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Die ANTI Strategie

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Die ANTI Strategie - 21-01-2008, 17:50
(#1)
Benutzerbild von trashing88
Since: Sep 2007
Posts: 324
BronzeStar
Hallo habe jetzt bei Pokerstars viele Spieler erlebt die eine richtige Anti Strategie zur "normalen" Poker-Strategie verfolgen:

Das heißt sie raisen schwache Hände enorm und callen gute Hände, jedoch mit gewisser Variation so dass man sich nicht sicher sein kann ob er wirklich schwach oder stark ist.

Nach dem Flop kommen dann Wahnsinnige Continuation Bets oder Check-Raises. So bald sie Geld verloren haben laden sie ihre Chips nach und machen genauso weiter.

Das schwierige daran ist das man nicht weiß was der Gegner auf der Hand hält. Habe gegen so einen Typen 60$ verloren:
Ich hatte KK der Typ raist vor mit auf 10BB ich reraise auf 30BB (ja die Beträge sind hoch aber wenn er unproportional raist?). Er callt. Im Flop liegt dann ein Ass er geht All in, was keine Seltenheit bei ihm war (er war in so ziemlich jeder dritten Hand all-in).
Was nun? Hat er eine von den drei Karten die mich schlagen ja oder nein? ich entscheide mich für einen Call und verliere, denn er zeigt A4.

Letztendlich klingt die Strategie vollkommen falsch aber sie ist eigentlich genau das Gegenteil von der allgemeinen Pokertheorie. Und im Buch Harrington on Holdem Band I beschreibt Harrington wie man sich am besten auf einen Spielstil einstellt so:
Wenn ein Gegner tight ist sei loose und wenn ein Gegner loose ist sei tight. Mache immer das Entgegengesetzte.

Also kann doch sein das diese Strategie garnicht mal so vollkommen falsch ist oder?
Was haltet ihr von solchen Spielern?
Sind sie nun doch gute Spieler und experimentieren?
 
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21-01-2008, 18:06
(#2)
Benutzerbild von jona1989
Since: Sep 2007
Posts: 253
Die Strategie führt auf lange Sicht auf keine Fall zum Erfolg.
Es ist einfach -EV große Pötte mit schwachen Händen zu spielen.
Freu dich über solche schwachen Spieler Denn auf lange Sicht bringen Sie dir Geld!
 
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21-01-2008, 18:10
(#3)
Benutzerbild von BundyFamily
Since: Nov 2007
Posts: 304
Kann doch durchaus die richtige Strategie an einem tight-passiven Tisch sein...
 
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21-01-2008, 18:20
(#4)
Benutzerbild von jona1989
Since: Sep 2007
Posts: 253
Müsste aber sehr tight sein. Also kommt denke ich selten vor, dass so eine Strategie ratsam ist.
 
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21-01-2008, 18:49
(#5)
Benutzerbild von MimoPeto
Since: Oct 2007
Posts: 343
BronzeStar
Da gibt es ein Mittel gegen... Warten, warten und dann holst Du Dir den Stack. Ich kann solchen Leuten nichts abgewinnen. Die zahlen früher oder später. 100%
 
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21-01-2008, 19:16
(#6)
Benutzerbild von nieou
Since: Nov 2007
Posts: 46
WhiteStar
seh das genauso wie peta - was sollen solche leute schon gewinnen. ich spiele gegen diese gegner sehr tight. so kann es natürlich sein, dass ein anderer sie uns wegspielt, aber wenn wir den flop sehen und ihn treffen (in 30% aller fälle) liegen wir gegen solche gegner fast immer vorn.
 
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21-01-2008, 22:02
(#7)
Benutzerbild von Garvinus
Since: Dec 2007
Posts: 160
Zitat:
Zitat von trashing88 Beitrag anzeigen
Was haltet ihr von solchen Spielern?
Sind sie nun doch gute Spieler und experimentieren?
Das erscheint dir nur eine Strategie zu sein. Es sind callingdummys die die Hände spielen, welche sie für stark halten, ohne z.B. zu wissen, was potentiell dominierte Hände sind; also z.B callen sie grundsätzlich mit jedem unsuited Ass. Das muss man halt wissen, wenn ein Ass auf dem Board liegt.
Ansonsten halt solide nach Odds und Outs spielen. Die Wahrscheinlichkeit spielt gegen sie und für dich, langfristig.
 
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22-01-2008, 07:25
(#8)
Benutzerbild von NotNamedYet
Since: Jan 2008
Posts: 8
finde auch es ist nur eine Frage der Zeit, bis solche Spieler von der Bildfläche verschwinden. Man kann halt noch so tight und aggressiv spielen, wenn einer Könige oder Asse hat wirft er sie nicht weg. War in deinem Fall sicherlich etwas Pech (bzw Unvermögen wegen dem Call mit dem Ass im Flop), aber auf Dauer macht der mit seinen unproportionalen Erhöhungen n paar BBs Gewinn, bis er an einer Hand seinen ganzen Stack verliert. Ist sehr oft so und hab ich auch schon hunderte von Malen gesehen.
 
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22-01-2008, 10:33
(#9)
Benutzerbild von MimoPeto
Since: Oct 2007
Posts: 343
BronzeStar
Man muss sich doch nur überlegen, dass es nicht sein kann, dass er immer gute karten hat mit denen er vorne liegt. klar versucht es dann der ein oder andere mal und der typ hat auch noch glück, aber auf lange sicht...

Ich nenne ihm immer eine Zeit, wann er den Tisch verlässt. z.B. 20Minuten... Meistens ist das auch so, denn irgendwann gibt es so ein stilles abkommen und alle anderen spielen nur noch gegen den bully...
 
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22-01-2008, 13:38
(#10)
Benutzerbild von trashing88
Since: Sep 2007
Posts: 324
BronzeStar
Zitat:
Zitat von MimoPeto Beitrag anzeigen
Man kann halt noch so tight und aggressiv spielen, wenn einer Könige oder Asse hat wirft er sie nicht weg. War in deinem Fall sicherlich etwas Pech (bzw Unvermögen wegen dem Call mit dem Ass im Flop)
Es war aber so das er wirklich jede Hand gespielt und hat jede Hand geraist hat, hab Hände bei ihm wie 6/3 oder T/2 oder 9/4 gesehen und er hat damit geraist und sie gespielt. Wieso soll er wenn ich KK hab ausgerechnet eine von den drei übrig gebliebenen Ässern haben? Er hätte jede der 47 noch übrig bleibenden Karten genauso gespielt das ist es ja!

Er hätte genauso gut nur das mittlere Paar oder Bottom Paar treffen können da wäre er genauso all in gegangen. Das ist das Schwere und teilweise vorteilhafte an dem Stil gewesen (also für ihn in dem Moment).

Wenn ich gegen einen tighten Gegner KK spiele und ein Ass im FLop kommt kann ich mir sicher sein das es das war. Aber bei ihm konnte ich mir nicht sicher sein bzw. ich tappte im dunkeln...