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NL100 PreFlop allin - 09-03-2012, 15:21
(#1)
Benutzerbild von TheTwingone
Since: Jun 2009
Posts: 98
Ich würde gerne eine kleine Frage loswerden an die NL 100 Player hier.
Ich hab mich ein wenig selbstanalysiert und dabei entdeckt, dass wenn ich Preflop mit AK allin komme ich fast ausschließlich gegen AA oder KK laufe oder im Bestenfall gegen AK splitte oder gegen QQ flippe.
AK vs.AA = 3 x
AK vs. KK = 2 x
AK vs.AK = 4 x
AK vs. QQ = 2 x
bei 21 mal pre allin
Ist das eher Varianz oder muss ich AK auf "jede" 3bet folden? Bei AQ 33-JJ habe ich kein Problem auch gegen ~5% 3bet Range wegzulegen.
Wenn ich jedoch viel auf ne 3bet folde und mein fold to 3bet wert 95% erreicht werde ich doch wieder von Regs gebluff3bettet, oder?

Danke für eure Gedanken. TheTwingone

Geändert von TheTwingone (09-03-2012 um 15:38 Uhr).
 
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12-04-2012, 11:35
(#2)
Benutzerbild von massmarines
Since: Aug 2011
Posts: 277
ich denke du solltest erstmal dein mindset überprüfen:

womit verdienst du am meisten Geld?

sinds die preflopgeschichten oder ist es, weil du fische isost die auf jede 2nd barrel folden?

und dann würd ich mir erst überlegen ob AK instaship is oder nich^^
 
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14-04-2012, 10:00
(#3)
Gelöschter Benutzer
Beispiel: Du spielst FR und ein TAG 3-bettet dich. Du eröffnest 3x MP und 3-bet kommt von BTN.
Wir nehmen an das BTN auch ein Trackingprogramm verwendet. Somit sieht er das du viel auf 3-bet foldest. Wenn dir das bewusst streue ab und an eine 4-bet aus. Sollte man natürlich nicht jedes mal machen, balancing...
Wenn dann aber der 5-bet reraise/ship kommt dann kannst dir ziemlich sicher sein das du hinten bist. Denn der Gegner weis ja das du nur mit AA,KK, vllt auch QQ pre all in stellst.

[Es ist natürlich nicht schlecht die Tischdynamik immer ein bischen im Blick zu haben. Vielleicht ist der Spieler gerade auf Tilt und kannst ohne große Bedenken reinstellen, imho. Dies trifft aber natürlich nicht so oft zu.]

Kommt der 3-bet jetzt z.b. aus SB oder BB kannst du auch einfach mal callen, hast ja schließlich Position und kannst dann entsprechend dem Flop und dem Setzverhalten vom Gegner entscheiden.

Ich hoffe das ist einigermaßen verständlich.

Mut4nt
 
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14-04-2012, 16:56
(#4)
Gelöschter Benutzer
Ich glaube das was du hier ansprichst sollte man schon weit vor NL100 verinnerlicht haben.

Man könnte jetzt dutzende Situiationen simulieren, ich habe jedoch irgendwie das Gefühl das du in game nicht wirklich in Ranges denkst. Die Frage ist ja wieso willst du gegen einen Spieler der in jeder Positon nicht mehr als 4% 3betet unbedingt mit AK wegstacken?!

Ich bringe mein ganzes Geld doch Preflop nur mit einer hand in die mitte von der ich weiß das sie öfter besser ist als die des anderen spielers.

Wenn du dir vorstellen kannst mit welcher Range ein bestimmter spieler aus welcher position 3betet dann kannste dir deine frage auch allein beantworten.
 
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14-04-2012, 18:31
(#5)
Benutzerbild von TheTwingone
Since: Jun 2009
Posts: 98
Erstmal danke für die Antworten.
Ich habe ein paar Preflopanpassungen vorgenommen und hoffe das die Varianz sich neutralisiert.

Die meiste Zeit werde ich von Regs mit 5~9% 3Bet ge3bettet gegen diese Leute die ja recht light 3betten sollten eigendlich noch recht viel gegen mein push folden. Oder sie passen sich meinen Spiel an und lauf halt nur in QQ+

Zum Rangedenken: Man muss aber auch bedenken das in einer 3betrange eines Regs auch Axs, Kxs JTs drin sein können auch bei 2%

Geändert von TheTwingone (14-04-2012 um 18:41 Uhr).
 
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14-04-2012, 18:41
(#6)
Gelöschter Benutzer
Denk halt einfach mal bischen genauer drüber nach. Wenn du z.b einen Spieler im BB hast der mit 8-10% 3betet und sich oft reinlevelt kannst du AK profitabel stacken. Wenn der Spieler am CO/BU häufig IP ne 3bet macht und postflop ziemlich aggro ist dann call ich oop und mach ne call down weil so seine range weit bleibt. Ist eben von Spieler zu Spieler verschieden. Wie gesagt wenn du seine range kennst weißt du auch wie du dagegen spielen musst.

Klar können selbst bei 2% JTs drin sein, aber wenn du da nochmal drüber gehst foldet er doch genau das + sind bei 2% zu selten schlechte hände dabei.

Geändert von Gelöschter Benutzer (14-04-2012 um 18:43 Uhr).
 
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17-04-2012, 14:42
(#7)
Benutzerbild von TheTwingone
Since: Jun 2009
Posts: 98
Zitat:
ziemlich aggro ist dann call ich oop und mach ne call down weil so seine range weit bleibt.
Hast du dafür ne Beispielhand? Auf welchen Borads mach du sowas? 223, J45, ...
 
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17-04-2012, 15:36
(#8)
Gelöschter Benutzer
Der call down gegen einen aggro spieler der viel ip 3betet bezieht sich ja nur auf einen hit, also wenn du A oder K triffst oder nen starken draw. Geht ja darum das gegen einen solchen Spieler der auch mal 3 streets als bluff betet man preflop kein fass aufmachen brauch mit AK und auch viel profitabler herocallen kann selbst wenn mal der flush etc. ankommt. Du willst halt seine Range weit halten und jedes mal AK oop zu 4beten gegen jeden spieler nur um damit seine range einzuengen ist meiner meinung nach quatsch.

Schau dir halt an wie die Spieler auf welchen Spielzug aggieren und entscheide dann mit welchen händen du pre um nen stack spielen willst. Es gibt auf NL25 z.B. midstack spieler die im BvB mit jedem PP wegstacken und gegen die du auch profitabel 99 pre reinbringen kannst. Deswegen sagt man ja auch das man bei jeder hand die du spielen willst schon bevor das die gemeinschaftkarten aufgedeckt werden in etwa wissen solltest wie du sie bei welcher boardtextur spielen willst...du musst alle faktoren beachten die du brauchst um eine hand richtig zu spielen und dazu zählen sehr oft nicht nur die stats die aussage über das preflop verhalten geben.

Geändert von Gelöschter Benutzer (17-04-2012 um 15:53 Uhr).
 
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18-04-2012, 13:32
(#9)
Benutzerbild von TheTwingone
Since: Jun 2009
Posts: 98
Achso OK. Danke für den Gedankenansatz!