Home / Community / Forum / Poker Forum / IntelliPoker Support /

Homegame Varianten - Sonstige

Alt
Post
Homegame Varianten - Sonstige - 19-01-2008, 14:16
(#1)
Benutzerbild von NerdSuperfly
Since: Jun 2007
Posts: 3.301
(Administrator)
Sehr beliebt sind die Mixed Games. Die bekannteste Variante ist H.O.R.S.E. bei dem abwechselnd Texas Hold´em, Omaha hi/8, Razz, Seven Card Stud und Seven Card Stud hi/8 (Eight or better) gespielt wird.

Hier einige bekannte und populäre Mix - natürlich kann man grenzenlos mischen und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Weitere Mixed-Games:

H.E.D.O.S.: Umfast Hold`em, Seven Card Stud (Eight or better), Deuce to Seven Card Triple Draw, Omaha hi/8 und Seven Card Stud. Zwei Board Games, zwei mal Stud einmal Draw. Dazu zwei high-only Spiele, zweimal Splitpot und eine Lowball Variante - let´s talk about Allroundpoker.

8-Game: Gespielt wird 2-7 Triple Draw gefolgt von den fünf Varianten bei H.O.R.S.E. und den Big-Bet-Games No-Limit Hold`em und Pot-Limit Omaha.

Game 88: Ein Mix aus Omaha und Stud High-Low.

3-4-5 Updside Down
: Ein Mix aus 2-7 Razz, London Dynamite und A-5 Double Draw (Triple Draw).

Mixed Community-Card-Spiele:

Mixed Hold`em: No-Limit und Fixed-Limit Hold`em

NLHE/PLO
: No-Limit Hold`em und Pot-Limit Omaha; Analog: HE/O mit Fixed-Limit oder Pot-Limit Hold'em/Omaha

PLO/8: Pot-Limit Omaha und PLO High-Low; Analog: O/O8 mit Fixed-Limit

PLO-Low: PLO8 und 2-7 PLO9; Analog: O8/O9 mit Fixed-Limit

Stud-Mix:

Round-goes-the-Stud
: Stud, Stud High-Low und Razz. Manche "verfeiner" es noch indem sie die Reihenfolge und länge der Varianten anpassen ("bouncin`structure"). 2 Orbit Stud, 1 Orbit Stud-8, 2 Orbit Razz, 1 Orbit Stud-8, 2 Orbit Stud, 1 Orbit Stud-8, 2 Orbit Razz, 1 Orbit Stud-8 usw.

Low-Stud: Razz (A-5 Low), London Stud (A-6 Low) und 2-7 Stud (2-7 Low). HIER ist ein Link zu den Stud-Low-Varianten.

Five-Card Draw Mix:

To`Low (totally low): Die Lowball-Varianten von Five-Card Draw (A-5, A-6 und 2-7) im Wechsel.Ob mit oder ohne Joker, Fixed-Limit oder Big Bet muss jeder für sich entscheiden.

Up´n`Down: High und Low gemischt. Meist Big Bet und 2-7 als Low. Ansonsten natürlich nach Belieben.

Geändert von NerdSuperfly (15-03-2010 um 01:02 Uhr).
 
Alt
Post
Guts Poker - Shippin` the monniez - 19-01-2008, 16:13
(#2)
Benutzerbild von NerdSuperfly
Since: Jun 2007
Posts: 3.301
(Administrator)
Bei Guts Poker verlangt es den Spielern viel (sehr viel) Mumm (guts engl. "Mumm", "Mut" ... ) ab. Anstelle von regulären Bietrunden pro Spielrunde, zieht sich die Bietrunde über mehrere Spielrunden hinweg.
Es gibt "eigene" Guts Poker Varianten (Eigene Regeln und Hände !!!), doch im Prinzip kann jede Draw Variante (mit etwas Phantasie auch Stud und Hold 'Em Varianten) in eine Guts Form gebracht werden. Hier geht es um die Variante des Bietens bzw. wie der Pott anwächst.

Sobald die Karten ausgeteilt wurden, bestimmen die Spieler ob sie 'in' (play) oder 'out' (fold) sind - dann wird das Spiel zu Ende gespielt.
Jeder 'in' Spieler der verloren hat muss danach den Betrag das ursprünglichen Pot wieder einzahlen. Dann beginnt die nächste Runde (mit allen Spielern !). Dies hat erst ein Ende, wenn nur noch ein Spieler den nötigen Mut hat um 'in' zu sein.
Gespielt wird meist mit Ante in der ersten Spielrunde um einen Pot aufzubauen. Aber es gibt auch varianten mit regulären Bietrunden und/oder Ante.

Zum besseren Verständnis, zeige ich hier mal ein sehr simples Bsp. :

eine Karte pro Spieler, höchste Karte gewinnt; 5 Spieler;

Karten werden ausgeteilt, drei Leute (A, B und C) bleiben 'in' - Endpot 1$ gewinnt A;
B und C müssen nun jeweils 1$ in den neuen Pot zahlen;
usw.


Um zu wissen wer 'in' und wer 'out' ist gibt es mehrere Möglichkeiten. Die eine ist es der Reihe nach einfach zu sagen - dies gibt dem Dealer aber einen immensen Vorteil.
Dann gibt es noch die Möglichkeit mit (k)einem Chip (vgl. hierzu hi/lo with declare) seine Entscheidung zu zeigen (kein Chip = 'out', ein Chip = 'in') oder der Dealer gibt ein Kommando und alle lassen daraufhin ihre Karten fallen wenn sie 'out' sind.

Hier sind noch ein paar zusätzliche Guts Regeln um eigene Varianten zu erstellen oder bestehende abzuändern :


caps:

um dem "Wahnsinn" Einhalt zu gebieten, bestimmt man eine Obergrenze für den Pot bestimmt.
Ist z.B. die Obergrenze 5$ kann zwar der Pot an sich grösser werden, aber der Gewinner erhält nur 5$ und die Verlierer müssen nur 5$ einzahlen (bsp.: pot ist 7$, Gewinner erhält 5$; zwei Verlierer zahlen je 5$ --> neuer pot ist 12$).
Ein großer Nachteil bringt das mit sich - Spiele tendieren länger zu sein und manchmal bläht sich der Pot trotzdem auf und kann nicht geleert werden. Spiele sind auch nicht zwangsläufig beendet wenn nur einer 'in' ist.

the kitty:

'the kitty' ist quasi die Bank. Bei jeder Spielrunde wird zusätzlich eine komplette Hand verdeckt ausgeteilt. Am Ende muss der "Gewinner" noch die kitty hand schlagen - falls er verliert, gewinnt niemand und alle 'in' Spieler zahlen in den neuen Pot.

it's all guts:

Hier wird bei einem Draw Spiel die 'in' oder 'out' Entscheidung vor dem Draw gefällt.
Der Dealer (die Spielrunde) entscheidet ob die 'in'-Verlierer den Potbetrag vor dem Draw oder den Betrag des endgültigen Pots wieder ein bringen müssen - dies wird vorher festgelegt.

Everybody Ante:

Jede Runde zahlen alle Spieler einen Antebetrag, dies hat den Vorteil das der Pot stätig steigt.

Best Hand Pays:

Geht keiner 'in' müssen alle Spieler ihre Hand zeigen. Die beste Hand muss nun den Antebetrag für die nächste Runde zahlen. Alternativ kann auch nach einer beendeten Runde die Winner Hand mit den 'out' Händen verglichen werden. Schlägt eine 'out' Hand, die Winning Hand so muss diese 'out' Hand ebenso in den neuen Pot einzahlen (teilweise sogar mit dem doppelten Pot Betrag)
 
Alt
Post
Guts Poker Varianten - 19-01-2008, 23:45
(#3)
Benutzerbild von NerdSuperfly
Since: Jun 2007
Posts: 3.301
(Administrator)
Jacks And Piss ist ein Guts Poker Five Card Draw Spiel. Zusätzlich wird mit einer Spit Card gespielt und alle Jacks () sind fully wild (vgl. dazu HIER).

Jeder Spieler erhält vier Karten (verdeckt) und eine Karte wird in die Mitte gelegt (Spit Card) - diese Karte ist die Community Karte und alle Karten vom gleichen Rang sind Wild Cards. Jetzt erklärt jeder ob er 'in' oder 'out' ist. Danach erfolgt ein Draw, bei dem bis zu 4 Karten getauscht werden können. Danach gibt es eine Bietrunde.

Solange ein Jack nicht auch Spit Card ist, sind 7 Wild Cards (fully wild !) im Spiel PLUS der Wild Community Card auf dem Board ...
... mit anderen Worten : alles unter Quads ist nix tolles


Bei Three Card Guts werden die Hände mit nur drei Karten gebildet. Nun schlägt ein Straight ein Flush.

Jeder Spieler zahlt einen Ante Betrag. Dann bekommt jeder drei Karten ausgeteilt. Nun erklären die Spieler ob sie 'in' oder 'out' sind.
Danach zahlen alle 'in' Spieler erneut einen Ante Betrag, dann erfolgt der Showdown.
Die 'in' Verlierer zahlen die Potbeträge und JEDER zahlt einen Antebetrag für die neue Runde.
 
Alt
Post
Oxford Stud (MIT Poker) - 19-02-2008, 14:01
(#4)
Benutzerbild von NerdSuperfly
Since: Jun 2007
Posts: 3.301
(Administrator)
In den Sechziger Jahren kamen Studenten am MIT auf die Idee Stud und Hold´em zu mixen. Heraus kam ein interessantes Spiel. Ungefähr 40 Jahre später kamen wir in unserer Spielrunde im übrigen auf die selbe Idee, allerdings fiel unsere Variante "Hold´em-lastiger" aus.

Oxford Stud:

Jeder Spieler erhält zwei verdeckte und eine offene Karte. Wie beim regulären Stud startet der Spieler mit der kleinsten offenen Karte mit dem Bring-in und man spielt für gewöhnlich Fixed-Limit. In der zweiten Runde werden zwei Karten in die Mitte gelegt, die als Community Karten für alle gelten. Derjenige mit der höchsten offenen Kombination (wie beim Stud) startet mit der Bietrunde.

Danach gibt es für jeden Spieler eine weitere offene Karte, gefolgt von einer Bietrunde. Am Ende wird eine dritte Karte in die Mitte gelegt und es folgt die finale Bietrunde.

Um etwaige Verwirrungen auszuschließen:

Am "River" hat jeder noch aktive Spieler zwei verdeckte und zwei offene Karten vor sich liegen. Dazu gibt es drei Community Karten, die für alle gelten.

Meistens wird Oxford Stud als High-Low-Splipot Game gespielt (vgl. hierzu Splitpot).


Stud`em:

Jeder erhält zwei verdeckte Karten, gefolgt von der ersten Bietrunde. Im Übrigen spielt sich diese Variante sehr gut mit einer No-Limit Bietstruktur sowie mit, den von Hold´em gewohnten, Blinds und fester Bietreihenfolge.

Danach werden zwei Karten in die Mitte gelegt und jeder Spieler bekommt eine Karte offen ausgeteilt. Wieder folgt eine Bietrunde. Dann gibt es eine weiter Community Karte (mit Bietrunde) und zum Schluss erhält jeder wieder eine offene Karte für selbst (natürlich wieder gefolgt von einer Bietrunde).

Das Board sieht am Ende genau wie bei Oxford Stud aus.


- Mannheim Big Bluff: ist "Weiterentwicklung" von Stud´em (Man mag gar nicht glauben, was einer gelangweilten Spielrunde so einfällt ). Jeder bekommt zu Beginn drei verdeckte Karten ausgeteilt und kann (muss aber nicht!) eine davon ablegen. Sollte ein Spieler mit drei Karten in die nächste Runde gehen, so erhält er natürlich keine Upcard. Der Unterschied zu Stud´em ist, dass jeder Spieler für sich selbst wählt, welche Karte er offen legen will (vgl. hierzu Roll Your Own).

- Omaha Stud: Jeder Spieler erhält zu Beginn vier Holecards. Der Rest läuft analog zu Stud´em, mit der Omaha-Regel, dass man "2 von 4" Holecards am Ende verwenden muss. Super als High-Low-Variante spielbar.

Geändert von NerdSuperfly (19-02-2008 um 14:54 Uhr).