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[MTT] JJ am BB $11 6-Max Hyper - Poker Hand der Woche (Tickets zu gewinnen)

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Question
[MTT] JJ am BB $11 6-Max Hyper - Poker Hand der Woche (Tickets zu gewinnen) - 24-02-2017, 14:20
(#1)
Benutzerbild von NerdSuperfly
Since: Jun 2007
Posts: 3.301
(Administrator)

Die Poker Hand der Woche mit und von xflixx - wie hättet ihr gespielt?

Postet eure antworten hier bis Montag (6. März, 23:59 Uhr). Alle Antworten bekommen ein School Pass Ticket, die beste(n) Antwort(en) bekommt ein Freeroll-Ticket für das $5.000 Big Bang.

Wenn der Thread mehr als 40 Einträge hat, dann gibt es 2 Big Bang Tickets zu gewinnen, bei 80 Einträgen oder mehr 3 Tickets!

- Kopierte Postings, Einzeiler im Stil von "fold preflop" oder "würde wie Poster XY spielen" zählen nicht, ebenso kopierte Postings
- Felix sucht den Gewinner aus und gibt sie zeitnah* im Thread bekannt
- Alle Tickets werden in den ersten beiden Wochen des Folgemonats gebucht**!

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Geändert von NerdSuperfly (27-02-2017 um 13:27 Uhr).
 
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27-02-2017, 16:27
(#2)
Benutzerbild von HightowerHB
Since: Feb 2012
Posts: 2
Ich würde die Hand folden, weil ich davon ausgehe, dass einer der anderen Spieler ein höheres Pärchen hat, oder Ass/König/Dame und im Flop, Turn oder River durchaus ein Ass/König/Dame kommen kann.
 
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27-02-2017, 18:26
(#3)
Benutzerbild von MeLingLinder
Since: Jan 2017
Posts: 1
Ich würde foleden denn ich gehedavon aus dass jemand ein höheres Pärchen hat oder dass im Flop ein Ass, König oder Dame kommen kann
 
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27-02-2017, 19:22
(#4)
Benutzerbild von bonehunter09
Since: Feb 2017
Posts: 1
Hi,
Im Pot sind mit den Blinds 10137. Wir halten selbst 3290 Chips. Zuerst müssen wir die Equity berechnen:
3290/10137 * 100 = 32,46%
Nun sollten wir uns Gedanken zu den Handranges der Gegner machen. In Hyper Turo Turnieren wird ja recht loose gepusht. Gerade kleinere Pocket Pairs werden oft gepusht, da man auf vielen Flops einfach nicht weiter weis und da ist der Push einfach die einfachste Variante ist ;-)
Nachfolgend die ganz realistischen Handrange wie ich finde:
MP2 20.32% 19.46% 0.86% 22+, A6s+, KTs+, A9o+
MP3 21.46% 20.56% 0.90% 22+, A9s+, KQs, ATo+
SB 23.94% 22.97% 0.96% 44+, AJs+, AJo+
BB 34.28% 33.69% 0.59% JhJs

Die Ranges sind eher tight gewählt. Die Gegener können durchaus noch suited Connectors wie T9s, JQs etc. halten. Beziehen wir diese noch in die Berechnung ein, wird ein Call immer klarer.
Wir haben zwar noch über 20BB, aber im nächsten Blindlevel sieht es dann schon wieder ganz anders aus. Oft sieht man hier wie geschrieben noch genügend schlechtere Kombos bei den Gegnern.

Alles in Allem sehe ich mich hier nicht mehr folden und schieb die Chips in die Mitte. Wir haben laut Berechnung 34,28% und das reicht locker. Es fällt alles mit der Handrange die man den Gegner gibt. So eine Hand muss einfach in einem solch schnellen Turnier halten. Selbst wenn wir hier geschlagen werden, hatten wir anfangs mehr Chips als die MP2 und MP3, sodass wir hier unter Umständen noch Chips zurückbekommen.
 
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28-02-2017, 00:35
(#5)
Benutzerbild von SamuraiFrog
Since: Jan 2013
Posts: 180
Hand der Woche #118
Starthand
JJ
Drei Spieler gehen ALL-IN, ist natürlich nicht gerade ideal. Auf der einen Seite winkt ein schöner großer Pot und auf der anderen Seite ein großer Verlust oder sogar das Ausscheiden, wenn der eine Spieler gewinnt, wo mehr Chips hat als man selber!
Ist natürlich nicht einfach zu entscheiden, was ich bei sowas gerne mache ist, ich schaue welche Karten in der Hand davor gekommen sind. Beispielsweise in der Hand davor lagen auf dem Tisch z. B. AAKKQ auf dem Tisch Dann würde ich wohl bei dieser Hand jetzt ALL-IN gehen, da ich dann denke das Asse, Könige und Damen in dieser Hand jetzt nicht unbedingt kommen würden.
Wenn in der Hand davor keine Asse, Könige und Damen gekommen sind, dann würde ich eher folden, da dann doch die Chance steigt das jetzt ein Ass, König oder Dame kommt und einer der drei Spieler bestimmt irgendwelche hohe Karten hat wie AK, AQ, AJ, KQ, KQ, KJ, QJ.
Von daher hängt meine Entscheidung von der vorherigen Hand ab ob ich folden oder ALL-IN gehen würde!
 
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28-02-2017, 09:42
(#6)
Benutzerbild von DennisAce96
Since: Jan 2017
Posts: 2
Double Jacks sind einfach zu weak, wären die anfangs nicht all in gegangen hättest sie behalten sollen. Für ein Drilling hättest du 2 outs von 40 Karten entspricht einer 5% Chance. Einer der drei anderen wird sicher A/K/Q haben zudem hätten die eine ca 8% Chance.
Aber meiner Meinung nach utg pusht mit schwächerem pair 9/9 die anderen haben wahrscheinlich ein As Kicker
Aber apropos Wahrscheinlichkeiten, die treffen bei einem Kartenspiel sowieso nie ein von daher würde ich trotzdem mitgehen
 
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28-02-2017, 11:04
(#7)
Benutzerbild von Kartodis
Since: Aug 2010
Posts: 5
Player4 Push UTG kann alles sein. Insofern gebe ich ihm eine Range von Axo – KQs bis hin zu kleinen Suited Connectors.

Player5 denkt sich das auch und hält selber ein kleines Pocket bis ATx aufwärts. Wenn er callt werden sich die anderen schon ruhig verhalten.

Player 2 schätze ich mit am stärksten ein. Sehe ihn von einem kleinen Pocket bis AKs. Eventuell sogar noch stärker. Für diesen Fall aber bleibe ich bei AKs. Wäre er komplett stark, würde er vielleicht „nur“ callen um uns noch mit in die Hand zu ziehen. So versucht er uns aber auch die letzten rechnerischen Calls zu verderben.

Je nachdem, gegen wen wir bei einem Call am Ende die bessere Hand halten, halten wir unsere jetzige Stacksize oder haben sogar noch knapp mehr. Lediglich gegen Player 2 scheiden wir aus.

Wenn wir folden, sind im Optimalfall nur noch 4 Spieler im Turnier. Im schlechtesten Fall hat Spieler 2 nur noch knapp 2.000 an Chips und wird mir mächtig Feuer unterm Hintern machen. Da noch mal auf eine gute Hand zu warten, sehe ich als nicht sinnvoll an.

Entscheidung:

Im Normalfall gebe ich mir gegen Axo, kleines Paar und AKs noch um die 40%. Bei dieser Struktur und der späten Phase, ein klarer Call. Eine bessere Chance meinen Stack mit JJ auf 12.247 zu erhöhen und damit als absoluter Chipleader in die Endphase zu gehen, bekomme ich nicht mehr. Die Chance auf den Turniersieg würde extrem steigen, was ein Argument mehr für einen Call ist.

Geändert von Kartodis (28-02-2017 um 11:18 Uhr).
 
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28-02-2017, 15:41
(#8)
Benutzerbild von zt_iromy
Since: Jul 2016
Posts: 1
Bei den 3 All-Ins vorher, sollten wir davon ausgehen, dass min. einer der anderen Player ein QQ oder KK oder AA hat und uns damit immer überlegen sein wird, es sei denn wir erwischen einen dritten Buben und es kommt keine weitere Dame, König oder Ass in den Community Cards.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir einen Buben erwischen und kein Q oder K oder A kommt beträgt nach 46/50*45/49*44/48*43/47*2/46*5 15,4%. Rechen wir dazu noch die - wenn auch überaus überschaubare Wahrscheinlichkeit - dass wir ein Vierling bekommen und der andere nur ein Drilling oder weniger von 0,38% und ignorieren wir den Fall, dass ein Flush/Straight (zumal gerade beim Flush die Wahrscheinlichkeiten vier von einer der beiden Farben des Pocketpairs der Gegner und mir selber zu erwischen gleich hoch sein sollten, ich aber mit dem Buben von jedem A, K oder Q Flush übertrumpft werde und irgendein Gegner hat schon fast zu 100% ein Q oder K oder A in Pik oder Karo, was mich übertreffen sollte) entsteht, so haben wir eine Wahrscheinlichkeit von rund 15,8% zu gewinnen.

Berechnen wir nun also den Erwartungswert: Gewinn=0.158*11834$-0.84*3290$=-893$. (11834$ ist der max. zu gewinnende Betrag in dieser AllIn-Situation) Demnach würden wir einen Verlust von 900$ erwarten. Nehmen wir jedoch noch als allerletztes Szenario an, dass einer der beiden Spieler mit dem geringeren AllIn gewinnt und ich mir nun mit Player 2 den Splitpot aufteilen würde und Player 2 ein Mitläufer ist, von dem ich im besten Fall annehme, dass er random Karten hat, sodass ich mit meinem Bubenpaar eine 77%ige Siegwahrscheinlichkeit habe. Demnach wäre mein Erwartungswert hier insgesamt: Gewinn=-893$+0.77*1482-0.23*621$=105.31$.

Man könnte hier auch anders fragen und zwar, wie groß muss meine Siegwahrscheinlichkeit gegen Player 2 sein muss, damit ich gerade einen Erwartungswert von 0 genieße: -893$+x*1482-(1-x)*621$=0$. Als Lösung kommt hier 71%, sodass der andere gerade sowas haben darf wie A10 oder Q2s oder so, damit es gerade noch so glimpflich ausgeht. Jedoch wird niemand mit A10 oder so AllIn gehen, wenn davor schon zwei All-In gegangen sind, zudem hat er ja nicht gecallt, sondern geraist, um mich damit auch noch zu einem AllIn zu bewegen, damit muss Player 2 ebenfalls spitze Karten haben und ich sollte auf jeden Fall folden!

Entscheidung: fold!!!
 
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28-02-2017, 21:44
(#9)
Benutzerbild von HeHe2015
Since: Nov 2015
Posts: 12
Woche 118, JJ am BB

Hallo Xflixx,

auch ich möchte gern meine Analyse vorstellen:

Turnier:
Hyper-Turbo-Turniere sind die schnellsten Turniere. Schnell bezieht sich dabei auf die Blind-Struktur, d.h. die Blinds steigen sehr schnell an. Damit entfällt langes Warten auf die Monster-(Start-) Hand. Sonst ist die Gefahr zu groß, entweder im Push-or-Fold-Modus selbst schlechteste Hände All-In zu stellen zu müssen, oder komplett ausgeblindet zu werden.
Die Range der grundsätzlich spielbaren Starthände steigt dadurch ungemein.
Im Hyper-Turbo-Turnier spielen daher die meisten Spieler, ob gewollt oder ungewollt, eine loose-agressive Strategie. Es sind immer viele Spieler in der Hand, und es wird häufig erhöht, wodurch der Flop bereits sehr teuer wird.
Middle-suited-Connectors und Medium-Pairs (TT,JJ,99) sind in der Regel sehr gut in diesen Spielen. Marginale Hände wie KQ, KJ, AT verlieren hingegen stark an Wert, da man mit Ihnen nach dem Flop oft vor schwere, d.h. teure Entscheidungen gestellt wird. Draws werden fast unbezahlbar.
Letztendlich sind in diesen Hyper-Turbo-Turnieren die Implied-Pot-Odds grundsätzlich sehr hoch.

Tisch:
6-max-Turnier bedeutet, dass eben nur sechs Spieler am Tisch sitzen. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein gegnerischer Spieler ein besseres Blatt in der Pocket hat, deutlich verringert, als bspw. an einem 9 oder 10 Tisch.
Statt 9-10 mögliche besser Kombinationen an Pocket-Karten beim Gegner an einem Tisch, sind es hier nur noch 5. Auch dass wertet eine Start-Hand wie JJ deutlich gegenüber dem Full-Ring auf.

Position:
Wir befinden uns im Big-Blind, haben also in der ersten Setzrunde die beste Position, nach dem Flop müssen wir aber immer zuerst setzen.
In der vorliegenden Hand ist dieser Nachteil aber egal, da keine weitere Setzrunde mehr erfolgt, da alle an der Hand beteiligten Spieler, außer wir (bisher) bereits All-In sind.

Hand:
JJ ist ein hohes bis mittleres Paar. Es zählt nach übereinstimmender Literatur zu den Starthänden der ersten oder zweiten Gruppe/Kategorie. Mit einer Start-Hand JJ sollte man auch im Big-Blind (ABC-Poker) selbst raisen, wenn max. einmal geraist wurde oder callen, wenn schon zwei- oder mehrmals vor einem geraist wurde.
Ein Paar bekommt man in die Pocket in etwa 6% der Fälle. Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. 43,8 Prozent, mit einem Paar die beste Hand bilden zu können.
Insgesamt sind 52 Paar-Kombinationen möglich, wovon aber 36 Kombination niedriger sind als unsere JJ (22-TT jeweils 4 mal). Damit verbleibt eine Chance von nur (6% /52 *16 =) 1,85%, dass jemand ein höheres Paar preflop hat. Diese Chance verteilt sich, wie oben gezeigt, nur auf fünf gegnerische Spieler, wobei zwei Spieler bereits gefoldet haben, also auf drei Spieler.
Demnach bleibt eine Restwahrscheinlichkeit von (3*1,85% =) 5,55% (oder 1:20) dass einer der Spieler am Tisch ein höheres Paar in der Pocket hat.

Mit JJ sind wir 4,5:1 Favorit gegen ein anderes niedrigeres Paar, 5:1 Favorit gegen Undercards, 5,5:4,5 Favorit gegen Overcards und 5:2 Favorit gegen Over- und Undercard.

Unterlegen sind wir nur 1:4,5 einem höheren Paar, also QQ,KK,AA.

Situation:
Player 2 SB 60
Player 3 (wir) BB 120
Player 4 Preflop All-In 2165 Chips (M-Ratio von 2165/180 = 12)
Player 5 Preflop All-In 2669 Chips (M-Ratio von 2669/180 = 14)
Player 6 Fold
Player 1 Fold
Player 2 Preflop All-In 4003 Chips (M-Ratio von 4003/180 = 22)
Player 3 (wir) 3290 Chips (M-Ratio von 3290/180 = 18)


Schlußfolgerung:

Spieler 4 und Spieler 5 gehen All-In mit einem (in etwa gleich hohem) Stack, der bereits gefährlich nah an der Push-or-Fold-Zone ist. Die Anforderungen an die Starthände bzw. die Position werden durch den Hyper-Turbo-Turnier-Modus gesenkt, die M-Ratio erhöht sich nach oben, d.h. man ist eher bzw. früher bereit alles zu riskieren. Weiterhin sieht sich Spieler 4 nur größeren Stacks gegenüber und ist in der nächsten Spiel-Runde mit dem Big und danach dem small-Blind belastet. Das ist die Situation, in dem ein loose-agressiver Spieler All-in stellt, in der Hoffnung, entweder den Pot zu kassieren und somit die Blinds für die nächste Runde gewonnen zu haben, oder zumindest mit seinen Pocket-Karten auf einen caller zu treffen, den er möglicherweise dominiert. Eine coin-Flip-Entscheidung wäre akzeptabel.
Spieler 5 steht entsprechend vor einer ähnlichen Entscheidung, da auch sein Stack schon sehr niedrig ist und die Blinds kommen. Sein Blatt müsste allerdings eigentlich besser sein als das Blatt von Spieler 4, da er auch All-In geht (also callt). Setzt Spieler 5 Spieler 4 auf eine range von Overcards, oder auf ein kleines Pärchen, so ist seine range mit der er callt zumindest Axhoch.
Spieler 2 hat hingegen nicht diese Probleme. Er hat fast einen doppelt so hohen Stack wie Spieler 4 oder 5. Bei einem call riskiert er nicht sein Turnierleben. Ihm verbleiben immer noch (4.003-2.669=) 1.334 Chips, und er ist noch lange nicht in den Blinds. Mit einem All-In in dieser Höhe baut er aber auch ganz starken Druck auf den nachfolgenden Spieler (also uns) auf, denn wir werden von diesem Chipstack gecovert, müssten also das beste Blatt am Tisch haben und uns ganz sicher sein, dass wir auch mit AA bestenfalls gewinnen. Daher glaube ich, dass Spieler 2 seine Position uns gegenüber ausspielen will, in dem er uns aus dem Pott verjagen möchte. Dafür reicht ihm bereits in seiner Situation ein kleines Pärchen oder AK, weil er die Situation von Spieler 4 und 5 ebenso bewertet.
Damit sind zwei All-Ins (4,5) situationsbedingt der Position, dem chipstack und dem TurnierModus geschuldet, während ein All-In (Spieler 2) uns nur vertreiben soll.

Der Pot ist vor unserem Handeln auf einen Wert in Höhe von 9.137 Chips gestiegen.
Gehen wir All-In wäre der Pot damit 12.427 Chips. Wir haben demnach Pott-Odds in Höhe von 3.290/12427 = 26,5% oder 1: 4 (genau 1:3,774). Das allein reicht eigentlich schon fast, einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 1:4,5 für einen unserer Gegner entgegenzutreten.
Unter Beachtung der o.g. Motive und der Tatsache, dass nur in einem von 20 Fällen unser Gegner ein höhere Pair in der Pocket hat, sollte man hier das All-In ebenfalls callen.

Aber halt, da sind ja noch die Verbesserungen auf Flop, Turn und River.
Die Wahrscheinlichkeit, das jemand auf den folgenden Karten trifft, ist für jeden Spieler mit 1:4 (=25%) gleichverteilt. Demnach stehen die Chancen, dass sich einer unserer Gegner verbessert bei 3:1 (=75%) gegen uns. Allerdings wird nicht jede Verbesserung bei den Gegnern uns gefährlich. Es sind zweiundfünfzig Karten im Deck und nur noch 5 kommen. Damit ergibt sich für jede Karte eine Wahrscheinlichkeit von (5/52=) 0,96%.
Gefährlich werden uns alle Karten die einem unserer Gegner einen Flush (0,84%), eine Straight (1,3-0,3%) oder ein höheres Paar bringen.
Die Wahrscheinlichkeit ohne Pocket-Paar ein Paar zu treffen liegt bei 32,4%. Gefährlich wird uns aber nur AA, KK, QQ, somit nur 12 von möglichen 52 Kombinationen im Ergebnis haben wir eine Wahrscheinlichkeit in Höhe von 23,1% zu 75%, also 17,3%.
Wir können aber dagegen halten, dass man in 11,8% der Fälle mit einem Pocket-Paar einen Drilling floppt. Das gilt aber auch für unseren Gegner. Die Wahrscheinlichkeiten, für ein höheres Paar haben wir schon berechnet, ob das sich noch verbessert, interessiert uns nicht mehr, da wir eh geschlagen wären. Bleiben also nur die kleineren Paare (22-TT), die uns im set gefährlich werden. 36 kleinere Paare können sich zum set verbessern. Damit ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von 6% ein Paar zu haben, gekürzt um die hohen Paare (6%/52*36=) 4,2% multipliziert mit der Anzahl der gegnerischen Spieler, also mal drei = 12,6% zu insgesamt nur 11,8% = 1,49%.
Zusammengerechnet ergibt sich daher eine Wahrscheinlichkeit von 17,3% + 1,49% = 18,79% das wir geschlagen sind. Die Wahrscheinlichkeit von Flush und straight sind so gering, dass sie keinen sinnvollen statistischen Wert ergeben. Lassen wir uns die gegnerischen Chancen daher sinnvoll auf 20% aufrunden.
.....
um dies an dieser Stelle abzukürzen. Die „Pot-Odds“ sprechen m.M. dafür, dass wir hier den Call machen.


Ergebnis:

ALL-IN
 
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28-02-2017, 22:34
(#10)
Benutzerbild von pallin83
Since: Apr 2015
Posts: 34
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