wird wohl auch weiterhin in Deutschland verboten bleiben. Der deutsche Staat wird nach meiner Auffassung auch das Thema Steuern nicht als Argument nehmen Online Poker zu genehmigen. Verstehe garnicht wieso die Pokergazetten das Thema jetzt so hochjubeln, der Inhalt geht in eine ganz andere Richtung. Einzig das Vater Staat seinen Glücksspielvertrag einstampfen muß kann vorsichtigen Optimismus erzeugen. Ob schlußendlich davon die Pokerszene hier partizipieren wird steht auf einem ganz anderen Papier.
 
Alt
Standard
08-09-2010, 20:32
(#9)
Benutzerbild von SAGI77ARIUS
Since: Oct 2008
Posts: 44
Jubeln sollte wohl überhaupt keiner!so wie ich das "verstehe", ist der Weg frei,Verhältnisse zu schaffen wie es jetzt in Italien oder Frankreich sind.Also Abschottung des Pokerns von der Außenwelt wär möglich--keinPs.com mehr..., dann kann man hier gute Nacht sagen.Es hätte alles eher so bleiben sollen wie es war,lief doch alles...
 
Alt
Standard
08-09-2010, 21:26
(#10)
Benutzerbild von hohertamrat
Since: Dec 2007
Posts: 251
BronzeStar
Ehrlich gesagt scheint ihr das Urteil nicht zu verstehen.

Die Richter haben keineswegs das Glücksspielstaatsmonopol gekippt, sondern haben erklärt, das Einschränkungen der Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit zum Zwecke der Prävention und Bekämpfung von Glückspielsucht durchaus zulässig sind.
Die Form der Werbung der deutschen Glückspielanbieter steht aber im Widerspruch zum Zweck des Schutzes vor Spielsucht, womit der jetzige Glückspielvertrag den Zweck nicht erfüllt und damit ein Verstoß gegen EU-Recht darstellt.
Eine Neuregelung des Vertrages welche diesen Widerspruch aufhebt (z.B. Werbeverbot und Werbeeinschränkungen) können den Vertrag wieder EU-rechtskonform machen.

Nicht das Urteil ist entscheidend, sondern ob bei den Bundesländern der Wille für solche Neuregelungen da ist.

Mein lieber Ministerpräsident Peter Harry Carstensen möchte gerne das Staatsmonopol aufweichen bzw. teilweise aufheben.


Barbarus hic ergo sum, quia non
intellegor ulli.
(Ovid)