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JJ gegen All-in - 20-11-2012, 21:42
(#1)
Benutzerbild von MisterHobbes
Since: Apr 2012
Posts: 552
Stats von Wilhelm nach 112 Händen: 10/8
Meine Stats nach 112 Händen: 21/16

PokerStars No-Limit Hold'em, 3.5 Tournament, 150/300 Blinds 25 Ante (7 handed) - PokerStars Converter Tool from http://www.flopturnriver.com

CO (t3860)
Hero (Button) (t4323)
SB (t3748)
BB (t2604)
UTG (t5034)
MP1 (t3488)
MP2 (t3943)

Hero's M: 6.92

Preflop: Hero is Button with ,
4 folds, Hero bets t675, SB raises to t3723 (All-In), 1 fold, Hero?

Welche Handrange kann ich Wilhelm hier geben?

Und: Was mache ich?
 
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20-11-2012, 22:00
(#2)
Benutzerbild von Squasher18
Since: Apr 2012
Posts: 198
Villain ist ein recht tighter Spieler, der nur noch 12BB hat.
Trotzdem würde ich ihm hier keine besonders weite Range geben, auch wenn ich nicht weiß, wie er bisher auf Steals reagiert hat, was ich für recht wichtig befinde.

Ich gebe ihm hier also: 88+,A9s+,KTs+,QTs+,ATo+,KQo
Möglicherweise ist seine Range sogar ein Stück weit looser, aber ich gehe hier einfach mal von einer tighteren Range aus.
Gegen die oben genannten Hände bist du laut Pokerstove zu 58% vorne, also einfach snappen.
 
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21-11-2012, 09:59
(#3)
Benutzerbild von HoRRoR77
Since: Aug 2007
Posts: 1.161
Du darfst die Stats nicht zu sehr über interpretieren, da sie denk ich mal NICHT gefiltert sind?

d.h. die 10/8 hat er vl in nem Spiel mit nem Stack von 10-50BB gehabt, aber nicht nur in seinem Spiel mit 10-14BB ?

Er pusht halt 12BB, dagegen bist du schon a) fast committed, d.h. die odds sind super und b) ist ne solide range hier immernoch AQ+, 88+ und dagegen kannst du schon fast ohne odds es reinbringen, du hast hier aber nochmal viele chips sowieso schon im pot

=> Call
 
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21-11-2012, 12:26
(#4)
Benutzerbild von MisterHobbes
Since: Apr 2012
Posts: 552
Stimmt, die Stats waren nicht gefiltert, meinen Filter habe ich so angesetzt, dass ich mir die stats ungefiltert bis zur Bubble anzeigen lasse und anschließend der Filter ins Spiel kommt, da ich festgestellt habe, dass viele Spieler nach der Bubble looser spielen.

Ich hatte ihm eine ähnliche Handrange gegeben (88+ AQ, AJs) und in der aktuellen Situation geglaubt, ich sei gegen diese Handrange leicht vorne. Also hab' ich gecallt.

Selten so getäuscht: Villain hielt Q3s und floppte (natürlich) seine Dame.

Da mir das in den letzten Tagen zum wiederholten Male passiert ist, frage ich mich, ab wann Statistiken überhaupt aussagekräftig sind.

In einem anderen Spiel gestern hatte Villain stats von 6/4 bei etwas mehr als 50 Händen und raist vom Button mit K5s meine UTG Bet auf das knapp dreifache. Wieso macht das jemand mit solchen Stats? Ich hab' ihn mit meinen Pocket Assen all-in gesetzt - aber selbst das callt er (na gut, nach seinem raise war er eh committed). Und wieso trifft dann so ein Vollpfosten seinen flush am river? Fragen über Fragen...

Weiterhin frage ich mich, ob Varianz nicht bedeutet, dass die Spieler, die vor dem flop deutlich vorne liegen immer verlieren und Vollpfosten, die mit Q3s all-in gehen, immer gewinnen. Wäre ja auch eine Art Varianz.

Und last but not least frage ich mich, was Bücher, Training, Handbewertungen etc. bringen, wenn man immer und immer wieder gegen solche Idioten verliert. Vielleicht sollte ich auch mal anfangen, meine Chips nach Gefühl in die Mitte zu schieben...

Sorry, das war jetzt etwas off-topic, aber das musste einfach mal raus.
 
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21-11-2012, 15:19
(#5)
Benutzerbild von Zefix72
Since: Oct 2012
Posts: 21
Zitat:
Zitat von MisterHobbes Beitrag anzeigen
Und last but not least frage ich mich, was Bücher, Training, Handbewertungen etc. bringen, wenn man immer und immer wieder gegen solche Idioten verliert.
Weil wenn du mathematisch korrekt spielst, du langfristig (viele, viele solcher Situationen) häufiger gewinnen als verlieren wirst. Und die von dir benannten Idioten eigentlich die sind, gegen die du gerne spielen (und sie nicht mit Beleidigungen vertreiben) solltest, weil es genau die Spieler sind, gegen die du langfristig Chips gewinnst.

Je geringer das Sample (d.h. je weniger Hände) umso größer die Chance einer deutlichen Abweichung vom zu erwarteten Ergebnis + subjektive Wahrnehmung -> viele Hände spielen und sich auch mal bewusst die eigenen Suckouts oder lucky-Allins anschaun.
 
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27-11-2012, 15:24
(#6)
Benutzerbild von lissi stinkt
Since: Sep 2008
Posts: 3.438
Supernova
Zitat:
Zitat von MisterHobbes Beitrag anzeigen
Stimmt, die Stats waren nicht gefiltert, meinen Filter habe ich so angesetzt, dass ich mir die stats ungefiltert bis zur Bubble anzeigen lasse und anschließend der Filter ins Spiel kommt, da ich festgestellt habe, dass viele Spieler nach der Bubble looser spielen.

Ich hatte ihm eine ähnliche Handrange gegeben (88+ AQ, AJs) und in der aktuellen Situation geglaubt, ich sei gegen diese Handrange leicht vorne. Also hab' ich gecallt.

Selten so getäuscht: Villain hielt Q3s und floppte (natürlich) seine Dame.

Da mir das in den letzten Tagen zum wiederholten Male passiert ist, frage ich mich, ab wann Statistiken überhaupt aussagekräftig sind.

In einem anderen Spiel gestern hatte Villain stats von 6/4 bei etwas mehr als 50 Händen und raist vom Button mit K5s meine UTG Bet auf das knapp dreifache. Wieso macht das jemand mit solchen Stats? Ich hab' ihn mit meinen Pocket Assen all-in gesetzt - aber selbst das callt er (na gut, nach seinem raise war er eh committed). Und wieso trifft dann so ein Vollpfosten seinen flush am river? Fragen über Fragen...

Weiterhin frage ich mich, ob Varianz nicht bedeutet, dass die Spieler, die vor dem flop deutlich vorne liegen immer verlieren und Vollpfosten, die mit Q3s all-in gehen, immer gewinnen. Wäre ja auch eine Art Varianz.

Und last but not least frage ich mich, was Bücher, Training, Handbewertungen etc. bringen, wenn man immer und immer wieder gegen solche Idioten verliert. Vielleicht sollte ich auch mal anfangen, meine Chips nach Gefühl in die Mitte zu schieben...

Sorry, das war jetzt etwas off-topic, aber das musste einfach mal raus.
man braucht hunderte von Sngs, damit die stats ordentlich was aussagen

Problem von vielen intellis ist, dass sie wenig Tische und allgemein wenig spielen und downswings dann ziemlich lang sind, weil man wenig Volumen reinkriegt

Das ist ja an sich kein Problem wenn man Hobbyspieler ist, allerdings muss man dann auch akzeptieren, dass man an fast 50% der Tage losingsessions hat, wenn man immer nur 10 games oder so spielt