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Wie spiele ich gegen verschiedene Gegnertypen?

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Wie spiele ich gegen verschiedene Gegnertypen? - 25-12-2012, 12:33
(#1)
Benutzerbild von Panne1337
Since: Jul 2012
Posts: 113
Beim HU sollte man sich ja relativ gut auf die Spielweise des Gegners einstellen. Ich komm nur teilweise nicht drauf, wie ich gegen manche Spielen sollte. Beispiel wäre hier die Calling-station, die trotz meines 3BB preflopraises ein VPIP Wert von 90% hat.. eigentlich sollte ich dann doch tighter spielen und meine guten hände raisen, er callt ja eh - nur irgendwie klappt das nicht so gut wie ich mir das vorstelle..

Könnt ihr mir vielleicht kurz beschreiben wie ich gegen die "extremen" gegner spielen muss? (müsst euch nicht stundenlang arbeit machen )
Extrem ist zum beispiel:
LAG, raist eigentlich alles und macht große contibets,3bettet oft
callingstations
TAG

loose-passive und tight-passiv ist klar, würde bei beiden öfters 3betten und auf dem flop feuern?
Ich hoffe ihr versteht teilweise was ich meine, finde das ist ein schwieriges thema :P

Spiele übrigens noch auf den $1.50 mit 40BI bankroll, mit nem ROI von 7,10% bin ich aber ganz zufrieden
Edit: außerdem spiel ich die turbos, hab die superturbos und regulars nicht probiert..
 
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28-12-2012, 22:10
(#2)
Benutzerbild von !!!TE@SE87
Since: Jul 2012
Posts: 10
Du kannst die Gegner gerne so kategorisieren:

Loose-Passive (Fish/Callingstation), wie du schon sagst er callt selbst gegen 3x jede Hand, 3 bettet meist nur die Nutz und foldet auch nicht gerne
-> Raise auf 3x und cbette wenn du gute equity hast, er wird sehr leicht broke gehen, wenn er reraist dann hat er es auch meistens.
- Nimm gegen ihn auch eine Value-3bet-Range (Broadways,88+)

Maniac, die meisten dieser typen 3bettet und raisen sehr viel
-> Am besten tighter minraisen, evtl. 3bets lighter callen und gegen ihn auch eine stärkere Value 3bet Range haben.

Der TAG ist an sich ja kein extremes, er spielt straightforward und solide. Hier sollte man sich den Gegner genauer ansehen wegen Leaks.
Hier kann man evtl. mehr Bluffs in seine 3betRange nehmen (K2s,34s z.B.)
-> ich spiele gegen ihn aber zum Anfang 100% mr, 100% cbet... so sieht man schnell wie er gegen mich adaptet.



Auf den 1,50ern wirst du aber größtenteils die megamaniacs haben oder superstations die openlimpen... wenn du dort solide spielst und wie ich oben beschrieben habe dein spiel dem gegner anpasst, dann wirst du langfristig dich dort durchsetzen. Nach wie vielen SNG´s hast du den ROI von 7% ??
 
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28-12-2012, 22:44
(#3)
Benutzerbild von Dipl.Komp.
Since: Nov 2011
Posts: 77
Zitat:
Zitat von !!!TE@SE87 Beitrag anzeigen

Maniac, die meisten dieser typen 3bettet und raisen sehr viel
-> Am besten tighter minraisen, evtl. 3bets lighter callen und gegen ihn auch eine stärkere Value 3bet Range haben.

gegen maniacs, die eh alles 3betten, kann man PF auch ne sehr weite limping-range haben. hier gibts dann definitiv keinen limp-fold. limpe viele hände, die du normal raisen würdest, aber gegen ne 3bet lieber weglegst, wie z.b. j8o. das hat auch den vorteil, dass der pot PF kleingehalten wird. oder solche hände wie A5o kann man auch limpen. wenn er dich raist und auf dem flop kommt ein A, dann wird ein maniac das immer reppen wollen und 3mal in dich reinbetten. je nach gegner ist es auch sinnvoll, ne weite 4betting-range zu haben. das muss man halt rausfinden, ob es sich hier um einen maniac handelt, der gegen 4bets foldet, oder der auch mit 85s nen 5bet-shove macht. dann halt sich entsprechend anpassen.

ansonsten braucht man postflop gegen maniacs gute nerven. man spielt gegen maniacs naturgemäß sehr varianzreich. man darf keine angst haben, auf nem 3flushboard mit second pair 3 bets zu callen (ist halt natürlich auch wieder gegnerabhängig, manche geben da wirklich am river auf, manche nicht). man muss es auch akzeptieren, dass man hin und wieder einem maniac sein FH ausbezahlt, wenn man selber top pair hat.
 
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31-12-2012, 10:33
(#4)
Benutzerbild von asso2006
Since: Aug 2007
Posts: 177
Ohne sich mit dem Thema lang zu beschäftigen kann man dir aber keine genaue Antwort geben

Vielleicht antworte ich später mal ausführlich, aber hier ein paar Tips wie du noch an das Thema herangehen kannst.

1. Analysiere Flop Texturen und wie die range deines opponents da passt
2. Kombiniere seine postflop Statistiken mit den Preflop Statistiken

Zu 1)
Stelle dir einen Gegner vor der 90% seiner range called. Jetzt werden einige Flops, die du gegen einen tighten Gegner nicht oder nur ungern c-bettest (ungern, weil der Gewinnwert wahrscheinlich gleich ist als wenn du checkst) zu Standard c-bets, wie z.B. QT7. Warum? Weil ein tighter Spieler diesen flop extrem stark hitted, ein looser hier doch sehr sehr oft zwei undercards zu second pair oder schlechter hält.

Ein gutes Tool um solche Situationen zu berechnen ist Flopzilla. Habe es selbst noch nicht ausprobiert, jedoch nur gutes davon gehört. Du brauchst es jedoch nicht, setz dich einfach hin und spiel ein paar Situationen durch.


Zu 2)
Es gibt Gegner die pre viel callen, postflop dann aber fit or fold spielen. Gegen diese musst du nicht auftighten, weil die c-bet einfach so profitabel ist. Der umgekehrte Fall ist fast schon logisch: Wenn ein Spieler preflop tight ist, hat er automatisch, auch wenn er fit or fold spielt, eine stärkere Range am flop. Also kopple preflop Statistiken nie von Postflop Tendenzen ab, sondern versuche sie zu verknüpfen.
 
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04-01-2013, 16:32
(#5)
Benutzerbild von HoRRoR77
Since: Aug 2007
Posts: 1.161
Ich glaub hier nochmal was zu zu schreiben, wäre schon fast ne Informationsflut, das sollte ansich erstmal reichen.

Ansonsten gerne auch mal in Trainings vorbeischauen und fragen oder eben hier nochmal nachfragen, wo es genau noch hakt