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Bankrollmanagment

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Bankrollmanagment - 13-08-2007, 12:50
(#1)
Benutzerbild von tati1411
Since: Aug 2007
Posts: 21
BronzeStar
Ich denke für einen Anfänger in Relamoney wäre es auch mal ganz gut zu wissen, wie er sich eine gute Bankroll aufbaut... Sprich: wieviel er einzahlen muss um ein einigermaßen gutes "Startkapital" zu haben, an welchen Tischen er mit wieviel BR spielt, ob Turniere, SnGs oder Cash-Game usw, usw....

also?? Eure Vorschläge?
 
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13-08-2007, 12:55
(#2)
Benutzerbild von Scots75
Since: Aug 2007
Posts: 829
Eine wirklich genaue Definition für das Bankrollmanagement gibt es nicht.

Cash Games:
Ich habe mal gelsesen, dass bei "konservativem" Bankrollmanagement 30 Bigstacks als Bankroll vorhanden sein sollten.
Das würde bedeuten, beim Spiel auf 0.5/0.10 wäre es eine Bankroll von 300.

Weniger konservativ wäre dann die Bankroll von 15-20.
Man muss dabei beachten, dass man bei geringer Bankroll und höheren Limits alleine schon von der Psychologie her, anders spielt, weil es um mehr geht.
Eine hohe Bankroll sorgt dafür, dass man Bad Beats und Downswings vernünftig verkraftet.

Zu den Turnieren kann ich auc hnur soviel sagen, dass man mindestens 20-30 mal den Buyin+Gebühr auf der Bankroll haben sollte, um vernünftig zu spielen!

Gruß!
 
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13-08-2007, 13:32
(#3)
Benutzerbild von comb@t
Since: Aug 2007
Posts: 948
Hi,

also ich bin selbst auch noch ziemlich am Anfang.
Aktueller Status:
NL25
FL0.25/0.50 (mit einigen Shots auf 0.50/1.00)

ich halte mich bisher an folgende Regel:
für NL: mind. 500x den BB => also aktuell bei mir $125
für FL: mind. 300x den BB => also aktuell bei mir $150

Bin der Meinung das so oder so ähnlich mal in einem Buch gelesen zu haben.
Beim FL sollte man aber ab 2/4$ auch auf 500xBB gehen, denke ich.

Was meinen die anderen dazu?

Ich denek auch mal, dass auch auf dieses thema in der Strategiesektion eingegangen werden wird ...
 
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13-08-2007, 13:48
(#4)
Benutzerbild von KINGDING114
Since: Aug 2007
Posts: 401
Zitat:
Zitat von comb@t Beitrag anzeigen
ich halte mich bisher an folgende Regel:
für NL: mind. 500x den BB => also aktuell bei mir $125
Ich denke das ist viel zu wenig da man in einem einzelnen pott schon einen Stack down sein kann und wenn das dann 1/5 des gesamtten Bankrolls ist tut das schon weh. ich würde sagen man sollte mindestens 15 Stacks haben eher noch mehr so etwa 20-25 Stacks.
 
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13-08-2007, 14:00
(#5)
Benutzerbild von b4rt.fus
Since: Aug 2007
Posts: 837
Zitat:
Zitat von KINGDING114 Beitrag anzeigen
Ich denke das ist viel zu wenig da man in einem einzelnen pott schon einen Stack down sein kann und wenn das dann 1/5 des gesamtten Bankrolls ist tut das schon weh. ich würde sagen man sollte mindestens 15 Stacks haben eher noch mehr so etwa 20-25 Stacks.
Vollkommen richtig, ich habe auch eine Zeit (als ich mit Online Poker anfing) lang viel zu hohe Limits gespielt und es hat sich nicht rentiert... man sollte definitiv 15-20 Buyins haben ( ich persönlich bevorzuge sogar 20-25, denn mehr kann nicht schaden )

Ich kann es jedem empfehlen und bitte euch regelrecht drum, spielt nicht unter 20 buyins, denn so kommt ihr auf Dauer nicht weiter (die Ansprache geht an die Anfänger)... Der Rest von euch muss selber wissen mit wieviel Buyins er erfolgreich spielt, bei mir wie schon oben erwähnt sind es mindestens 20.


gruß bart

Geändert von b4rt.fus (13-08-2007 um 14:04 Uhr).
 
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13-08-2007, 14:05
(#6)
Benutzerbild von renomista
Since: Aug 2007
Posts: 100
Prizipell hängt die mindestanforderung für deine Bankroöö davon ab ob sie Ersetzbar ist oder nicht. Will heißen:

Wenn ein Verlust der Bankroll dazu führt, daß du mit Pokern aufhören mußt, weil du dir ein Neuaufbauen aus deinem sonstigen Vermögen nicht leisten kannst oder etwa deine existenz gefährdet ist, wei du einen großen teil deines Einkommens aus dem Pokern ziehst solltest du sehr konservative Bankrollanforderungen für ein gewisses Limit wählen.

Wenn deine Bankroll für dich nur "Spielgeld" ist und ein Verlust leicht auszugleichen ist oder keine echten folgen für dich hast kannst du Risikoreicher kalkulieren und mit einer bestimmten Bankroll eventuell schon höhere Buyins spielen

Ansonsten ist die Varianz (ungenau gesagt, die schwankungen in deinen Ergebnissen) der Ausschlaggebende Faktor. Parameter dafür sind Beispielsweise:
- Fixed Limit hat eine geringere Varianz als No-Limit
- Shorthanded hat eine höhere Varianz als Full-Ring
- Wenn du einen Tighten/Konservativen Spielstil hast hast du eine geringere Varianz als wenn du einen Loose Agressive Stiel spielst
- Wenn man Multitabled steigt die Varianz mit der Anzahl der Tische, weil ein schlechter Tag bzw. ein Tilt mit Faktor X reinhaut.

Je höher die Varianz um so größer muß die Bankroll für ein gegebenes Level sein.

Sinn macht Bankrollmangement natürlich nur wenn du ein Winning-Player bist. D.h. du solltest am anfang auch noch eine gute Portion "Lehrgeld" einplanen das du mit den unvermeidlichen Donk-Moves deinerseits verprasst ;-). Da kann ich ein lied von singen. Zum Lehrgeld gehört natürlich auch die Kosten für Bücher etc.

Für No-Limit hat sich als Faustregel eine Range von 20-30 Max Buy-Ins also 2000-3000 Big Blinds oder 1000-1500 PTBB eingebürgert.

Weiterhin ist es sinvoll sich neben der grundgröße Moving-Up und Moving-Down Schwellen zu definieren.

Eine halbwegs Konservative Strategie wäre z.B. um voll auf ein Level zu gehen warte ich ab bis ich 35 Buy ins auf dem Level habe (bei NL 50 beispielsweise 1750$) wenn ich 30 Buy-ins auf dem Nächsten Level habe (NL100 = 3000$) mache ich die ersten Shots auf das Nächste Level. Bei 35 Buy-Ins (NL100 = 3500) auf dem Nächsten Level kann ich ganz hoch gehen. Wenn es aber nicht so gut läuft und ich unter 15 Buy-ins des aktuellen Levels Falle -> Also 20 Stacks down bin (NL 50 => 1750) gehe ich ein level zurück (NL25) dort bin ich dann immer noch mit 30 Buy-ins im normalen Bereich.


Turniere sind nochmal ein ganz anderes Paar Schuhe da hier noch andere Faktoren, wie Turniergröße, Schnelligkeit des Turniers etc. reinspielen.

Geändert von renomista (13-08-2007 um 14:52 Uhr).
 
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13-08-2007, 14:10
(#7)
Benutzerbild von ghostliner
Since: Aug 2007
Posts: 429
Ich persönlich kann nur für FL sprechen. Ab und an spiel ich zwar auch Mal SNG, aber eher selten.

Der Limitaufstieg bei 300 BigBlinds, scheint so eine Art Standard zu sein. Mein BRM ist aber etwas konservativer, da es vorkommen kann, das man sich auf einem Limit erst eingewöhnen muß, oder genau im Moment der Aufstiegs ein Downswing beginnt. Deshalb steige ich erst bei 350 BigBlinds des nächsten Levels auf, um so Luft nach unten zu haben. Absteigen tue ich bei 200 BigBlinds des unteren Levels, also ergibt sich folgende Tabelle:

0,02/0,04 - Aufstieg zu 0,05/0,10 bei 35 $

0,05/0,10 - Aufstieg zu 0,10/0,20 bei 70 $
Abstieg auf 0,02/0,04 bei 8 $

0,10/0,20 - Aufstieg zu 0,25/0,50 bei 175 $
Abstieg auf 0,05/0,10 bei 20 $

0,25/0,50 - Aufstieg zu 0,50/1,00 bei 350 $
Abstieg auf 0,10/0,20 bei 40 $

0,50/1,00 - Aufstieg zu 1,00/2,00 bei 700 $
Abstieg auf 0,25/0,50 bei 100 $

1,00/2,00 - Aufstieg zu 2,00/4,00 bei 1400 $
Abstieg auf 0,50/1,00 bei 200 $

Aber ich bin mir sicher, das es dazu einen Artikel geben wird. BRM gehört ja schliesslich zu den Grundlagen.
 
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13-08-2007, 15:05
(#8)
Benutzerbild von JJanke88
Since: Aug 2007
Posts: 229
Im No - Limit Bereich hängt die Bankroll ja auch wesentlich von der Strategy ab die man damit spielt. Spielt man nach der Short Stack Strategie und kauft sich dementsprechend nur mit 20BB anstatt 100 BB ein brauch man eine kleinere Bankroll als wenn man sich mit 100BB nach der Big Stack Strategy einkauft.

Ich persönlich bevorzuge ein Spiel mit vollen Stack.
Auf den unteren Limits bis NL 50 würde ich eine Bankroll von Mindestens 20 Stacks empfehlen, ab NL 50 / 100 eher eine Bankroll von 25-30 Stacks.

NL 5
Aufstieg auf NL 10: mind. 200 Dollar

NL 10
Aufstieg auf NL 25: 500 Dollar
Abstieg auf NL 5: 100 Dollar

NL 25
Aufstieg auf NL 50: 1250 Dollar
Abstieg auf NL 25: 200 Dollar
 
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13-08-2007, 15:11
(#9)
Benutzerbild von olli05
Since: Aug 2007
Posts: 29
Spiele nur wenig Cashgame und da nur in den niedrigsten Limits. Bin Fan von Turnieren, wobei ich jetzt versuche auch mal Cashgame in höheren Limits bei Pokerstars zu spielen. Denke aber, dass man, um in ein Spiel einzusteigen mind. 100BB haben sollte um zu spielen und gerade als Anfänger nicht mehr als 1%-5% pro Spiel riskieren sollte. Also als Beispiel: Angenommen jemand hat ein bankroll von 1000€, dann würde ich max. 10€ oder 20€ setzen und bei Blind von höchsten 5c/10c spielen. Aber wie gesagt, spiele momentan vor allem Turniere.
 
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13-08-2007, 16:52
(#10)
Benutzerbild von Chaos-I
Since: Aug 2007
Posts: 857
Zitat:
Zitat von ghostliner Beitrag anzeigen
Ich persönlich kann nur für FL sprechen. Ab und an spiel ich zwar auch Mal SNG, aber eher selten.

Der Limitaufstieg bei 300 BigBlinds, scheint so eine Art Standard zu sein. Mein BRM ist aber etwas konservativer, da es vorkommen kann, das man sich auf einem Limit erst eingewöhnen muß, oder genau im Moment der Aufstiegs ein Downswing beginnt. ...........
Aber ich bin mir sicher, das es dazu einen Artikel geben wird. BRM gehört ja schliesslich zu den Grundlagen.
Naja ich bin sogar auf 500BB gegangen, FL SH wobei ich dabei schon manchmal ein "ungutes" Gefühl habe dann spiele ich halt das Limit das mir gefällt und nicht das was das BR-Management mir "vorschreibt"

Will ja nicht immer 100%ig Konzentriert spielen, weil ich das ja auch aus Spass mache.

Mit Sicherheit wird es einen Artikel darüber geben