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Homegame Varianten - Tuning Thread

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Homegame Varianten - Tuning Thread - 06-01-2008, 23:23
(#1)
Benutzerbild von NerdSuperfly
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In diesem Thread werden kleine Kniffe erklärt, wie man sein Homegame ggf. abändern kann. Man findet bspw. die verschiedenen Joker oder aber auch Regelungen wie Guts Poker, das weniger eine Variante als ein Bietsystem ist.

Mit all diesen "Tuning"-Methoden lässt sich schnell eine passende Variante basteln und das Homegame ordentlich aufpeppen.

Geändert von NerdSuperfly (08-01-2008 um 00:07 Uhr).
 
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Blinds & Limits - 07-01-2008, 02:53
(#2)
Benutzerbild von NerdSuperfly
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Eigentlich wissen es alle, aber erstaunlicher weise gibt´s trotzdem immer wieder "Streit" bei Homegames, weil jemand dann doch falsch erhöht hat. Deshalb hier ganz kurz und knapp die wichtigsten Aspekte. Des weiteren kann man sich Anregungen holen wie man bspw. die Limitstruktur etwas verändern kann, um mehr Aktion in kleineren Runden zu haben.

Ante, Blinds & Straddle:

Eine Ante ist ein Betrag den jeder Spieler vor dem Beginn einer Runde setzten muss. Üblicherweise sind es Stud-Varianten, doch auch beim (Limit) Drawpoker werden Ante kassiert. Natürlich lässt sich immer eine Ante kassieren, was zur Folge hat, dass der Pott natürlich größer ist. Daraus ergibt sich auch ein günstigeres Verhältnis von Blind zu Pott, was es erlaubt looser zu spielen.

Die Blinds sind ähnlich der Ante und müssen erbracht werden. Doch nicht alle müssen zahlen, sondern nur die Spieler in den Blinds. Diese Pflicht wechselt reihum und somit wird niemand benachteiligt. Standard ist ein Smallblind (SB) und ein Bigblind (BB). Meist entspricht der SB der Hälfte des BB, was jedoch kein Zwang ist. Auch kann die Anzahl der Blinds variieren und so kann bspw. der Dealer ebenfalls gezwungen sein, einen SB entrichten.

Auch lediglich zwei SBs oder nur ein einzelner BB wären denkbar. Vielleicht will man auch auf die Blinds verzichten, verbietet jedoch das checken in der ersten Runde. Ein Straddle ist wie ein "dritter Blind", gilt jedoch als Raise. Dazu ist der Straddle nicht erzwungen, sondern kann freiwillig gemacht werden. Allerdings nur, vor dem austeilen der Karten. Man unterscheidet zwischen Live Straddle, Mississippi Straddle und Sleeper.

Beim Live Straddle muss der Spieler Under The Gun (nach dem Big Blind) den Straddle zahlen. Die Höhe wird vor dem Spielen festgelegt und muss mindestens einem regulären Raise entsprechen und gilt dann auch als solcher. Die einzige Ausnahme ergibt sich, wenn alle Spieler bis zum UTG-Spieler callen oder folden. Dann darf der Straddle-Spieler noch einmal erhöhen.

Ein Sleeper spielt sich wie der Live Straddle, allerdings darf der Spieler nicht mehr erhöhen, wenn zu ihm nur durchgecallt (bzw. an manchen Stellen gefoldet) wird.

Der Mississippi Straddle ist wie ein Live Straddle, jedoch entrichtet ihn der Cut Off (Spieler vor dem Button). Je nach Hausregel (oder Vereinbarung) gibt es auch die Möglichkeit, dass jeder den Mississippi-Straddle machen darf.

Bei jedem der drei Straddle gibt es für den Spieler der nach dem Straddle kommt, die Möglichkeit zum Re-Straddle. Bei Mississippi Straddle darf natürlich jeder den Re-Straddle. Bei Fixed-Limit spielen ist die Höhe des Straddles gleich dem Small Bet.

Eine weitere Besonderheit stellt das Kill Game dar. In diesen Spielen gibt es einen Kill Blind. Dieser ist üblicher weise das Doppelte des Big Blinds oder gleich dem Big Blind (half kill) und wird zusätzlich von einem Spieler am Tisch entrichtet.

Oft (jedoch nicht immer) ist der Kill Blind Spieler in jeder Runde als letzter an der Reihe, ungeachtet seiner Position.

Der Kill Blind wird auch nicht jede Runde gespielt. Meist gibt es einen Aktivator. Bspw. wird ein hoher Pot (meist bei Fixed Limit) zum Anlass genommen und der Gewinner dieses Pots muss in der nächsten Runde den Kill Blind entrichten. Oder wenn ein Spieler zwei- oder dreimal in Folge einen Pot geholt. Manche spielen den Kill Blind wenn es einen Splitpot gab oder die Hand durch einen Kicker entschieden wurde. Im Prinzip gebietet wieder nur die eigene Phantasie Einhalt.


Man sollte jedoch nicht einfach ohne nachzudenken, schnelle Änderungen vollziehen. Es würde den Rahmen sprengen hier alle Konzepte vorzustellen, bzw. deren tieferen Sinn für unterschiedliche Runden zu erklären. Wenn man eine solche Änderung einführen will, muss man sich sehr gut überlegen welche Auswirkungen es auf das Spiel hat.

Eien Möglichkeit sich über Ideen und getestete Strukturen auszutauschen bietet der Homegame Diskussion Thread.


Cap & Limits:

Ein Cap reguliert die Anzahl der Erhöhungen (üblicherweise beim Fixed Limit ein Bet und drei Raises), kann aber auch eine Obergrenze für die Bets bzw. Raises darstellen. In Heads-up Situationen (also nur noch zwei Spieler im Pott) wird manchmal der Cap (der Anzahl der Raises) weggelassen, da einer der beiden durch einen simplen Call die Bietrunde beenden kann (das wäre bei drei oder mehr Spielern nicht der Fall).

Bei Fixed Limit kann man immer nur um vorgeschriebene Beträge Bieten und erhöhen. Auch hier gibt es einen Standard und man hat sich darauf festgelegt - ich nehme jetzt mal Hold´em oder Omaha als Beispiel - in den beiden ersten Runden den Smallbet und in den beiden letzten Runden den Bigbet als Einheit zu nehmen (meist ist der Bigbet das Doppelte des Smallbet). Dies wird als 1-1-2-2-Structure bezeichnet.

In seinem Buch "Omaha Poker" geht Bob Chiaffone näher auf diverse Konzepte ein. Wobei 1-2-3-3 und 1-2-3-4 vor allem aus Gründen der Potodds vor allem für Omaha sehr von Interesse sind und bei Hold´em das Spiel in eine völlig andere Bahn werfen. Ebenfalls interessant ist sein Konzept für "rotation betting", bei dem der Dealer-Button bei jeder der vier Bietrunden wandert (der Spieler mit dem ersten Bet erhält den Button in der darauffolgenden bietrunde).

Die inzwischen bekannteste Limitstruktur ist No Limit. Jederzeit kann ein Spieler seinen ganzen Stack in die Mitte schieben, was natürlich die Gegner unter Druck bringt. Einzig allein zu beachten, ist der Minimum Raise. Man darf niemals um einen kleineren Betrag erhöhen, als der Vorgänger.

Bsp.:

1) Die Blinds sind bei 5/10. Alle folden bis zum Button. Dieser will erhöhen. Da der BB ja schon 10 gesetzt hat, muss er um mind. 10 erhöhen.

2) Blinds wie oben, allerdings erhöht einer in MP auf 25. Der Button muss nun mind. um 15 erhöhen da ja der Spieler in MP ebenfalls um 15 erhöht hat.


Eine Mischung aus Fixed und No Limit ist Pot Limit. Die Untergrenze für einen korrekten Raise ist analog zu No Limit aber es gibt dazu noch eine Obergrenze. Diese ergibt sich aus dem Geld im Pott und dem Betrag den man zu callen hätte.

Bsp.:

1) Blinds 5/10 und einer Spieler möchte mit einem Raise eröffnen. Im Pott sind 15 und mit seinem Call wären es 25, also darf er um 25 (auf 35) erhöhen.

2) Wie in Bsp. 1 nur das nun ein weiterer Spieler erhöhen will. Im Pott sind 50 (5+10+35), dazu noch der Call (35) gerechnet, erlaubt dem Spieler einen Raise von 85 (auf 120).

Manchmal wird der SB als BB gerechnet, um die Sache zu vereinfachen (dann darf man mit 4BB eröffnen).


Weniger populär aber in einigen Homegamerunden zu finden ist Spread Limit. Hier definiert man eine Range für die Bets bzw. Raises. Über die einzelnen Bietrunden verändert sich diese Limits auch meist.

Bsp.: Vor und auf dem Flop gibt es die Möglichkeit zwischen 3 (entspricht dem BB) und 15 zu bieten bzw. zu Raisen. Nach dem Flop dann von 3 bis 30.

1) Vor dem Flop erhöht ein Spieler in MP um 5 (auf 8), ein Spieler im CO will weiter erhöhen. Er kann nun auf 13 (Minraise) oder maximal bis auf 23 erhöhen.

2) Auf dem Turn (nehmen wir mal an, der Pott ist schon recht groß) erhöht direkt ein Spieler auf 30, was das Maximum ist. Danach darf nur noch in 30er Schritten erhöht werden.

3) Trotz des Turns darf ein Spieler jetzt natürlich wieder mit 3 den Pott eröffnen.

Zu guter Letzt sei noch Mixed Limit genannt. Hier spielt man unterschiedliche Limit Strukturen über die verschiedenen Bietrunden. Natürlich steigert man die Limits und eine NL/PL/FL/FL Struktur macht wenig Sinn. Üblich sind Konzepte wie FL/PL/NL/NL oder FL/PL/PL/NL.


Sonderfall "Incomplete Raise":

Bei No und Pot Limit, aber natürlich auch bei Fixed Limit, kann es vorkommen, dass ein Spieler durch sein All In eine "falsche" Erhöhung macht. Angenommen die Blinds liegen bei 1/2 und Spieler A erhöht auf 8 (um 6 erhöht) und nun geht Spieler B mit 12 All In. Da lediglich um 4 erhöht wurde, stellt es keine vollständige Erhöhung dar. Dies nennt man einen incomplete raise.

Ein incomplete raise eröffnet für einen bereits aktiv gewesenen Spieler keine neue Bietrunde. Für bisher inaktive Spieler ist der incomplete raise völlig bedeutungslos (vgl. Bsp. I & II). Sollte es mehrfache incomplete raises geben (jeder für sich, nicht als raise legitim), so eröffnen diese wiederum auch den bereits aktiv gewesenen Spielern die Bietrunde erneut (vgl. Bsp. III, IV & V).

Oft findet man bei No und Pot Limit diese sogenannte full bet rule, d.h. so lange ein All-in raise nicht ein vollständiger raise (mind. so groß, wie der größte raise bisher) ist, gilt dieser als incomplete. Bei Fixed Limit wird hingegen oft die half bet rule verwendet, so dass eine Erhöhung um die Hälfte, der letzten Erhöhung trotzdem als korrekt angesehen wird (manche Casinos behalten sich auch vor, die half bet rule für No bzw. Pot Limit anzuwenden ! Also immer einmal kurz die Hausregeln überfliegen !).

Bsp.:

I)
A checkt
B pusht (weniger als der BB = incomplete raise)
C callt (dürfte aber, da noch nicht aktiv, erhöhen)

nun darf A nur noch callen, da er ja bereist aktiv (check) war und sich nun einem incomplete raise gegenübersteht

II)
A bietet 100
B raist 200 auf 300
C pusht 150 auf 450 (mit weniger als B geraist hat = incomplete raise)

A darf nun raisen, da B korrekt geraist hat (womit A einem richtigem Raise gegenüber steht !)

Szenario IIa: Spieler A raist (um mindestens 200, was bisher der größte Raise war) und eröffnet für B die Bietrunde neu und dieser darf folden, callen und raisen

Szenario IIb: Spieler A callt und damit steht B nur dem incomplete raise von C gegenüber und darf deshalb nur callen.

III)
Sp.A bietet 100
Sp.B pusht 25 auf 125 (incomplete raise)
SP.C pusht 30 auf 175 (ebenfalls incomplete raise)
Sp.A darf nun erneut raisen (obwohl incomplete raise und bereits aktiv)


IV)
Sp.A bietet 100
Sp.B pusht 25 auf 125 (incomplete raise)
SP.C pusht 15 auf 140 (ebenfalls incomplete raise)
Sp.A darf nun erneut raisen (obwohl incomplete raise und bereits aktiv)

V)
Sp.A bietet 100
Sp.B pusht 25 auf 125 (incomplete raise)
SP.C pusht 80 auf 205 (ebenfalls incomplete raise)
Sp.A darf raisen, da der Raise von C, wie ein Raise von 100 auf 205 "wirkt" und somit sogar als comlete raise gesesehen wird.

VI)
Sp.A checkt
Sp.B pusht 25 auf 125 (incomplete raise)
SP.C darf nun erhöhen, da er noch nicht aktiv war (callt C, dann darf A aber ebenfalls nur callen, da er bereits aktiv (check) war.


Noch zu erwähnen ist, um wie viel man einen incomplete raise erhöhen muss (Minraise eines incomplete raise). Das legt wiederum die Hausordnung fest. Bspw. gilt bei PokerStars (danke an den User stonebroker, der mich auf dieses interessante Thema aufmerksam gemacht hat) der größte Raise in der aktuellen Runde als Minraise (Version I). Die zweite Möglichkeit besteht darin, den BigBlind (bzw. den größten Raise, solange er größer als der BB ist) als Minraise zu sehen (Version II).

Bsp. (BigBlind bei 100):

Minraise)
A pusht auf 75
B darf nun folden, callen oder raisen. Der Minraise bei Version I wäre um 75 auf 150. Bei Version II würde der BigBlind (100) zählen und damit wäre der Minraise von 100 auf 175.



Auch hier möchte ich Bob Ciaffone erwähnen, der in regelmäßigen Abständen "Roberts Rules Of Poker" veröffentlicht. Dieses Werk beinhaltet alle gängigen Regeln, die ansonsten von der PokerStars Software umgesetzt werden.

Geändert von NerdSuperfly (19-07-2008 um 22:18 Uhr).
 
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Joker & Wild Cards - 07-01-2008, 22:56
(#3)
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Ein Joker und eine Wild Card sind im Prinzip das gleiche, bloß das der Joker eine Extra Karte ist (meist sind ein bis drei Joker in einem Deck enthalten) und die Wild Card auch eine "normale" Karte sein kann. Bspw. wird die als Wild Card bestimm und wer immer sie bekommt hat somit einen Joker.

Bei Wild Cards (fortan bezeichne ich Wild Card als Überbegriff, während ich mit Joker explizit eine zusätzliche Karte mit eigenem Bild meine) gibt es zwei Arten. Den Bug und die Fully Wild Card.

Der Bug hat nur beschränkte Jokerfähigkeiten und zählt entweder als Ass oder ergänzt ein Straight oder Flush (bzw. Straightflush).

Bsp. (Drawpoker):

1) wäre kein Full House, sondern nur ein Doppelpaar mit Ass Kicker
2) wäre ein Full House, da der Bug als Ass zählen würde
3) wäre natürlich eine Strasse

usw.

Der Bug ersetzt immer optimal, d.h. als Ace High Flush oder zum bestmöglichen Straight.

Im Gegensatz zum Bug kann eine Karte die fully wild ist, jede beliebige Karte zur bestmöglichen Hand ergänzen. Dies erhöht jedoch den Glücksfaktor ungemein.

Aber egal ob mit Bug oder fully wild, es gibt auch hier Sonderregeln:

1) Es gibt nun eine "Five of a kind"-Hand die sogar ein Royal Flush schlägt.
2) die Spielrunde muss sich auf folgendes festlegen. Bei einem Splitpot gewinnt
a) die Hand mit weniger Wild Cards (naturals wins)
b) das Flush mit dem Bug gewinnt (double aces wins)
c) Splitpot

Mit Wild Card Varianten geht auch der Begriff der Spit Card einher. Diese Karte wird (meist bei Draw Spielen) sobald alle Spieler ihre Karten ausgeteilt bekommen haben, aufgedeckt und alle Karten vom gleichen Rang der Spit Card werden zu Wild Cards (egal ob Bug oder fully wild). Manche Varianten nutzen die Spit Card auch als Community Card, dazu muss dann logischer weise abgeklärt werden, ob die Spit Card nun auch als Wild Card zählt oder nicht.


Oft werden Wild Card Games belächelt, aber bei Five Card Draw Spielen wie Jacks or better und Deuce Seven Triple Draw sind ein oder zwei Joker als Bugs sehr interesant und steigern sogar den taktischen Aspekt (vgl. hierzu Mike Caro´s Kapitel in Super System).

Für Stud soll sich ein oder zwei Bugs auch sehr gut eignen wohingegen Wild Cards Gift für Community Card Spiele wie etwas Hold´em sind. Der Vollständigkeit halber sein noch erwähnt das eine zusätzliche Regel "wild in the hole" nur verdeckte Karten (Stud od. Community Card Spiele) als Wild Card akzeptiert - ob man diese aber anwendet ist wieder jedem selbst überlassen.

Geändert von NerdSuperfly (19-01-2008 um 22:36 Uhr).
 
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Draws - 07-01-2008, 23:09
(#4)
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Bei Draw Card spielen gibt es auch Unterschiede und die unzähligen Köpfe in Homegamerunden haben sich so einiges ausgedacht.

Zum einen gibt es Multidraws. D.h. anstelle von einer Tauschrunde gibt es zwei (Double Draw), drei (Triple Draw) oder sogar mehr. Wobei drei Draws schon gehörig Aktion und Geld in den Pott bringen (s. Deuce Seven Triple Draw).

Normalerweise sind die Draws auch nicht auf eine maximale Anzahl beschränkt, aber es gibt auch Runden die bspw. eine maximale Anzahl pro Runde oder auf alle Runden beschränken.

Bsp. (Triple Draw) :
1) jede Runde maximal drei Karten
2) insgesamt nur acht Karten
3) pro Runde maximal vier, insgesamt aber höchstens neun
oder
4) insgesamt höchstens neun, davon maximal in der ersten Runde fünf, in der zweiten Runde vier und in der dritten maximal drei - an Donnerstagen und gesetzlichen Feiertagen ......


Dann gibt´s noch die Draws für Geld. D.h. das z.B. ein Draw (bei Multidraws) frei ist oder nur eine bestimmte Anzahl von Karten (bei Singledraw Spielen) kostenlos sind (pay per draw).

Geändert von NerdSuperfly (19-01-2008 um 22:37 Uhr).
 
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Lowball & Splitpot - 08-01-2008, 00:06
(#5)
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Auch hier wissen anscheinend alle bescheid, geraten aber in entscheidenden Situationen aneinander. Zuerst erkläre ich die unterschiedlichen Lowball Wertungen.

Bei Ace To Five Lowball (oder kurz A-5) haben die Asse den Kartenwert eins und etwaige Strassen und Flush werden nicht gewertet und sind damit völlig belanglos. Die niedrigste Hand ist das Wheel (wobei sich auch eingebürgert hat, das grundsätzlich die bestmögliche Hand als Wheel bezeichnet wird, ganz egal welches Lowball Ranking benutz wird).

Wheel : : was im Prinzip als "high five" gewertet wird.
Die nächst beste Hand ist : oder auch "6-4-high" gefolgt von "6-5-high".

Will man zwei Hände vergleichen, so nimmt man immer die beiden höchsten Karten ein jeder Hand und vergleicht sie, dann die beiden zweithöchsten usw.. Ähnlich wie bei einem Flush gibt es nur ein Unentschieden, wenn wirklich alle verglichenen Karten den gleichen Rang haben.

Ungewohnt ist die Tatsache dass die Asse immer niedrig sind. D.h. ein vermeintliches "Royal Flush" ist nichts anderes als ein simples King High und würde niedriger (also besser) gewertet werden, als bspw. ein Paar Damen. Ebenso wäre ein paar Asse niedriger als ein Paar Zweier.

Bei Deuce To Seven Lowball (oder kurz 2-7) zählen aber die Asse als hoch und sind somit gewohnt die Karte mit dem höchsten Rang. Straßen und Flush zählen ebenfalls und sind damit schlecht. Bspw. sieht zwar : sehr niedrig aus, würde aber sogar durch um längen geschlagen werden.

Die niedrigste Hand ist "7-5-high" und wie bei A-5 Lowball werden die Hände immer anhand der höchsten Karten verglichen.

Die dritte Lowball Variante ist Ace To Six Lowball (oder kurz A-6) und wie jeder sich nun bestimmt nun denken kann, sind Asse niedrig (Kartenwert Eins) und Straßen und Flush sind zu vermeiden, weil sie hoch sind.


Die populärsten Varianten ist zweifelsohne A-5, welche auch bei den High-Low Varianten verwendet wird. Ebenfalls recht populär und in Casinos anzutreffen ist 2-7. Die A-6 Lowball Wertung ist hingegen etwas angestaubt, hat aber durchaus seine Berechtigung und ist unter dem Namen London Lowball anzutreffen.

Abschließend sei noch Deuce To Six Lowball erwähnt. Diese Lowball Variation ist eine reine Homegame Erfindung, ohne jegliche Tradition. Asse sind hoch dafür sind Straight sowie Flush niedrig.


Kommen wir nun zu den Splitpot oder auch High Low Spielen. Bei diesen Varianten teilt sich die beste und die niedrigste Hand den Pott. Jedoch muss sich die niedrigste erst für den Lowpot qualifizieren und sollte es keine Lowhand geben, so gewinnt die Highhand alles.

Um etwaige Missverständnisse gleich aus dem Weg zu räumen. Man muss mit seinen Karten nicht eine einzige Hand bilden. Es werden die fünf "besten" Karten zur High-Hand kombiniert und die fünf "schlechtesten" zur Lowhand.

Standard bei Spielen wie Omaha High Low oder Seven Card Stud High Low ist der hi/8 qualifier (eight or better). D.h. eine Lowhand darf nicht höher als "high 8" sein. Dazu muss man noch das Lowball Ranking beachten, was aber immer (außer man schaft selbst die Ausnahme) A-5 (s. weiter oben) ist.

Sehr beliebt bei Five Card High Low Spielen wie Draw oder Stud ist der "any pair/no pair" qualifier, der oft bei Homegames angewendet wird. Um Anspruch auf den Highpot zu haben, muss man also mindestens ein Paar haben und um den Lowpot zu kassieren, darf man maximal Ace High halten.

Aber keine Sorge, üblicherweise (im Casino oder im Internet bei PokerStars) gibt es keinen qualifier für die Highhand, denn das hi/8 bedeutet soviel wie High Card/high 8 ... und High "Irgendwas" hat man ja immer.


Zu guter Letzt sind noch ein paar Worte zum Thema declare zu sagen. Im Internet erledigt die Software alles und teilt die Pötte auf. In den "wilden" Zeiten gab es noch diverse Regeln. SO gab es zum einen "cards speak" und zum anderen "with declare".

Die erste Variante (cards speak) ist simple. Alle decken auf und die besten Hände gewinnen. Dagegen muss bei der zweiten Variante, jeder Spieler vorher ankündigen ob er nun auf
1) Highpot
2) Lowpot
oder
3) den Gesamten Pott (Scoop)
spielt. Sollte eine Spieler auf Scoop spielen und nicht beide Pötte gewinnen können, so geht er völlig leer aus.

Um den Vorteil der Position zu neutralisieren (den es gäbe wenn nacheinander alle per Wortmeldung deklarieren) gibt es einfache Möglichkeiten.

Eine Möglichkeit ist, dass alle Spieler zwei ihrer Chips in die Hand nehmen. Unter dem Tisch nimmt dann jeder keinen, einen oder zwei Chips in seine Hand und schliesst die Faust.
Wenn alle fertig sind legen alle gleichzeitig die geschlossene Hand auf den Tisch und zeigen wie viele Chips sie haben.
Kein Chip bedeutet : Low Hand
Ein Chip bedeutet : High Hand
Zwei Chips : bedeutet Scoop

Geändert von NerdSuperfly (19-01-2008 um 22:37 Uhr).
 
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Mit wie vielen Karten spiele ich ? - 19-01-2008, 14:38
(#6)
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Kommen wir zum Thema der Kartenanzahl. Üblicherweise spielt man mit einem Deck von 52 Karten. Es gibt jedoch auch Varianten mit einem stripped Deck (weniger Karten) oder manch einer spielt gleich mit mehreren Decks (Multi Decks) gleichzeitig.

Spielt man mit einem stripped Deck so entfernt man eine bestimmte Anzahl von Rängen. Bei einem stripped Deck muss man beachten, dass sich die Handranking verschieben kann.
Bspw. werden bei Manila nur 32 Karten benutzt. Alle Ränge von : bis einschließlich werden entfernt.
Üblicherweise gibt es hier auch kein Straight mit Ace als niedrigste Karte.

Durch die fehlenden Karten schlägt ein Flush ein Fullhouse. Verwendet man nur 24 Karten (oder weniger) ist ein Flush sogar seltener als ein Four of a Kind (wird aber nur selten so gespielt). Eine andere Variante ist das Royal Hold´em, bei dem lediglich die Broadway Karten ( bis ) ausgeteilt werden.

Ebenso empfindlich ist das Verhältnis von Three of a Kind zu Straight. Dennoch bleibt man üblicher weise dabei, dass Straight höher zu werten, da dies vernachlässigbar ist. Wer es genau wissen will, kann den mathematischen Exkurs durchlesen.

Verwendet man mehr als ein Deck (Multi Decks) so ergeben sich auch neue Hände. Eigentlich ist das eher selten der Fall (sehr, sehr, sehr ...), aber zur Vollständigkeit liste ich die neue Hände auf, die sich dann ergeben.

ab 2 Decks: Five of a Kind, 2 Pair Flush und Pair Flush
ab 3 Decks: Full House Flush und Three of a Kind Flush - ein Paar ist von nun auch schlechter als eine High Card !
ab 4 Decks: Four of a Kind Flush
ab 5 Decks: Five of a Kind Flush A A A A A

Auf Pagat.com findet man eine Auflistung der Hände wenn man mit 1-30 Decks spielt. Es gibt sogar ein Beispiel, wie es wäre mit 'unendlich' vielen Decks zu spielen - viel Spaß beim mischen !
 
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Stud Tweaks - 19-01-2008, 14:51
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Roll Your Own bezeichnet eine kleine Abwandlung bei Stud Spielen . An Stelle der Upcard (offene Karte) wird eine Downcard (verdeckte Karte) ausgeteilt. Nun kann der Spieler selbst entscheiden welche er offen legen will.

Hier die drei Variationen :


- simultaneous choose-after: alle decken gleichzeitig eine Ihrer Karten auf
- in turn choose-after: jeder deckt nacheinander eine seiner Karte auf (in Bietreihenfolge)
- choose-before: in Bietreihenfolge bestimmt der Spieler ob er die nächste Karte offen oder verdeckt haben will. Möchte er eine verdeckte, so muss er eine seiner 'Downcards' aufdecken


Ähnlich klingend, aber doch recht unterschiedlich ist Rollout (auch roll ´em out). Hier werden zuerst alle Karten ausgeteilt und nacheinander werden Karten aufgedeckt und geboten.

Die drei Methoden (simultaneous choose-after, in turn choose-after, choose-before) sind analog zu Roll Your Own.


Der Twist ist ein Draw für Stud Spiele. Die Twist Round ist eine zusätzliche (Biet) Runde und hier darf jeder eine Karte tauschen. Für eine Upcard erhält er wieder eine Upcard und für eine Downcard wieder eine Downcard. Natürlich kann man auch mehrerer Twist Runden ansetzten. Ganz wie es einem beliebt.
 
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Fun, Fun, Fun - 19-01-2008, 15:02
(#8)
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Das sehr bekannte Komponente ist Blind Mans Bluff die im Prinzip bei jeder Variante (Draw, Stud od. Hold 'Em) eingefügte werden kann. Ursprünglich spielte man es mit einer Karte pro Person. Dazu klebte man sich die eigene karte an die Stirn und so konnte man zwar alle anderen Karten sehen, die eigene aber nicht.

Eine weitere Variante ist Five Card Stud mit der Upcard an der Stirn.

Das Spiel wird auch gerne (und oft) als Trinkspiel "missbraucht".


Zu Strip Poker wollte ich eigentlich nix schreiben, aber ein Mod (Name wird nicht genannt) bestand darauf. Also hier nur für dich M.Gefallener ... ach was, sagen wir lieber Mod G.:

Strip Poker

Als Einsatz werden die Kleidungsstücke benutzt. Üblicherweise startet man mit der selben Anzahl von Kleidungsstücken. Kreative Köpfe geben auch verschiedenen Kleiderstücken unterschiedliche Werte und es soll auch Spiele geben, bei denen man eine Art Turnier spielt und sich für ein Kleidungsstück einen Rebuy holen darf.

Ansonten bleibt es jedem selbst und seiner (schmutzigen ) Phantasie überlassen wie man das Spiel gestallten will.
 
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19-01-2008, 15:36
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Non Standard Poker Hands werden auch als special hands oder freak hands bezeichnet. Dieser Begriff umfasst alle "erfundenen" Hände wie z.B. ein Vier Karten Flush oder Straight. Die 'Five of a Kind' Hand zählt im erweitertem Sinn auch dazu.
Wenn man mit solchen "Spaß Händen" spielt, verzichtet man üblicherweise auf die normalen Hände.
Eine Ausnahme sind die Cats (Tigers) und Dogs, diese werden wiederum oft mit den normalen Händen gespielt dann aber OHNE die "freak hands" (kann man jedoch handhaben wie man will).
Diese Art von Spielen werden auch gerne zusätzlich mit stripped decks gespielt.

New York Stud bezeichnet ein Stud Spiel mit der zusätzlichen Hand "Vier Karten Straight" (Bobtail Straight), Canadian Stud verwendet auch noch ein "4 Karten Flush" (Bobtail Straight und Flush).

Jedem bleibt es überlassen, diese verrückten Hände in sein Homegame einfließen zu lassen. Ebenso bleibt es jedem überlassen, eigene Kreationen zu erfinden. Wer eine eigene Kreation hat und dazu noch ein Stripped Deck (bzw. Multi Decks) benutzt, sollte sich mal den mathematischen Exkurs durchlesen. Dort wird erklärt wie man Handrankings ausrechnet (5 Karten Hände mit 52 Karten sowie als Bsp. 3 Karten Hände mit 32 Karten).
Eine Auflistung von einem Handranking (52 Karten, 3 Karten Hand) findest du hier im Text ganz unten.

Hier eine Liste in Reihenfolge der Wertigkeit:

Five of a Kind
Skeet Flush: ein suited Skeet (s. weiter unten)
==> hier kommen Straight Flush und Four of a Kind
Big Bobtail: vier Karten Straight Flush
==> hier kommen Full House und Flush
Big Cat: höchste Karte K, niedrigste Karte 8 - keine Päarchen od. Straights
Lil' Cat: höchste Karte , niedrigste Karte
Big Dawg: höchste Karte , niedrigste Karte
Lil' Dawg: höchste Karte , niedrigste Karte :
==> hier kommt Straight
Wrap-Around Straight: Straight mit Ace high und low gleichzeitig Q-K-A-2-3 und ähnliche
Skip Straight: auch genannt: 'Skipper', 'alternate Straight' oder 'Dutch Straight' - Straights mit Lücken 2-4-6-8-T
Five and Dime: eine Hand mit 5, 6, 7, 8, 9 und T ohne Paar und Straight
Skeet: auch genannt 'pelter' oder 'bracket' wie bei Five and Dime aber mit 2, 3 oder 4, 5, 6, 7 (oder 8/9), ohne Paar und Straight
==> Three of a Kind
Lil' Bobtail: ein drei Karten Straight Flush
Flash: Eine Karte von jedem Suit plus ein Joker
Blaze: oder 'Blazer' - alle Karten sind J, Q und K
===> hier kommt Two Pair
Russ: Fünf Karten einer "Farbe" )
Bobtail Flush: oder 'four flush' - 4 Karten Flush
Flush House: 3 Karten eines Suits und 2 eines anderen Suits
Bobtail Straight: oder 'four straight' - 4 Karten Straight
==> hier kommen Pair und High Card

Kilter: auch genannt 'Kelter' - kann ein Mix aus special hands sein oder aber eine Sammlung aus solchen (house rule).


3 Karten Hände:

Bei manchen Spielen (bspw. Teen Path und Guts Poker) werden Hände mit nur 3 Karten gebildet. Dann verändert sich die Reihenfolge der Hände.

*Three of a Kind
*Straight Flush
Straight
Flush
Pair
High Card

*wichtig : mit 52 Karten und einer 3 Karten Hand kann man 52 Drillinge bilden - aber nur 48 Straight Flush, d.h. mathematisch ist ein Straight Flush unwahrscheinlicher und sollte einen Drilling schlagen (ToaK: 0,24%, SF: 0,21%) !

Man sollte es vor Spielbeginn per Hausregeln festlegen, wie die Reihenfolge ist. Das gleiche gilt für das höchste Straight, so ist bspw. bei 'Teen Pathi' A, 2, 3 das bestmögliche Straight ... einfach eine Frage der Definition.

Eine Alternative die aber eher selten angewandt wird : ein Straight Flush schlägt Drillinge kleinergleich dem Rang der mittleren Straight Flush Karte;
Bsp.:
2 3 4 schlägt 3, 3, 3 und 2, 2, 2;
Q K A schlägt K, K, K , Q, Q, Q , ... und 2, 2, 2
A, A, A schlägt jedoch alle Straight Flush

Weitere Informationen findet man im mathematischen Exkurs.

Geändert von NerdSuperfly (19-01-2008 um 15:45 Uhr).
 
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19-01-2008, 15:44
(#10)
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Soweit ist es nun gekommen : Mathematik in einem Pokerforum :

Keine Angst ! Ich will nur kurz mal aufführen wie sich die Handrankings ergeben UND wie Ihr selbst ein eigenes Handranking erstellt (Verrückte Hände, Stripped Deck, X Karten pro Hand usw.);


kurze Einführung :

Wenn ich aus 52 Karten 5 herausnehme (5 aus 52 oder math. "52 über 5") ergibt sich folgende Rechnung :
(52*51*50*49*48)/(5*4*3*2*1) = 2.598.960
Wenn ich bspw. alle 2er Kombinationen von Königen bilden will (2 aus 4) :
(4*3)/(2*1) = 6
Wenn ich alle Flush Möglichkeiten bilden will (inkl. Straight Flush) :
5 aus 13 = (13*12*11*10*9)/(5*4*3*2*1) = 1.287;

52 Karten, 5 Karten pro Hand:

Oben haben wir ja schon alle Kombinationen ausgerechnet (5 aus 52) = 2.598.960 - d.h. nehme ich mir 5 beliebige Karten aus einem (gut gemischten) Stapel, so habe ich fast 2,6 Millionen Möglichkeiten wie die Hand aussieht;

Straight Flush:
Es gibt 10 Straights (A-5, .... T-A) und 4 Farben, also 10*4 Straight Flush : 40

4 of a Kind:
Es gibt 13 Ränge und für die fünfte Karte kann man dann noch 48 restliche Karten nehmen, also 13*48 = 624

Full House:
Es gibt 13 Ränge für den Drilling, es gibt je 4 Kombinationen um 3 aus 4 zu bilden , dann gibt es noch 12 Ränge für das Paar und 6 Kombinationen um 2 aus 4 zu bilden; also 13*4*12*6 = 3.744

Flush:
Es gibt 5 aus 13 Kombinationen (1.287) um ein Flush zu bilden, 10 davon sind Straight Flush (verbleiben 1.277) und 4 Farben; also (1.287 - 10) * 4 = 5.108

Straight:
Es gibt 10 Straights. Die erste Karte kann 4 Farben haben, ebenso die zweite, dritte, vierte und fünfte; also 4*4*4*4*4 = 4^5; also 10 * 4^5 = 10 * 1.024 = 10.240; nun ziehen wir noch die Straight Flush (40) ab = 10.200
alternativ : 10 Straights, 4^5 Möglichkeiten der Farbverteilung (der 5 Karten) jedoch kann man 4 Fälle (die 4 Flush) ausschließen : 5mal , 5mal , 5mal und 5mal ... also 10* (4^5 - 4) = 10 * 1020 = 10200;

3 of a Kind:
Es gibt 13 Ränge und 4 Kombinationen für den Drilling; Für die zwei letzten Karten gilt nur eine Bedingung : kein Paar, d.h. aus verbleibenden 12 Rängen nehme ich mir 2 herraus (2 aus 12); diese können jede Farbe haben, also für beide gibt es 4*4 Farbmöglichkeiten;
13 *4*(2 aus 12)*4^2 = 13*4*66*4*4 = 54.912

Two Pair:
Um zwei Paare aus 13 Rängen zu finden ... richtig ! 2 aus 13 (= 78);
Es gibt 6 Kombinationen für ein Paar (2 aus 4) und 6*6 Kombinationen um 2 Paare zu bilden;
Die letzte Karte muss natürlich einen anderen Rang haben, also hat man noch 44 Karten (52-8) die diese Bedingung erfüllen;
also 78 * 6^2 * 44 = 123.552

Pair:
13 mögliche Ränge, 6 Kombinationen für ein Paar und "3 aus 12" Möglichkeiten für dei drei letzten Karten; Die letzten drei Karten können jede Farbe haben, also 4^3 Farbmöglichkeiten;
13 * 6 * 220 * 4^3 = 1.098.240

High Card:
Hier gibt es keine Paare oder Drillinge, d.h. man benötigt 5 verschiedene Karten aus 13 Rängen (5 aus 13 = 1.287); natürlich dürfen die Karten kein Straight bilden (10 Straights gibt es : 1.287 - 10 = 1.277);
Die Karten können jede Farbe haben, also 4*4*4*4*4 Farbmöglichkeiten; Ein Flush ist unzulässig, es gibt 4 Flush ( , , und ) - also 4^5 - 4 Farbkombinationen;
1.277 * (4^5 - 4) = 1.302.540


So, hab ich mich jetzt nicht vertippt, so ergibt sich aus allen einzelnen Kombinationen wieder die Gesamtzahl von ca. 2,6 Millionen.


Ich hab` mir mal die Mühe gemacht auch noch 3 Karten Hände mit einem Stripped Deck auszurechnen !

32 Karten, 3 Karten pro Hand:

Gesamtzahl der Hände: 3 aus 32 = (32*31*30)/(3*2*1) = 4.960

Straight Flush:
Es gibt 6 Straights : 7,8,9 bis Q,K,A; dazu 4 Farben : 6*4 = 24

3 of a Kind:
8 Ränge und je 4 Kombinationen : 8*4 = 32

Flush:
Es gibt 8 Ränge, 3 davon wollen wir; 3 aus 8 (=56) und 4 Farben = 4 * 56 = 224; minus der Straight Flush = 200

Straight:
6 Straights und 4*4*4 Farbkombinationen = 6*4^3 = 384; minus der Straight Flush = 360

Pair:
8 Ränge und 6 Möglichkeiten; dazu noch 28 restliche Karten für die dritte Karte; 8 * 6 * 28 = 1.344

High Card:
3 aus 8, um kein Paar zu erhalten (8 Ränge - aber kein Rang darf doppelt vorkommen); 3 aus 8 = 56; aber heirbei gibt es noch 6 Straights, 56-6 = 50;
dazu gibt es 4*4*4 Farbmöglichkeiten; 4 davon wären Flush, also 4^3 - 4 = 60;
50*60 = 3.000


hier noch ein Paar verrückte Hände:

Straight mit Lücken ('Skip Straight'):
4 Möglichkeiten (79J, 8TQ, 9JK und TQA); in 4^3 Farbkombinationen = 256 insgesamt;
davon 16 Skip Straight Flush und 240 Skip Straight;

lil' House:
Ein Pair mit einem connected Kicker (bspw. AAK, 778, TTJ, TT9, QQK ...)

14 "lil' House"- Paare und 4 Farbmöglichkeiten für den Kicker sowie 6 Möglichkeiten pro Paar;
14*6*4 = 336

nun das Handranking (die Zahlen in Klammer sind dann mit den "verrückten Händen"):

Skipper Straight Flush (16)
Straight Flush (24)
3oaK (32)
Flush 200 (184)
Skipper Straight (240)
lil' House (336) od.
Straight (360)
Pair 1.344 (1.008)
High Card 3.000 (2.760)