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NL5 - Set gegen Flush - 02-02-2014, 14:35
(#1)
Benutzerbild von Bíg Dog
Since: Jan 2014
Posts: 12
Guten Tag!

Beim heutigen Grind ist mir folgendes Szenario gleich zwei Mal passiert: Ich erhalte mein Set und werde dann durch Preflop schwächere Hände geschlagen, die ihren Flush treffen. Dies passiert mir in letzter Zeit so häufig, dass ich es als mein größtes Manko bezeichnen kann. (50$ weniger). Ansonsten schlage ich das Limit ganz gut, wäre also toll, wenn ich das auch noch hinbekommen könnte.




1. Beispiel
Der Spieler der die Hand im UTG eröffnet, ist ein sehr passiver Spieler, der seine Hand preflop verteidigt, aber sie postflop schnell wieder aufgibt, wenn er nichts trifft. Ich habe kein 3bet gespielt in der Hoffnung, dass die ebenfalls sehr losen Spieler nach mir in den Pot einsteigen. So, habe ich gedacht, bekomme ich, wenn ich mein Set treffe, maximale Auszahlung.



2. Beispiel
Mit dieser Hand bin ich besonders unzufrieden. Ich hätte am Anfang höher raises sollen 4-5BB. Auf dem Turn habe ich nicht gereraised, da ich wollte, dass der Spieler nach mir noch im Pot bleibt. Ich hätte wohl nicht so slow spielen sollen.

Hoffe ich kann von euch Tipps bekommen, wie ich besser gegen Spieler mit Flushdraw spiele. Ansonsten muss ich wohl einfach lernen auch Sets wegzuschmeißen.
 
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02-02-2014, 15:51
(#2)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Hallo und Willkommen bei den Handanalysen!

In Hand 1 ist alles bis zum bet/call auf dem Turn für ordentliche Odds ziemlich standard, nur das Betsizing am Flop ist mit halbem Pot zu niedrig auf einem Board das so viele Draws ermöglicht. Hier würde ich eher in die Gegend von 75% Pot anspielen.

Am River muss dir klar sein, dass du vermutlich keine Hand schlägst die for value shoved, außer der Gegner würde 77/22 wirklich so spielen, was ich für wenig wahrscheinlich halte. Du musst dich also fragen, ob er hier wirklich in mindestens 30% der Fälle bluffed.

In Hand 2 sollte man es, wie du bereits geschrieben hast, preflop größer machen.
Am River potted der Gegner gegen 2 andere Spieler auf einem Board, auf dem sowohl ein möglicher Flush liegt als auch mehrere mögliche Straights (QJ, J8, 86) die alle durchaus in der gegnerischen Range liegen. Hier solltest du dich fragen, von welchen schlechteren Händen du einen Call erwartest. Oder soll die Bet ein Bluff sein soll um Straights und TT rauszufolden?


Team IntelliPoker - Alexander - Moderator


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02-02-2014, 17:40
(#3)
Benutzerbild von Bíg Dog
Since: Jan 2014
Posts: 12
Danke für die Einschätzung.

Beim 2. Beispiel hatte ich einfach gehofft, dass er K x hält und seine Bet ein einfacher Bluff war.. dies wollte ich durch einen reraise herausfinden und sollte er eine Straße halten, versuchen ihn zum folden zu bewegen.
 
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02-02-2014, 22:18
(#4)
Benutzerbild von B!gSl!ck3r
Since: Aug 2007
Posts: 13.075
(Moderator)
Zitat:
Zitat von Bíg Dog Beitrag anzeigen

Beim 2. Beispiel hatte ich einfach gehofft, dass er K x hält und seine Bet ein einfacher Bluff war.. dies wollte ich durch einen reraise herausfinden
Aber wenn du glaubst er hat einen König den er gegen dein Raise folden muss, kannst du doch einfach callen und beim Showdown gewinnen? Ob er jetzt bluffed und folden muss oder beim Showdown verliert, macht für dich ja keinen Unterschied.

Du musst zum raisen eine ausreichende Zahl an schlechteren Händen finden die bezahlen und besseren Händen die folden um die Situationen auszugleichen in denen er called und du hinten bist.


Team IntelliPoker - Alexander - Moderator


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