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Interpretation von Stats

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Interpretation von Stats - 12-05-2013, 23:28
(#1)
Benutzerbild von Alanthera
Since: May 2010
Posts: 4.298
Soderle, hab jetzt meinen ersten getrackten Monat seit Ewigkeiten hinter mir. Volumen is für meine Verhältnisse auch ziemlich hoch, und das leidige Thema Tilt hab ich gut bekämpfen können
Gespielt wurde hauptsächlich NL2 Fullring, 2-4 Tische. Gab aber auch Ausflüge zum 6max.
Ich starte am Tisch üblicherweise mit 52BB, und wenn sich die Reads verfestigt haben, erweitere ich den Stack (falls das ned über Profit von alleine geschieht).

Nun bräuchte ich mal nen paar Tips zur Interpretation der Stats. Plane ja auf NL5 (nach insg. 25k Händen) aufzusteigen und will vorher gezielt das ein oder andre Leak beseitigen.

Dass mein VPIP sowohl Fullring als auch 6max 'etwas' höher als der Durchschnitt ist, ist mir bewusst, und das muss sich gegen stärkere Gegner wohl ändern. Hilft mir hier aber schnell Erfahrungen im Cashgame zu sammeln, und die Gegner lassens ja auch mit sich machen.
Zu ner Nit werde ich aber wohl nie werden (und ob dann Fullring so das richtige ist, weiß ich ned; momentan spielt sichs aber einfach, weil die gegnerischen Ranges halt so wahnsinnig berechenbar sind)..

Ein weiteres Leak ist sicherlich das Valuebetten. Ich glaub ich check zu oft, wo ich betten sollte; aber ob und wie man das aus den stats herauslesen kann, weiß ich ned (vlt. über non-SD-winnings?).

Mit den ganzen andern Stats habe ich mich noch nie so wirklich auseinandergesetzt, aber ich vermute, ich gehe zu oft zum SD und sollte da häufiger vorne liegen.

Nuja, wäre nett, wenn da mal jemand drüberschauen und was zu sagen könnte

Stats nach Gametyp/Limit:


Stats nach Position sortiert (nur Fullring):




Geändert von Alanthera (12-05-2013 um 23:53 Uhr).
 
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22-05-2013, 13:45
(#2)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Gibt keinen Grund nicht laggy zu spielen, unabhängig vom Limit, sofern man halt die Grundlagen lernt und bereit ist auf jedem neuen Limit hart zu arbeiten um zu schauen wie sich der Stil postflop weiterhin profitabel spielen lässt.

Deine Nonshowdown Winnings sind positiv, das ist doch schon mal gut. Wie dünn du valuebetten möchtest, hängt halt von den Gegnern ab. Prinzipiell kann man sagen, dass du auf höheren Limits dünner valuebetten musst als auf niedrigen, um nicht zu einfach lesbar zu sein. Je weniger dünn man valuebetted, desto polarisierter ist man im Endeffekt auch zwischen Nuts und Air wenn man setzt, weil man alle Hände dazwischen checked. Auf der anderen Seite macht es gegen polarisierte Ranges oft auch keinen Sinn dünn zu valuebetten, weil man die Nutrange des Gegners nicht schlägt und eh gewinnt gegen seine schwachen Hände die keine Bet bezahlen können. Wenn du bspw. den Turn mit TPTK+NFD geraised hast, der solide Gegner bezahlt, der River blanked und er checked: Hier weißt du, der Gegner hat entweder eine stärkere made hand als du oder kann eine Bet nicht bezahlen, weil er entweder nur einen Bluffcatcher hat (aber nicht gerne bluffcatched) oder selbst einen busted Draw den er nicht callen kann. Hier stellt sich also nicht die Frage, ob du dünn valuebetten willst, weil du keine Hände aus seiner Callingrange schlägst, sondern ob du TKTK in einen Bluff turnen willst, weil du glaubst er kann mit TwoPair keinen Shove bezahlen.

Wenn du denkst zu oft zum Showdown zu gehen und dort zu wenig zu gewinnen, kann das 3 Gründe haben. Entweder du callst zu viel und solltest mehr folden oder du bluffst zu viel in Spots in denen der Gegner eh nicht foldet oder aber du kommst ganz allgemein mit einer zu schwachen Range zum River und dort geht die Action dann oft check/check. Das sind also total unterschiedliche mögliche Gründe, die man nur auf Basis der einzelnen Hände analysieren kann.

Aber insgesamt hast du doch auf 8k Hände 8 Stacks gewonnen, das ist sicherlich kein schlechtes Ergebnis.


Team IntelliPoker - Alexander - Moderator


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