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Question
AK/ AQ oop grundlagen - 20-05-2013, 00:33
(#1)
Benutzerbild von Professor_D5
Since: Sep 2012
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Hi leute, spiele im moment 6-max zoom NL25 und komme mit AK und AQ oop relativ schlecht zurecht, vorallem im 3bet pot (wenn die 3bet von mir kommt).

Beispielsituation wo ich meist überfordert bin:

ich im SB oder BB mit AK/ AQ (nicht deep)
villain (fullstacked, keine reads) opened 3BB
Ich 3bet auf 9BB, Villain callt

Flop: J48 rainnbow

Was ist hier standard? Was hat villain hier überhaupt meistens? Pockets & suited connectors?

angenommen ich bring die cbet (ca 2/3 pot), er callt und turn is eine brick. Wie gehts dann weiter?

Ist hier c/f am flop ein fehler oder auch mal angebracht?

Bitte um anregungen, hab das geldverbrennen satt

Lg
 
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22-05-2013, 13:21
(#2)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
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(Moderator)
Das kommt halt vollkommen auf den Gegner an. Die unterscheiden sich ja bereits preflop nicht nur dadurch wie weit sie überhaupt openraisen, sondern auch darin wie weit sie callen, ob sie überhaupt 4betten, ob sie auch Bluffs in ihrer Range haben usw.

Die nächste Frage ist natürlich die Position, weil die gegnerische Range normalerweise deutlich tigher sein sollte aus UTG gegenüber dem Button.

Auch Postflop hängt es einzig und alleine vom Gegner ab, was man machen möchte. Der JT6 Flop trifft manche Spieler sensationell gut, andere die vorallem ihre PPs zum Setminen callen, hingegen natürlich nicht. Auch die Frage, wie weit jemand Flopbets called, ist sehr gegnerabhängig. Auf besagtem JT6 Flop kann Spieler A mit 99 gegen eine CBet folden, Spieler B called aber. Obwohl beide mit genau der gleichen Range zum Flop kommen.

Deshalb wirst du nie ein Pauschalrezept finden können. Man kann nur sagen, welche Boards von den meisten Gegnern häufiger getroffen werden und welche seltener. Häufiger treffen Spieler natürlich, wenn Draws liegen, während auf ragged Boards viel häufiger entweder sehr hart getroffen wird oder gar nicht. Wenn du gegen UTG ge3betted hast und der Flop kommt und du hast, eignet sich das Board natürlich deutlich schlechter zum cbetten als und vorallem eignet sich ersteres Board auf sehr vielen Turnkarten sehr viel schlechter zum secondbarreln als das zweite. Bspw. wenn der Turn die ist, sollte man gegen die meisten Gegner auf dem ersten Board deutlich öfter aufgeben als auf dem zweiten, auf dem man vermutlich mit einer second barrel deutlich mehr FE generiert.

Ganz allgemein sollte man einfach seltener gegen unknowns spielen


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22-05-2013, 17:40
(#3)
Benutzerbild von Professor_D5
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Zitat:
Zitat von B!gSl!ck3r Beitrag anzeigen
Ganz allgemein sollte man einfach seltener gegen unknowns spielen
Das is auf zoom dann doch nicht ganz so einfach

Eine frage noch: lasse ich langfrsitig geld liegen wenn ich auf drawy baords mit AK oop im 3bet pot c/f spiele gegen unknown?

Oder ist das jetzt wieder so eine 'kommt immer drauf an' frage von mir?

Danke jedenfalls für die ganzen Gedanken zu verschiedenen spots und villains
 
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22-05-2013, 18:37
(#4)
Benutzerbild von Professor_D5
Since: Sep 2012
Posts: 118
passend dazu gerade eben gespielt:

PokerStars Zoom No-Limit Hold'em, $0.25 BB (6 handed) - PokerStars Converter Tool from http://www.flopturnriver.com

Button ($32.10)
Hero (SB) ($26.83)
BB ($20.45)
UTG ($37.34)
MP ($25)
CO ($33.43)

Preflop: Hero is SB with ,
1 fold, MP bets $0.75, 2 folds, Hero raises to $2.25, 1 fold, MP calls $1.50

Flop: ($4.75) , , (2 players)
Hero bets $3, MP raises to $8, Hero folds

Total pot: $10.75 | Rake: $0.48

Results below:
MP didn't show


wohl zu groß gebettet...
 
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23-05-2013, 10:37
(#5)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Zitat:
Zitat von Professor_D5 Beitrag anzeigen
Das is auf zoom dann doch nicht ganz so einfach
Das stimmt natürlich

Bei der Frage, wie man einen unknown bewertet, kommt es aber auch auf das eigene Spielvolumen an. Wenn man einmal die Woche 2h Zoom spielt und dabei evtl. auch noch zwischen den Limits hin und her springt, sind die meisten Gegner unknown und können Regular oder Freizeitspieler sein. Wenn man im Monat 100k Hände Zoom spielt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei einem unknown um einen Freizeitspieler handelt, natürlich um einiges größer, weil man jeden Reg irgendwann mal trifft.

Der Flop in der Beispielhand trifft weder deine Range noch seine, Overpairs sind immer noch Overpairs, Overcards immer noch no Pair. Jetzt weiss man aber leider nicht, welchen Prozentsatz Overpairs ausmachen. Und man hat keine Ahnung ob er in der Lage ist den Flop zu bluffraisen oder zu floaten. Ist ein Spot in dem du nichts besseres mit einer Barrel rausbekommst, sondern nur schlechteres foldet. Aber damit gewinnst du immerhin eine Hand die du sonst aufgeben müsstest. Wenn eine deiner beiden Karten Herz wäre, würde sich der Flop deutlich besser zum Cbetten eignen, weil du dann etwa doppelt so viele Karten am Turn nochmal feuern kannst und das ist dann schon so 1/3 - 1/2 des gesamten Decks die du double barreln kannst (A/K/(Q)/Herz). Wenn man keine Infos hat, ob der Gegner light floated, möchte man den Flop aber wohl kleiner betten, weil seine Callingrange nicht sehr elastisch sein sollte. Wenn er JT hat, foldet er wohl auch gegen halben Pot bzw. kommt nicht viel öfter auf die Idee einen Move oder Float auszupacken.

Aber prinzipiell ist das ein Board das man gegen die oftmals ziemlich tighten Ranges auf Zoom gut check/folden kann oder man beschließt die Geschichte von KK+ glaubhaft zu erzählen, weil die meisten Gegner nicht die Eier haben TT 3 Straßen runterzucallen. Vorallem da bis zum River ja in der Hälfte der Fälle auch noch eine Overcard kommt, die Angst macht.


Team IntelliPoker - Alexander - Moderator


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