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Variantenwechsel?

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Variantenwechsel? - 06-01-2012, 08:29
(#1)
Benutzerbild von Dennis1710
Since: Feb 2009
Posts: 78
Variantenwechsel

Hi Leute,

ich könnte mal einen Rat und ein paar Tips gebrauchen. Ich mache mir derzeit Gedanken darüber die Variante weg von NLHE zu wechseln.
Gründe dafür sind einfach folgende:
- Rasche Veränderungen im Spiel un der Spielstärke im NLHE
- Meine wenige Zeit

Ich versuche Poker schon einigermaßen professionell anzugehen auch wenn ich mich bisher erst von NL2 auf NL5 bzw. nahezu NL10 hochgearbeitet habe. Habe in derzeit erstmal viel na meinem Spiel gearbeitet. Habe die Bücher von Slansky und Harrington gelesen, Videos geschaut, Hände analysiert, mein Mindset stark verbessert, mich mit einem Trackerprogramm auseinandergesetzt etc.
So das ich glaube das ich durch aus eine Edge habe auf NL5 sowieso und ich denke auch auf NL10 recht locker. Wie es darüber hinausaussieht darüber treffe ich jetzt keine Aussage da ich es einfach nicht einschätzen kann.

Problem ist eher das ich am Tag maximal 1,5 Stunden Zeit habe. Meistens spiele ich derzeit so 1000 Hände an 8-12 Tischen was ungefähr 1 Stunde dauert und bereite danach
die Session nach für 30 Minuten oder lese in den Büchern weiter. Wenn ich mal an Trainings teilnehme oder Videos schaue wird an dem Tag halt nicht gespielt.

So jetzt meine Überlegung:
Wenn ich mir zum Beispiel den Blog von Dario anschaue ohne mich mit ihm vergleichen zu wollen. Wie unfassbar viel Zeit er in Training und Spielverbesserung investiert
um eine Edge auf NL100 oder NL200 zu bekommen find ich schon sehr krass. Diese Zeit habe ich halt einfach nicht. Und dann habe ich gelesen in einem Kommentar das sich
das Spiel immer wieder gerade Online so rasch verändert. Und in meiner Situation denke ich mir, dass ich vielleicht in einem halben Jahr soweit bin, dass ich die BR und das
Wissen für NL25 habe. Vielleicht läuft es da dann auch noch gut und ich kann 2013 oder so auf NL50 aufsteigen. Aber bis dahin hat sich im Vergleich zu jetzt Nl50 sicherlich
so verändert das ich dann vermutlich dauerhaft wieder sehr viele Anpassungen vornehmen muss. Und ich habe halt das Problem das mir die Zeit fehlt spielen zu können und mein Wissen auszubauen und auf das sich veränderne Spiel zu reagieren. Das heißt wenn es super läuft Dümpel ich irgendwann auf NL50 rum und kann durch arbeit an meinem Spiel vielleicht einen knapp positiven bb/100 Wert erzielen aber komme wohl nicht so wirklich voran.
Und ohne irgendwem zu nahe treten zu wollen aber darauf irgendwann vom Rakeback auf NL25 zu leben habe ich echt kein Bock.

Ich würde mir gerne meine denke ich recht gute Einstellung zum Poker beibehalten und überlege daher jetzt wo ich gerade ein einigermaßen solides Grundlagen wissen angehäuft habe ob es nicht ein guter Zeitpunkt wäre die Variante zu wechseln. Denn die meisten Konzepte gelten ja für viele Varianten. Slansky greift in seinen Büchern ja auch immer wieder mehrere Varianten auf.
Also der Wechsel zu einer Variante bei der die Veränderungen nicht so groß sind, bei der hartes Arbeiten am Spiel auch bedeutet das man mit wenig Zeit in den Limits aufsteigen kann.

Was haltet ihr erstmal Grundsätzlich von der Idee in meiner Situation?

Dann folgende Fragen:
Welche Variante? PLO, RAZZ, Seven Card Stud, 5 Card Draw...
Einstieg auf welchem Limit bei einer BR die knapp (fast 40 Stacks) für NL10 reicht.
Gute Einstiegs-Literatur/Artikel/Videos?
Tracking Programme für die Varianten und der Sinn diese dort zu benutzen?
Fisch-Dichte, Anzahl Regs, Schlagbare Limits, Anzahl verfügbarer Tische?

Ziel ist also einfach durch eine andere Variante die sich nicht so stark verändert, bei gleichem Zeitaufwand auf ein höheres Level zu kommen. Wenn ich statt NL25/50 irgendwann z.B. PLO200 spielen kann oder so
hätte ich mein Ziel wohl erreicht.

Wäre also super wenn die Spieler die auch andere Varianten spielen mir mal ein paar Tipps geben könnten, welche Erfahrungen sie so auf in den Varianten Online gemacht haben.
Vielen Dank schonmal dafür.

Viele Grüße
Dennis
 
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06-01-2012, 12:41
(#2)
Benutzerbild von Skuhsk
Since: Jan 2011
Posts: 344
Hallo Dennis!

Ohne jemals irgendwelche hohen Limits gespielt zu haben, bin ich der Meinung, dass du nie darum herum kommen wirst dich intensiv mit der Theorie zu beschäftigen. Wahrscheinlich ist es bei NLH da noch am geringsten mit der Theorie, da es wohl dort immer Fische geben wird, die man sich suchen kann.

Eventuell könntest du dich ja noch mit HU oder 6 max SNGs beschäftigen. Da kann man eigentlich doch gut mal welche einstreuen. Die dauern ja nicht sooo lang. Aber auch hier wirst du die Theorie machen müssen.
 
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06-01-2012, 13:09
(#3)
Benutzerbild von NerdSuperfly
Since: Jun 2007
Posts: 3.303
(Administrator)
Aufgrund der hohen Informationsvielfalt gibt es bei allen Varianten Regs und das teilweise schon 'früh' (also rel. niedrige Limits).

Solltest du beim Cashgame bleiben wollen, wird es zudem schwer sein, dass du genug Action bekommst, beziehungsweise Tables bekommst. Also viele Hände in kurzer Zeit ist nicht.

Wie bereits von Skuhsk erwähnt wirst du um 'intensives Training' nicht rumkommen, wobei ich finde, dass es auch weniger zeitintensiv geht. Ergrinde dir ein bisschen was und nimm dir einen Trainer. Der wird schnell grobe Leaks entdecken können, was deinem Spiel hilft.

Solltest du dann bei NL50, NL100 angekommen sein, wirst du auch schneller lernen können.

Solltest du auf jeden Fall wechseln wollen, sind - ebenfalls wie Skuhsk erwähnt hat - SnGs sicherlich reizvoll. Wobei da auf jeden Fall eine Analyse deines Games erfolgen sollte, also Programme wie SnG Wiz anfallen würden.