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Macht das Training durchschaubar?

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Macht das Training durchschaubar? - 17-04-2014, 17:24
(#1)
Benutzerbild von Junoum
Since: Apr 2014
Posts: 11
Erst mal ein Hallo von mir.

Ich hab mal ein paar Fragen, hauptsächlich zum Thema des Trainings hier auf der Homepage.
Zum einen mach ich mich mit dem Training nicht für andere durchschaubar? Ich meine wenn ich jetzt Stur nach den Verfahren vorgehe, z.b. hab ich ein Startblatt Kategorie 1 (KK). Preflop bin ich der Button. Alle callen vor mir. Ich raise nun um 4 BB. Ein paar callen und ich treffe den Flop auf keinster Weise . Nun raist jemand und ich schaue mit den Pot Odds ob ich calle oder reraise etc. Jemand der diese Vorgehensweise kennt, kann doch nun ganz gezielt dannach die Schwächen ausnutzen oder nicht?

Zum anderen wenn ich mir so den Ept anschaue und sehe dass da manche ja wirklich nichts von dem einhalten frage ich mich wie sie auf diese Spielweise gekommen sind?
Was ich meine ist, rechnen die sich auch die Pot Odds aus und vergleichen die das dann mit den Odds und wie die Gegner spielen/gespielt haben oder geht das dann rein nach Intuition und Erfahrung? Außerdem gibt es doch auch kein vollautomatisierter Algorithmus der einem auf lange Zeit Gewinne erzielen lässt? Ich frage deshalb, weil mir die Trainingsseiten genau den Eindruck machen.

Ich spreche jetzt speziell die an die schon langjährige Pokererfahrung haben. Geht ihr auch nach diesem "Schema" vor oder wird das ganz anders gehandhabt?


Liebe Grüße
 
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17-04-2014, 19:15
(#2)
Benutzerbild von dborys
Since: Oct 2007
Posts: 3.198
Hi Junoum und willkommen bei Intellipoker,


ich habe zwar schon einige EPTs gespielt, kann aber deine Frage ehrlich gesagt nicht wirklich verstehen. Welche Situationen meinst du genau? Was genau soll durch wen ausgenutzt werden können? Und warum raisen wir KK auf 4bb wenn ALLE spieler vor uns callen?

Das einzige was ich aus deiner Frage verstehe ist die Frage ob und wie die Spieler die Potodds nutzen, dazu kann ich sagen dass die erfahrenen und besseren Spieler diese natürlich nutzen für preflop entscheidungen wie das Bezahlen von All-Ins oder für postflop entscheidungen wie das bezahlen mit draws.


Wo jetzt der vorhandene oder nicht-vorhandene Zusammenhang mit den Live Trainings ist kann ich allerdings aus deiner Frage auch nicht nachvollziehen.
 
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17-04-2014, 19:56
(#3)
Benutzerbild von Junoum
Since: Apr 2014
Posts: 11
Okay danke erst mal für die Rückmeldung.

Okay, ich hätte kennzeichnen sollen das der obere und untere Teil unabhängig voneinander sind.

Was genau soll durch wen augenutzt werden können?

-Die Frage könnte ich mir vorhin selbst beantworten

Und warum Raisen wir KK auf 4BB wenn alle anderen vor uns callen?

- Ist das nicht so? : Mit einem Blatt der Kategorie 1 im Button wenn alle vorher callen sollte man raisen. Und das entspricht ungefähr 4BB (wenn man damit nicht über 1/3 seiner Chips kommt) Das würdest du anders machen? Und wenn ja warum?


Und wo jetzt der vorhandene oder nicht-vorhandene Zusammenhang mit den Live Trainings ist kann ich allerdings aus deiner Frage auch nicht nachvollziehen.


Auf die Live Trainings beziehe ich mich gar nicht, sondern nur auf die Lerninhalte ( Grundlagen,SitnGo,Turnier etc)
Da habe ich den Eindruck, dass das alles wie ein Pc Programm aufgebaut ist. Ein gewisses Schema. Es fängt an mit: Welche Karten hast du? An welcher Position sitzt du. Wer macht was, in welcher Position. Und wenn dann ... das ist dann machst du das. Und wenn das passiert, dann machst du wieder das. Sozusagen ein reines auswendig gelerne. Und da ist der Punkt wo ich mich frage: Wird Poker so gespielt? Ein wahnsinnig großes Programm im Kopf abspielen?

Ich hoffe ich konnte jetzt verständlicher ausdrücken was ich meine

Geändert von Junoum (19-04-2014 um 12:25 Uhr).
 
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18-04-2014, 01:00
(#4)
Benutzerbild von dborys
Since: Oct 2007
Posts: 3.198
Ich beziehe mich einfach mal auf deinen letzten Absatz da ich nicht genau weiß aus welchem Artikel das KK Beispiel ist und worauf es sich genau bezieht:


Die beschriebenen Vorgänge (Karten bewerten, Position, vor uns geschehen Action (calls, raises etc), sind Dinge auf die jeder vernünftiger Pokerspieler achtet da diese esseziell für den Verlauf der Hand sind und sind die einzigen Informationen die wir haben, da wir die Karten unerer Gegner nicht wissen.

Daraus ziehen wir Annahmen über deren Ranges (bsp. tighter Spieler eröffnet UTG und anderer tighter Spieler callt dahinter) und überlegen was die profitableste Spielweise mit unserer konkreten Hand wäre. Durch Spielerfahrung brauchen bessere Spieler allerdings deutlich weniger Zeit sowohl fürs Treffen der Annahmen als auch dafür, die (vermutlich) beste Spielweise mit unserer Hand zu "finden".

Dieser Automatismus, auf den du eingehst ist also wirllich was viele Pokerspieler inne haben, allerdings wird dieser durch Erfahrung so schnell im Kopf umgesetzt (beispiel, es wird zu uns im SB gefoldet, wir haben einen guten Stack und der BB hat einen Stack von 5BB, jeder erfahrene Spieler wird dort nicht lange überlegen müssen um zu erkennen dass er dort mit sehr vielen Händen allin gehen kann(wenn er davon ausgeht dass der BB zu tight callt sogar any two cards profitabel reinstellen kann)). Insofern ja, der Automatismus ist (irgendwann) vorhanden, muss aber erst durch sehr viel Erfahrung aufgebaut werden.

Das was die Artikel die Einsteiger lehren sollen sind eher Grundgedanken, da wenn man gerade erst anfängt nicht gut einschätzen kann wie gut die eigene Hände gerade relativ zum Stack und zur vorigen Action ist und wie man am besten vorgehen sollte. Sobald man Erfahrung gesammelt hat (sagen wir mindestens 500 Turniere) kann man durchaus davon abweichen wenn man denkt dass die eigene Line profitabler ist als die im Artikel vorgegebene.




Hoffe diese Textwand konnte dir ein wenig weiterhelfen, konnte mich leider nicht einfacher ausdrücken
 
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18-04-2014, 15:28
(#5)
Benutzerbild von Junoum
Since: Apr 2014
Posts: 11
Doch doch. Danke. Hat mir sehr geholfen.

Ich hab noch ne Frage, auch wenn ich langsam komplett vom Thema abweiche. Was lohnt sich denn am Anfang für Arten und Tische zu spielen zum Üben? Momentan Spiele ich nur NL Holdem - Spielgeld 1/2 Blinds und hin und wieder das Open League Turnier. Aber es gibt ja noch so viel mega viele andere Sachen auf Pokerstars, von dem ich nicht weiß, was als gut geeignet ist.
Außerdem: Was haltet ihr von den Pokertrackern? Ich hab mir als Beispiel die Demo von Pokertracker 4 geladen, da ich damit perfekt meine Handhistorie nachlesen kann.

Geändert von Junoum (19-04-2014 um 12:28 Uhr).
 
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18-04-2014, 16:10
(#6)
Benutzerbild von Eem01ofEEnGe
Since: Sep 2011
Posts: 1.179
Hi Junoum,
Das du erst mal mit Spielgeld anfängst ist gut.
Allerdings dient es nur dazu sich mit der software und den regeln vertraut zu macvhen!!!
Wenn es um echtes Geld geht wird ganz anders gespielt als bei Playmoney-da dies meist nur gedonke ist.
Was auch sehr gut ist das du content machst
Ein tracker ist natürlich auch von Vorteil(bei echtgeldtischen).
Solltest du mit echtgeld anfangen empfehle ich dir mit den niedrigsten limits anzufangen.
Wenn du da auch nlh spielen willst steht noch die frage aus willst du cg spielen oder sngs?
Wichtig ist am Anfang sich auf eine Variante zu konzentrieren und nicht alles durcheinander zu spielen.
Viele haben auch mit fixed limit angefangen echtgeld zu spielen-davon hab ich allerdings kein Plan.
Des weiteren kann ich dir empfehlen hier einen Blog zu eröffnen und dich mit anderen auszutauschen in dem du Hände postest-dies gilt natürlich für echtgeld-da playmoney hände posten nicht wirklich viel sinn macht^^.


Wenn Du nach den ersten zwanzig Minuten nicht weisst, wer der Dumme am Tisch ist, dann bist Du es. Aber wenn der Dumme nach der zweiten halben Stunde noch nicht von Tisch ist, dann bist Du auch nicht viel klüger!
Zitat:
Zitat von Picasso25
Hey, die regs, die grad gegen dich voll abspasten und einfach anytwo hitten, ja diese regs tun dir leid! Denn diese regs sind gewinnen nicht gewohnt, da sie so unfassbar scheisse im Kopf sind.
 
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18-04-2014, 16:19
(#7)
Benutzerbild von Tom_FRG
Since: Jan 2008
Posts: 605
Zitat:
Zitat von Junoum Beitrag anzeigen
... Was lohnt sich denn am Anfang für Arten und Tische zu spielen zum Üben? Momentan Spiele ich nur NL Holdem - Spielgeld 1/2 Blinds und hin und wieder das Open League Turnier.
Für mich bedeutet "Üben" sich mit der Bedienung der Pokersoftware vertraut machen: Dafür sind Spielgeldtische SEHR GUT geeignet.
Um Poker zu "LERNEN" kommst Du früher oder später nicht drum rum, dich an Echtgeldtische zu setzen!
Solltest du allerdings NUR Spaß haben wollen, spricht absolut nichts dagegen, weiter mit playmoney dein Glück zu suchen.

Am leichtesten zum Lernen von Pokern sind die Holdem Varianten: Der eine empfiehlt Limit (hier sind die möglichen Verluste in einer Hand am geringsten), etwas mehr Aktion ist dann schon bei No-Limt vorhanden.
Bzgl. Aktion dann zusäzlich noch die Wahl der Tischgröße: 6max vs. ("gemütlicheres") Fullring; für den Anfang denke ich ist FR besser.

Zitat:
Zitat von Junoum Beitrag anzeigen
Außerdem: Was haltet ihr von den Pokertrackern? Ich hab mir als Beispiel die Demo von Pokertracker 4 geladen, da ich damit perfekt meine Handhistorie nachlesen kann.
Wenn man Echtgeld an mehr als x Tischen spielen will, sollte man über einen Kauf nachdenken! x ist jetzt je nach Talent unterschiedlich groß, manche können 2 -3 Tische noch bequem beobachten (und sich entsprechende Notizen in Pokerstars zu den jeweiligen Spielern machen), in dem Fall kann man auf einen Tracker auch verzichten!
Und wie du ja schon bemerkt hast: Mit Tracker kann man nach einer Session die Hände sehr leicht nachbereiten.
 
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18-04-2014, 16:52
(#8)
Benutzerbild von Junoum
Since: Apr 2014
Posts: 11
Okay ihr seid euch beide ja einig, dass man um Echtgeldtische nicht drum rum kommt. Aber warum kann man es nur dort wirklich "lernen"?

Bis jetzt machte mir NL SnG am meisten Spaß, allerdings ist Echtgeld auch ne ganz andere Nummer. Was mich da so noch stört ist die Zeit, die einem im Nacken sitzt. Wenn ich manchmal nachdenke über Pot Odds, vergleiche usw ist meine Zeit ziemlich schnell abgelaufen. Und wenn ich dann im nachhinein meine Hände anschaue, kann ich manchmal nur mit´m Kopf schütteln.

Zitat:
Des weiteren kann ich dir empfehlen hier einen Blog zu eröffnen und dich mit anderen auszutauschen in dem du Hände postest-dies gilt natürlich für echtgeld-da playmoney hände posten nicht wirklich viel sinn macht^^.
Warum macht das bei Spielgeld keinen Sinn? Ich hab noch so einige Hände abgespeichert, die ich noch veröffentlichen wollte, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich einfach Pech gehabt hatte, trotz Monstercards oder ob ich komplett auf´m Holzweg war.

Okay, dann lass ich den Pokertracker erst mal auf´m PC für die Hände.

Geändert von Junoum (19-04-2014 um 12:30 Uhr).
 
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18-04-2014, 17:21
(#9)
Benutzerbild von dborys
Since: Oct 2007
Posts: 3.198
Bei Spielgeld ist einfach die Sache dass es kaum gute Spieler gibt und der größte Mehrheit der Spieler es egal ist wie die Hand ausgeht weil sie einfach nur ein bisschen spielen und gamblen wollen und dabei kein echtes Geld verlieren können. Das einzige was du für dich von diesen Spielern mitnehmen kannst ist es, dir wirklich viele Hände zu notieren und diese nach Odds/Outs zu analysieren und zu schauen ob die Gegner Fehler mit ihren calls gemacht haben udn wenn ja, warum.

Ich würde dir vorschlagen zunächst bei Spielgeld zu bleiben, und bei den SNGs zu bleiben die du spielst (am besten 6max damit es halbwegs wenige 5-9way pötte gibt, da dort selbst kein Pokerprofi durchkommen würde ), sowie dir die vorhandenen Videos der Trainings anzuschauen (egal ob cashgame oder SNGs/Turniere) einfach um ein besseres Gefühl für das Spiel zu bekommen und zu verstehen welche Gdankengänge du bei Händen eigentlich brauchst. Es kann leider sein dass einige dieser Videos erst ab 20VPPs verfügbar sind, ich glaube das kann ich allerdings leider nicht ändern.
 
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18-04-2014, 17:33
(#10)
Benutzerbild von Junoum
Since: Apr 2014
Posts: 11
Perfekt, ich danke euch euch für die hilfreichen Antworten