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[MTT] QTs BB $215 TCOOP Kickoff - Poker Hand der Woche (Tickets zu gewinnen)

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Question
[MTT] QTs BB $215 TCOOP Kickoff - Poker Hand der Woche (Tickets zu gewinnen) - 20-01-2017, 12:16
(#1)
Benutzerbild von NerdSuperfly
Since: Jun 2007
Posts: 3.309
(Administrator)

Die Poker Hand der Woche mit und von xflixx - wie hättet ihr gespielt?

Postet eure antworten hier bis Montag (30. Januar, 23:59 Uhr). Alle Antworten bekommen ein School Pass Ticket, die beste(n) Antwort(en) bekommt ein Freeroll-Ticket für das $5.000 Big Bang.

Wenn der Thread mehr als 40 Einträge hat, dann gibt es 2 Big Bang Tickets zu gewinnen, bei 80 Einträgen oder mehr 3 Tickets!

- Kopierte Postings, Einzeiler im Stil von "fold preflop" oder "würde wie Poster XY spielen" zählen nicht, ebenso kopierte Postings
- Felix sucht den Gewinner aus und gibt sie zeitnah* im Thread bekannt
- Alle Tickets werden in den ersten beiden Wochen des Folgemonats gebucht**!

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Geändert von NerdSuperfly (24-01-2017 um 09:45 Uhr).
 
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24-01-2017, 18:34
(#2)
Benutzerbild von FlowTheJob
Since: Jun 2015
Posts: 1
SilverStar
PreFlop
Da du gesagt hast es ist am Anfang des Tuniers und alle Spieler noch dazu ziemlich deepe Stacks haben, hätte ich die Hand geraist (auf um die 1,500) um deren Range zu verkleinern. Würde noch ein re-raise wäre das ein klarer fold und fertig.
Flop
Durch den Call pre war der Check am Flop klar. Die typische c-bet vom gegner ist mit den geflopten trips einfach zu callen. Ein raise auf diesen rainbow flop hätten wahrscheinlich nur noch pocket pairs besseres bezahlt.
Turn
Die bet vom gegner am Turn verringert seine Range auf >AJs. Ich hätte jedoch ein deutliches raise gemacht, welches alle hände wie 67s 78s etc zum folden bringt.
River
Der check war meiner Meinung nicht gut, weil du so dem gegner die Chance zum bluffen gibst. Druch eine bet von ca 5-6k hätten alle pocket pair >JJ vermutlich nur gecallt und alles bessere sowieso geraist.
In diesem Fall wie diese Hand gespielt wurde hätte ich gecallt. Wäre ein typischer bluff-catcher, für hände wie AKs AQs etc.
LG
 
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24-01-2017, 20:43
(#3)
Benutzerbild von phillo283
Since: May 2013
Posts: 18
Endlich mal wieder ne schöne Turnierhand, wenn die Analyse jetzt auch nicht besonders schwer wird.

Preflop:

Wir sind hier sehr früh und super deep in nem Turboevent unterwegs. QTs spielt sich auf vielen Flops sehr gut. Da wir gegen zwei Gegner OoP antreten und der Button da sehr oft auch ne starke Hand nur gecallt haben könnte, finde ich den Call Pre in Ordnung, wenn wir dreibetten und ne hohe 4bet um die Ohren bekommen, müssen wir diese schöne Hand folden und das wollen wir doch so deep nicht.^^

Flop: Kurz und knapp, check call hier standard. Bei den großen Stacks könnte man hohen Paaren sicherlich auch mit nem Raise noch etwas mehr entlocken, aber prinzipiell floppen wir die meisten Hände so gut wie Drawing Dead, daher wollen wir selber eher ne mittlere Hand wie A high oder nen kleines Paar verkaufen. Call standard.

Turn: Nun machen wir second nuts (nur quads schlagen uns). Ach hier sehe ich keinen Grund, mit einem lead out oder checkraise den Großteil der Range des Gegners zu vertreiben. Check-Raise auf dem Turn bedeutet heutzutage meistens noch mehr Stärke und da auf dem Board keine Draws liegen, raisen wir hier ne T oder ne 2. Call auch hier standard.

River: Nun haben wir third nuts (T9 und 22 schlagen uns). Hier würde ich eine Bet von vorne bevorzugen, ungefähr halben Pot. Die Gefahr des Checkbacks ist zu große, da der Gegner alles, außer ner T, ner 2 oder 99 nicht nochmal anspielen wird. Klar hat er hier abundzu auch mal nen puren Bluff, aber bei der Boardstruktur sollte das eher selten der Fall sein. Du checkst nun und der Gegner setzt Potsize. In diesem Moment sehe ich hier nur noch nen Call bei uns. Der Gegner wird auf nen raise alle Bluffs und nicht Full Houses wegschmeißen. Gegen jede T teilen wir und gegen T9 und 22 verlieren wir. Selbst mit 99 kann er hier auf nen Checkraise all in (was anderes kommt bei den stacks nicht mehr in Frage) nicht mehr callen. Von daher sehe ich in einem raise kaum noch value. Call und in AT gucken zum split.
 
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24-01-2017, 22:40
(#4)
Benutzerbild von SamuraiFrog
Since: Jan 2013
Posts: 185
Starthand
QTs
Da ein Spieler erhöht und ein weiterer Spieler mitspielt, ist ein Call Preflop erstmal die beste Lösung.

Flop
Der Flop sieht sehr gut aus mit einem Drilling. Ein Spieler erhöht, der andere passt, ich würede ein Reraise vorschlagen.

Turn
Der Turn bringt eine weitere 2, was uns ein Full House bringt, damit denke ich liegt die Hand immer noch vorne, die Chance auf ein Split-Pot ist in diesem Fall höher als die Chance das der Gegner eine bessere Hand hält. Der Gegner raist wieder, ich würde wieder ein Reraise machen.
Wahrscheinlich hält der Gegner auch die letzte 10 oder er hält die 2

River
Wieder erhöht der andere Spieler, ich würde ALL-IN stellen, weil entweder blufft er oder hält tatsächlich 22.
 
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24-01-2017, 22:47
(#5)
Benutzerbild von mczocker1
Since: Jan 2017
Posts: 3
Also hier mein zweiter Versuch...

Da ich noch Anfänger bin und es früh im Turnier ist hätte ich die Hand gefoldet, weil ich noch nicht die Skills habe um diese Hand wirklich profitabel zu spielen.

Hätte ich sie gespielt hätte ich sie nur gecallt weil ich einen guten Preis bekomme...

Flop: da hätte ich gecheckt und gecallt da ich mir hier ziemlich sicher bin die beste Hand zu haben, da der CO hier viele Hände halten kann die eine Contibet erlauben würden.
Außerdem falls er das Board verpasst haben sollte vertreibe ich ihn hier mit einem Reraise auch nicht und ich verschleiere auch ein wenig meine Hand.

Turn: Würde ich zunächst auch checken und danach callen, denn ein Check-Raise würde er auf diesem Board wahrscheinlich nur mit einer T oder einer 2 bezahlen und ich hier nur gegen 22 hinten bin.

River: Da wir bis jetzt noch keine Stärke gezeigt haben würde ich hier nochmal checken, weil er hier durchaus denken könnte mit A-high, vielleicht einem Overpair oder einer 9 noch gut zu sein.
Seine hohe Bet gibt mir schon durchaus zu denken Aber ich würde sie callen, raisen würde ich hier nicht weil er hier glaube ich selten mit einer schlechteren Hand callen würde und mit seinem Monster(vielleicht ATs, oder 22, oder T9s) hier Allin gehen würde und ich hier nicht mein Turnierleben auf das Spiel setzten möchte.
Meiner Meinung hält er hier A-High vielleicht eine 2(sowas wie A2s), selten eine T, auch könnte ich mir gut vorstellen das er hier am River eine 9 vor Value betet(A9 oder J9s oder 89s).

Wie schon bei meiner ersten Analyse erwähnt bin ich noch ein richtiger Anfänger(vor allem was Analysen angeht) und hoffe mich hier nicht allzu blamiert zu haben, bin natürlich über jedes Feedback dankbar...
 
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25-01-2017, 06:26
(#6)
Benutzerbild von Rechnerstrom
Since: Jan 2008
Posts: 212
Preflop:

QTs ist eine schöne multiway hand, die sich nach dem Flop gut spielen lässt und viele Monster treffen kann. Die implied Odds sind am besten, wenn der Pot preflop klein bleibt. Die Situation eignet sich zwar prinzipiell für einen Squeeze, aber dafür gibt es Hände, die die calling Range der Gegner besser blocken und weniger implied Odds haben. Diese Hand spielt sich besser mit einem Call.

Flop:

Die gute Nachricht: wir liegen fast immer vorne. Die schlechte Nachricht: es gibt nicht so wahnsinnig viel, was einen Move bezahlen würde. Da auf so einem Flop sehr oft geblufft werden wird und wir auf dem rainbow Board so gut wie keine Outs gegen uns haben, eignet sich die Hand für ein slow Play. Die Aussichten sind gut, dass der Gegner eine weitere Bluffbet auf dem Turn spielt, da dort oft Karten fallen werden, mit denen er ein Pocket unter Druck setzen kann. Ausserdem kann er auch etwas treffen, was uns bezahlt.

Andererseits könnten wir auf diesem Board auch einen Bluff versuchen, wenn wir Air in der Hand haben. Das Board hat der Gegner sehr selten getroffen, so dass Bluffes eine hohe Erfolgschance hätten. Man kann durchaus dann auch mal die T checkraisen, um die Bluffes zu decken. Das fände ich z. B. mit ganz gut, weil wir dann weniger backdoor Draws blockieren, die vielleicht noch callen.

Turn:

Die 2 verhilft dem Gegner ab und zu zu einem Flush Draw, den er wohl auch bluffen wird. Ansonsten ist die Karte nicht sehr attraktiv für den Gegner zu bluffen, da sie seine Range kaum verbessert. Unsere dagegen schon, da wir eine Hand wie A2s oder eine andere suited 2 halten könnten. Es gibt hier zwei Pläne: xc Turn mit dem Plan cr River auch dann, wenn der Gegner am Turn hinterhercheckt oder Donkbet Turn, was eine Linie ist, die wir mit Pockets spielen könnten. Diese Linie wäre auch als reverse Float möglich (Float ausser Position), so dass wir schon noch Calls von Händen bekommen könnten, die gegen Pockets Outs haben und vielleicht auch von A high. Ich würde donken, weil ich auf diese Karte selten eine zweite Contibet erwarten würde und die Donkbet nicht notwendigerweise nach Monster aussieht. Ich würde knapp über halbe Potsize betten, da sich die Pockets gegen relativ viele Outs schützen müssten und deshalb etwas grösser als halbe Potsize betten sollten. Das ist dann aber nicht so gross, dass er nicht noch Calls finden kann. Zum Vergleich: wir erinnern uns an die letzte Hand der Woche, wo der Gegner genau diese Linie gespielt hatte und dabei keine so starke Hand hatte. Genau so etwas würden wir auch repräsentieren.

Der damalige Gegner hatte dabei klein gebettet, weil seine Hand durch den Flush Draw gut vor Outs geschützt war und er noch Calls von A high haben wollte. Ausserdem würde er nicht so viel gegen eine bessere made Hand verlieren, die nur callt.

Mit dem Monster in dieser Hand geht es uns aber nicht um Calls von A high, sondern von wesentlich besseren Händen, die auch grössere Beträge callen. Deshalb können wir eine mittelgrosse Bet setzen.

River:

Wir folgen unserem Plan vom Turn und checken erneut zum Gegner. Die Riverkarte hat wenig geändert. Würden wir an dieser Stelle donken, würden wir eine ziemlich starke Range repräsentieren, da wir kaum zwei mal xc mit nichts gespielt haben. Das ist dann aus der Sicht des Gegners schon häufig eine 2, die er nur noch mit seinen höheren Pockets callt. Das sind aber Hände, die am River auch noch eine dünne Valuebet setzen werden. Dazu könnte der Gegner noch weitere Hände betten, z. B. geplatzte Flush Draws, die eine Bet sicher nicht mehr callen werden.

Der Gegner bettet potsize. Für einen Bluff ist das ziemlich gross angesichts der Hände, gegen die er Foldequity hat. Das sind mittlere und kleine Pockets. Hohe Pockets befinden sich nicht in unserer Range, da wir die preflop ge-3-bettet hätten. Ich denke nicht, dass seine Pockets eine so grosse Valuebet machen würden, da sie nicht so viele Calls von schwächeren Händen bekommen würden. Die Range des Gegners geht daher stark Richtung Monster oder Air. Wenn er ein Monster für Value bettet, dann bettet er vor allem gegen die 2 oder die T. Seine Monster werden in der Regel die 2 schlagen. Das bedeutet, das schlechteste Monster, das er wahrscheinlich so gross bettet ist 99. Das sind 3 Kombinationen, die wir schlagen. Uns schlägt mindestens 22 und T9s, vielleicht auch T9o. Das sind 2-4 Kartenkombinationen. Das reicht mir nicht für einen Valueraise, auch weil uns ein Raise ziemlich committet. Entweder setzen wir den Gegner all-in mit dem Reraise oder wir geben dem Gegner Gelegenheit uns mit einem all-in seinerseits Pot Odds von ca. 5:1 oder besser zu geben, was uns in eine sehr blöde Lage bringt. Ich sehe auch nicht, dass er einen Checkraise mit einem Pocket callt, da er das erstens selten hat bei dieser Size und er zweitens auch einige Ts hat, die er callen kann, so dass er die wenigen Pockets in seiner Range problemlos folden kann, ohne uns Autoprofit zu geben.
In einem Checkraise sehe ich wenig Value, daher calle ich die Bet nur.

Geändert von Rechnerstrom (25-01-2017 um 16:32 Uhr).
 
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25-01-2017, 12:06
(#7)
Benutzerbild von Eklepage
Since: Jan 2017
Posts: 4
Preflop mMn komplett richtig gespielt, so billig wie möglich mit nem Suited 1Gapper in den Flop kommen.

Der Flop kommt und man verliert in dem Moment nur gegen T2 oder 22, die Preflop wahrscheinlich anders gespielt hätten, sprich nicht in den Pot investiert :P. Durch seine Cutoff Position ist es jedoch immer denkbar, dass er einfach die Blinds stealen will, er also einfach nur blufft.

Durch den Check Postflop erhalten wir keine weitere Informationen, da er sowohl mit einem Bluff, als auch mit einer guten Hand betten wird um entweder Action zu erhalten oder den Pot einfahren kann.

Die sichere Postflop Strategie wäre der Check/Raise gewesen, bei dem er, mit einem hoch genugen Einsatz den Bluff foldet und mit starker Hand callt. Den Check/Call finde ich persönlich weak.


Der Turn bringt eine zweite 2, mit der wir nun ein Full House haben, geschlagen nur durch 22. Das heisst in den meisten Fällen haben wir hier die Nuts, wovon man einfach ausgehen muss. Verlieren kann man im River nur durch einen Flush Draw, 22, oder 10x die im River den besseren Kicker trifft.

Ausgehend davon gewinnt man in fast allen Fällen die Hand, kann im River aber noch einmal ordentlich gesuckt werden. Und genau deswegen muss man im Turn einen Check/Raise spielen, bei demn man auf gut und gerne 10k hochgehen kann. Jeden weiteren ReRaise und AllIn muss man an dieser Stelle auch mitgehen.

Deine Spielweise generiert in den meisten Fällen mehr Chips ist im gleichen Maße allerdings auch sehr viel riskanter, denn wenn er nicht betet hat man das gleiche Ergebnis = keine zusätlichen Chips, allerdings steigt die Chance, dass er das bessere Blatt bekommt um ein Vielfaches. Dann in eine AllIn Situation zu kommen kann sehr eklig werden, obwohl man mitgehen muss, fühlt man sich als hätte man wieder den Bad Beat gegen sich, falls man verliert, obwohl man den Sack schon ne Runde früher hätte zumachen können.

Nach der Pot Sized Bet im River muss man ihn noch einmal ReRaisen, auf ca 18k Chips um ihm für den Bluff noch eine Gelegenheit zum AllIn zu geben und ihm aber auch die Chance zum Fold gibt. Sprich ihn dazu zwingen nicht callen zu können. Bei so einer starken Hand muss man nämlich meistens davon ausgehen, dass man gewinnt, denn die Flush Möglichkeit hat nicht getroffen und die anderen Hände die gewinnen sind eigentlich zu weak, wenn auch in dieser Situation durchaus spielbar.
 
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25-01-2017, 13:18
(#8)
Benutzerbild von Alanthera
Since: May 2010
Posts: 4.298
Preflop:

Die Aussage 'wir sind ganz am Anfang des Turnieres' finde ich zunächst irreführend; bei diesem Blindlevel läuft das Turnier schon seit gut 40 Minuten. Zwar sollten die Chipstände in dieser Phase noch keine allzu dramatischen Sprünge gemacht haben, aber man hat schon Gelegenheit ersten Reads aufzubauen - insbesondere hinsichtlich der Freizeitspieler, die in der frühen Phase oft auffallen.

Wer sind die schwachen Spieler am Tisch? Gegen wen möchte ich spielen?
Der Openraiser hat zu diesem Zeitpunkt bereits 1/3 seines Stacks verloren - auf welche Weise?
Spielt er eventuell zu loose / zu aggressiv?
Der Caller am Button wiederum hat stark hinzugewonnen - auf welche Weise?
Was für Hände hat er gezeigt, wie hat er sie gespielt?
Gibt es möglicherweise zwischen den beiden Spielern eine Dynamik?


Fold:
Die sichere Variante. Wir sind OOP, wir haben nur ne spekulative Hand. Unsere Informationen zu den Gegnern sind wahrscheinlich dürftig. Wir müssen diese Hand nicht spielen, können unsere Chips verwalten. Unsere Hand liegt innerhalb der perceived calling range, wir werden hier kein Überraschungsmoment gegenüber spielstarken Gegnern haben und von ihren Händen mitunter dominiert sein.

Call:
Unsere Hand hat Potential, ist multiwaytauglich. Wir haben gute relative Position postflop. Gegen spielschwache Gegner eine ordentliche, wenn auch nicht optimale Situation den Stack auszubauen.

Raise:
Solide Gegner haben hier selten Hände, die sie auf eine 3Bet IP folden werden, ein Großteil der gegnerischen range liegt gegen uns vorne. Wir spielen bei nem Call letztlich nur um nen größeren Pot ohne Position - falls wir überhaupt einen Flop zu Gesicht bekommen, denn eine 4bet werden wir nicht callen können.
Schwache Gegner folden hier ebenfalls selten; auch wenn wir gegen eine deutlich weitere und schwächere Range spielen, führt das letztlich auch nur zu nem größeren Pot mit mehr Varianz (V. ist im MTT das letzte, was ich gegen nen Fisch will). Wir generieren erstmal keinen Mehrwert (keine Foldequity, kein Value).

Je nach ersten Tendenzen der beiden Gegner calle oder folde ich hier.


Flop:

Staubtrocken. Starke Hand gefloppt, aber geringe Chance auf Auszahlung, denn wer wird hier schon ein Fass aufmachen? Auch hier hängt unsere Aktion stark mit der Einschätzung der Gegner zusammen.
Während spielstarke Gegner hier solide Hände mitunter garnicht cbetten (denn womit kann man schon callen?), neigen schwache Gegner oft dazu ihre Hände zu überspielen (zB. überprotecten mit kleinen Pockets).
Im Zweifelsfall ist man hier in einer WA/WB-Situation, also entweder sehr weit vorne (zB. gegen QQ oder AK) oder sehr weit hinten (gegen AT oder 22). Hier lehrt das Poker-ABC passiv zu spielen, die gegnerische Range möglichst weit zu halten.
Die entsprechende Aktion ist ein Check / Call.

Check / Raise sieht ziemlich stark aus, wir eliminieren sämtliche Bluffs und niedrige Pockets aus der gegnerischen Range und lassen sogar bei AA / KK die Alarmglocken schrillen.
Eine Donkbet schaut etwas weniger stark aus, denn das kann oft ein stab auf den Pot sein mit Luft oder auch eine bet für protection unserer kleinen Pockets. Entsprechend generiert das Value von eher zurückhaltend agierenden Gegnern, die hier ihrerseits in ner Bet mit beispielsweise JJ keinen Value sehen.
Gegen Regulars, mit denen man history hat, kann man hier auch mal kreativ werden und Ranges vermischen.
Gegen unknown würde ich beim ABC-Poker bleiben.


Turn:

Im Grunde eine blank, die uns aber eher nützt als schadet. Nützen deshalb, weil einerseits 22 beim Gegner unwahrscheinlicher ist, andrerseits der Gegner seinerseits mit ner Hand wie X2s nun ein Full macht, das uns ne höhere Auszahlung ermöglicht. Auch callen hier schwache Spieler oftmals mit Ace high auf einen Split bzw. wollen uns aus der Hand drücken.
Gegen starke Spieler gleicht sich das Kickerproblem aus, gegen AT / KT haben wir aufgeholt, gegen JT / T9 an Value verloren.
Gravierend verändert hat sich unsere Situation aber nicht. Es ist kaum möglich Value von schwächeren Händen zu extrahieren, wenn wir aggressiv spielen.
Entsprechend halte ich Check / Call für das beste Play.


River:

T9 hat uns nun überholt, für alle anderen Hände (incl. 99) hat sich kaum was verändert. Starke Spieler wissen das, spielschwache Gegner können hier immernoch kaum abschätzen, woraus solide Calling/Betting/Raising-Ranges bestehen.
Ich bezweifle, dass ein starker Spieler hier zum aktuellen Zeitpunkt einen großen Bluff gegen eine starke Range spielt, und viele Hände (PocketPairs, 9x, Ax, zumeist auch und 99) wird er einfach behind checken.
Der schwache Spieler hingegen bettet hier durchaus auch mal schwächeres oder hält einen Bluff für erfolgsversprechend.
Gegen den starken Spieler kann man hier also Bet/Fold spielen (er wird wohl jede T callen, mitunter auch 99 und , und nur T9 und 22 für Stack raisen. In diesem Fall sollten wir die passive Linie verlassen, denn sonst zahlen wir nur seine stärkeren Hände aus ohne Value von seinen schwächeren zu erhalten.
Gegen schwache Spieler würde ich weiterhin passiv bleiben (Check / Call), gegen absolute Anfänger sogar alle Chips setzen (Check / Raise).


Den Knackpunkt dieser Hand sehe ich in der Einschätzung des Gegners. Sofern wir bzw. der Gegner nicht gänzlich neu am Tisch sind, sollten schon erste Erkenntnisse vorliegen, die unsere Aktionen auf ein Fundament setzen. Ohne dieses Fundament muss ich diese Hand nicht spielen.

Geändert von Alanthera (25-01-2017 um 13:29 Uhr).
 
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25-01-2017, 19:28
(#9)
Benutzerbild von Robuwaboo
Since: Jan 2015
Posts: 1
PreFlop

Dame,10 suited ist eine Hand, die ich persönlich sehr gerne spiele. Mit der Dame ist eine gute Ausgangslage geschaffen, sollte man im Flop das Paar treffen. Die 10 ist nicht der beste Kicker, aber ertragbar. Noch besser sieht es aus, wenn man im Flop mit der 10 das Paar trifft. Dann hätte man mit der Dame einen guten Kicker. Zudem kann man mit D,10 mehrere Straßen treffen, die beide Karten enthalten würde: 8,9,10,J,D / 9,10,J,D,K / 10,J,D,K,A . Die Wahrscheinlichkeit, dass im Falle einer Straße ein Gegner eine noch bessere Straße besitzt, ist auch recht gering. Eine weitere Chance besteht für einen Flush, da beide Karten die Farbe Herz haben. Im direkten Flush-Vergleich würde man nur gegen einen FLush mit Herz König oder Herz Ass verlieren. Dass einer der Gegner eine der beiden Karten besitzt und zusätzlich auch einen Flush trifft ist ebenfalls sehr gering.
Da wir am Beginn des Turniers sind ist eine Bet von 3BB total in Ordnung. Spieler 2 wird ein Pocket Pair oder mindestens eine Karte von J oder höher haben mit einer guten Nebenkarte. Für Spieler 3 auf dem Button würde ich auf Grund des Calls eine ähnliche Hand voraussagen, jedoch kann es auch sein, dass wegen der Position ein etwas niedriger Straight oder Flush-Draw vorliegt.
Ich hätte an deiner Stelle auch gecallt. Für einen Raise ist die Hand dann doch nicht gut genug und bei 2 Mitspielern auch nicht dringend erforderlich (Um Spieler los zu werden). Ein Fold käme für mich nicht in Frage, weil die Hand ein guter Ausgangspunkt ist und man sich den Flop gerne mal anschauen kann.

Flop

Drilling getroffen, Dame als Kicker. Ein sehr schöner Flop, wie ich finde. Ich hätte auch gecheckt, um erst einmal zu schauen, ob einer der Gegner anspielt. Mit dem Drilling kann man sich recht sicher fühlen, aber das muss der Gegner ja nicht wissen. Daher der Check, um den Gegner in Sicherheit zu wiegen und den Pot zu füllen. Spieler zwei spielt mit 1/3 des Pots an. Normale Bet am Anfang eines Turniers und nachvollziehbar. Vermutlich hat Spieler zwei ein Paar auf der Hand, so dass er sich mit zwei Paaren erst einmal wohl fühlt. Dabei ist ein hohes Paar wie DD,KK,AA gut denkbar. Theoretisch könnte er ebenfalls eine 10 getroffen haben. Das halte ich aber für unwahrscheinlich, da es doch eher selten vorkommt, dass alle 4 Karten eines Wertes in einer Hand auftauchen. Weitere Möglichkeit ist, dass er die 2 getroffen hat, weil er 22 oder A2 hält. Beides Karten, die man mal spielen kann. Spieler am Button geht raus, da er vermutlich eine Hand hat, die bereits durch das 10er Paar im Flop geschlagen wird und ihm der Bet zu hoch ist, um auf eine passende Karte im Turn oder River zu hoffen. Ich hätte den Bet auch gecallt, weil ich mir ziemlich sicher gewesen wäre, dass ich die Hand gewinne und nun erstmal die Turn-Card sehen will.

Turn

Ich hätte nun nicht mehr gecheckt. Ich hätte 1.100 angespielt, was wieder ca. Drittel Pot bedeutet.Damit zeige ich dem Gegner, dass ich vermutlich die 2 getroffen habe und bluffe ihm eine Hand wie A2 vor. Dass ich ein Fullhouse mit der 10 halte wird der Gegner nicht unbedingt denken, weil ich dann vermutlich schon im Flop den Drilling direkt angespielt hätte. Mit meinem Bet kann ich auch sehen, ob der Gegner wirklich was hat, was mit gefährlich werden kann, oder doch nur geblufft hat, oder auf zwei Paar spielt. Sollte der Gegner callen, weiß ich dass er immer noch eine Chance sieht, zu gewinnen, aber sich auch nicht mehr ganz sicher ist. Bei einem Reraise kann ich davon ausgehen, dass er ebenfalls ein Fullhouse getroffen hat. Bei einem Fold, hat er wohl geblufft oder doch nur zwei Paar gehabt und sich dann wegen der Fullhouse Gefahr nicht mehr getraut hat zu bezahlen.

River

Wäre es zum River noch gekommen hätte ich noch höher angespielt. Mit 1/2 des Pots. Wenn der Gegner sich nicht zu 100 % sicher ist das zu gewinnen, geht er das nicht mit. Es besteht kein Straight- und kein Flush-Draw, wobei beide mein Fullhouse auch nicht schlagen würden. Die Hand ist mir ziemlich sicher. Schlagen könnte mich nur 10,9. Die Hand vermute ich aber bei dem Gegner nicht. Ebenfalls schlagen würde mich ein Vierling 2en, aber auch das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ich denke ich hätte mich so sicher gefühlt, dass ich selbst einen Reraise noch mitgegangen wäre.

Ich denke, ich hätte den Gegner zum Folden bekommen oder hätte die Hand mit meinem Fullhouse im Showdown gewonnen.
 
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26-01-2017, 20:59
(#10)
Benutzerbild von Otto2112
Since: Oct 2011
Posts: 19
Pre-Flop:der cutt-off raist 3x- der button callt. sollte standart sein bis hier her,aus 2 gründen: im fullring kann der cutt-off relativ loose raisen,der spieler am button wird beinah any two callen. wir sind im BB mit einer sehr schönen hand,die auch post-flop gut spielbar sein sollte,also klarer call!
flop: TT2 nice,wir floppen trips! leider sind wir oop was also tun? initiative ergreifen und betten? warum? wir haben wahrscheinlichlich di e beste hand und müssen nichts verteidigen,also chech it to the raiser! der tut uns den gefallen und bettet! der button hat offentsichlich nichts getroffen und foldet.
turn: wiederum eine 2! hmm unser boot ist voll ( oder eben full house) ! es gilt darüber nach zu denken,womit der cutt-off eröffnet hat!? pocket deuces? eher nicht,also mit den second nuts auf jeden fall callen.ich denke sogar darüber nach,am turn zu raisen,aber mit welcher hand sollte ich einen call von villain erhalten? entweder mit eben erwähnten pocket deuces,die uns schlagen, oder mit Tx,also einem split-pot.oder manchmal ein overpair,das darauf hofft,am river zu treffen,evebtuell sogar einfach As, von dem villain denkt,sein two pair ist genug.wir bleiben also dabei und spielen die hand mit check-call bis zum showdown,es sei denn es kommt eine overcard am river,da gilt es,den plan zu überdenken! am river schliesslich kommt die 9! wiederum gilt es zu überlegen,womit der cutt-off eröffnet hat! also pocket deuces waren eher unwahrscheinlich,pocket nines? möglich, aber warum bettet er alle 3 strassen,ohne getroffen zu haben? also meiner meinung nach entweder split pot,da villain auch die T hält, ein overpair oder einfach nur ein as sollte am river aufgeben! die potsize-bet am river lässt nur 3 mögliche hände offen: Tx, also split-pot- , die unwahrscheinlichste variante: quads deuces- oder einen kompletten bluff! pocket nines mag ich so nicht glauben,weil villain auch gegen die tens am flop bettet. also auch am river bleibt es beim check-call, da wir villain nicht kennen und es immernoch im bereich des möglichen liegt,das er deuces so gespielt hat

daher bleibe ich dabei und spiele check-call.