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TOPTWO gegen Shorty - 11-03-2014, 23:27
(#1)
Benutzerbild von Nikita_Soko
Since: Dec 2012
Posts: 23
Nach einer schlechten Session heute wollte ich mich nochmal vergewissern ob meine Entscheidung ok war
Sollte ich das turn raise und den riverpush als anlass nehmen dort evtl noch n fold zu finden?
(ich denke er würde mir das play mit allen seinen toppairs twopairs oder halt besser zeigen... Ich seh mich da eigentlich nie folden)



Danke
 
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12-03-2014, 14:48
(#2)
Benutzerbild von sky4u2
Since: Oct 2012
Posts: 102
Also AJo OOP gegen short ist schwer zu spielen.
Folgende Check-Liste kann man durchgehen:

1) Welche Range gibts Du jemanden (leider hast Du keine Stats gepostet) einem MSS in Early: Für einen tighten mein Beispiel: JJ+ Ak, vllt. noch AQs, Etwas looser: 99+ - AJs

2) Was passiert auf den verschieden FLops: Buben treffen= overpair Problem, A Treffen = Kicker Problem. Über Fold nachgedacht wenn er Tight war?

As played: Bing-Bong, TopTwo getroffen. Besser gehts nicht. Rein die Marie, Sofort action entfachen, weil warum hast Du die Hand sonst gespielt?

3) Warum checkst Du den Flop? Donk-Value gehen! Oder wolltest Du hier check-raise spielen? Seine AK und AQ haben getroffen und sind für ihn dann unfoldbar -> Geld geht Flop rein = +EV Entscheidung. Und wenn er nicht getoffen hat, bringst Du ihn zum folden, gibts ihm keine weitere Freecard mit der er auf etwas drawen könnte (Wobei Draws eher GS-Draws zur Straße wären) Foldet er, ist das ein gutes Ergebnis meiner Meinung nach.

As played: Turn natürlich unglücklich. Bei mir gehen die Alarmglocken bei einem Minraise da an. Situation neu überdenken. Hat er ein Set JJ erwischt? Die könnte er auf dem Flop Slow gespielt haben – auch wenn das ein ziemlich schlechter Move gewesen wäre – meiner Meinung nach. Weil er muss/kann davon ausgehen das ich das A in der Hand habe mit dem ich weiterspielen möchte. Die 55 sehe ich hier immer noch nicht in seiner Range. Aber meine Regel nach Min-Raise: Pot-controll... hier gehts nicht mehr rein, River anschauen angesagt.

As played: River: Was ich immer wieder lernen muss: Dicke value bet auf dem River = er hats in mehr als 90% der Fälle auf den Micros. Die Line war stark, ein Bluff ist möglich, TopTwo ist schwer zu folden aber meist (gerade wenn es ein tighter war) macht eine solche Bet nicht wenn er TopTwo nicht schlägt. Set war möglich, Eine Straight mit QT sehe ich hier nicht. Knapp, aber Fold wäre ok gewesen.

Mein Fazit: Gute Hand = Value betten, slow playen auf dem Micros egal op IP oder OOP verboten.

So, mal sehen was die Pros hier zu der Hand sagen. Es darf widersprochen werden

Geändert von sky4u2 (12-03-2014 um 14:51 Uhr).
 
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13-03-2014, 11:55
(#3)
Benutzerbild von xflixx
Since: Aug 2007
Posts: 10.745
(Moderator)
GoldStar
Finde die vorherige Analyse schon in vielen Punkten zutreffend^^

Hier mein Take:

Pre würde ich nur callen, wenn du Villain in UTG eine weite Range öffnen siehst. Deine Position und deine Hand ist in Relation zu einer typischen UTG Opening Range wahrscheinlich etwas zu schwach. Man könnte auch alternativ über eine Bluff3Bet nachdenken.

Flop play entspricht erstmal dem Standard. Übers donken könnte man auch nachdenken, weil Villain eh nur einen so kleinen Stack hat und es ihm daher schwer fallen wird, den Pot noch angemessen zu kontrollieren (was er eher kann wenn du checkst).

Am Turn wäre ich schon happy es reinzubekommen, bis auf ein paar Slowplays oder geturntes 55 schlägst du alle seine möglichen Hände und es ist eh nur noch wenig behind. Blöd wäre, wenn du hier callst und Villain am River dann auf eine eklige Karte sowas wie AK/AQ oder schwächere two pair hinterhercheckt.



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