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Tilt-Faktor berechnen

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Question
Tilt-Faktor berechnen - 19-11-2011, 18:37
(#1)
Benutzerbild von reThenok
Since: Nov 2011
Posts: 9
BronzeStar
Hallo liebe Community!

Wäre es theoretisch möglich den Tilt-faktor ansatzweise mithilfe der Autocorrelation zu berechnen?
Diese zeigt ja die abhängigkeit der Zahlen mit sich selbst (zeitverschoben).

Bei einem komplett Tilt-freien Menschen sollte theoretisch die Correlation 0 sein, da das Ergebnis (unser Return) ja unabhängig von früheren Ergebnissen sind.
Wenn jemand jedoch auf Tilt ist auf Grund eines Verlustes, steigt die Chance das auch die nächsten Returns negativ sind.

Das ist bitte keinesfalls eine bewiesene Tatsache, sondern nur ein paar Gedankenspiele meinerseits.
Mich würden aber eure (Fach-)Meinungen dazu brennend interessieren
 
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20-11-2011, 11:07
(#2)
Benutzerbild von PatrickStoia
Since: Dec 2009
Posts: 4.608
Hi,

Ob man das genau berechnen kann weiss ich nicht. Pokertableratings.com hat eine Tilt Kennzahl für jeden Spieler. Ich denke man kann schauen, wie man nach Bad Beats weiterspielt und dann z.B. öfters als vorher als Underdog in den Showdown geht.
 
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20-11-2011, 12:50
(#3)
Benutzerbild von wrzr123
Since: Sep 2008
Posts: 1.168
Also auf Grund der Winnings kann man niemals den Tilt berechnen. Wäre Poker ein varianzfreies Spiel, könntest du das tatsächlich mit Hilfe der Autokorrelation berechnen.
Da deine Winnings aber so stark von anderen Faktoren abhängen, wirst du da niemals eine aussagekräftige Zahl bekommen.

Was Patrick sagt wäre da schon besser vorstellbar. Auf Grundlage bestimmter Stats, die schon auf kleine Sample ein wenig Aussagekraft haben, wäre da sicher was möglich. Trotzdem alles andere als zuverlässig, da der Kartenlauf immer noch eine sehr große Rolle spielt.
Zudem müsstest du auch da eine Sample von >100 Hände haben, und normalerweise sollte man da seine Session schon längst beendet haben wenn man auf Tilt ist.
Ernsthaft, ein guter Spieler erkennt schon bei der ersten Hand dass er auf Tilt ist, und beendet die Session.


Eigentlich hab ich gar keine Ahnung von Poker. Ich hab nur den Lifetime-Upswing abonniert.
 
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20-11-2011, 13:36
(#4)
Benutzerbild von PatrickStoia
Since: Dec 2009
Posts: 4.608
Ein guter Spieler ist wie Mr Data und tiltet nie
 
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20-11-2011, 13:55
(#5)
Benutzerbild von reThenok
Since: Nov 2011
Posts: 9
BronzeStar
Zitat:
Zitat von wrzr123 Beitrag anzeigen
Also auf Grund der Winnings kann man niemals den Tilt berechnen. Wäre Poker ein varianzfreies Spiel, könntest du das tatsächlich mit Hilfe der Autokorrelation berechnen.
Da deine Winnings aber so stark von anderen Faktoren abhängen, wirst du da niemals eine aussagekräftige Zahl bekommen.

Was Patrick sagt wäre da schon besser vorstellbar. Auf Grundlage bestimmter Stats, die schon auf kleine Sample ein wenig Aussagekraft haben, wäre da sicher was möglich. Trotzdem alles andere als zuverlässig, da der Kartenlauf immer noch eine sehr große Rolle spielt.
Zudem müsstest du auch da eine Sample von >100 Hände haben, und normalerweise sollte man da seine Session schon längst beendet haben wenn man auf Tilt ist.
Ernsthaft, ein guter Spieler erkennt schon bei der ersten Hand dass er auf Tilt ist, und beendet die Session.
Aber die Varianz unterliegt doch keinem Muster, deshalb sollte sie auch die Autokorrelation nicht verfälschen. Aber vielleicht hab ich da auch nur was falsch verstanden

Der Rest klingt logisch, muss ich meine Idee wohl in die Tonne werfen

Auch danke für den Link zu Pokertablerankings @ patrick
 
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20-11-2011, 15:46
(#6)
Benutzerbild von wrzr123
Since: Sep 2008
Posts: 1.168
Du hast Recht dass die Varianz keinem Muster unterliegt, trotzdem sorgt sie als Zufallsgröße für eine sehr weite Streuung der Ergebnisse, womit du eine sehr hohe Samplesize brauchst um über einen Wert wie Tilt eine Aussage treffen zu können. Damit wäre das ganze alles andere als sinnvoll.


Eigentlich hab ich gar keine Ahnung von Poker. Ich hab nur den Lifetime-Upswing abonniert.