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Resteals im bb - 20-10-2010, 23:08
(#1)
Benutzerbild von F1rst Try
Since: Nov 2007
Posts: 82
Moin, ich möchte mein resteal-game im big blind verbessern.
Hab dafür mal im holdem manger nachgeschaut und komme ungefähr auf diese range: 88+, A9s+, ATo+, KTs+, KJo + und QJs

Ich hab mir bei dieser range nicht viel gedacht, die ist beim spielen einfach so entstanden.
Nun war mein erster Eindruck, dass ich vielleicht ein wenig looser restealen sollte.
dborys aber hält eine range von 88+ KJs+ KQo und AK für eine 3bet als angemessen. Die restlichen Hände, mit denen man defendet, sollte man callen.

Nun interessiert mich unter welchen Kriterien man gegen verschiedene Gegner im bb restealen sollte.

Damit es anschaulicher wird, habe ich mal 2 Beispielhände rausgesucht:

Hand 1
Stats vom sb nach 242 Händen: 28/24 , wtsd 35, CO steal 26, BU steal 35, sb steal 50, AF 3,4

PokerStars Limit Hold'em, $1.00 BB (4 handed) - Poker-Stars Converter Tool from FlopTurnRiver.com

Preflop: Hero is BB with ,
2 folds, SB raises, Hero ?


Hand 2
Stats vom BU nach 303 Händen: 28/14 , wtsd 26, CO steal 26, BU steal 44, AF 2,6

PokerStars Limit Hold'em, $1.00 BB (6 handed) - Poker-Stars Converter Tool from FlopTurnRiver.com

Preflop: Hero is BB with ,
3 folds, Button raises, 1 fold, Hero ?


Also, call oder 3bet? Und warum?
 
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24-10-2010, 14:00
(#2)
Benutzerbild von artiZzt
Since: Jun 2010
Posts: 316
hi,

Hand 1:
Ich 3bette in BvB-spots sehr light, weil es für Villain unglaublich suckt OOP und ohne Initative postflop weiter zu spielen. Damit zwingen wir ihn zu vielen Fehlern und wir gewinnen demzufolge Geld.
Also in genau diesem Beispiel, imo 3bet. Der move ist sowieso for Value, da wir eine EQedge ggn ihn haben.

Hand 2:
Ggn diesen Gegner würde ich auch 3betten aus zwei Gründen.
Wir haben ggn seine range ungefähr einen flip, was ausreicht um zu 3betten (wir brauchen keine ganzen 50%, da deadmoney von SB) + playabilityEdge.
Der andere Grund ist, dass wir postflop viel FE (lol wtsd 26) haben und oft unimproved den Pot mitnehmen. Außerdem spielt Villain wahrscheinlich straight forward (da, normalagressiv bis weaktight). D.h., dass wir postflop recht easy ggn Action von ihm weiterspielen können, weil er meistens ehrlich zu uns ist. Das wirkt dem Positionsnachteil deutlich entgegegen.


Allgemein würde ich meine default-rerstealingrange nicht deutlich aufloosen. Man sollte nur gegen bekannte Gegner bewusst adaptieren, damit diese Form des Exploitens funktioniert. Ansonsten valuetownt man sich schnell selbst.

Mfg,
arti
 
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26-10-2010, 19:12
(#3)
Benutzerbild von F1rst Try
Since: Nov 2007
Posts: 82
Danke für deine Antwort.
Wenn ich das richtig verstanden hab, dann brauch ich für eine 3bet eine Equity von 50%+. Darüber hinaus verbessert sich meine Situation, wenn ich Position hab oder deadmoney im Pot ist.

Eine Frage hätte ich aber noch:
Spielt die Position von villain eine Rolle? Ist also eine range von zB 20% unterschiedlich zu berwerten (ep, mp, co und bu)?
 
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26-10-2010, 23:44
(#4)
Benutzerbild von dborys
Since: Oct 2007
Posts: 3.198
ok dann nochmal was von mir da hier nicht so viel action ist:

die range die ich im anderen thread gepostet hab ist ne range die ich nem bisher tighten unknown zum 3betten gebe, heißt nicht dass es eine default 3betting range ist, sondern nur ein Ausgangspunkt um die Hand analysieren zu können.

Zu den beiden Händen kann ich dem von artizzt nichts hinzufügen.

Und in Hand1 brauchen wir keine 50% zum 3betten, wir sind IP gegen ne super weite range, da reichen eigentlich sogar 38-40% aus, sollte natürlich auch ne hand mit playability sein, da Q2o vermutlich auch so um die 45% gegen ne SB opening range hat.