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NL 50 Freeplay K2s Combodraw

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NL 50 Freeplay K2s Combodraw - 16-11-2010, 03:55
(#1)
Benutzerbild von Wiegi85
Since: Jan 2008
Posts: 671
BronzeStar
PokerStars No-Limit Hold'em, $0.50 BB (8 handed) - Poker-Stars Converter Tool from FlopTurnRiver.com

MP1 ($27.70)
MP2 ($18.75)
CO ($12.50)
Button ($9.70)
SB ($38.30)
Hero (BB) ($11)
UTG ($12.50)
UTG+1 ($18.55)

Preflop: Hero is BB with K, 2
UTG calls $0.50, 6 folds, Hero checks

Flop: ($1.25) 3, A, 4 (2 players)
Hero bets $1, UTG raises to $2.50, Hero calls $1.50

Turn: ($6.25) 5 (2 players)
Hero checks, UTG bets $0.50, Hero raises to $3.50, 1 fold

Total pot: $7.25 | Rake: $0.30


UTG ist unknown keine Stats, keine Reads.


Flopbet ist wohl klar, aber mit was raist er mich hier?
Normal würde man als SS ja auch nie UTG limpen, oder trappt er da ein Monster?
Aber wieso sollte er dann den Flop raisen, das macht doch auch keinen Sinn?

Oder glaubt er ich will einfach nur das A im Flop reppen und hab in Wirklichkeit nix?


Irgendwie dachte ich, er hat hier entweder Asse oder Air, was anderes konnte ich mir nicht vorstellen, (wobei ich PP mehr oder weniger zu Air zähle)

Daher war die geplante Line.

B/c Flop
c/shove any Turn... so krieg ich max Value aus Air und von PP müsste ich ihn mit der Line auch runter kriegen, als Backup hab ich immernoch meine Draws.

Idee dahinter war: Wenn er Asse hat bin ich am Flop böser Underdog und sollte hier nie broke gehen und wenn er Air hat schmeißt er eh weg, daher fiel shoven hier für mich flach.

Wenn er Air hat bettet er sicher den Turn und mit nem c/r krieg ich ihn da wohl an allem runter und zur Not hab ich ja immernoch zig Outs. Gegen Asse geh ich dem Spot wohl eh immer broke.

Callt ihr as played die minbet am Turn und bettet den River selbst von vorn oder checkt ihr da erneut? War hier unsicher was seine Line soll und was er da so komisch spielt.

Gute Idee oder wie spielt ihr das hier?

Geändert von Wiegi85 (16-11-2010 um 04:04 Uhr).
 
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16-11-2010, 09:55
(#2)
Gelöschter Benutzer
Moin,

Ein UTG limp von einem Shortstack ist ein erstes Anzeichen dafür, dass es sich hierbei nicht um einen SSSler handelt. Ich würde also von einem random (schwachen) Shortstack ausgehen, der hier eine weite Handrange halten kann.

Flopplay:
1. Entscheidung: Bet oder Check. Gegen einen eher passiven Gegenspieler, der auf einen Check hier nicht automatisch ein Axx Board ansetzt, ist die Bet eine gute Option, um ihn von Midpairs im Laufe der Hand runterzubarreln. Gegen einen aggressiven Gegenspieler ist mein Play hier c/r und Call eines eventuellen All-Ins. So bekomme ich eine Bet aus seiner Air-Range.
2. Entscheidung: Wie reagiere ich auf einen Raise? Eine Raisingrange ist hier stark vom Gegenspieler abhängig. Ein sehr tighter/passiver Gegenspieler raist hier wohl nur eine klare Valuerange bestehend aus TPGK+. AJ+,33,44,AA,34,25,A3,A4 - gegen diese Range hast du: 39% Pot-Equity. Eine Handrange eines aggressiveren Gegenspielers besteht hier wohl aus obiger Valuerange + weiteren Semibluffs + ggf Bluffs und weitere weake Madehands. Gegen solch eine mögliche Handrange halten wir hier ~48% Pot-Equity + eine gute Menge Fold-Equity. Unser Ziel gegen eine etwas weitere handrange ist hier also klar der ReRaise All-In um eine maximale Fold-Equity zu erreichen. Gegen einen passiven Gegenspieler sieht die Sache anders aus: Bei 39% Pot-Equity und Pot-Odds von ~3:1 können wir hier def. auf jeden Fall einmal callen. Gegen eine große Turnbet müssen wir wohl unimproved weglegen.

Turnplay:
Wenn wir gecallt worden sind, können wir davon ausgehen, dass die gegnerische Handrange aus Midpairs/Draws und Ax besteht. Hier sollten wir je nach Turnkarte und Gegnereinschätzung erneut barreln bzw. ggf. c/f oder c/c(je nach Betsize). Wenn wir improven, sollten wir for Value betten, ausser der Gegenspieler hat hier eine Floating-range und/oder verwandelt ggf. eine Hand mit sd Value in einen Bluff. Gegen solche Gegner ist hier das c/r optimal.

Grüße