Home / Community / Forum / Poker Forum / Poker Ausbildung / Poker Handanalysen /

[6-Max] Jacks am BB NL500 Zoom - Poker Hand der Woche (Tickets zu gewinnen)

Alt
Question
[6-Max] Jacks am BB NL500 Zoom - Poker Hand der Woche (Tickets zu gewinnen) - 09-01-2017, 12:06
(#1)
Benutzerbild von NerdSuperfly
Since: Jun 2007
Posts: 3.252
(Administrator)

Die Poker Hand der Woche mit und von xflixx - wie hättet ihr gespielt?

Postet eure antworten hier bis Montag (16. Januar, 23:59 Uhr). Alle Antworten bekommen ein School Pass Ticket, die beste(n) Antwort(en) bekommt ein Freeroll-Ticket für das $5.000 Big Bang.

Wenn der Thread mehr als 40 Einträge hat, dann gibt es 2 Big Bang Tickets zu gewinnen, bei 80 Einträgen oder mehr 3 Tickets!

- Kopierte Postings, Einzeiler im Stil von "fold preflop" oder "würde wie Poster XY spielen" zählen nicht, ebenso kopierte Postings
- Felix sucht den Gewinner aus und gibt sie zeitnah* im Thread bekannt
- Alle Tickets werden in den ersten beiden Wochen des Folgemonats gebucht**!

Klicken, um Text anzuzeigen



Geändert von NerdSuperfly (09-01-2017 um 15:55 Uhr).
 
Alt
Standard
09-01-2017, 17:20
(#2)
Benutzerbild von SamuraiFrog
Since: Jan 2013
Posts: 133
Hand der Woche 111
Starthand: JJ
Ich würde entweder nur callen oder erhöhen, meine Entscheidung hängt davon ab was die anderen für Spielertypen sind. Wenn die Mehrheit der Spieler einfach nur auf pures Glück spielen, dann würde ich erhöhen, dann mindestens auf Potsize, ansonsten würde ich erstmal nur callen, wenn es sich um gute Gegner handelt!
Da ein Spieler danach ALL-IN stellt und die anderen Spieler passen, würde ich mitgehen, da du gesagt hast es handelt sich dabei um einen Freizeitspieler, er sieht das du das Pokerstars-Logo hast und denkt sich jetzt kann er sich denn Pot abgreifen, also ich würde das ALL-IN mitgehen!
Da der gegnerische Spieler wie du gesagt hast vermutlich ein Freizeitspieler ist, blufft er garantiert
 
Alt
Standard
09-01-2017, 20:13
(#3)
Benutzerbild von 147queue
Since: Apr 2014
Posts: 12
Moin zusammen!
Das Squeeze ist soweit so Standard. Vielleicht mit 1,5 Pötten ein kleines bisschen zu hoch angesetzt. Das kann ein bisschen bluffy wirken. Der anschließende Shove wirkt für mich extrem stark.
Für mich ein ganz klarer Wurf in die Mülltonne, auch oder eben wegen des Freizeitspielers. Welche Hände spielt er denn so? Erst gucken, wer noch mit im Boot ist und dann mit allem was er hat rein. Er hat doch nur AA, KK, AK und vielleicht noch die Ladies in seiner Range. Ach komm, wir sind freundlich und geben ihm auch noch KQs und TT.
Zum einen waren die Boobies bei dir in letzter Zeit so garnicht von Erfolg gekrönt , zum anderen sieht man hier immer einem Coinflip entgegen. Gegen die Top 5% der Hände 52/48 und gegen die Top 10% der Hände 57/43
ist wie Lotto. Mal verliert man und mal gewinnen die anderen. Das lohnt den ganzen Stress nicht. Meistens gucken wir hier in AA, KK oder AK und die treffen dann auch noch das Set.
Ergo: Finger von die Bilders und ab in die nächste Hand.
 
Alt
Standard
Hand der Woche 111 - 09-01-2017, 20:38
(#4)
Benutzerbild von Finedust
Since: Jul 2013
Posts: 1
ChromeStar
Auch wenn´s im Moment schmerzt würde ich mich an dieser Stelle verabschieden.
Warum? Für mich ist die Hand Typisch für einen, wie du sagst Freizeit Spieler mit einer Top Hand, der blufft nicht. Vermute mind. KK oder sogar AA. Typisch daran ist, weil er zuerst wartet was die anderen machen uns sobald jemand erhöht geht er in die vollen um dich zu reizen. Da brauchst du mit JJ schon sehr viel Glück um noch zu punkten.
Finedust
 
Alt
Standard
10-01-2017, 05:37
(#5)
Benutzerbild von Alanthera
Since: May 2010
Posts: 4.275
Preflop:

1. Fold finde ich arg schwach, so nitty/scared sollte man nicht am Tisch sitzen

2. Call bedeutet im Grunde setminen. Sollte durchaus eine profitable Option sein. Streue ich hin und wieder ein, wenn die beiden Preflopcaller dazu neigen 3bets zu flatten und Flops zu floaten (man spielt sonst häufig OOP um nen großen Pot mit wenig Info).
Man spielt bei nem Call in guter relativer Position (nach check zum PFA last-to-act am Flop)

3. Raise (3bet) wäre hier meine Standardvariante, das sizing hätte ich ähnlich gemacht (möglichst den Overcallern nicht zu gute Odds geben für nen Call IP gegen unsere sehr enge und entsprechend berechenbare Range). Wir haben oft die stärkste Hand, die sich multiway OOP aber kaum anders als mit Set spielen lässt. Mit einem Squeeze nehmen wir einige Male den Pot hier direkt mit (immerhin 9BB).

Die große Schwierigkeit ist aber hier die Range, die gegen uns weiterspielt. Wir müssen schon ein bisschen spewy wirken, damit UTG hier was schlechteres als JJ+/AQ+ (das wäre so etwa nen breakeven call in Anbetracht des dead money) reinstellt. FE gegenüber uns dürfte ein kompetenter Spieler UTG hier keine mehr sehen und außerdem einen Coldcall der anderen beiden fürchten. Sollte der Shortstack nicht so fit sein, wäre ihm hier durchaus ne weitere Shoving-Range zuzutrauen, vielleicht mal nen ATs, Taschenneuner oder sowas. 3bet/Call vs UTG is also ok, sofern man keine konkreten Reads hat, dass UTG hier nur AA/KK weiterspielt.

Gegenüber dem Shove von Spieler 5 muss man ähnlich denken. Welche Range spielt hier auf die Weise weiter? Für welche Range haben wir ausreichend Odds?
Die zweite Frage ist leichter zu beantworten: Unser Gegner muss mehr als 5-6% seiner Hände so spielen, damit sich der Call für uns rechnet. Er muss also auch Hände wie KQ, AJs und TT hier reinstellen. Zwar alles schonmal gesehen, aber ich denke zumeist schauen wir uns nur irgendwelche A/K(/Q)-Kombinationen an, wogegen wir im Schnitt zu weit hinten liegen.
Für 100BB folde ich hier gegen einigermaßen unknown. Der Flatcall von Premium ist für FZS ('nur niemanden erschrecken') nicht untypisch, aber auch REGs 3betten nicht unbedingt vs UTG (ua. um Squeezes zu provozieren), die Line 'macht Sinn'.


Insgesamt fällt mir das Einschätzen der Ranges doch ein bisschen schwer, bin halt kein 6max gewohnt, vielleicht spielt man dort aggressiver/looser auch in solchen Spots. Fullring würde ich hier vermutlich auch Queens folden, man schaut sich einfach zu oft Nuts an.


Edith:
Nochmal die Odds für den Call vs. Spieler 5 durch den Kopf gehen lassen. Gegen eine Trap-Range AA, KK, QQ, AKs, AKo liegen wir hinten, und einigermaßen weit entfernt von den nötigen Odds.
Jetzt hängt es halt wirklich von Tendenzen des FZS (wie stabil ist unser Read?) ab, da gibt es solche und solche und die Übergänge sind fließend.
Gegen einen Maniac ist das ein Call, auch wenn er schiefgehen kann. Der muss nur KQs, AQs und ATs für toll halten, dann stimmt die Quote. Einem solchen Typ Spieler kann man von Pocket Zweiern über 76s bis zu Assen aber sehr vieles zutrauen. Dieser Spielertyp macht sich aber i.d.R. schnell bemerkbar, d.h. nach kurzer Zeit hat man diesen Read (oder kann diesen Typus ausschließen).
Gegen einen loose-passiven Spieler hingegen sehe ich hier nen Fold. Auch diese Tendenz kann man vergleichsweise schnell ablesen (Gap). Gerade mit Broadwaykombos und kleinen PPs wird er wohl eher den Flop sehen wollen und called eine 3bet.

Kann man den Spieler keinem der beiden Typen zurechnen, wird's knapp, und vielleicht sind andere Faktoren dann langfristig wichtiger als 1-2% Equity auf dieser oder jener Seite in ner vermutlich einmaligen Begegnung.
Wie sind die REGs auf dem Limit drauf? Registrieren die nen Squeeze/Fold vs FZS? Erhöhen sie daraufhin ihre Shovingrange? Will man das?

Geändert von Alanthera (14-01-2017 um 14:23 Uhr).
 
Alt
Standard
10-01-2017, 19:13
(#6)
Benutzerbild von goliatt2000
Since: Dec 2008
Posts: 1
ChromeStar
Ich hätte gecallt...punkt. ;-)
 
Alt
Standard
10-01-2017, 22:38
(#7)
Benutzerbild von WoPokerStars
Since: Jan 2016
Posts: 66
Der Knackpunkt in dieser Hand ist m.E. dass er zunächst nur callt auf das OR (2,5xBB) von UTG. Dies ist untypisch für Hände wie AA und KK. Selbst QQ würde hier wohl eher eine 3-Bet platzieren. Vorallem auch, wenn es sich um einen Freizeitspieler handelt.
Kleine Pockets (bis 9er oder 10er) - die auf ein Set hoffen - oder Suited-Connectors wären hier eher Hände, die diesen call bringen - vorallem am 6er-Tisch, wo man damit rechnen muss, dass SB und BB wegen den guten Pot-Odds bei einem OR von 2,5BB häufiger mal callen. Der Button tut es in diesem Fall. Deshalb schützt man AA und KK lieber mit einer 3-Bet.
Du bringst eine sehr hohe 3-Bet - um mehr als Pot-Size erhöht. Falls ein Spieler mitgeht, sollte er sich mindestens 33% Chancen gegen dich ausrechnen.
UTG steigt aus.
Nun bringt Spieler aus mittlerer Position eine 4-Bet-All-In. Sieht zunächst stark aus, aber die Stärke relativiert sich schnell, wenn man den Call im Vorfeld betrachtet.
Die Hände, die ich ihm jetzt noch aus der oben aufgezeigten Range zutraue bei diesem All-In sind AKs, AQs, TT, 99, 88 und evtl. noch 77. Selbst wenn man 77 und 88 weg lässt, hast du noch 70%-Siegchance. 42% müsstest du zu dem entstehenden Pot beisteuern.

Das ist für mich ein eindeutiger Call.

Selbst wenn man noch QQ und JJ zur gegnerischen Range dazu nehmen würde, bleibt es profitable.


PS: Dein Raise vom BB hätte ich üblicherweise nicht gebracht. Ich bin Turnierspieler und hätte hier mit einem Call eine kostengünstige Chance gesehen, mit einem Buben-Set einen fetten Gewinn einzufahren.
 
Alt
Standard
11-01-2017, 02:12
(#8)
Benutzerbild von Rechnerstrom
Since: Jan 2008
Posts: 210
Erst mal Frohes Neues Jahr!

Preflop:

Wir sitzen im BB und haben 2 Spieler vor uns, die in den Pot eingestiegen sind. Wir könnten an dieser Stelle ohne Probleme auf Setvalue callen. Das ist bei diesen Odds und ohne Gefahr einer 3-bet mit Sicherheit profitabel. Die Frage ist, ob ein Squeeze noch profitabler ist. Das ist gar nicht mal so leicht zu beantworten.

Für den Squeeze spricht das dead money im Pot, das durch den Call von MP3 in den Pot gekommen ist.

Zunächst wissen wir über UTG nicht viel, ausser dass er mit einem typischen Stack für Midstack-Spieler unterwegs ist. Die steigen für gewöhnlich mit 40 bb ein. Der hat 43 bb, würde passen. Ein solider Midstack Spieler hat in dieser Position eine starke Range und wird auf eine 3-bet push/fold spielen. Einen push von UTG müssten wir callen, da wir 34% Equity bräuchten, die wir auch gegen QQ+, AK hätten und tighter wird er nicht pushen. Wie viel Foldequity brauchen wir dann? Es ergibt sich

EV = FE* 45 + (1-FE)* (EQ * 430 - 210)

Prüfen wir für die push Range QQ+, AK: -> EQ = 36% -> FE > 55%
Für Push Range JJ+, AQs+, AK -> EQ = 38% -> FE > 51%

Wenn UTG looser raist als 88+, ATs+, KQs, dann fängt es an profitabel zu werden, ist er tighter, dann ist es das nicht. Die 3-bet Size ändert an der Rechnung nichts, da sie in die Rechnung gar nicht einfliesst. Verändern können wir die Rechnung nur dann, wenn wir die 3-bet so klein machen, dass wir einen Push nicht mehr callen könnten. Das ist dann der Fall, wenn wir auf einen Push von UTG noch mindestens 170 callen müssten. Dann bräuchten wir für den Call knapp 40% Equity, die wir gegen die obigen Ranges nicht mehr hätten. Das wäre eine 3-bet auf 33. Das sieht aus wie eine lächerliche Grösse, bringt den Midstack aber in Schwierigkeiten, weil seine Strategie nicht darauf ausgelegt ist, eine 3-bet zu callen. Dafür ist sein Stack nicht gross genug. Er müsste seine Push Range anpassen hin zu sehr viel looser, womit er sich dann wahrscheinlich nicht wohlfühlt. Nach einer 4-bet kann man dann seine Reaktion auf den Zeitverbrauch von UTG anpassen: pusht UTG schnell, dann kann man folden, weil er nicht nachdenkt und wahrscheinlich eine viel zu tighte fixe Range pusht. Denkt er nach, hat man genug Equity für einen Call, da seine Range dann so loose sein sollte, dass man die 40% hat.

Eine kleine 3-bet ist also eine Option. Man muss dann damit leben, dass der Freizeitspieler häufig callen wird und man dann ausser Position gegen ihn spielen muss, aber immerhin heads up. Nicht ideal, aber auch nicht wirklich schlecht.

Die grosse 3-bet halte ich für nicht so gut. Sie funktioniert nur, wenn man von einer weiten raising Range bei UTG ausgeht. Davon kann man aber bei seinem Stack nicht unbedingt ausgehen, es sei denn, man hat beobachtet, wie er vorher deutlich grösser war (oder unter 40 bb) und er kein top up macht. Dann ist er eher Freizeitspieler als Midstack Regular. Auf diesen Stakes ist die Chance hoch, es mit einem Regular zu tun zu haben.

Ein Call kann alternativ auf jeden Fall gemacht werden und ist preflop anspruchslos. Er hat den Nachteil, dass das Spiel postflop anspruchsvoll werden kann, weil man ausser Position gegen zwei ist.

-------

Es wurde jedoch gross ge-3-bettet, der Midstack foldet und MP3 überrascht mit einem all-in. Der Read möglicher Freizeitspieler wird dadurch gestärkt und durch seine Stacksize, die am Anfang 498 betrug, was keine vollen 100 bb waren. Dieser Spieler macht kein auto top up, was die Regulars tun.

Die benötigte Equity für einen Call lässt sich leicht ausrechnen. Sie beträgt 42%. Hat man die? Man hat sie nicht, wenn MP3 KK+ oder KK+, AK pusht und sonst nichts, was ein Megafisch schon mal machen kann. Manche Spieler sind in der Lage, solche Hände zunächst langsam zu spielen, und dann zuzuschlagen, sobald sie Kundschaft bekommen. Sobald er eine andere Range hat befinden sich immer genug schwächere Hände in seiner Range, so dass der Call profitabel wird. Ein Fischmove ist es, aber ich glaube, die Reads reichen nicht aus, um ihn auf diese spezielle Art Fisch festzulegen.

Das schaue ich mir an.

Geändert von Rechnerstrom (11-01-2017 um 02:23 Uhr).
 
Alt
Standard
11-01-2017, 19:27
(#9)
Benutzerbild von Wegi VonTana
Since: Jul 2008
Posts: 63
JJ wird von schwächeren Spielern (also von Dir wohl nicht!) gern überschätzt. Gegen 3 Hände (AA, KK, QQ) ist man klarer Aussenseiter und gegen AK, AQ, KQ hat man nicht viel mehr als einen coin-flip.
Der Reraiser repräsentiert eine sehr starke Hand. Ich würde ihn auf KK oder AA setzen. Selbst QQ würde man nicht noch reraisen. Sein erster Call passt auch dazu, in der Absicht den ersten Spieler zu isolieren und auf flop und später noch etwas mehr herauszuholen. Der Call deutet also mehr daraufhin, dass er eher AA als KK hält. Nachdem so viel Geld aber nun nach der ersten Setzrunde schon im Pot ist, ist er zufrieden diesen auch so zu gewinnen. Mit einem Call jetzt würde er Gefahr laufen, noch einen weiteren Caller zu bekommen. Was man hat, das hat man. Das sollte auch eben für Dich hier gelten. Du hast Dir die Information erkauft, dass die Jacks eben nicht vorne liegen und foldest die Hand (und dein Gegner zeigt Dir die Asse).
 
Alt
Standard
11-01-2017, 23:15
(#10)
Benutzerbild von 10%tes-forme
Since: Mar 2013
Posts: 7
JJ flopt nicht gut wenn man also nicht 3-bettet ist man bei einem Pot den 4 Mitspieler sehen gezwungen die Hand wie jedes niedrigere pocket-pair auch zu spielen (auf set hoffen ansonsten wegschmeißen).
Wenn man die 3-bet spielt sieht es immer ein bisschen nach einem squeeze Versuch aus. Ich würde deshalb ein wenig kleiner erhöhen.

Der Spieler der All-in geht hat zwar zuerst nur gecallt trotzdem würde ich seine range auf QQ+ AK's und seltener TT+ AK'o AQ's begrenzen und gegen diese range muss man leider folden.

Geändert von 10%tes-forme (11-01-2017 um 23:20 Uhr).