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[Blog] Mein Weg zum Pokerspieler

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Mein Weg zum Pokerspieler - 21-08-2012, 02:37
(#1)
Benutzerbild von david_G551
Since: Jul 2012
Posts: 88
Hey Leute!

nachdem ich mir nun schon so einige Blogs durchgelesen habe, entschied ich mich, auch meine Erfahrungen, Erfolge und Misserfolge niederzuschreiben. Ich finde, so ein nachträgliches Aufschreiben verschiedener Ereignisse übernimmt einen überraschend positiven Effekt in der Verarbeitung im Gehirn. Das wird hier ein langer Einstiegspost, in welchem ich mich und meine Person vorstelle.

Meine Person:
Mein Name ist David, 19 Jahre alt und frisch mit dem Abitur in der Hand. Ich komme aus einem beschaulichen Städtchen im Spreewald, wo die Langeweile nur durch die geile Natur überdeckt wird. Und ja, wir machen die Spreewaldgurken! Also nicht ich, sondern andere.
Seit meinem 17. Lebensjahr spielt die Psychologie eine große Rolle in meinem Leben. Mich interessiert, warum Menschen wie denken und welche Motivation hinter ihrem Verhalten steckt. Während dieser Zeit lernte ich hauptsächlich mich selbst und andere Menschen genaustens zu beobachten und zu analysieren und musste feststellen, dass wir Menschen doch nicht so individuell sind, wie wir immer annehmen. Interessant, richtig?

Und wie bin ich zum Pokern gekommen?
Mein Erstkontakt mit diesem Spiel war in der 8. Klasse, wo mir ein Freund sagte, ich solle mir doch mal Pokerstars herunterladen und ne Runde mitspielen. Mit Spielgeld. Ich kannte weder die Regeln noch sonstwas, aber zum Glück hat mir Pokerstars immer gesagt, welche Möglichkeiten ich zur Verfügung habe. Nach ca 5min wurde mir das dann zu langweilig und ich ging jede Runde einfach All-In, bis ich dann keine Chips mehr hatte. Poker - done.
In den Jahren folgten dann einige Treffen mit Freunden zu gemütlichen Runden, wo die Ideen aufkamen, man könne doch ein wenig Poker spielen. Immernoch kannte ich keine Regeln und mir wars auch egal. Rückblickend sehe ich da klein David mit dem Laptop und nem Odds-Calculator sitzen, der ihm sagte, was er tun soll.
Im letzten Jahr, kurz vor Weihnachten, kam ich dann aufs Trading. Ich dachte mir "Das ist cool. Ich kann mein Einkommen selbst bestimmen. Wenn ich viel arbeite und gut werde, verdien ich viel. Es kommt ganz auf meine Leistung an." Der Gedanke, genau das zu bekommen, was ich verdiene, hat mich sofort in den Bann gezogen. Ich machte nichts mehr anderes außer dem Traden mit nem Testaccount, da die Bankroll beim Traden doch verdammt hoch sein muss. Täglich 12-16h saß ich da, tradete und laß Bücher. Anfangs bin ich vollkommen auf die Fre**e geflogen, was für mich nur noch einen größeren Anreiz darstellte.

Als ich anfing, konstante Erfolge zu erzielen, kam das Abi dazwischen. Nach dem Abi habe ich mit dem Trading weitergemacht, ehe ich dann vor ca. 1 1/2 Monaten mit Freunden nocheinmal Poker gespielt habe. Wie immer, man musste mir sagen wie die Regeln sind und mich während des Spiels dauerhaft berichtigen. Von meinen Fragen mal ganz zu schweigen. Ich rockte das Haus und wurde 2/2 mal Gewinner. "Geil", dachte ich, "ich hab da anscheinend ein Händchen für." Ich wusste nicht mal, dass Quads ein Full House schlagen.

My Pokerstory
Noch am selben Abend habe ich mir auf Youtube Pokervideos angeschaut. Highstakes Poker - mit Tom Dwan, Phil Ivey & co. Es sah so einfach aus! Die raisen, reraisen und rereraisen! Das kann ich auch! Direkt die erste Einzahlung über 20$ getätigt und NL2 gerockt - raise, reraise, rereraise, All-In - am Arsch. Verloren. Am selbigen Abend ging meine BR auf 50%. Irgendwie überlebte ich dann die nächsten drei Tage, ehe ich nachcashen musste. Mit jedem lose wurde meine Frustration und gleichzeitig die Motivation, dieses Spiel zu können, größer. Ich cashte ein und cashte ein, sah mir Intelli-Videos an, analysierte alle Tom Dwan Hände einer kompletten Staffel High Stakes Poker. Circa 100$ überwies ich von meinem Bankkonto. Das meiste verbratete ich über Cashgames. Mir war zu 100% klar, dass ich nur lang genug spielen müsse, ehe es an irgendnem Morgen *klick* macht und ich auf dem nächsten Plateau der Lernkurve lande. Kurz vor meinem letzten Cash-In über 25$ entdeckte ich die 0,25ct-45er SitnGos, wo ich doch tatsächlich überraschend oft im Geld gelandet bin bzw. auch mehrere geshippt habe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war geil! Schnell wurden mir diese dennoch zu langweilig. Einmal ausgesuckt, schon musst du den ganzen Mist wieder von vorn machen. Mit den letzten 10$ ab auf NL10! Verluste reinholen! Wers glaubt.

Mit dem nächsten Cash-In über 25$ sollte sich das ändern. Noch immer befasste ich mich den ganzen Tag mit Poker um dieses gottverdammte Spiel zu lernen. Keine Partys, kein Grillen mit Freunden oder sonstwas außer Poker. Wer Erfolg will, der muss dafür arbeiten. Erfolg ist nur eine logische Konsequenz mehrerer Faktoren. Eigentlich hielten mich alle für vollkommen bekloppt und meinten, ich würde eh alles verlieren.

Anfangs spielte ich wieder die 0,25ct SnGs, da ich dort bislang den größten Erfolg verbuchen konnte. Motiviert durch flixx' und Sheeps "Von NL2 to NL100" und der nur extrem langsam ansteigenden BR, entschied ich mich dann wiedermal für etwas Cashgame. Ich hatte jetzt irgendwie eine Anleitung für das Limit. Ne ganze Zeit habe ich mich mal so mal so gehalten. Das eine Mal auf 19$. Das andere Mal auf 30$. Ich freute mich wie ein Kleinkind über die 5$ Erfolg und merke, dass sich der Lernprozess zeigt. Mit mehr und mehr Analyse, Weiterbildung durch Videos und Selbstreflexion erhöhte sich die BR langsam. Ich erkannte u.a., dass eine Contibet, egal mit welchem Blatt, am Flop unglaublich +EV auf den Micros ist. Mehrere Tage später fand ich mich durch solche Erkenntnisse auf 50$ wieder. Was 'ne Sache. Ich war glücklich wie das Spider-Schwein. Dann wieder runter auf 40$, rauf auf 60$, dann wieder bei 50$, dann sogar knapp 70$ und dann bergab auf 40$. Ich dachte mir: "Okay David, pass auf. Du kannst das. Mach keine großen Moves. Das ist deine Challenge. Du hast 40$ und packst das jetzt. Heute ab 0Uhr machst du aus den 40$ endlich was. Du kannst Odds berechnen und hast locker die Qualitäten um NL2 eigentlich schlagen zu müssen, wenn die Trainer mit ihren Aussagen über NL2 recht haben." Dieser Punkt war vor vier Tagen.

Die Challenge
Vollkommen motiviert ging ich an die Tische und es zeigte sich Erfolg! Erste Session: 39bb/100. Bei der zweiten wurde ich das ein oder andere Mal ausgesuckt - 5bb/100. Die nächsten Sessions sollten mein Ende bedeuten. Nachdem ich über mehrere Sessions ingesamt ca. 10$ verloren habe, kam der Tiltanfall. Ich wusste, dass ich das Limit schlagen kann. Tilt sei dank - ab auf NL5 um die Verluste wieder einzuräumen. Ich hatte riesigen Respekt vor NL5. Ich mein, ich hatte 7Stacks und wenn man davor nur NL2 spielt, sieht man die Einsätze als verdammt hoch an. Ich setzte mich mit meiner zuvor ausgedruckten Starthandtabelle an einen NL5 Tisch und war Mr. Nit. Außerdem sprach ich vor mir als wäre ich ein Coach, der in nem Live-Training gerade spielt und seine Gedanken widerspiegelt. Handreadings, Reads auf die Gegner durch Stats machen etc. Psychotipp: Das Aussprechen der Gedanken hat einen ganz anderen Lerneffekt, als sie nur innerlich zu denken. (Noch besser ist Aufschreiben) Kleinere Gewinne machten sich breit und ich merkte, dass ich das Limit echt schlagen kann und wurde selbstbewusster. Mein erster NL5 Tag sollte am Ende doch nur Breakeven enden. Zwei miese Bad Beats. Einmal hatte ich ein kleineres Set als mein Gegner und das andere Mal Preflop Squeeze mit AKs gecallt. (vs JQo)

Es ging weiter. Gewinne. Noch mehr Gewinne. Ich reviewte meine Hände und bemerkte keine großen Glückstreffer, sondern konnte auch im Nachhinein meine Entscheidungen begründen. Ich begann außerdem, nicht mehr so sehr meine Karten zu spielen, sondern Leaks der Gegner ausnutzen. Beginnend bei 4Bets mit ner vermutlich schwächeren Hand bishin zur Scarecard-Nutzung versuchte ich alles auf Basis des HUDs. Mein Mindset änderte sich fast schlagartig von "Ahh, der hat bestimmt das Ass." zu "Na mal sehen, ob du hier in der Hand wirklich so viel hast." Ich überlegte, was für eine Geschichte ich mit meinen Aktionen vermittelt habe und was er von mir denken könnte. Gleichzeitig schaue ich auf seine Position und übe mich im ermitteln seiner Handrange.

NL5 war kein Thema mehr für mich. Ich setzte mich an nen Tisch und konnte nen Erfolg einfahren. Es war schon fast langweilig. Um NL5 zu schlagen ist eine gesunde Aggression im Spiel notwendig - mehr nicht. Ab auf NL10. Wieder ein riesiger Respekt vor der größere der Einsätze. Langsam und durch recht tightes Spiel tastete ich mich heran und bemerkte, dass sich das Spiel doch schon in einem Punkt stark von NL5 unterscheidet - Moves wie Check-Raise oder 4bets mit Air sind hier nicht fremd. Das Spiel auf NL10 ist etwas aggressiver, Donkbets sind in 90% der Fälle Valuebets - Fische gibts dennoch genügend.

Und hier bin ich nun selbstbewusst auf NL10. Ein wahnsinniges Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich vor 1 1/2 Monate noch nicht mal die Regeln des Spiels wirklich konnte und Erleichterung, dass die bisherige harte Arbeit nicht umsonst war. Ich bin gespannt, wie die nächste Zeit aussehen wird.

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Herzliche Grüße,
David.

Geändert von david_G551 (21-08-2012 um 02:41 Uhr).
 
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21-08-2012, 08:38
(#2)
Benutzerbild von DBU14
Since: Oct 2007
Posts: 605
Brandenburg FTW

Denke in dem Blog steckt Potenzial, da die psychologische Komponente wirklich interessant ist. Ein paar Phrasen ala Freud wären ganz nice, wer weiß vielleicht träumst du ja von Poker

Ich würde gerne dein BRM kennen, da es so aussieht als würdest du NL5 und NL10 zu aggressiv angehst. Kann mich natürlich auch irren aber eine konkrete Angabe dieser Information war in deinem post nicht ersichtlich oder ich habe es einfach überlesen ^^

Ansonsten gl weiterhin
 
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21-08-2012, 10:39
(#3)
Benutzerbild von professorix
Since: Jan 2008
Posts: 65
BronzeStar
Einerseits sieht man, dass du fürs Poker was machst, aber andererseits hast du glaube ich nicht viel verstanden oder willst es nicht verstehen, was du liest, sprich "Was andere sagen ist ja sowieso Schwachfug, ich mach mein Ding"
Insbesondere den Punkte mit Bankrollmanagement möchte ich dir ans Herz legen, weil sonst wirst du am Geld krepieren, weil irgendwann die Varianz zuschlägt, d.h. auch wenn du 10x hintereinander 80% Favorit bist, kannst du alle verlieren.
Dass du damit Probleme hast, beschreibst du ja ziemlich genau:

Zitat:
Zitat von david_G551 Beitrag anzeigen
...
Nachdem ich über mehrere Sessions ingesamt ca. 10$ verloren habe, kam der Tiltanfall. Ich wusste, dass ich das Limit schlagen kann. Tilt sei dank - ab auf NL5 um die Verluste wieder einzuräumen.
...
NL5 war kein Thema mehr für mich. Ich setzte mich an nen Tisch und konnte nen Erfolg einfahren. ... Ab auf NL10.
Was du als Ratschlag annehmen solltest:
1. Lese oder sieh Videos über Bankrollmanagement und setze das um
2. Da du dich ja selbst als Hobby-Psychologe ausgibst wundert mich doch, dass du auf Tilt kommen kannst.

Vorschlag: Nimm an der aktuellen Zoom-Challenge teil, man kann da immer noch einsteigen. Dort kannst du dir selber beweisen, dass du Tilt-Resistent bist, weil Varianz auf Zoom NL2 garantiere ich dir
 
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21-08-2012, 10:55
(#4)
Benutzerbild von PatrickStoia
Since: Dec 2009
Posts: 4.608
Hi,

Auch von mir ähnliche Tips.

Versuch gerade als Anfänger ein sehr solides Bankroll Management mit über 40 Buy ins für jedes Limit einzuhalten, d.h NL5 nur ab 200$, NL10 nur ab 400$ usw.

Alles andere ist Harakiri und wird dazu führen das du broke gehst.

Ansonsten brauchst du auch mindestens 100.000 Hände, eher mehr auf jedem Limit um in etwa sagen zu können ob du es schlägst und wenn ja wie.

Dann ändert sich auch das Spiel mit jedem Limit etwas. Auf NL2 reicht es wenn du extrem tight bist und deine besten Hände vor Value spielst, danach wird es dann immer komplexer.

Dir als Anfänger würde ich daher raten erstmal nur NL2 zu spielen bis du da so 100 Stacks gewonnen hast.

Dann schadet es auch nicht so früh wie möglich sich einen Coach, eine Lerngruppe usw zu suchen.

Auch das Posten von Händen wo du dir unsicher bist hier ins Forum ist ein sehr guter Weg.

Ansonsten viel Glück, Pat
 
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21-08-2012, 14:32
(#5)
Benutzerbild von david_G551
Since: Jul 2012
Posts: 88
Zitat:
Zitat von professorix Beitrag anzeigen
2. Da du dich ja selbst als Hobby-Psychologe ausgibst wundert mich doch, dass du auf Tilt kommen kannst.
Mit so einer Aussage wäre ich vorsichtig. Eine Person, die sich gut ernährt und täglich Sport macht, würde deiner These nach auch nicht mehr krank werden.

Zitat:
Einerseits sieht man, dass du fürs Poker was machst, aber andererseits hast du glaube ich nicht viel verstanden oder willst es nicht verstehen, was du liest, sprich "Was andere sagen ist ja sowieso Schwachfug, ich mach mein Ding"
Ich wüsste nicht, woraus du sowas interpretierst. Klär mich da doch bitte auf.


Danke für eure Hilfe bezüglich des BRM. 40 Buy-Ins sind dann trotzdessen zu konservativ für meine jugendliche Adern. Ich denke, dass ich eine 20 Buy-In Strategie mit sehr frühen Shots fahren werde, wenn ich mich auf dem derzeitigen Limit bereits wohlfühle. Das bezieht natürlich die vollste Disziplin mit ein. Bisher hats ja geklappt - irgendwie.

__________________________________________________ ___________________
Hier eine Hand von heute, wo ich mir doch schon sehr unsicher war:

PokerStars No-Limit Hold'em, $0.10 BB (9 handed) - PokerStars Converter Tool from FlopTurnRiver.com

MP1 ($7.47)
Hero (MP2) ($10)
MP3 ($10.93)
CO ($10)
Button ($12.68)
SB ($3.90)
BB ($5.86)
UTG ($10.63)
UTG+1 ($11.19)

Preflop: Hero is MP2 with ,
2 folds, MP1 bets $0.30, Hero calls $0.30, MP3 calls $0.30, 4 folds

Flop: ($1.05) , , (3 players)
MP1 checks, Hero bets $0.70, MP3 calls $0.70, 1 fold

Turn: ($2.45) (2 players)
Hero bets $1.30, MP3 calls $1.30

River: ($5.05) (2 players)
Hero bets $3.20, MP3 raises to $8.63 (All-In),

Total pot: $20.45

MP3: 42 / 23 (26 Hände)

Meine Gedanken:

PreFlop: Ich flatcalle, da ich Position auf den Aggressor habe und mit den Stacksizes mit TT bei ner 4bet nicht broke gehen will.

Flop: Ich floppe nen Open-Ended-Straight-Draw. MP1 zeigt Schwäche (0% Flop-Check-Raise), ich valuebette, MP3 called. Er kann hier vieles haben. QT wäre natürlich böse, aber davor will ich mich bei seiner Range nicht aus der Ruhe bringen lassen. Jeder Jack callt hier, jeder Flushdraw, jede T. AA, KK, QQ, JJ hätte wohl Preflop mehr Terror gemacht. AK, AQ callt hier wahrscheinlich auch noch, da das am Flop fast nie gefolded wird, habe ich gemerkt. Die meisten hoffen noch auf die Turnkarte.

Turn: Ist so ziemlich ne Blank. Ich contibette. Er callt. AK, AQ ist hier jetzt auch raus. QT verdränge ich.

River: Ich hab die Straight getroffen. Ich bette, er schiebt rein. Bumm. Wer würde das auf NL10 machen. Jede T definitiv. Möglicherweise auch bluffende Flushdraws (AsJs z.B.). Ich überlege kurz, was mich hier Beat hat: eigentlich nur QT. J9 und 98 nehme ich raus, da er den Flop nur callt.

Ich habs dann gecallt. Sind meine Gedankengänge soweit okay?
__________________________________________________ _______________

Und für diejenigen, die sich möglicherweise auch für Psychologie interessieren. Nach ca. nem halben Jahr habe ich heute in meinen Lesezeichen ein Video wiedergefunden:
http://www.youtube.com/watch?v=tmD7G...feature=relmfu


Gruß
 
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21-08-2012, 16:15
(#6)
Benutzerbild von professorix
Since: Jan 2008
Posts: 65
BronzeStar
Zitat:
Zitat von david_G551 Beitrag anzeigen

Zitat professorix:
Einerseits sieht man, dass du fürs Poker was machst, aber andererseits hast du glaube ich nicht viel verstanden oder willst es nicht verstehen, was du liest, sprich "Was andere sagen ist ja sowieso Schwachfug, ich mach mein Ding"

Ich wüsste nicht, woraus du sowas interpretierst. Klär mich da doch bitte auf.
Du bist nicht nur Hobbypsychologe sondern auch noch Komiker. Du beweist das selber in deiner Antwort:
Zitat:
Zitat von david_G551 Beitrag anzeigen
Danke für eure Hilfe bezüglich des BRM. 40 Buy-Ins sind dann trotzdessen zu konservativ für meine jugendliche Adern. Ich denke, dass ich eine 20 Buy-In Strategie mit sehr frühen Shots fahren werde, wenn ich mich auf dem derzeitigen Limit bereits wohlfühle. Das bezieht natürlich die vollste Disziplin mit ein. Bisher hats ja geklappt - irgendwie.
Nichts für ungut. Aber weine nicht oder sei sauer auf jemandem, wenn du viel Geld verlierst.
BTW ich will dich nicht belehren, sondern dich vor Schaden schützen. Aber du brauchst Rat auch nicht annehmen und das war auch mein letzter Post zu dem Thema.
gl for your poker career
 
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21-08-2012, 17:23
(#7)
Benutzerbild von Oshicuru
Since: May 2010
Posts: 1.040

@professorix:

Hi!

Was an seiner Aussage ist denn so komisch?

Wenn Du auf die "Disziplin" ansprichst, weiß ich, denke ich, wo die Unstimmigkeit liegt...

Du, Professorix siehst wahrscheinlich als "Disziplin" an, wenn man sich konsequent an ein recht vernünftiges, konservativ angehauchtes BRM hält.
Sehe ich das richtig?

Und David meint wahrscheinlich eher die gnadenlose spielerische Disziplin, die man aufbringen muss, wenn man gewagte Shots nimmt. (Ich weiß wovon ich spreche... )
Oder?

Ich muss sagen, dass ich den David da verstehen kann, habe das selber auch so gemacht.
Nie wollte ich mich gern lange auf den "MiniMicros" tummeln. (Klar, macht keiner gern... )

Jetzt ist halt die Frage wie das Gefühl zum eingegangenen Risiko ist, denke ich.
Man hat auf jedem Level eine "Komfortzone", sag´ ich mal. Wenn man sich an seine eigene, halbwegs vernünftige (damit meine ich, dass das Risiko zu "broken" so gut wie ausgeschlossen ist) Komfortzone hält, kann einem ja eigentlich nicht mehr passieren, als dass man nach einem Rückschlag eben mehr Zeit auf entsprechend niedrigeren Limits grinden muss, um die Verluste der Shots wieder einzufahren...

Man sollte sich selber überlegen und kalkulieren wie man die eingesetzte Zeit optimal nutzt.

Der eine grinded konservativ immer weiter auf einem Level, bis er "sicher" aufsteigen kann.
Der andere ist etwas risikofreudiger und nimmt frühzeitige Shots.

Man kann mit beiden Systemen "sicher" durch die Limits steigen, solange man eine Art "Business-Konzept" aufstellt.

Nur das Risiko zu broken sollte man minimieren, indem man in der Lage ist auch frühzeitig wieder abzusteigen.

Denke ich...

Gruß, und GoodLuck an David für Deine "Unternehmung"!

 
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21-08-2012, 17:56
(#8)
Gelöschter Benutzer
Zitat:
Zitat von Oshicuru Beitrag anzeigen

@professorix:

Hi!

Was an seiner Aussage ist denn so komisch?

Wenn Du auf die "Disziplin" ansprichst, weiß ich, denke ich, wo die Unstimmigkeit liegt...

Du, Professorix siehst wahrscheinlich als "Disziplin" an, wenn man sich konsequent an ein recht vernünftiges, konservativ angehauchtes BRM hält.
Sehe ich das richtig?

Und David meint wahrscheinlich eher die gnadenlose spielerische Disziplin, die man aufbringen muss, wenn man gewagte Shots nimmt. (Ich weiß wovon ich spreche... )
Oder?

Ich muss sagen, dass ich den David da verstehen kann, habe das selber auch so gemacht.
Nie wollte ich mich gern lange auf den "MiniMicros" tummeln. (Klar, macht keiner gern... )

Jetzt ist halt die Frage wie das Gefühl zum eingegangenen Risiko ist, denke ich.
Man hat auf jedem Level eine "Komfortzone", sag´ ich mal. Wenn man sich an seine eigene, halbwegs vernünftige (damit meine ich, dass das Risiko zu "broken" so gut wie ausgeschlossen ist) Komfortzone hält, kann einem ja eigentlich nicht mehr passieren, als dass man nach einem Rückschlag eben mehr Zeit auf entsprechend niedrigeren Limits grinden muss, um die Verluste der Shots wieder einzufahren...

Man sollte sich selber überlegen und kalkulieren wie man die eingesetzte Zeit optimal nutzt.

Der eine grinded konservativ immer weiter auf einem Level, bis er "sicher" aufsteigen kann.
Der andere ist etwas risikofreudiger und nimmt frühzeitige Shots.

Man kann mit beiden Systemen "sicher" durch die Limits steigen, solange man eine Art "Business-Konzept" aufstellt.

Nur das Risiko zu broken sollte man minimieren, indem man in der Lage ist auch frühzeitig wieder abzusteigen.

Denke ich...

Gruß, und GoodLuck an David für Deine "Unternehmung"!


oder einfach gesagt...Contenance.

Was hab ich dir gestern zum Thema kurz und knapp gesagt?
 
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21-08-2012, 18:21
(#9)
Benutzerbild von PatrickStoia
Since: Dec 2009
Posts: 4.608
Hi,

Zur Hand River einfach checken und dann callen, der wird dann meistens nen halben Pot betten und das callst du dann. Du lässt den schwachen Teil seiner Range, seine bluffs usw drin.

Wenn Leute anfangen dich da am River zu checkraisen dann bist du halt meistens tot.

Hängt natürlich aber auch alles sehr stark von deinen Gegner ab, aber wenn der solide ist kannst du den River folden, da du dort halt nie vorne bist mit einer Straight.

Auf NL10 machen die auch keine Moves auf solchen Boards gegen dich.

Allerdings ist das Board zum Slowplayen auch eine absolute Katastrophe, aber naja NL10, die sehen halt dass die nen Set floppen und wollen dann trappen.

Btw. du als Anfänger gehst mit 20 Buyins ab NL25 bestimmt easy broke
 
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21-08-2012, 19:00
(#10)
Benutzerbild von david_G551
Since: Jul 2012
Posts: 88
@professorix
Ich weiß ja nicht was dir heute über die Leber gelaufen ist, aber nu ist mal gut. Du bezeichnest mich hier erst herablassend als "Hobbypsychologe" und "Komiker" ohne auch nur eine ordentliche Begründung zu liefern. Du kommst hier hin, meinst, dass deine Meinung die einzig richtige ist und wenn ich sie nicht annehme, bist du beleidigt. So gehts nicht mein Lieber.

Lets say ich hätte erst heute mit Poker angefangen und 2500$, die ich einzahlen könnte. Das wären ja 100Buy-Ins für NL25 und somit voll in deinem konservativem BRM für NL25. Meinst du wirklich, ich würde auch nur einen gottverdammten Schritt auf NL25 wagen?

In meiner Welt ist Effizienz die wichtigste Komponente. In Bezug auf Poker heißt das, dass sobald ich das Gefühl habe, ich verschwende auf einem Limit meine Zeit, weil ich möglicherweise das nächste Limit schon schlagen könnte, dann halte ich mich an kein BRM, sondern nehme den Shot. Wenns klappt, dann klappts. Wenn nicht, dann schau ich worans gelegen hat und bin zurück auf dem vorangegangen. Damit habe ich kein Problem.

Es ist wunderbar, dass du Wege im Leben gefunden hast, die für dich funktionieren. Diese Wege sind bei weitem kein Allerheilmittel und nicht das einzig funktionierenden. Denk mal drüber nach.

@Oshicuru
Danke für die freundlichen Worte. Du hast es absolut erfasst. Jemand, der die Shots und die Fähigkeiten für NL5 hätte und weiterhin auf NL2 rumgurkt um mit 2$/Stack tagelang zu grinden, ist für mich hochgradig ineffizient.

@PatrickStoia
Es war tatsächlich ein Set. Also vor dem Turn. Da wurden es Quads, die er mit nem "" umgedreht hat. Blöd gelaufen :p Ich denk mal, das hat jeder nicht nur einmal mitgemacht

Geändert von david_G551 (21-08-2012 um 19:11 Uhr).