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Kings am Big Blind auf NL100 - Hand der Woche (Tickets zu gewinnen)

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Kings am Big Blind auf NL100 - Hand der Woche (Tickets zu gewinnen) - 27-06-2015, 10:44
(#1)
Benutzerbild von NerdSuperfly
Since: Jun 2007
Posts: 3.309
(Administrator)


Die Poker Hand der Woche mit und von xflixx - wie hättet ihr gespielt?

Postet eure antworten hier bis Donnerstag (2. Juli, 23:59 Uhr). Alle Antworten bekommen ein School Pass Ticket, die beste Antwort bekommt ein Freeroll-Ticket für das $5.000 Big Bang.

- Einzeiler im Stil von "fold preflop" oder "würde wie Poster XY spielen" zählen nicht
- Felix sucht den Gewinner aus
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27-06-2015, 14:22
(#2)
Benutzerbild von PokerGame95
Since: Oct 2013
Posts: 1
Preflop:nach dem openraise vom Spieler aus der MP hätte ich die Kings auch ge3bettet weil er wahrscheinlich eine tighte Range hat und demnach wird er oft callen. Zudem sitzt du out of Position und das ist einer weiterer Grund für eine 3bet.

Flop:Der Gegner hat den Flop behind gecheckt demnach geb ich ihm kein A sonst hätte er wahrscheinlich on position angespielt und dir nicht unnötig eine freecard gegeben.

Turn:der Raise vom Gegner seh ich als Bluff. Da ich keine näheren Infos über den Gegner hab, geb ich ihm auf jeden Fall eine tighte Range, da die Limits ja recht hoch sind und er auf der MP sitzt. Auf der Position wird er kaum eine 8 getroffen haben und ich seh die Kings immernoch vorne. Eventuell hält er JQ und bettet als Semibluff oder er hält ein mittelstarkes Pocketpair und will noch paar chips mehr gewinnen, wenn er sich vorne sieht.

River:auch der River ändert meiner Meinung nach nichts. Geb ihm nach wie vor kein A höchstens ein Pocket oder ein kompletter Bluff.Würde daher die Bet nochmal callen.
 
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27-06-2015, 19:42
(#3)
Benutzerbild von JoeCrocodill
Since: Oct 2014
Posts: 357


Preflop: Wir sind relativ deep. Starthände wie KK verlieren hier relativ ein wenig an Wert. Auch die 3-Bet bringt hier noch keine niedrigere SPR, die das Spiel mit KK OOP deutlich einfacher macht.
Trotzdem ist die 3-Bet Standard; besonders OOP möchte man hier von einer tighten O-Range Value bekommen.

Flop: Das Board ist dry ohne gefährliche Draws; eine C-Bet im 3-Bet Pot dürfte aber trotzdem vor allem Calls von besseren Händen verursachen; also ist der Check ein Weg die Range beim Gegner nicht zu stark einzuengen und ihn eventuell bluffen zu lassen. Wir halten jetzt zumindest einen Bluff-Catcher.
Er checkt behind, was er mit einer breiteren Range (AQo+,ATs+, KQs,TT-AA) tun kann.

Turn: Wir checken erneut; er bettet 2/3 Pot, was jetzt polarisiert. Also entweder er hat AX,TT oder er vermutet richtig, dass wir hier kein AX haben und bettet daher ein PP (JJ,QQ - 12 Comb.), das wir schlagen.
Unser Call ist auch EV technisch noch okay. Ca. 29 Comb. schlagen uns.

River: Das zweite A ist gut für uns, reduziert es doch seine Comb. die uns schlagen auf ca. 20. JJ bettet er hier nicht mehr oft, weil wir auch nach PP aussehen. QQ sind 6 Comb. die wir schlagen, was den Call mit unserem Bluff-Catcher jetzt fast noch rechtfertigen könnte.
Sehr knappe Entscheidung!
Aber wenn wir den Turn callen, sollten wir jetzt auch den River nochmals callen.

Geändert von JoeCrocodill (27-06-2015 um 21:51 Uhr).
 
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28-06-2015, 15:48
(#4)
Benutzerbild von zzr1100r
Since: Jan 2009
Posts: 19
Vorbemerkung:

Nachdem 1 Seat nicht belegt ist handelt es sich um einen 5-handed table, wo einige Hände eine höhere Wertigkeit erhalten.

Preflop:

Aufgrund der Vorbemerkung muss man beim Gegner mit dem openraise aus Midposition mit einer weiten range rechnen. Deshalb und da wir keine Position haben ist die 3-Bet meiner Meinung nach ein absolutes Muss, denn sie vertreibt schon mal die schwachen Ax und schwachen Pockets und manchmal sogar mittlere Ax, die einem gefährlich werden können. Nach dem call des Gegner ist seine range reduziert auf mittlere und starke Pockets und Ax und weniger wahrscheinlich Bilder.

Flop:

Nun sind wir out of Position und mit dem A auf dem Board in einer schwierigen Lage. Ich hätte hier ein Bet von 2/3 Pot gemacht. Du warst preflop der Aggressor und auf dem Flop erhalten wir noch relativ billig mit dem Bet Information. Falls der Gegner Ax oder ein Set hat, called er mindestens und bei einem raise hätten wir einen easy fold. Bei allen anderen Händen hätte er jetzt die schwierige Entscheidung und müsste eigentlich folden. Hände bei ihm, die jetzt einen Gutshot haben, können wir auch nicht ganz ausschließen. Ohne ein Bet erhalten diese eine Freikarte.

Nach dem check, check, schließe ich ein starkes A oder ein Set bei ihm aus, denn sobald er eine Hand hält, bei der er glaubt vorne zu sein, muss er betten, denn er muss annehmen, dass Du einen Gutshot haben könntest. Für mich bleiben somit nur mittlere Ax, Pockets oder Bilder wie KQ, KJ o.ä. für ihn.

Turn:

Hier hätte ich spätestens das versäumte Bet nachgeholt, denn nun kann er auch noch FD haben und auf Flop und Turn zu checken, gilt bei den meisten Spieler als Schwäche, deshalb verwundert mich das Bet des Gegners nicht. An der range des Gegners hat sich bis auf FD nichts geändert. Der Call geht in Ordnung.

River:

Wenn ich den Turn calle, muss ich auch den river callen. Mittlere Ax und sets sind weniger Kombinationen als die Hände, die du schlägst, deshalb könnte man auch über ein raise nachdenken.

Geändert von zzr1100r (29-06-2015 um 10:36 Uhr).
 
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28-06-2015, 18:14
(#5)
Benutzerbild von Pepask2000
Since: Apr 2011
Posts: 3
Preflop:
Da nur 5 Leute am Tisch sind muss die Qualität der Händer Vorrang vor der Quantität haben. Hohe Karten haben also Vorrang. Unser Monster KK bietet uns eine gute Ausgangslage um den Pot zu füllen und uns von den anderen bedienen zu lassen. Da wir vom Chipstack unterlegen sind müssen wir die Aktionen des Gegners gut im Auge behalten. Eine obligatorische 3-Bet ist hier sicher angebracht um das Feld auszudünnen, vorstellbar ist aber auch ein hoher Call um den Gegner zum Handeln zu bewegen. Ich würde einen Double-Bet spielen und schauen wie weit der Gegner vorprescht.

Flop:
Da kommt ein Ass auf dem Flop und eigentlich hätten wir mit einem 3 Bet am Anfang bereits alle Ax und Mid-Range Händer vom Feld verbannen können. Doch der Flop bietet diesen Spielern wieder Auftrieb, daher ist Vorsicht geboten. Der Check unseres Gegners soll uns in Sicherheit wiegen und uns meiner Meinung nach zu einem hohen Einsatz verleiten wenn wir ein Monster auf der Hand haben.

Turn:
Auf dem Turn hält der Gegner alle Optionen offen und uns im Ungewissen. Will er uns zu einem hohen Einsatz verleiten oder blufft er. Sein Einsatz von 13 soll uns reizen und zum Gegeneinsatz verleiten. Ich bleibe vorsichtig, würde maximal callen um zu sehen was auf dem River kommt und wie er weiter vorgeht.

River:

Das Ass auf dem River macht hier für mich den Sack zu. Die Sache riecht stark danach dass er ein Ass auf der Hand hat und das Set somit komplett ist. Auch weitere Kombinationen wie A-10 A-5 oder A-8 sind hier denkbar. Der nicht besonders hohe Einsatz von 30 ist knapp etwas über dem doppelten unseres letzten Calls und soll uns anfüttern den Pot nochmal ordentlich zu bestücken. Hier ist Vorsicht geboten

Finale:
Ich sage der Gegner deckt im Abschluss ein Ass auf und hat mindestens das Set getroffen. Das Full-House ist ebenso nicht ganz auszuschließen. Daher werfe ich trotz meines Einsatzes weg und behalte einen großen Teil meines Stacks. Das Risiko war hier viel zu hoch.

Danke fürs Lesen.
 
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29-06-2015, 17:21
(#6)
Benutzerbild von 1002MB
Since: Mar 2015
Posts: 10
ChromeStar
Preflop: Auf den Raise des Gegners muss mit KK natürlich eine 3bet folgen. Die Höhe ist hier auch gut gewählt, hätte ich genauso gemacht. Der Gegner callt, d.h. ich würde ihm jetzt zumindest keine AA geben, man kann also davon ausgehen, dass man Preflop die bessere Hand hält.

Flop: Das Ass stört natürlich sehr. Hier hätte man jedoch auch anspielen können, um zu sehen, wie der Gegner mit der Bet umgeht. Es ist zwar wahrscheinlich, dass er ein Ass hält, jedoch ist es auch ein Rainbow-Flop, womit man den Gegner im Laufe der Hand von Händen wie Ax suited mit x<10 runter bekommt (sofern er kein zweites Paar trifft). Genauso gut könnte der Gegner suited Broadways ohne Ass halten. Auf den Flop würde das mit Gutshot und wahrscheinlich auch Backdoor Flush Draw jedoch wohl noch nbicht gefoldet werden, d.h. callt der Gegner wird man daraus auch nicht schlau. Vielleicht war der Check einfach die schlauste Variante. Jedoch gibt es hier jetzt einen Check Behind, durch den man über den Gegner auch nicht viel erfährt. Vielleicht checkt er ein Ass, ich halte es jetzt jedoch für wahrscheinlicher, dass er so etwas wie JKs, QKs oder JKs hält und sich die Outs nicht nehmen will.

Turn: Ein weiteres Kreuz. Beim Gegner kann mit A8 ein weiteres Paar angekommen sein, hält er so etwas wie auf den Flop angesprochen, kann er jetzt einen Flush Draw aufgesammelt haben. Du checkst erneut, für dich hat sich die Situation nicht groß verändert, wenn du also auf den Flop checkst, solltest du auch hier checken. Der Gegner setzt jetzt, vielleicht ist es ein Semi Bluff mut Flush Draw, vielleicht will er jetzt aus seinem Ass noch etwas Geld heraus holen. Die Bet ist allerdings nicht besonders hoch angesetzt, so dass es ein einfacher Call ist.

River: Das Karo Ass ist eine ziemlich gute Karte für deine Hand. Flush und Straight Draws sind geplatzt und es gibt keine Hand, gegen die du auf den Turn vorne warst und jetzt verlierst, vielmehr schlägst du jetzt zwei Paare T8, T5, 85 jetzt, wobei der Gegner wohl keine dieser Hände haben wird. Das würde ich jetzt einfach Check Call spielen, wenn der Gegner nicht gerade reinstellt (dann wäre es eine wirklich schwere Entscheidung). Ein Ass ist natürlich unwahrscheinlicher geworden. Nunja, der Gegner setzt 30$, das ist wirklich ein fairer Preis, um das zu callen. Dich schlägt natürlich jedes Ass, ansonsten aber nur TT, 55 und 88. Letztere Hände würde ich beim Gegner nicht ausschließen, es ist jedoch genauso möglich, dass er nur versucht, einen geplatzten Draw irgendwie zu retten. Ich würde hier also einfach callen und sehen, ob er sein Ass oder ein Set auf den Flop einfach nur gecheckt hat oder ob es eben ein Bluff ist.
 
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29-06-2015, 20:23
(#7)
Benutzerbild von Craquelé
Since: May 2014
Posts: 22
Hallo (überarbeitete Version)

Preflop:
Der Raiser aus dem Cutoff ist unbekannt und raist auf 2,5BB. Wir halten KK. Eine große Dreibet (9,5BB) ist meiner Ansicht nach gut, da wir 200BB deep und OOP (out of position) sind und seinen spekulativen Händen etwas schlechtere Odds geben wollen. Spekulative Hände deshalb, weil sich diese 200BB deep IP (in Position) gut spielen lassen und diese in Villains Openingrange sind. Ich nehme an, dass seine Callingrange in etwa so aussehen könnte: mittlere bis kleine Paare (Setvalue), Suited Connectors, Suited Broadway, Suited Aces und natürlich Premiumhände, die er nicht Vierbettet.
Angenommene Range: AA-22, AKs-A2s, AKo-AJo, KQs-76s, KJs-J9s, KTs
Einige Hände würde er natürlich zu einem gewissen Prozentsatz vierbetten.. Asse obv

Flop:
Man kann diesen Flop sicherlich betten, da wir gegen seine Range trotz des Acehighflops vorne liegen. Außerdem balancen wir unsere Range mit einer Bet. Ein Check polarisiert unsere Range mehr. Meist haben wir dann Showdownvalue (z.B. KK,QQ,JJ,99 oder schwache Asse) oder Nuts (AA,TT). Das kommt natürlich auch auf unsere Dreibetrange an. Ich denke, dass Villain auf eine Bet meist nur mit Ax,TT,55 weiterspielt, was z.B. eine 65% Flopbet profitabel macht, da er trotz seiner tighteren Range in einem Dreibetpot nicht viel öfter den Flop trifft als normal (ca 33%). Wenn er mit schwächeren Händen callt, liegen wir vorne und bekommen sogar noch Value (solange er z.B. JJ durchcheckt, und nicht in einen Bluff verwandelt).
Aber OOP gegen einen unbekannten Gegner 200BB deep wirkt ein Check, um Potcontrol zu betreiben, natürlich alles andere als unlogisch. Wenn er auf dem Flop bettet macht es unsere Entscheidung aber nicht viel einfacher, als wenn wir betten und einen call bekommen, da wir KK auch nicht einfach Checkfolden wollen. Deshalb finde ich eine Bet besser.

Turn:
Der Check folgt weiterhin unserer Potcontrol-Strategie. Nun bettet Villain 2/3 Pot. Nach unserem zweiten Check wird uns Villain höchstwahrscheinlich auf eine Hand mit Showdownvalue setzen. Seine (polarisierte) Bet kann deshalb mehrere Gründe haben.
1. er bettet seine Valuehände (AA, TT, 88, 55, Ax) (Sets, Twopair und Toppair)
2. er semiblufft Draws, Flushdraws sind überraschend wenige in seiner Range, da das Ac liegt und wir den Kc halten (habe Grün als Kreuz interpretiert); Straightdraws sind etwas mehr in seiner Range denke ich
3. er blufft
Hände mit gutem Showdownvalue wird er eher checken (QQ, JJ)
Da unser Gegner möglicherweise fast seine gesamte Range (außer die wenigen Showdownhände) bettet, sollten wir callen, und schauen, was auf dem River passiert.

River:
Wir checken (Showdownvalue, Potcontrol). Nun bettet Villain 2/3 Pot.
Wir bekommen Odds von 28% für einen Call. Jetzt hängt es davon ab, wie wir unseren Gegner hinsichtlich seines Spielverhaltens und seiner Range einschätzen. Die Frage ist auch, ob Villain z.B. 99 oder JTs auf Turn und River bettet bzw. blufft, da er uns auf JJ-KK setzt und glaubt, kein Showdownvalue zu haben.
Villain repräsentiert mit seiner Bet ein Fullhouse und einen Drilling. Wenn wir davon ausgehen, dass er Preflop alle Pocketpaare, sowie Axs und AKo-AJo callt, kommen für ein Fullhouse folgende Hände in Frage: TT, 88, 55, AT, ATs, A8s, A5s. Für Drillinge kommen AKo-AJo, AKs-AJs, A9s, A7s, A6s, A4s-A2s in Frage. Allerdings denke ich, dass Asspaare mit starkem Kicker (AK und AQ) schon oft den Flop betten. Es wirkt erstmal so, als würden uns sehr viele Hände schlagen, aber alle diese Starthandkombinationen sind stark reduziert, da zwei Asse auf dem Board liegen und Sets und Fullhouse auch nur wenige Kombinationen haben. Nach dem Zusammenrechnen der Kombinationen komme ich auf 46, und wenn wir noch welche abziehen, da er sie manchmal auf dem Flop bettet, sagen wir einfach mal 40.
Die Hände, mit denen er Preflop callt und dann auf dem Turn anfängt zu betten könnten etwa so aussehen (wenig bis kein Showdownvalue): KQs-KJs, KQo, QJs, J9s, 98s, 87s, 76s; 99, 77, 66, 44-22.
Das sind 64 Kombinationen. Da wir nur zu 28% mit einem Call den Pot gewinnen müssen, klingt das doch schonmal ganz gut. Wenn wir die Hälfte der Kombinationen abziehen, weil er sie nicht blufft, oder auf dem River aufgibt, oder weil er sie schon auf dem Flop anspielen würde, kommen wir auf 32 Kombinationen. Und selbst das reicht für einen Call aus: 32/(40+32) = ca. 44%. Wenn ich mit der Einschätzung der Ranges nicht total falsch liege, sollten wir callen.

Geändert von Craquelé (02-07-2015 um 01:14 Uhr).
 
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29-06-2015, 22:59
(#8)
Benutzerbild von FishhookAlex
Since: Apr 2012
Posts: 15
Preflop:
Standard 3-Bet. Sein Call verrät: Er könnte gut Ax halten, kleine bis mittlere Päärchen oder eben 2 Karten mit Bildchen drauf Hohe Pärchen würd er wohl reraisen, sind aber nicht ausgeschlossen.

Flop:
Aufgrund seiner Calling Range ist der Check nachvollziehbar. Dadurch erhalten wir Infos von ihm, außerdem werden wir oft eher nur von besseren Händen gecallt und bekommen nur von wenigen Händen Value. Das Board ist außerdem dry und ungefährlich, eine Karte mehr für ihn ist also nicht schlimm für uns.

Sein Check deutet darauf hin, dass er kein bloßes Ass hält. Ich glaube nicht, dass er hier so tricky spielt und checkt, um uns beim Turn zum betten zu verleiten. Sieht demnach auch nicht nach kleineren bis mittleren Pärchen aus, sonst müsste er die protecten. JJ/QQ/KK würde er sicher raisen. Mit gutshot würde er hier wohl auch raisen. Entweder hat er hier also gar nichts oder eben sowas wie TT/AA/A5/A10.

Turn:
Die 8 ändert nicht wer vorne ist. Wir könnten betten und hoffen, dass ihm die 8 einen gutshot oder flushdraw gegeben hat, oder checken und hoffen, dass er bettet. Außerdem gibt uns das weitere Infos. Die zweite Variante finde ich besser. Er bettet 2/3 Pot - (Semi)Bluff oder TT/AA/A5/A10. Ein Reraise würde uns wohl die Antwort geben, aber das würde er wohl nur mit der besseren Hand callen.

River:
Das Ass ändert ebenfalls nicht wer vorne ist. Betten wir, foldet er mit einer schlechteren Hand, aber wir kassieren den Pot. Checken wir geben wir ihm die Möglichkeit zu bluffen, aber bekommen die Möglichkeit gegen slow geplayte TT/AA/A5/A10 zu folden. Was schwer wird, da wir doch viele Bet sizes callen müssen. Er bettet erneut 2/3 vom Pot. Das sieht nach einer Valuebet aus. Wir folden schweren Herzens.

Geändert von FishhookAlex (29-06-2015 um 23:02 Uhr). Grund: Ergänzung
 
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30-06-2015, 13:15
(#9)
Benutzerbild von briccius
Since: May 2008
Posts: 36
Pre

CO öffnet mit 2.5x. Vermutlich hat er aufgrund seiner Position eine weite Range. Die große 4bet von Hero im BB (fast 4x des openraises) ist gut, da Villain aufgrund der deepen Stacks (eff stack 200 bbs) viele spekulative Hände callen wird. Der Nachteil ist, dass sie unsere Range stärker definiert und villain so einen Informationsvorsprung bekommt. Außerdem wird Pot control auf späteren streets schwieriger, weil der Pot schon größer ist.

Nachdem Villain callt, kann man seine Range aufgrund der deepen Stacks noch nicht wirklich besser definieren. Es ist sogar denkbar, dass er aufgrund der deepen Stacks eine Hand wie QQ oder KK nicht 4-bettet.

Flop:

Ein semitrockener A high Flop auf dem Hero checkt, definiert Heros Range noch stärker, fast schon face up. KK, QQ, JJ sowie underpairs können diesen Flop zum Zwecke der Pot Control checken. Allerdings könnten eventuell auch AA checken, ist aber weniger wahrscheinlich. Immerhin hat Villain hier oft Gutshots, manchmal Ax und manchmal TT. Ich denke es wäre ein Fehler bei so deepen stacks mit AA hier nicht zu cbetten. Ich würde meine Checking Range hier balancen indem ich underpairs und die schwächeren Ax checken würde. Diese würde ich x/c spielen (KK-JJ), spekulative SCs ohne Beziehung zum Board würde ich x/f spielen. Cbetten würde ich mit den stärksten Ax aus meiner Range, AA, TT, und ein paar gut-shots zum Balancen. Ich weiß nicht, ob ich auf diesem Flop eine x/r Range Sinn macht, aber wenn ja, dann vielleicht Hände wie z.B. KQs mit bdfd.

Auf jeden Fall checkt villain behind. Was bedeutet das für seine Range? Wenn er ein A hält, wird er vermuten, dass er keine 3 Straßen value bekommt und könnte zum Zwecke der deception checken. Außerdem will er nicht ge-x/r werden. Einige von diesen Assen, vor allem die stärkeren, wird er aber auch anspielen um value von unseren schwächeren Ax zu bekommen. Viel häufiger hat er aber spekulative Hände ohne Paar, etwa 76s, oder ein marginales Paar mit SD value wie etwa JTs. Außerdem auch alle Underpairs, mit denen er for set value gecallt hat. Ich denke, dass er reine Gutshots wie etwa KQ oder KJ unter Umständen bereits am Flop anfangen würde zu betten, erstens um die Leverage auszunützen falls wir wegen Pot Control gecheckt haben und zweitens um den Pot aufzubauen, falls er seine Nuts trifft. Denke also, dass wir solche Hände eher aus seiner Range discounten können. Dazu kommt noch, dass wir die K blocken.



Da man nicht weiß wie oft er KQ,QJ oder AQ anspielt oder behind checkt, habe ich mal die unsuited versions und die suited in Pik in der x behind range gelassen und angenommen dass er die suited versions mit bdfd stabbt.

Wenn man davon ausgeht, dass er sets und 2pair bettet ergibt sich folgende plausible x behind range:

KK-JJ, 99-66, 44-22, AJs, A9s-A2s, KTs, QTs-Q9s, J8s+, T8s+, 97s+, 86s+, 76s, 65s, 54s, AsQs, KsQs, KsJs, AJo, KJo-KTo, QTo+, JTo

Turn:

Der Turn bringt die 8c, die einige seiner spekulativen Hände aufwertet, alles SCs in Kreuz haben einen FD, 76s eien oesd. Hero checkt nun ein weiteres Mal. Hier wäre eine Bet ebenfalls interessant gewesen, im Sinne der Pot Control und des Inducens ist ein Check aber sehr logisch und trägt der Tatsache Rechnung, dass Hero oop ist. Der Plan ist also x/c. Nun bettet Villain 2/3 pot.

Ich denke dass passt am ehesten zu Ax, das nun anfängt für value zu betten oder zu einer der spekulativen Hände ohnde SD value die nun Equity aufgegabelt haben und semibluffen, etwa 76s oder Flush draws. Außerdem könnten nun auch Hände ohne equity das Bluffen anfangen, da sie das zweimalige Checken als Schwäche interpretieren. Allerdings würde ich das eher von schwächeren Spielern erwarten, da Heros Line sehr nach pot control und einem geplanten x/c aussieht. Vermutlich müsste Villain auch River bluffen, wenn er Turn blufft und weiß das als guter Spieler auch. Andererseits, wenn er so eine Hand bluffen will, sollte er lieber jetzt anfangen als am River, damit er noch ein bisschen Levererage hat. ich denke nicht, dass er hier mit niedrigeren Pockets das betten anfängt wie etwa 99-22 (außer obv. 88,55), da er SD value hat und eigentlich keinen Grund zu betten (schlechteres callt nicht, besseres foldet nicht). Vielleicht würde er anfangen mit QQ oder JJ zu betten aber selbst das macht nicht allzuviel Sinn.

Also ergibt sich folgende mögliche Range nach Villains Turn bet:

KK-QQ, 88, AJs, A9s-A2s, T8s, 76s, AsQs, KsQs, KsJs, KcTc, QcTc, JcTc, Qc9c, Jc9c, Tc9c, 9c7c, 6c5c, 5c4c, AJo, KJo+, QJo

Hero callt, was folgerichtig ist. Hero´s Range ist nun allerdings für Villain endgültig ziemlich face up. Sie enthält Ax, KK-JJ, vielleicht einige aufgegabelte Kreuzdraws zum Balancen.

River:

Durch die River A verringern sich die Ax Combos in Villains Range im Verhältnis zu seinen anderen Combos. Hero´s check ist standard. Nun bettet Villain erneut 2/3 pot. Dies kann absolut eine valuebet mit Ax sein. Die Frage ist nun mit welcher Frequenz Villain hier blufft. Was macht er mit 76s, mit Jc9c!? Er kann keineswegs sicher sein dass Hero seine "offensichtliche" Hand KK-JJ foldet.

Hero bekommt 2 zu 5 muss also in 28 % der Fälle gut sein um callen zu können. Der entscheidende Punkt ist wahrscheinlich wie Villain Heros Range einschätzt und welche Schlüsse er daraus zieht, falls er den Turn geblufft hat. In Villains Augen hat Hero wie schon gesagt eine face up Range, die durchaus zum Call tendieren könnte, vor allem nachdem das zweite A am River kommt. Deshalb wäre es für Villain vielleicht besser aufzugeben, ergo wenn er doch bettet, hat ers... Andererseits könnte Hero das auch wissen und so weiter. Also mitten im Leveling war...

Ich denke es ist sehr close und Call und Fold sind beide vertretbar. Mein Gefühl spricht eher für Call.

Geändert von briccius (30-06-2015 um 17:24 Uhr).
 
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30-06-2015, 17:37
(#10)
Benutzerbild von zazzi22
Since: Feb 2009
Posts: 23
Preflop: Also oop ist eine 3bet sicher die richtige Entscheidung. Ich fand die Höhe bisschen zu hoch .. schaut halt schon sehr nach einem kleineren Paar bei dir aus .. AA würdest du sicher kleiner 3betten denke ich und vll auch er. Er callt nur in Position also kann er immer noch sehr viele Hände haben wie 77+ , A8s+ , A10o+, sonstige Broadways wie Kq bis j10 und halt suited Connectors.

Flop: Ich hätte eine Cbet rausgehauen für Info, aber check gegen unknown geht natürlich auch. Sein check-behind heißt für mich mal eher, das er hier auch schwächer unterwegs ist. Hände wie KQs könnte er sogar anspielen also checkt er mit Pairs wie 77+ oder schwachen Broadways mit und ohne Treffer. Kleine Ax Kombos vernachlässige ich und 43s,J9s hau ich auch noch rein.

Turn: Du checkst erneut und hast wieder keine Info bzgl. der Stärke der Hand des Gegners und er bettet 2/3 Pot. Die er jetzt mit vielen Pairs und Draws spielen könnte, weil er entweder den Pot gleich holen kann oder sich noch auf dem River verbessern kann. Ich denke nicht, das er hier wirklich stark ist und er schätzt dich sicher schlechter ein als du bist. Da der Turn nicht wirklich viel verändert bzw. du bist entweder klar vorne oder hinten würde ich hier auch callen.

River: Das zweite Ass ist halt die beste Karte für Kings. Wenn er 77+ bis QQ hat fühlt er sich immer gut, das Gleiche gilt für einen Treffer mit einem gutem Kicker also K10 zb. Du checkst (Blockingbet wäre auch eine Option) und er bettet. Du solltest callen, da du gegen komisch gespielte Ax Kombis und Sets reinlaufen könntest, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnst du halt mit zwei Paar gegen schlechtere zwei Paar oder er blufft. Komplett polarisiert und Pot Odds passen mit 1 zu 2,5 auch. Für mich klarer Call, Raise vertreibt nur alles was du schlägst und bekommst ein Reraise von besseren Händen .. zudem seit ihr ziemlich deep.